Zement, Gips oder Kalkwerk , Gleisanschluß für die Modellbahnanlage


Industriemodelle mit Gleisanschluß in verschiedenen Bahn Epochen


Bis in die heutige Zeit befinden sich zahlreiche Kalk-, Gipssteinbrüche noch in Betrieb und verfügen über Gleisanschlüße. Überlegungen führten vom kleinen Kalkwerk mit kurzem Anschlußgleis bis hin zum Diorama mit Werkbahnanschluß in der Neuzeit. Oft waren es auch Schmalspur-, Feld- und Industriebahnen, die diese Anschlüße bedienten und eine Verbindung vom Bruch zum Kalkwerk bis hin zur Umladung auf die Normalspur darstellten. Heute alles automatisch gesteuert mit Ganzzugbetrieb und umfangreichem LKW Verkehr. Kalkstein und Gips gelten nach den Gütertransportbestimmungen der Eisenbahn als Nässeempfindliches Transportgut, also mindestens ein E-Wagen mit Abdeckplane für den Transport, sonst G-Wagen für Sackware und Silo-, Klappdeckel-oder Kalkkübelwagen für die Mengen des gebrochenen Baumateriales. Schon sind wir mitten in der Materie.


Grundlage für Kalkgewinnung ist der Kalkschiefer, der als Felsfoilie von Heki erhältlich ist und nicht nur optisch gut wirkt auch als Hintergrundkulisse am Berg angebaut werden kann und somit minimalen Platz beansprucht. Felswand als Hintergrundmotiv.


Zur farblichen Behandlung der Felsfoilie empfiehlen wir Artikel 773 006 von Valejo, Kalkweiß zur farblichen Optimierung. Empfehlung Farbe sehr wässrig und mit buschigen dichen Pinsel auftragen.


Besonderheit ist oft die Vegetation rund um diese Produktionsstätten

 

Da es sich beim Kalk um Magergestein handelt ohne Nährstoffe, findet man nur trockene, braune Grasbüschel als Bewuchs am Felsen. So kann neben der farblichen Aufwertung hier und da noch etwas Herbstgras oder Grasbüschel am Fels wachsen. (Heki Grasbüschel Herbstfarben)
Neben der natürlich bedingten mageren Vegetation in Kalkgebieten, gehört es auch dazu, Laub oder Nadelbäume mit spärlichem Bewuchs und leichten weißen Puderzucker aufzustellen. Als Grundlage hierfür Heki Winterbäume oder Bäume im Selbstbaukonzept, die auch verkrüppelt gewachsen sind was den biologischen Bedingungen am Kalkwerk geschuldet ist.
Wenig grün, viel Magerbewuchs, Dürre Bäume und Büsche aus dem Selbstbauprogramm von Heki zur Darstellung des Magerbewuchses am Kalksteinfelsen. (Heki)
Neben schwachen und hellen Grüntönen sollte die Umgebung neben den Grasbüscheln auch zahlreiche Trockengrasstellen aufweisen, was mit hellgrüner Grasfaser und Herbstgras gemischt werden kann oder teilweise auch als gut sichtbare Trockengrasstelle rund um das Kalkwerk dargestellt werden sollte. (Heki)
Neben Grau bzw. Brauntönen für Wege und Gelände finden sich auch helle Gesteinsspuren im Gelände und an Abbaustellen, die mit hellem Steinschotter von Heki und etwas wässriger dreckiger Farbe als Kalkstein sich am Fels und Fabrikanlagen sowie Gleisen befinden.

 

Modell des Kalkwerkes, die Produktionsstätten

 

Brecher und Silo im Grunde kein Problem, hier finden sich in allen Spurweiten zahlreiche Modelle von Schotterwerken die Verwendung finden können und Kalkfarben patiniert werden können, wie dieser Faller Bausatz.
Grundmodell des Faller Zementwerkes eignet sich für solche Bauvorhaben. Weitere Ergänzungen mit anderen Gebäudeteilen bzw. Eigenbauten sind durchaus möglich. Wichtig ist das erkennbare Grundmodell.
Kalkverarbeitungsanlagen in diesem Sinne gibt es schwer am Markt, so können andere Produkte in authentischer Bauweise oder Eigenbau verwendet werden. Dieser Bausatz der "Vulcan Industrie" kann durchaus als Verarbeitungsstätte für Kalk bzw. Gips Verwendung finden, in dem Brandkalk bzw. Kalkprodukte in loser bzw. Sackware hergestellt werden. (Faller Vertrieb)
Für die Unterbringung der Arbeitskräfte am Berg eignet sich diese Baracke zur Unterbringung sowie für Sozial- und Umkleideräume.
Nebengebäude ergänzen solche Anlagen wie z.B. dieser Faller Lagerschuppen der als Sacklager oder Garage bzw. Abstellplatz für Arbeitsgeräte am Berg genutzt werden kann.
Für das große Lager der Produkte können Güterabfertigungen, Lagerhäuser artfremder Gebäude Verwendung finden. Ältere Gebäude könnten auch mit Halbrelief Darstellung, Halbierung der Gebäude Verwendung finden um Platz zu sparen.
Zwar als Getreidesilo bei Piko im Programm lassen sich solche Bauten als zusätzliche Lagersilo`s im Gelände des Kalkwerkes integrieren um zusätzlichen Rangier- und Fahrbetrieb innerhalb des Werkes durchzuführen.
Als Blickfang einer Dioramen, Schmalspur-oder Feldbahnanlage der Kalkofen der Firma Luft. Realistischer geht es kaum.

 

 

 

 

Das Vollmer HO Kalkwerk für den perfekten Gleisanschluß...
Sollte der Werksanschluß über eine eigene Werklok verfügen eignet sich der kleine einständige Vollmer Lokschuppen für die Unterbringung der Werklok.

 

Der Anschluß selbst ...


Um mit der Modellbahn den gewünschten Effekt zu erzielen empfielt sich der Einsatz einer Werkbahnlokomotive egal in welcher Spurweite. Auch Lokomotiven der Nahgüterzüge bzw. Übergabefahrten werden laut Rangierarbeitsplan sowie Bedien-und Anschlußbahnfahrten für den Rangierdienst mit verwendet. Dabei spielt das Thema Sicherheit in jedem Belang eine wichtige Rolle, schauen Sie selbst...


Sicherung des Werksgeländes gegen "Zementklau". Rund um das Werksgelände erstreckt sich mindestens dieser Drahtzaun mit Eisentor zur Geländesicherung. Bei Bedienfahrten wird das Tor mittels Servo Antrieb geöffnet. (Busch)

 Zusätzlicher Schutz vor Toren des Werksanschlußes bzw. aufgestellt vor Ladestellen die Sh 2 Tafel zum Schutz und zur Sicherheit aller Beteiligten im Rangier- und Ladungsbetrieb.

 

Sicherung der Werkbahngleise mit der Weinert Gleissperre in HO für unterschiedliche Profilhöhen. So wird der Anschluß gegen ungewollte Rangierfahrten gesichert um bei Lade-oder Kuppelarbeiten keine Unfälle zu verursachen. In der Realität stehen diese Gleissperren in Abhängigkeit mit der Stellung der Weichen, so das ein ungewolltes Befahren nicht möglich ist. In der Grundstellung hat die Gleissperre aufzuliegen und ist verschloßen. Auch gegen ungewolltes Ablaufen schützen diese Gleissperren neben Radvorlegern und Hemmschuhen. Auch bei Gefälle verhindern Handbremsen an abgestellten Wagen das Ablaufen. Wenn alle Sicherheitsgrundsätze befolgt werden kommt es nicht zum Unfall auch im Modell.
Weinert HO Hemmschuhe in HO sorgen für einen sicheren Rangierbetrieb. Lassen sich auch auf der Anlage mittels Magneten gut wiederfinden.
Für den sicheren Rangier- und Zugbetrieb, empfehlen wir die Fleischmann Profi Kupplung in HO. Ebenso Kurzkupplungen in TT (Peho) und N (Fleischmann). Auf Grund ihrer Unauffälligkeit und Größe, Robustheit, Optischen Wirkung und sehr guten Eigenschaften im Betrieb. Gerade wenn die Wagen an der Luft sind, gekuppelter Zustand mit Kupplel und Luftleitung 5 Bar, ist der höchste Sicherheitsstandard im Rangierbetrieb gewährleistet. So wird Mittels Rangierlok die Wagengruppe zum Belade Silo oder zum Lagerschuppen rangiert.

 

Neben einigen authentischen Gebäuden zum Thema bietet die Modellbahnindustrie zum Thema Kalk, Zement-, Gipstransporte ein umfangreiches Sortiment an, da zu diesem Thema gerade für Ganzzüge eine relativ hohe Nachfrage besteht. Neben den entsprechenden Rangierlokomotiven der einschlägigen Bauarten finden sich zahlreiche Wagenbauarten für eine ansprechende Themenumsetzung.

 

Das Umfangreichste Wagenprogramm zum Thema von Piko

 

Einer der typischsten Vertreter dieser Wagenart, ist der Klappdeckelwagen für den Transport in loser Form im Güterwagenverkehr zum Schutz vor Nässe.
Zum Transport der Kalkbrocken gab es den Wagentyp Om, ohne Deckel. Bei Dauerregen wurden aber auch hier Wagenplanen mitunter übergezogen und festgezurrt.
Speziell angefertigte Kalkkübelwagen für den Einzelwagen- bzw. Ganzzugverkehr.
Saubere Behelfskaliwagen kamen ebenfalls als Transportmittel in Betracht. Gerade in der Zeit der 50er Jahre als Wagenmaterial knapp war wurden diese umgebauten E-Wagen mit einem Klappdeckeldach versehen und zum Gütertransport verwendet. Diese Wagen liefen bis zum Anfang der 70er Jahre und erhielten Epoche IV Beschriftungen.
Auch normale O-Wagen kamen zum Einsatz auch für den Transport des losen Kalkes. Lediglich eine Wagenplane wurde zum Schutz vor Nässe hier übergezogen.
Ab der Epoche IV kamen immer mehr Sattelbodenwagen zum Einsatz. Gerade auch im Internationalen Güterverkehr, da diese Wagen 100 km/h laufen konnten.
Für die Sackware wurden zahlreiche G-Wagen verwendet. So kam es nicht selten vor, daß in solchen Gleisanschlüßen zahlreiche ausländische und auch Privatbahnwagen mit internationaler Zulassung zu finden waren. Es durchaus legitim zahlreiche ausländische Wagenbauarten zu verwenden.
Der typischste Vertreter für Baustofftransporte dieser Zeit war der sogenannte "Sputnik" oder "Zwiebelwagen" für das Transportgut und wurde oft im Ganzzugverkehr gefahren nicht nur im Einsatz zwischen dem Kalkwerk und Betonfirmen auch zu Großbaustellen kamen Ganzzugladungen, die mittels Druckluft entladen wurden und direkt zur Baustelle bzw. Mischwerken kamen.
Vierachsige Großraum Silo Wagen für das Transportgut in der Neuzeit ab Epoche V.

 

 Kalkkübelwagen von Tillig

 

Ordentlich gealtert, der DR Kalkkübelwagen von Tillig.

 

Roco im Internationalen Güterverkehr ab Epoche IV


Der bekannte Silowagen von "VTG" ab Epoche IV, der auch auf DR Gleisen anzutreffen war.
Gerade in den 50er und 60er Jahren kam dieser Wagen im Siloverkehr der ÖBB zum Einsatz. Aufgebaut auf amerikanischen Fahrzeugen ist dieser Wagen Optisch für Europäische Bahnen ein Leckerbissen. Sicher war der Wagen nicht auf DR Gleisen unterwegs aber im Grenznahen Raum zur CSD. Und mit etwas Augenzwinkern könnte sich ein Wagen auch mal auf DR Gleise "verirren".
Moderne SBB Silowagen ab der Epoche IV im Internationalen Verkehr.
Auf Kesselwagen Basis die Schweizer Silowagen für den modernen Güterverkehr. Möglich das in Rottleberode im Harz solche Fahrzeuge schon aufgetaucht sind ab Epoche V.
Schwedischer Silowagen ab Epoche V durchaus in nördlichen Regionen Deutschlands ab und zu mal anzutreffen.
Auch das Angebot an Roco Großraum Silowagen ist umfangreich und sorgt für eine Belebung im Modellbahn Güterverkehr.
ÖBB Zementsilowagen, der sich durch seine Bauform im Güterzug heraushebt und im Internationalen Verkehr eingesetzt war. Lassen wir den Güterzug in der Übergabe von Könitz nach Krölpa Ranis verkhren, wo im Gipswerk eine Ladung Stuckgips zur Sanierung der Wiener Hofburg wartet.
Im Feldbahn HOe Bereich finden sich diese Zementloren für den Transport vom Bruch zum Brecher innerhalb des Werkes.

 

Schmalspur HOe von PMT


Gerade Schmalspurbahnen im Norden und auch im Süden haben ihre Existenz dem Vorhandensein von Gips- oder Kalkbrüchen zu verdanken. Mittels des umfangreichen Transportgutes Bedeutende Verkehre gab es oft mit Rollbockwagen und aufgesetzten Normalspurgüterwagen und auch im Schmalspurwagenverkehr zu einem an der Schmalspurstrecke liegenden Kalkwerk, daß über Schmal- und Normalspurgleisanschluß verfügte. Auch wurde in der Frühzeit oft umgeladen in sogenannten Umladehallen mit Gleisanschluß wo mittels Muskelkraft ent- bzw. beladen wurde.


Bis in die Epoche IV fand der Rollbockverkehr mit Kalkwagen auf Schmalspurbahnen statt. Mitunter beachtliche Tonnagen mußten hier bewältigt werden.
Einige Schmalspurnetze verfügten über Klappdeckelwagen für den eigenständigen Transport von Kalk oder Gips. Vierachsige Ausführung.
Zweiachsige Ausführung des Klappdeckelwagens in HOe.

 

 Spezialitäten in HOe von Hapo

 

Der Hingucker nicht nur für den Innerbetrieblichen Transport auch als Modell am Kalkbruch der O&K Bagger von Hapo.
Hapo Kastenlore in HOe für einen vorbildgerechten Grubenbahnbetrieb.
Für Arbeiten im Kalkbruch wird auf der Abraumhalde eine Raupe benötigt, die innerhalb des Werkbahnnetzes transportiert be-und entladen werden muß. (Hapo Modell)

 

Lokomotiven der Anschlußbahnen


Neben der Bedienung mit Zuglokomotiven der Nahgüterzüge verfügten zahlreiche Werke über eigene Lokomotiven. Meist Diesellokomotiven der DR Bauart V 23, V 15, V 100 oder V 60 je nach Wagenaufkommen. Lok-und Rangierpersonal unterstand der Werkbahn. Anschluß- und Übergabefahrten konnten auf Grund der Zulassung auf Staatsbahngleisen durch die Werkbahn durchgeführt werden. Mitunter gab es auch Übergabefahrten von Abzweig- oder Güterbahnhöfen zum Werk über reguläre Strecken, so das auf der Modellbahn der Werkbahnzug auch auf der Strecke fahren kann. Neben den authentischen Lokbaureihen waren diese Fahrzeuge oft in "verstaubtem Zustand".

 

Eine V 100 Lok "Fels" der Kalkwerke Rübeland.
Lok "Knauf 3" für den Rangierverkehr im Gipswerk Rottleberode.
298 334 für den DB Rangier- und Übergabeverkehr der Harzer Kalk- und Gipswerke im Bahnhof Blankenburg (Harz)
Nicht nur das Umfeld auch Lok und Wagen bieten authentisches Aussehen.Ladesilo der Dolomitwerke Wünschendorf als ideale Vorlage auf der Modellbahn.
Im HOe Bereich des Werkbahnanschlußes kann auch diese Dampflok von Roco bis zur Epoche IV eingesetzt werden.
Oft verfügten Kalkwerke auch über elektrische Abbaustrecken zum Teil Über Tage aber auch für die Modellbahn Unter Tage. Ein elektrischer Abbauzug verschwindet im Felsen. Hierfür bestens geeignet die Siemens HOe E-Lok von Hapo.
Auch diese Akku Lok kann auf der Abbaustrecke zum Einsatz kommen. (Hapo)

 

 Gleisplan Vorschläge für einen Gleisanschluß


Die Gleisplanskizzen orientieren sich an keinem Maßstab.

 

Kleines Kalkwerk an einer zweigleisigen Hauptbahn mit kleinem Durchgangsbahnhof


Bis in die Epoche V hat sich ein kleines Kalkwerk an einer zweigleisigen Strecke gerettet. Auch in der Neuzeit so bis 1997 wird das Kalkwerk mehrfach wöchentlich bedient. Bis 1990 mit den täglichen Nahgüterzügen, die auf der Strecke verkehren. Rangiert wird mit der Kleinlok des Kalkwerkes, die in der Tagschicht von 07:00 - 17:00 Uhr besetzt ist. Einzelwagenladungen und auch kurze Ganzzüge werden hier beladen, da die Kapazität der Produktion und der Gleisanlagen beschränkt ist. Dafür aber ein hochqualitatives Endprodukt entsteht, was starke Nachfrage beschert. Nach 1997 wurde der Anschluß stillgelegt und es erfolgte ein LKW Versand. Im Anschluß befinden sich ein Verladesilo und das Lager in dem Sackware versand wird. Neben den Silowagen kommen auch G-Wagen und E-Wagen, die mit Kalkbrocken beladen werden für unterschiedliche Industriezweige. In der Regel wird der Anschluß 2-3 Mal täglich bedient so das die Werklok umfangreich beschäftigt ist und zwischen Werk- und Gleis 4 sowie Gleis 3 hin und her pendelt. Neben der Anschlußbedienung besteht bis 1990 ein Vertrag, daß die Werklok im Bahnhof zur Bedienung der Ladestraße und der Güterabfertigung mit verwendet wird. So verkürzt sich der Aufenthalt der Nahgüterzüge erheblich auf der dichtbefahrenen Hauptbahn. Es werden Wagengruppen nur abgesetzt, weggestellt und die abgehenden Wagengruppen wieder zugesetzt. Zug fertigstellen, Wagenliste, Brems-und Lokdienstzettel, Bremsprobe, fertig abfahren. Erledigt wird dies vom Rangierer der Werkbahn, da hier am Bahnhof nur der Fahrdienstleiter und ein Fahrkartenverkäufer sind. Durch den starken Verkehr auf der Strecke kommt der Fahrdienstleiter der in Personalunion beschäftigt ist nicht zur Fertigstellung der Güterzüge. Er hat hier noch Aufsicht, ab 17:00 Uhr und am Wochenende Fahrkartenverkauf sowie Gepäckabfertigung zu betreuen, was typisch für ländliche Bahnhöfe war. Als Werklok empfiehlt sich der Einsatz einer Kleinlok Kö bzw. V 15, die für das Aufgabengebiet ausreichend sind. Bei Reparatur oder Hauptuntersuchung wird aus dem Hauptwerk immer eine V 60 der Werkbahn eingesetzt. So das hier auch mal die Lokomotiven gewechselt werden. Und wenn Not ist, muß die Zuglok des Nahgüterzuges mit ran, dann wird es eben später mit der Abfahrt. Auf den Aufbau von Werkanlagen wurde verzichtet, da dieser Plan für eine Heimanlage verwendet werden kann mit eingeschränkten Platzverhältnissen. Die Skizze kann auch in Umwandlung an einer eingleisigen Strecke liegen oder als Endbahnhof einer Nebenbahn, dabei sollte noch ein Gleis mit Lokschuppen eingebaut werden. Da es sich um einen Ländlichen oder Kleinstädtischen Bahnhof handelt ist hier nur zu den Früh- und Nachmittagstunden Hochbetrieb, Pendler und Schüler. Sonst hält sich das Reisendenaufkommen in Grenzen.

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Kleines Kalkwerk- Skizze 1


 Kalkwerk an einer Schmalspurbahn


Ausgehend vom Sortiment, bietet sich der Bau in HOe an, da hier über ein umfangreiches Wagensortiment verfügt werden kann. Bei HOm bietet sich der Einsatz von Rollbockwagen an, die mit Klappdeckelwagen beladen sind an. Dargestellt ein kleiner Kreuzungsbahnhof einer Schmalspurstrecke auf der sogar Schmalspurgüterzüge verkehren. Neben den 4 Personenzugpaaren verkehrt auch ein Güterzugpaar und bei Bedarf gibt der Fahrplan auch noch eine Trasse für einen Sonderzug zum Kalkwerk frei. Der ländliche und beschauliche Bahnhof verfügt nur über zwei Gleise so das Zugkreuzungen und Überholungen durchgeführt werden können. Neben dem kleinen Kalkwerk befindet sich noch die Ladestraße und ein Stückgutschuppen am Bahnhof, die neben dem Werk mit bedient werden. Auf der Ladestraße ein Kohlewagen für den ansässigen Kohlehändler, Stückgüter Hefekartons für den Bäcker, Kleingut und Reisegepäck, zur Erntezeit Kisten mit Obst und Gemüse im Versand oder weitere Lebensmittel wie Kartoffelsäcke, Kleintiere und Frischfleisch. Auch Bier kam zum Versand oder zum Empfang für das Gasthaus Am Bahnhof, wo Bierfässer gleich über die Straße gerollt wurden. Die Produktionsmenge des Kalkwerkes beläuft sich auf einen Kalkwagen und einen G-Wagen mit Säcken, es wird aber Montag bis Samstag gearbeitet. So das der Güterzug Mo-Sa verkehrt. Gelegentlich werden 3-4 Wagen Kalk benötigt, die Mittels Sonderzug abgefahren werden. Dann wird es auf dem kleinen Bahnhof sehr eng, gerade bei Kreuzungen und Überholungen. Direkt an der Hauptbahn befindet sich ein Zementwerk, was über Normal- und Schmalspurgleise verfügt, so das die Strecke ihre Existenz vorallem dem Güterverkehr zu verdanken hat. Die Bevölkerung der Region arbeitet in der Stadt oder in der Land- und Forstwirtschaft. Mehr ist eben nicht. Außerhalb der planmäßigen Personenzüge ist man zu Fuß oder mit dem Rad bzw. Pferdefuhrwerk unterwegs. Autos waren in der Zeit noch Mangelware. Im Bahnhof auch der Vereinigte Dienst mit allen Aufgaben wie Fahrdienstleiter, Aufsicht, Fahrkarten, Gepäck, Stückgutverkehr, Wagenladungsverkehr, Weichenpflege, Pflege und Reinigung der Anlagen. Das macht auch durstig und gegenüber vom Bahnhof das Gasthaus Am Bahnhof. Bei Hochzeiten, Trauerfeiern, Kirchweih oder anderen Festivitäten waren Bahnhofs- und Zugpersonale sowie Fahrgäste oft mit anwesend, so konnte der Zug wegen Dampfmangel (schlechter Kohle) oder Triebwerksschaden oft nicht weiterfahren, Komisch...was alles so passierte auf den Bimmelbahnen.

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Kalkwerk Schmalspurbahn Skizze 2



 Schon etwas Größer, das Werkbahn Netz eines Kalkwerkes


Schon aufwendiger die Gleisplan Skizze eines Werkbahn Netzes für einen Durchgangsbahnhof einer eingleisigen Hauptbahn mit verschiedenen Gleisanschlüßen sowie einem seperaten Werkbahn Netz des Kalk- und Zementwerkes, was zusätzlich noch als Inselbetrieb elektrisch betrieben wird und über einen Zahnstangenabschnitt verfügt. Aufwendige Rangierfahrten, umfangreicher Betrieb versprechen hierbei zusätzlichen Spaß mit der Modellbahn. Mittelpunkt ein Durchgangsbahnhof, auf dem eine Kleinlok stationiert ist und die schon mal neben dem Raiffeisen Anschluß und Schrotthandel noch Ladestraße und Güterabfertigung zu bedienen hat. Jedoch umfangreicher sind die Rangierarbeiten für das Kalkwerk, hier müßen zusätzliche Arbeiten erledigt werden, da die elektrische Anschlußbahn auf Grund der Steigungsverhältnisse und drei Spitzkehren lange unterwegs ist, und auch nur beschränkte Lasten bewegen kann. Somit konzentriert sich das Tagesgeschäft auf das Kalkwerk, turbulent wird es dann in der Erntezeit wenn zusätzlich im Raiffeisen Anschluß Silowagen für Getreide, Düngemittel und Wagen zur Rüben-und Kartoffelbeladung rangiert werden müßen. Dann muß auch die Zuglok der Nahgüterzüge mit ran, oft reicht dann die Standzeit nicht aus, so das es zu Verspätungen kommt. Eine weitere Besonderheit ist noch der Werkspersonenverkehr für das Kalkwerk, wo mit einem alten Wagen die Mitarbeiter vom Schüttbahnsteig Gleis 6 zum Werk was auf einer Anhöhe liegt gefahren werden. Mehrfach täglich, so das die Werkbahn E-Lok ebenfalls ein umfangreiches Arbeitspensum erledigen muß. Eine weitere Besonderheit im Werkanschluß ist die Bedienung der Lagerhalle für den Versand von Sackware, die über eine Drehscheibe bedient wird, so müßen Wagen und Lok über die Drehscheibe. Mittels Muskelkraft und Seilwinden werden hier die Wagen rangiert. Auch der Zahnstangenabschnitt ist nicht ganz ohne gerade im Herbst wenn es schmierig auf den Gleisen ist, erfordert der Rangierbetrieb zusätzliches Geschick und Aufmerksamkeit damit das Fuhrwerk nicht abgeht. Ein weiterer Zusatzaspekt die Feldbahn im Abbruch und Werkgelände die für die Transporte vom Abbaufelsen zum Brecher und zur Abraumhalde errichtet wurde. Auf der gesamten Hauptstrecke dominiert der Güterverkehr, wo neben Ganzzügen zur Erntezeit und Ganzzügen des Kalkwerkes auch zahlreiche gemischte Güterzüge verkehren, da an der Strecke noch weitere Bahnhöfe mit zahlreichen Gleisanschlüßen liegen. Der Zugbetrieb auf der Hauptbahn wird von Dampf- und Diesellokomotiven geführt. Neben den Güterzügen verkehren noch 6 Personenzugpaare und 3 Eilzugpaare, so das die Strecke sehr gut ausgelastet ist. Auch in den Nachtstunden verkehren Güterzüge, da am Tage oft kein Durchkommen ist auf Grund der starken Streckenauslastung. Als Zuglokomotiven im DB oder DR Betrieb empfiehlt sich die BR 38 (DB oder DR) Eilzüge, BR 44 (DB / DR), BR 50 (DB/DR), BR 52 (DB/DR) Güterzüge, BR 66 DB , BR 65 DR für Personenzüge, BR 75 (Württemberg DB), BR 75 (Sächsisch) DR für Personenzüge. Im Diesellok Bereich V 100 DB / DR für Eil-und Personenzüge, BR 215-218 DB für Güter-, Eil-,Personenzüge, VT 798 für Personenzüge. V 60 DB / DR für Übergabeverkehr und zusätzlichen Rangierverkehr, V 90 DB Güterzüge. BR 130, 131, 132 für Güterzüge, BR 132 für Eilzüge DR, BR 120 Güterzüge DR und BR 118 für Güter- und Personenverkehr. Kleinlok DB / DR für Rangierverkehr, VT 771 für Personenverkehr DR. Für die elektrische Werkbahn empfiehlt sich die Fleischmann Zahnradbahnlok (E-Lok) und zwei Wagen für den Werkspersonenzugverkehr. Die im Bruch betriebene Feldbahn Busch HOf, Roco bzw. Hapo HOe Material. Neben den gängigen Baureihen wurden solche Hauptbahnen oft von außergewöhnlichen Zuggarnituren befahren, was auch Eisenbahnfreunde und Fotografen an solche Strecken zog. Zahlreiche Altbaufahrzeuge verdienten sich hier ihr "Gnadenbrot". Da es sich um eine Hauptbahn handelt können Züge mit BR 78, BR 03, BR 39 bespannt verkehren, die einmal täglich im Eilzugdienst im Langlauf von größeren Bahnbetriebswerken unterwegs waren. Im Güterverkehr vor schweren Zügen kamen oft Prototypen, Vorserienlokomotiven auf solche Strecken um bei diesen Zügen ihre Zugkraft unter Beweis zu stellen. Neben den Güter-und Personenzügen verkehrt auf unserer Strecke auch ein Postzug mit Expreß- und Gepäckwagen in den Nachtstunden.


Für den Rangierbetrieb der elektrischen Werkbahn die Fleischmann HO E-Lok auf Basis der E 69 in Privatbahn Farbgebung und mit Zahnstangenantrieb.

 

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Werkbahn Netz Skizze 3


 

Zweigleisige Hauptbahn mit Gleisanschluß zum Kalkwerk und einigen Besonderheiten


Eine zweigleisige Strecke mit Schnell- und Eilzugverkehr auch internationalen Zugverkehr und einem Durchgangsbahnhof mit Anschlußbahn. Eine stark ausgelastete Strecke an der mehrfach täglich der Anschluß zum Kalkwerk bedient wird, erfordert auch hier die Stationierung einer Kleinlok, die hier ach noch den bescheidenen Ladungsverkehr der Güterabfertigung und Ladestraße zu bedienen hat. Umstellen der Kalkwagen von Gleis 2 zur Verladebühne und Anschlußbedienung über das Dreischienengleis, auf dem sich Werksfeldbahn und Rangierlok ein Gleis teilen müßen. Im Kalkwerk werden G-Wagen und Silowagen verladen, auf der Verladebühne Kalkbruchgestein zur Weiterverarbeitung in E-Wagen. Betriebliches Hauptproblem ist fie Überstellung von Güterwagen von Gleis 2 zum Werksanschluß über Gleise der Hauptstrecke. So kommt ab und zu der Hauptbahnverkehr ins stocken wenn die Kleinlok mit schweren Wagen unterwegs ist. "Brummelnde Lokführer" schwerer oder schneller Züge, wenn Ein- oder Ausfahrt "Halt erwarten" anzeigt. Was mitunter auch Verspätungen nach sich zieht, wenn ein schwerer Güterzug mit "Fünfzehnhundert" Tonnen zum halten kommt und die Weg / Zeitberechnung des Fahrdienstleiters etwas ungenau war. Das Kalkwerk selbst wird mittels der Werkbahn HOe und der Normalspurbahn bedient. So das sich im Werksgelände auch Weichen bzw. Seitenwechsel für den Dreischienenverkehr befinden können. Sonst ein reiner Durchgangsbahnhof für alle Zuggattungen, wobei nur Personen- und Nahgüterzüge hier zum halten kommen, läuft auf diesen Bahnhöfen ein steriles Fahrplanprogramm ab, die Abwechslung bietet der örtliche Rangierverkehr. Gleisplanvorschlag für "Modellbahnfahrer" die hier ihre Freude haben.


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Hauptbahn mit Gleisanschluß Skizze 4