Nicht`s Großes..., oder doch, etwas Rangier- und Eisenbahnbetrieb, Ideensammlung für die Modellbahn

Geplant sind Dioramen- bzw. Anlagenausschnitte, die mit wenig Platzbedarf auch links bzw. rechts des Anlagenmittelpunktes befahren werden können und somit einen Betriebsmittelpunkt darstellen. Die Strecke kann dann wieder in einen verdeckten Abstellbahnhof verschwinden. Eventuelle Bahnhöfe wurden nur zum Teil angedeutet.


Auch auf Großanlagen existieren Kleine Dinge. Sicher macht es Spaß in einen Gleisanschluß einen Kesselwagenzug mit 120 Achsen einzustellen. Denoch gab es in Kleinstädten und in der Ländlichen Region auch Kleine bis Mittlere Tanklager. Es geht um den Bau und die Betriebsführung an einem Tanklager oder Gleisanschluß für Gefährliche bzw. Explosive Güter dazu gehört auch Propan-, Flüßig- oder Industriegas. Also Alles mit größter Vorsicht. Oft in ländlicher Region gab und gibt es kleine Heizöl-, Brennstoffhändler oder Abfüllstationen für Gase. Kein Überwältigendes Thema aber denken wir an die zahlreichen Gleisanschlüße der Brennstoffhändler oder Landwirtschaftslager, die mit diesen Transportgut handelten. Oft waren es in der Woche nur 1-2 Wagen die rangiert wurden, aber der Anschluß war wichtig zur Versorgung der Landwirtschaft, Bevölkerung und Industrie. Zweigte nur eine Weiche von der Strecke ab und waren es nur 50 Meter Gleis. Gesichert mit mechanischer Gleissperre.


Auch Betrieblich waren die Anschlüße nicht uninteressant auf Grund der anfallenden Rangierarbeiten, Bedienung als Zug- bzw. Sperrfahrt. Auch der Einschluß der Rangierfahrt im Anschluß kam vor um den Betrieb gerade auf eingleisigen Hauptbahnen "Flüßiger" zu gestalten. Da Anschlußbedienungen oft einige Zeit in Anspruch nahmen durch anfallende Rangierarbeiten, Weichen- und Gleissperrenbedienung und die Rangiergeschwindigkeiten. Hinzu kam oft noch die Sicherung von Bahnübergängen und Meldungen am Streckenfernsprecher die zusätzliche Zeit in Anspruch nahmen.


Propangas Abfüllstation "Winterstein"


Skizze eines Anschlußes auf der Freien Strecke für eine Gas Abfüllstation mit Dieseltankstelle und Kohlehandlung.


An einer eingleisigen Strecke liegt der Anschluß Winterstein eines ortsansässigen Brennstoffhändlers, der auf mehreren Standbeinen sein Geld verdient. Egal ober Anschluß Epoche III oder IV bzw. V und VI dargestellt wird, das Betriebsszenario ist immer das Gleiche. Widmen wir uns der Epoche IV, in der es überall in Deutschland auch in der DDR solche Anschlüße gab. Heizöl gab es zwar in der DDR nicht, aber es gab Dieselbevorratung meist für die Landwirtschaft. Auch kann hier Gas in der Station vom Erdtank in Propangasflaschen umgefüllt werden. So wurde die Landbevölkerung mit Gas versorgt. Zum Kochen und Heizen. Es gab auch Propangas Heizer.


Oberstes Gebot Feuergefährliches und Explosives Ladegut.

Absolutes Rauchverbot im gesamten Gelände und im Umkreis.


Also Dampflokbedienung "Tabu", aus Sicherheitsgründen wird es eine Diesellok, die das hier zuständige Bw zur Verfügung stellt. Täglich verkehrt von Montag bis Freitag auf der Strecke ein Nahgüterzugpaar für die gesamte Bedienung aller Gleisanschlüße, Ladestraßen und Güterabfertigungen. Weiterhin ebenfalls Mo-Fr ein Schotterzug zur Bedienung eines Schotterwerkes mit Schotterverladestation und gelegentlich ein Ganzzug mit Stammholz für ein größeres Sägewerk also Verkehr bei Bedarf. Hinzu kommen wöchentlich einmal Kontrollfahrten der Bahnmeisterei mit einem Skl und teilweise kurze Streckensperrungen bei kleineren Reparaturarbeiten oder langsamer Kontrollfahrt. Mit Kontrolle von Brücken, Wasserdurchlässen, Tunnel und Stützmauern. Natürlich dürfen Werktags außer Samstag auch noch 6 Personenzugpaare auf die Strecke, am Samstag 4 und am Sonntag 3. An den Wochenenden verkehren auf der Strecke zusätzliche Sonderzüge (z.B. Wochenendausflugsverkehre, Vereinsfahrten, Kindersonderzüge, Wintersport, Winzerfeste, Sommerfeste und Weihnachtszeit)

So gestaltet sich gerade an den Wochentagen ein reger Zugverkehr auf der Strecke wie er durchaus realistisch gewesen sein könnte. Selbst heute mit dem Nahverkehrsstundentakt auf solchen Strecken wird es oft sehr eng mit den Fahrzeiten. Um den Fahrplan zu halten beginnen die Örtlichen Kollegen wie Fahrdienstleiter, Weichenwärter und Rangierer bereits um 04:00 Uhr mit der Frühschicht. Der erste Frühgüterzug fährt bereits 04:05 Uhr in der Kreisstadt ab, das Bedeutet 02:30 Uhr Dienstbeginn für das Zugpersonal. Vom Endbahnhof der Strecke geht der erste Frühzug bereits 04:45 Uhr in die Kreisstadt. Das Zugpersonal hat hier im Sozialanbau vom Lokschuppen übernachtet. Der erste Nahgüterzug wird gegen 07:45 Uhr seinen 30 km entfernten Endbahnhof erreichen und um 09:00 Uhr von dort den Personenzug übernehmen und dann nach Ankunft Feierabend gegen 10:30 Uhr machen. "Christliche Dienstzeiten" des Zugpersonals.


Nachdem unser Ng den Bahnhof Neuberg verlassen durfte hält er bei km 9,7 Anschluß Winterstein. Zugführer begibt sich zum F-Kasten und meldet sich beim zuständigen Fahrdienstleiter Neuberg und erhält von dort eine Rangiererlaubnis. Besonderheit es werden Wagen auf der Freien Strecke abgestellt, die mittels Handbremse, Hemmschuh oder Radvorleger gegen Ablaufen gesichert werden müßen. Erst dann darf der Zug rangiert werden. Mit der Rangiererlaubnis wird zuerst die Gleissperre geöffnet , dann erst die Weiche und zuvor das Metalltor des Anschlußes durch dessen Mitarbeiter. Beireitgestellt werden Gaskesselwagen, Heizöl-, Diesel Wagen und E-Wagen mit Kohle, Koks und Anthrazit. Vorher müßen die leeren Wagen aus dem Anschluß geholt werden. Nach Wunsch des Kunden werden die Wagen entsprechend im Gleis gestellt. Somit kann er einfacher und schneller sein Ladegut erhalten. Profis sortieren ihre Wagen vor, so das die Arbeit dann schneller erledigt ist. Je besser hier gearbeitet wurde um so besser fiel die Weihnachtsgratifikation oder die Rabattstufe für Eisenbahner aus.


Auf Grund der Gefahrenstufen der Güter werden täglich unterschiedliche Wagen eintreffen. Je nach Bedarf Gas, Öl, Diesel, Kohle, also ein abwechslungsreiches Rangiergeschäft. Nachdem alle Wagen rangiert wurden, alles gesichert wurde, wird der Nahgüter wieder zusammengestellt. Der Mitarbeiter der Abfüllstation verschließt sein Werkban Tor, der Zugführer stellt die Weiche und schließt die Gleissperre. Danach wird gekuppelt und erst jetzt dürfen die auf der Freien Strecke abgestellten und gesicherten Wagen entsichert und ihre Handbremsen geöffnet werden. Anschließend Zugfertigstellung, Wagenliste, Bremszettel, Bremsprobe. Fahrtanfrage und los geht es. Zeitaufwand im Original ca. 20-30 Minuten. So lange wäre das Streckengleis zwischen den Bahnhöfen Neuburg und Waldhaus gesperrt für weitere Zugfahrten. Der Fahrdienstleiter Waldhaus läßt den Zug auf Signal einfahren, es ist eine Zugfahrt. Hier beginnt wiederum eine weitere "Rangierprozidur", Bedienung der Ladestraße, Güterabfertigung und Gleisanschlüße im Bahnhof. Dann muß der Nahgüter noch mit dem entgegenkommenden Personenzug kreuzen und wird aus der Gegenrichtung noch von einem weiteren P-Zug überholt. Erst dann kann er weiter. Inzwischen gab es beim Fahrdienstleiter Kaffee und Frische Semmeln, vom Bäcker am Bahnhof gegenüber. Frisch gestärkt ging es dann weiter. Typischer Alltag auf der Nebenbahn.


Als Betriebliche Variante wäre die Bedienung als Sperrfahrt möglich. Sperrfahrten sind Zugfahrten, müßen aber nicht in den gleichen Bahnhof auf dem sie abgefahren sind zurückkehren. Bei diesem Anschluß gäbe es zwei Varianten der Bedienung. Von Neuburg zum Anschluß, Rangieren, weiter nach Waldhaus. Wagengruppe umfahren und zurück als Zug nach Neuburg. Wagengruppe abstellen für den Gegenzug. Nahgüter bespannen und weiter nach Waldhaus. Klingt zwar aufwendig, unwirtschaftlich aber diese Bedienungskonstelationen werden auf Grund des Fahrplanes der Strecke so gestellt. Weiter wäre von Waldhaus geschoben zum Anschluß, Rangieren und wieder zurück nach Waldhaus. Wagen abstellen für den Gegenzug und weiter als Nahgüter. Das Zeitfenster umfasst hier mindestens 30 Minuten. Fahrplantechnisch richten sich auch andere Züge und Fahrten nach dem Rangierplan. So ist es möglich, daß in Neuburg oder Waldhaus bereits der Schotter- oder Holzzug warten oder die Bahnmeisterei mit ihrem SKL zur Weiterfahrt.


Durch diese Schnellbeschreibung wird ersichtlich, daß der Betrieb auch mit kleineren Anschlüßen recht interessant und umfangreich gestaltet werden kann. Auf Nebenbahnen kann durchaus auch mit einem eigenen bzw. digitalen Fahrplan gefahren werden.


Für die Gestaltung zum Thema bieten wir von Vollmer (Viessmann) diese Abfüllstationen als Bausatz an. Mit Öl- und Diesel Patina läßt sich der Bausatz bereits vor dem Zusammenbau noch altern. Entsprechende Beleuchtung oder Scheinwerfer lassen sogar Arbeit bei Dunkelheit zu. Auch kein Luxus pur, die Bauhütte von Vollmer dient als Verkaufsbüro.


Passende Ausstattung bereits patiniert gibt es in HO von Piko.
Steinkohle oder bei Patination zu verwenden als Rohbraunkohle von Vollmer (Viessmann).
Richtige Brikett in HO von Juweela zur Ausstattung und als Ladegut.
Zwar als Dieseltankstelle im Programm bei Vollmer, kann dieser Tank auch problemlos zum Heizöltank umgestaltet werden.Für DDR Anlagen Diesel, Heizöl wurde für den Bevölkerungsbedarf nicht verwendet.
Zur Einfriedung der Anlage findet sich bei Vollmer dieser Fabrikzaun mit Tor für den Gleisanschluß. Sicherheit gegen Kohlediebe auch ein wichtiges Gebot.
Auch zur Belebung der Anlage ein paar Arbeiter von Preiser.
Bei Kohlen Meier läuft der Laden. Auch in der DDR besaßen zahlreiche kleine Kohlehändler noch einige Oldtimer Fahrzeuge und Pferdefuhrwerke. Warum nicht der alte Hanomag mit Anhänger, als Konkurrenz zum VEB Kohlehandel. (Preiser)


Gleiche Situation, ein Gleisanschluß einer Molkerei...irgendwo in den 70er Jahren in Mecklenburg -

Gleicher Gleisplan wie oben


Mecklenburger Eisenbahn oder Norddeutschland hat wenige Fans, in der Regel geht es ins Mittelgebirge. Kilometerlange Tunnel u.s.w., die es wirklich in Thüringen oder Sachsen garnicht gibt. Auch können Gleisanlagen hinter Wäldern, Einschnitten, sanften Hügeln verschwinden. Keine große Sache man braucht nur Ideen. Klar das zu dieser Zeit der Milchtransport mit einem Traktor und Anhänger von Dorf zu Dorf von statten ging aber auch der erste Frühzug hat auf den Unterwegsbahnhöfen die Milch eingesammelt. Und in windeseile rangierte der Personenzug den Milchwagen in den Anschluß und weiter ging es. Oder in der Kreisstadt sofort vom Personenbahnhof zum Anschluß der Molkerei. Es war gängiger Alltag und kein großer Akt. Vollzog sich doch dieses Ritual jeden Tag schon seit Inbetriebnahme der Bahnlinie bis Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre. Dann ging es im frisch geputzten W 50 Tanklastzug der Molkerei über Land. Oder ein klappriger S 4000 holte früh die Kannen und brachte sie Mittag wieder zur Milchbank oder dem Milchhaus im Ort. In dieser Zeit entstanden auch Milchviehkombinate der LPG Tierproduktion auf der grünen Wiese ohne Gleisanschluß da ja alles Verfügbare um den Stall vorhanden war. Lediglich Tierverladung auf der Rampe des Güterbahnhofes zur "letzten Reise" in den Schlachthof nutzten die Großkombinate der LPG.


Molkereien versendeten oft ihre Produkte im Kühlwagen, wenn es frisch von Mecklenburg nach Berlin ging. Zum alsbaldigen Verbrauch neben Milch auch Käse, Quark sonstige Molkereierzeugnisse die sofortigen Absatz fanden. Transport erfolgte in Kühlwagen genauso wie Fleisch, Tierhälften vom Schlachthof zur Weiterverarbeitung in Fleisch-, Wurst- und Konservenfabriken.


Im Vollmer Programm findet sich diese Milchsammelstelle. Die am Bahnhof oder am Dorfplatz Verwendung finden kann.
Der Bausatz der Konservenfabrik "Golden Valley" von Walthers im Faller Sortiment läßt sich auch für das Vorhaben einer Molkerei, Konservenfabrik oder Wurstfabrik verwenden. Produktionsgebäude mit Kesselhaus zeigen durchaus europäische Züge zur Verwendung.
Aus dem altbekannten Auhagen Bausatz der Maschinenfabrik läßt sich ebenfalls eine stilechte Molkerei auf dem Land basteln. Mit geringen Grundmaßen kommen sogar Platzgeplagte Modellbahner auf ihre Kosten. Selbstverständlich läßt sich der Bausatz mit einem weiteren zweiten Bausatz verbinden. Der Ideen sind hier keine Grenzen gesetzt.
Tägliches Ritual an der Laderampe der Ladestraße. Die Milchbauern bringen mit Handwagen oder Milchkarren ihre frische Milch zur Verladung. Hier geht es dann sofort mit dem nächsten Personenzug ab zur Molkerei. Milchkannen und Milchkästen von Busch.
Der mobile Handel bis in die heutige Zeit. Der Verkaufswagen bringt die Molkereiprodukte auf Märkte in der Stadt wo sie mehrfach wöchentlich ihren Absatz finden. Stilecht in der Epoche IV mit dem Framo von Busch.
Stilechter Transport der 70er Jahre mit Traktor und Anhänger ging es vom Stall zum Milchhaus, Milchrampe oder zur Bahnhofsverladestelle. Gab es doch auch bäuerliche Betriebe mit ca. 50 Tieren, die entsprechende Produktionsmengen brachten. So kamen ganz schnell zweimal täglich jeweils 20-30 Kannen Milch zusammen. Da genügte natürlich der Milchkarren nicht mehr.(Mehlhose)
Ebenfalls "sportlich" mit Pferdefuhrwerk und Gummibereiften Wagen ging es über Land mit 2 P.S. von Mehlhose.
Nach der Schule geht es für Fritz und Franz zur Milchrampe, leere Milchkannen holen. Selbstverständlich werden Eltern und Großeltern von den Buben unterstützt. (Preiser Modell)


Passende Wagen zum Thema


Der DR Niederbord in Epoche IV wird als täglicher Pendelwagen auf der Nebenbahn zur Molkerei genutzt.
Warum nicht mal zwei passende Schmalspurwagen in HOe für diesen Milchtransport einplanen.
Auch auf Feld- und Waldbahnen gab es den Milchtransport und Roco hat das passende Fahrzeug dazu.
Natürlich müßen Molkerei Produkte gut gekühlt werden. Für den Transport von Mecklenburg nach Berlin braucht es natürlich einen fachgerechten Kühltransport. Mehrfach wöchentlich wird zur Beladung im Molkerei Anschluß ein "Piko-Kühlwagen" der DR bereitgestellt.
Natürlicher Arbeitsablauf in der Molkerei Erhitzung der Milch, also ebenfalls einige Mal in der Woche wird ein O-Wagen aus Braunsbedra im Geiselthal mit Rohbraunkohle für das Kesselhaus zur Entladung rangiert. Stilecht in jener Zeit waren noch Offene Güterwagen in Holzbauart. Der Piko HO Wagen mit Patina und Kohlebeladung von Juweela eignet sich für dieses Vorhaben.
Und natürlich braucht man für diese Aktion ein paar "gescheite Rindviecher" sonst funktioniert garnichts. Angefangen mit Kleintierherden von 5 Stück bis zur Großtierherde von 36 Stück ist alles bei Preiser möglich.


Fischer`s Klavierfabrik, mit viel Rangierbetrieb...mehr geht nicht


Platzprobleme lösen und viele Fahrtmöglichkeiten mit Tillig Elite Dreischienengleis


In einer Waldreichen Gegend, irgendwo im Gebirge befindet sich der Anschluß der Klavierwerke Fischer. Hier werden seit über 100 Jahren Klaviere, Flügel und andere Instrumente aus Holz hergestellt. Auf Grund der Lage in einem engen Gebirgstal liegt der Anschluß ca. 2 km vom nächsten Bahnhof entfernt. Betriebliche Besonderheit vom Bahnhof bis zum Anschluß führt ein Dreischienengleis. Hinter dem Werk verzweigt sich die Strecke. Bedient wird der Anschluß mit der Schmalspurbahn. Wir schreiben das Jahr 1966 die Epoche III. Betrieblicher Mittelpunkt ist der Bahnhof Waltersdorf. Ein Inselbahnhof, in dem eine durchgehende eingleisige Nebenbahn mit einer Schmalspurbahn kreuzt. Auf Grund der Enge des Tales und der Gebirgsgegend müßen beide Strecken insgesamt 3 km Strecke gemeinsam nutzen. Der Anschluß der Firma Fischer befindet sich ca. 2,1 km hinter Waltersdorf. Ca. 1000 Meter weiter der Abzweig "Neusorga", hier teilen sich beide Strecken wieder in unterschiedliche Richtungen.


Fahrplantechnisch kommt es immer "geballt" auf den Fahrdienstleiter Waltersdorf zu. Der Fahrplan sieht an Werktagen Montag bis Samstag fünf Zugkreuzungen der Schmal- und Normalspurstrecke mit jeweils 2 Zügen vor. Zudem befinden sich ein Güterzug der Schmalspur- und Nebenbahn ebenfalls auf der Strecke. An Sonn- und Feiertagen findet diese Prozedur viermal täglich statt. Als Besonderheit fahren oft aber auch an den Wochenenden Sonderzüge und im Winter Skizüge. Also gibt es immer etwas zu tun. Was bedeutet, daß laut Vorschrift und Rangordnung der Personenzug der Nebenbahn Vorfahrt hat. Also erst Ein- bzw. Ausfahrt für Nebenbahnzüge, dann folgen die Schmalspurzüge. Da beide Strecken in Urlaubsregionen führen herrscht zu den Saisonzeiten immer Hochbetrieb am Bahnhof. Alle Züge haben längeren Aufenthalt dadurch, so bleibt Zeit zum Wasser nehmen und für eine Runde um die Lok. Was auch dem Bahnhofswirt zu Gute kommt, so geht immer etwas an Getränken ,Reiseproviant oder einer Zeitung. Auch muß hier das Reisegepäck und Expressgut umgeladen werden. Wenn sich alle Dampfwolken der Personenzüge verzogen haben und alle Züge den Bahnhof pünktlich verlassen haben, nähern sich am Vormittag bzw. am Nachmittag immer ein Güterzug dem Bahnhof Waltersdorf, der aber für beide Strecken kein Endbahnhof ist. Der Ng der Nebenbahn bringt für Waltersdorfer Ortsgüteranlagen immer einen Schwung Wagen. Das übliche Güterabfertigung, Stückgut, Ladestraße Kohlen, Dünger, Material für ortsansässige Firmen, Heizöl und Diesel. Für die Firma Fischer meist leere G-Wagen zur Beladung, die auf der Rollbockgrube auf Schmalspur Transportwagen umgeladen werden müßen. Hier werden für diese Prozedur beide Lok`s benötigt. Für die Klavierverladung kommen auch oft ausländische Güterwagen in den Bahnhof, da es ja auch zahlreiche Musikinstrumente in das Ausland und nach Übersee "verschlägt", Exportware. Nachdem die "Große" Lok ihre Arbeit erledigt hat nimmt sie noch Wasser und dampft mit ihrem Nahgüter weiter, am Nachmittag wiederholt sich alles wieder. Die "Kleine" rangiert ihre Wagen zusammen und befährt das Dreischienengleis zur Fabrik. Neben den Rollbockwagen stellt sie noch Rungenwagen mit frischem Holz zur Entladung bereit. Das aus einem Sägewerk mit Schmalspuranschluß kommt und aus der Region stammtt, also kurze Transportwege. Auch ist ein Wagen Kohle immer mit dabei. Manchmal ein Wagen mit unterschiedlichen Materialien als Stückgut für die Produktion. Wenn alles fertig ist geht es nach Waltersdorf zurück, bespannt den Schmalspurgüterzug in es geht weiter zum nächsten Bahnhof. Bedient wird der Anschluß als Sperrfahrt. Normalspurgleise befinden sich hier nicht, da die Schmalspurbahn 5 Jahre eher gebaut wurde. (Dies wäre der Grund in der Realität)


Nächste Betriebsvariante wäre die Anschlußbedienung mittels Schmalspurbahn. Die im Gleisanschluß "eingesperrt". Nachdem der Rangierleiter (Zugführer) die Weichen verschloßen hat meldet er die Strecke an den zuständigen Fahrdienstleiter in Waltersdorf frei. Danach wird die Strecke von einem Normalspurzug der Nebenbahn befahren. Wenn der Block in Waltersdorf bzw. Neuensorga wieder frei ist erhält die Rangierabteilung die Erlaubnis für weitere Rangierarbeiten im Anschluß und auf dem Streckengleis, da die Sperrfahrt umfahren werden muß oder links bzw. rechts "reindrücken muß, daß geht nur mit dem Befahren der Strecke. Wenn alle Arbeiten erledigt sind werden die Weichen verschloßen und die Sperrfahrt erhält die Erlaubnis in den Bahnhof Waltersdorf zurückzufahren. Die Einfahrt erfolgt auf Einfahrtsignal des Bahnhof Waltersdorf, da Sperrfahrten auch Zugfahrten sind laut Fahrdienstvorschrift.


Handskizze des Streckenabschnittes Waltersdorf - Abzweig Neusorga.


Der Bahnhof Waltersdorf verfügt über zahlreiche Gleise beider Spurweiten. Die eingezeichneten sind nur ein Bruchteil. Lokbehandlungsanlagen und Gebäude also Lokschuppen e.t.c. gibt es ebenfalls aus Platzgründen nicht, nur Wasserkräne. Rollbockanlage und Bahnhofsgleise der Schmalspurbahn müßen ständig die Normalspurstrecke kreuzen beim umsetzen und Rangieren.


Ungefähr 3 km hinter Waltersdorf liegt der Abzweig "Neusorga", hier befindet sich eine Abzweigstelle an der sich diie Strecken verzweigen. Der Abzweig sichert die Zug-und Sperrfahrten mittels Hauptsignalen, er verfügt über eine Dreiwegweiche und einen Bahnsteig für beide Strecken, der sich dazwischen befindet. Im Gebäude der Abzweigstelle verkauft der Fahrdienstleiter auch Fahrkarten. Hinzu kommt noch das sich auf beiden Strecken unmittelbar hinter dem Bahnsteig für jede Strecke eine Schrankenanlage befindet, da hier eine stark befahrene Hauptstraße durch den Ort ins Gebirge führt.


Der Anschluß der Firma Fischer verfügt über je zwei Ortsbediente Dreiweg- und Schmalspurweichen. Wagen werden entweder an der Rampe des Fabrikgebäudes bereitgestellt oder am Holzlager. Das rechte kurze Kopfgleis dient zur Kohleentladung. Der Anschluß selbst ist "schmalspurig".


Im Modell wäre dieser Anlagenausschnitt, in dem die Strecken in Tunneln, Einschnitten oder Wäldern wieder verschwinden ein recht belebter Streckenabschnitt, den es durchaus auch zu dieser Zeit irgendwo in Deutschland gab. Möglich wäre auch der Zeitabschnitt der DRG Ep.II oder der DB / DR Ep.IV bis in die 70er Jahre, dann verschwanden fast alle dieser Eisenbahn Kuriositäten mit Stillegung von Schmalspurstrecken oder Umstellung auf LKW.


Das aufwendigste neben der Anschlußbedienung und dem Streckenfahrplan sind die Rangierarbeiten an der Rollbockgrube an der Normalspurgüterwagen auf Rollböcke bzw. Schmalspur Transportwagen rangiert werden. Auf beiden Seiten werden hier Lokomotiven zur Rangierarbeit benötigt.


Fahrplan und Zugfolge sind schon sehr anspruchsvoll und erfordern einige Kenntnisse im Betrieb.


Es gibt sie tatsächlich im Modell die Pianofabrik von Vollmer in HO.
Unmittelbar an der Fabrik befindet sich der Holzlagerplatz zur Herstellung von Piano`s, Klavieren und anderer Holzinstrumente. Hier wird das Holz jahrelang getrocknet und zur Weiterverarbeitung vorbereitet. Holzhandel mit Lagerplatz von Auhagen.
Passend zur Gebirgsregion und einer Urlaubsgegend der schmucke Bahnhof "Neuffen" mit Fachwerk und Güterhalle, der durchaus als Inselbahnhof Verwendung finden kann. (Vollmer) Ebenfalls im Vollmer Sortiment die Zwischenbahnsteige im Bahnhof. Das Werkfoto dient als klassische Vorlage zur Bahnhofsgestaltung in dieser Art.
Ohne Luxus aber realistisch, daß Gebäude des Fahrdienstleiters im Abzweig Neuensorga. Kanonenofen, drei Signalhebel, zwei Winden für die Schranke. Und rechts neben der Tür das Schalterfenster für den Fahrkartenverkauf. Hapo HO Modell.
Ebenfalls aus dem Hause Hapo dieser Ladekran, der sich zur Ausgestaltung der Ladestraße in Waltersdorf oder im Fabrikanschluß wunderbar zum Thema einfügt.


Ladegut Flügel und Klaviere


Kein Zubehörhersteller bietet diese Artikel an. Aber als Herausforderung kann man es ansehen, einmal dieses Ladegut selbst herzustellen. Aus Balsaholz, 3-D Druck wären die Grundideen. Vorsicht, zum verladen benötigt man "kräftige Kerle", Hublader bzw. auch um das Klavier angepaßte Transportkisten. In entsprechender Größe muß dann der G-Wagen vorhanden sein bzw. auch die Schiebetür. Oft ist es hier bei der Verladung nur Milimetersache, so daß das Transportgut mit äußerster Vorsicht verladen werden muß. Innen wurden die Klaviere mit Strohmatten und Holzwolle gepolstert als Nachhaltiges Verpackungsmaterial zu jener Zeit. Ungern wurden die Instrumente in Offene oder Flachwagen verladen. Doch was wenn nicht anders möglich. Mußte ein Wagen offener Bauart dienen, die Kiste wurde mit einer Wagenplane zusätzlich abgedeckt. Und dann hieß es Absolut Vorsichtig Rangieren.


Bei Engl Modellbahnladegüter findet man diese Transportkiste. Als Vorlage für Klaviertransporte.


Das Tillig Dreischienengleis in HOe oder HOm


Für Fans dieser Schmalspurdtrecken mit solchen Anlagen und Betriebsmotiven empfehlen wir das Tillig Elite Dreischienengleis zur Bauausführung.


Mit knapp 70 cm Gleislänge das Tillig Elite in HOe bzw. HOm als Dreischienengleis zur Verarbeitung im Gleisplan.
Auch für das Dreischienengleis benötigt man die Dreiwegweiche für den perfekten Abzweig beider Strecken.
Für die effektive Ausnutzung der Gleislängen und Bahnhofsgestaltung bietet das Elite System Kreuzungen für beide Spurweiten. Gerade für Platzgeplagte Modellbahner oder enge Gebirgsbahnhöfe geeignet.
Für Gleis- bzw. Seitenwechsel der unterschiedlichen Spurweiten der Elite Gleiswechsel. So läßt sich der Betriebs- oder Rangierablauf noch interessanter und abwechslungsreicher gestalten.
Passend hierzu auch das Tillig HO Elite Gleissystem mit 2,1 mm Profilhöhe und brünniertem Schienenprofil für exakten Gleisbau und Gleisgeometrie.
Als Besonderheit im Anschlußbahnbereich, die mechanische Gleissperre mit Antrieb und Beleuchtung für HO von der Firma Weinert. Bedeutet also Vorsichtig Rangieren und Warten bis der "Hund" befahrbar ist. Die Bezeichnung "Hund" daher, da die Gleissperre das Gleis vor unbefugtem Befahren bewacht und es somit zur Entgleisung kommt.


Thema der Fahrzeuge


Die Nebenbahn in Epoche III / IV


Selbst diese kleine Auswahl an Lokomotiven verspricht viel Fahrbetrieb. Wagen aller Art für den Personen- und Güterzugdienst finden sich in vielen Herstellersortimenten. Bevorzugt werden zweiachsige Wagen.


Bescheidener Schmalspurbahnverkehr mit einem "C-Kuppler" in HO e oder HOm von Tillig. Bestens geeignet für den Schmalspurverkehr aller Art.Sollten die Pferdestärken für schwere Güter- und Personenzüge einmal nicht ausreichen geht es in Doppeltraktion auf die Strecke, was nicht unüblich war. Oder der Zug wurde in zwei Teilen gefahren.
Der "Bringer" auf der Nebenstrecke die neue BR 86 von Roco, als Universallok im Nebenbahnbetrieb. Gab es doch viele Nebenstrecken die bis zu ihrer "Verdieselung" nur die 86 kannten. Hier beförderte sie unermüdlich ihre Züge und rangierte. Ein großer Wurf im Deutschen Lokomotivbau bis zu ihrer Ausmusterung.
Ebenfalls ein "schnuckeliges" Nebenbahnmodell die BR 92 von Tillig in HO. Die "ELNA" sorgte für gute Ergebnisse in der Zugförderung. So wurde ihr auch manche Tonne mehr am Zughaken zugemutet. Denoch erledigte sie ihre Aufgaben ohne Schwierigkeiten mit Bravur. Als D-Kuppler universell im Gebirge einsetzbar. (Tillig HO Produktmuster)
Ein typisches Fahrzeug der Epoche der VT 135 mit Beiwagen für einen ansprechenden Nebenbahnbetrieb, so überläßt man der 86 nicht alle Zugaufgaben. Zumal der VT auch einen G-Wagen mit Klavieren befördern kann. (Tillig HO Modell)
Auch auf der Schmalspurbahn gibt es verkehrsschwache Tage und Zeiten. So kommt der sparsame VT in HOe oder HOm von Tillig hier zum Einsatz um die "Fünf Leutchen" zu befördern, die am Wochenende oder in der späten Abendstunde noch unterwegs sind.
Spezialgüterwagen im Schmalspurformat befördern den Normalspurigen zum Werksanschluß. Egal ob Brennstoffe oder Klaviere, ein abwechslungsreicher und interessanter Betrieb auf diesem Stück Anschluß. (Roco HO Modell)
Die kleinen Rollbockaufsätze von Bemo in HOe gestatten den Einsatz von Güterwagen im Rollbockbetrieb mit unterschiedlichen Wagenlängen.
Auch die 98 von PMT hat ihre Daseinsberechtigung. Ihre Aufgabe ist es mit einem Gleisbauzug oder einer kurzen Übergabe die Bahnhöfe oder Anschlüße an der Strecke zu bedienen. Auch im Rangierdienst an der Rollbock Umsetzanlage eignet sich die "Kleene" hervorragend.
Für Gebirgsbahnen gebaut die IV K. Eine unversell einsetzbare Dampflok im Schmalspurdienst. Gerade im Güterzugdienst oft auch in Doppeltraktion konnte sie in jener Zeit zeigen was in ihr steckt. (PMT Modell)
In dieser Zeit begann auch die Verdieselung auf zahlreichen Nebenstrecken und so war die V 100 der DR keine Seltenheit mehr zwischen den mitunter betagten Damen der Dampftraktion. HO Modell von Roco DR Ep.III
Auch der VEB Kraftverkehr hat im sozialistischen Verkehrssystem seine Aufgaben. Moderne LKW W 50 "rauschen" über die oft mit Schlaglöchern gespickten Straßen der DDR. Mit einem Kofferaufbau werden die "wendigen LKW" auch mit Klavieren und Flügeln beladen. Im Export zu den befreundeten Sozialistischen Staaten ging es schon mal mit dem W 50 in das RGW Gebiet. Übrigens das Straßensystem der DDR und ihre Straßenmeisterein wurde gerne als "VEB Flick" bezeichnet, da die Straßen wunderbar "geflickt" und marode waren.


Rangierbetrieb in "Sägelinienfahrt"  fast nur mit Diesel


Keine Seltenheit waren Strecken oder Anschlußbahnen, die im Sägezahnformat verliefen. Ihre Bedienung war oft spektakulär aber auch gefährlich. Im Eisenbahnzeitalter des Bahnbaues waren solche Strecken mit entsprechender Streckenführung die einzigste Möglichkeit Firmen im Tal oder im Grund zu versorgen. Betrieblich und Rangiertechnisch eine interessante Herausforderung. Erinnert sei hier an die Nebenstrecke von Reichenbach (Vogtl. Ob.Bf.) über Reichenbach Ost - Göltzschtal nach Lengenfeld im Vogtland. Auch im Hofer Hbf gab es einen Anschluß zu einer Textilfabrik, die sich im Grund an der Saale befand und von oben mittels Sägefahrt bedient worden ist. Der sogar bis Mitte der 90er Jahre bedient worden ist mittels Rangierlokomotiven DB V 60 vom Bw Hof.


Höchstlast des Zuges 50 Tonnen und alle Fahrzeuge müßen luftgebremst sein und an der Hauptluftleitung angeschlossen werden. Abstellen von Wagen auf dem Streckengleis verboten. Oberstes Gebot bei der Anschlußbedienung.


Hieraus läßt sich bereits erkennen, daß es wieder eine "ewige Geschichte" mit der "Rangiererei" wird.


Wir begeben uns auf die Reise in die Epoche IV 80er Jahre, an der eingleisigen Hauptbahn im Mittelgebirge liegt der Ort Reichenberg mit seinen Wollwerken. Eine Textilfabrik aus der Gründerzeit, in der schon Generationen beschäftigt waren. Täglich arbeiteten hier 500 Männer und Frauen in drei Schichten auch am Wochenende. Was bedeutet, daß eine eigene Werklok hier ihre Daseinsberechtigung hatte und auch ständig rangiert werden mußte. Es gab eigenes Lok- und Rangierpersonal und in der Werkstatt waren 4 Schlosser speziell für Lokreparaturen ausgebildet, die im Falle eines Falles Reparaturen selbst ausführen konnten. Größere Aufträge erledigte das nächste Bw der DR. Von hier kam auch eine Ersatzlok.


Montag bis Freitag verkehrten vier Nahgüterzugpaare und am Wochenende zwei. Hinzu kamen Montag bis Freitag zehn Zugpaare auf der Strecke, davon drei für die Schichtarbeiter und an den Wochenenden fünf Zugpaare. Sowie Montag bis Samstag ein Übergabepaar. Täglich verkehrte ein Schnellzug von Berlin nach "Schwarzberge", dem Endpunkt der Strecke wo sich Ferienanlagen und Kurheime befanden. Die Personenzüge verkehren zu einem Schacht des Uranberbaues, wo sich der Streckenendpunkt befindet. Im Sommerfahrplanabschnitt Mai bis September ein Saisonzug von Leipzig nach Schwarzberge der Samstag und Sonntag fuhr. Somit war die Hauptbahn sehr gut ausgelastet. Dieser verkehrte auch in der Adventszeit und in den Winterferien. Dies sah der Offizielle Fahrplan vor. In der Nacht verkehrte ein "52666 und 52667" ein Güterzug mit besonderer Überwachung, mit Uran aus einem nicht zugänglichen Uranbergbau Gebiet, was sich weit weg von den Orten der Region befand, über das nicht gesprochen wurde und wo Fremde und Touristen ferngehalten wurden. Weiträumige Absperrung und Bewachung. So gab es Zugverkehr rund um die Uhr.


Gleisplanskizze des Bahnhofes "Reichenberg - Wollwerke" mit Gleisanschluß DR Epoche III / IV.

Der Bahnhof Reichenberg-Wollwerke hat deshalb einen Sonderstatus auf der Strecke. Gebaut wurde er nur mit einem Bahnsteig für den Transport der Arbeitskräfte der Region. Vom Bahnhof führt der Fabrikwerk zu den Wollwerken, hier geht es 500 Meter zu Fuß für die Fabrikmitarbeiter. Es besteht eine Möglichkeit zum Kreuzen und Überholen und eine Wagenübergabestelle der Werkbahn belebt den Betrieb. Haupttransportgut sind täglich mehrere Wagen Rohbraunkohle, sowie Wolle bzw. Wollballen und andere Textilprodukte die hier verarbeitet oder veredelt werden. Die Anlagen dienen in erster Linie dem Güterverkehr und der Versorgung der Wollwerke. Die Firmenleitung und die Firmenvertreter ziehen jedes Jahr Unmengen von Aufträgen "an Land", was immer bedeutet Lohn und Brot für die Beschäftigten und auch Güterverkehr auf der Strecke. Alle anderen Bahnhöfe der Strecke verfügen ebenfalls über Unmengen von Gleisanschlüßen. Und neben den Zuglokomotiven wird hier und da mit einer Kleinlok oder Werkanschlußbahnlok rangiert. Die Durchschnittslast der Güterzüge beträgt im Schnitt 600 Tonnen, was beachtlich ist für eine Gebirgsbahn. Schwere Züge werden selbstverständlich nachgeschoben oder vorgespannt. Was zusätzliche Lokleerfahrten auf der Strecke beinhaltet. Wenn es "Dick" kommt geht sie am Zugschluß des nächsten Zuges wieder mit zurück in den Talbahnhof, wo sich auch ein Bw befindet.

Güterzüge die behandelt werden setzen ihre Wagen am Zugschluß ab. Der Werkbahnrangierer entkuppelt, steckt den Schluß um, meldet fertig und weiter geht es. Die Werkbahnlok fährt auf die Schlußgruppe, kuppelt, bremst und zieht nach Gleis 2. Danach umfährt sie die Rabt und fährt Wagen für Wagen in den Anschluß. Im Anschluß hinter Weiche 5 stehen die Wagen für den Versand. Diese werden ebenfalls in kleinen Wagengruppen nach Gleis 3 gefahren und abgestellt. Gesichert und Weiche 3 dient als Schutzweiche gegen ablaufen. Wenn alle Wagen in Gleis 3 gesammelt sind fährt die Werkbahn nach Gleis 5. Der Nahgüterzug nach Grünthal fährt nach Gleis 4 und hält. Zug sichern, Lok entkuppeln, nach Gleis 5 umsetzen, Lok kuppeln und mit Wagengruppe an die Spitze des Güterzuges nach Gleis 4 fahren. Zug kuppeln, gesicherte Wagengruppe entsichern, Bremsprobe,Wagenliste, Brems-und Lokdienstzettel sowie Frachtbriefe übergeben, Fertigmeldung, Abfahren. Manchmal werden die Wagen auch mit der Zuglok nach Gleis 2 rangiert oder hier geholt, wenn die Werkbahnlok gerade verhindert ist und im Anschluß rangieren muß. In den Wollwerken selbst wird die Fabrikhalle und das Lager meist mit G-Wagen für Empfang und Versand bedient. Das Kesselhaus erhält regelmäßig Kohle und ab und zu ein Wagen Diesel für die Tankanlage der Werkbahn. Textilmaschinen oder Ersatzteile kommen als Stückgüter in Holzkisten und in G-Wagen.


Am Bahnsteig befindet sich ein kleines Empfangsgebäude, Andrang herrscht nur zur Berufs- und Schichtzeit. Ein Mitarbeiter verkauft Fahrkarten, pflegt die Anlagen und ist mit Tätigkeiten des Wagendienstes und Zugabfertigers beschäftigt. Reinigt und schmiert Weichen und erledigt alle anderen Aufgaben. Die Aufgaben des Gepäck- und Expressgutverkehres entfallen, da an diesem Werkbahnhof diese Transportsparte nicht abgefertigt wird, was auch in der Realität so war. Betriebliche Aufgaben erfüllt der Zugführer des jeweiligen Güterzuges und der Rangierer der Werkbahn. In der Bahnhofsmitte befindet sich ein Fahrdienstleiter Stellwerk. Dieser hat sämtliche Weichen, Signale und Gleissperren zu bedienen. Rangieranfragen und Aufträge erteilt er an die Werkbahn. Im Anschluß befinden sich nur Handweichen mit und ohne Grundstellung, die vom Rangierer bedient werden. Da sich hier nur die Werkbahnlok befindet besteht "Narrenfreiheit", so das hier nach Bedarf und Auftrag gefahren und rangiert werden kann. Hinter Weiche 4 befindet sich die Grenze der Anschlußbahn. Gelegentlich kommt es im Anschluß mal zu einer Wagenentgleisung, so muß gelegentlich der Hilfszug den Anschluß befahren.


Gebäudestruktur


Unser Bahnhof befindet sich außerhalb einer Ortschaft, nicht mal Werks- oder Eisenbahnerwohnhäuser gibt es hier. Der Ort selbst befindet sich Richtung Sternberg und besteht nur aus einem unbesetzten Haltepunkt. Der Ort erlangte seine Bedeutung durch die Gründerzeit und den Bau der Textilfabrik, wie es in jener Zeit war. Man hatte Platz und es war auch möglich Experimentel solche Anschlußbahnen zu bauen. So entstanden Unmengen von Anschlüßen und Gleisnetzen, deren Bauausführung heute nicht mehr möglich wäre, aber es gab sie. Sie wurden geliebt und aber auch im Herbst und Winter gehaßt. Meist gab es hier auch gute Kantinen, wo das Zugpersonal gern mal eine "Extrapause" eingelegt hat.


Das Empfangsgebäuse soll keine Güterabfertigung und keine weiteren Nebengebäude besitzen. Nur den Wartesaal, der auch zu einer Bahnhofswirtschaft umgebaut werden kann, Dienstraum und eine Dienstwohnung. Für die Mittelgebirgsgegend ein Bahnhof im Fachwerkstil. HO Bahnhof "Laufenmühe" von Viessmann.
Vom Baustil passend der Arbeitsplatz für den Fahrdienstleiter, das Stellwerk "Rottershausen" von Viessmann.
Am Bahnhof befindet sich noch ein Abort mit einem Nebengebäude, daß in seiner Ausführung noch umgebaut oder gesupert werden kann um es in das Bahnhofsambiente mit einzufügen.
Wer sich für eine Gaststätte im Bahnhof entschließt, in der nach der Arbeit manches Bier "gezischt" wird, könnte einen Biergarten integrieren. Nicht nur für die Arbeiter der Wollwerke, auch im Sommer kommen Wanderer des Weges und warten auf ihren Zug. Da es keinen Stundentakt zu dieser Zeit gab, überbrückte man oft die Zeit in der Bahnhofsgaststätte oder dem Biergarten. Viessmann HO Biergarten.
"Munition" für den Biergarten von Preiser. Auch gab es den Flaschenverkauf von Getränken oder Bier wurde in Krügen aus dem Faß ausgeschenkt. So war es wichtigste Aufgabe der "Stifte" Bier egal in welcher Form zu holen. (Preiser HO)
Kundschaft im Biergarten, Morgens Halb Zehn...(Preiser)


Fabrikgebäude, die "Wollwerke" im Stil der Gründerzeit


Bewußt wurde hier das Backstein Gebäudesortiment von Viessmann, was in seinen Grundzügen dem Thema entspricht. Natürlich können Eigenbauten, kleine Veränderungen oder Verschönerungen jederzeit die Gebäude noch individuell nachgestaltet und ergänzt werden. Wer sich für solche Themen interessiert findet überall Bild und Literaturmaterial zur persönlichen Verwendung für die Modellbahn.


Das Rückrad der Produktion war die Energie- und Dampferzeugung, auch Warmwasser für die gesamten Fabrik. Herzstück war das Kesselhaus, das ständig für Energie sorgen mußte. Dreckige und schwere körperliche Arbeit. Kohle aus Wagen entladen, Transportieren und Verfeuern, Asche entsorgen, also wieder entladen. Anlagen warten und pflegen, der Tagesablauf eines Kesselwärters und der Heizer. Zur Ausgestaltung und "Verfeinerung" der Fabrikanlage das Kesselhaus von Viessmann.
Zur Ausgestaltung des Kesselhauses, Lokheizer, die auch als Lokführer der Werkbahn und Rangierer Verwendung finden können, da diese meist nur Arbeitskleidung trugen und keine Uniform. (Preiser)
Förderbänder und Trichtersilo für die Verladung der Rohbraunkohle und zur Ausstattung am Heizhaus.
Transport von Kohle und Asche zu und vom Heizhaus in Hunten mit Feldbahngleisen und mittels Muskelkraft.
Die Wirtschaftlichen Verhältnisse liesen in der DDR kaum die Verfeuerung von Steinkohle für solche Anlagen zu. Einheimische Rohbraunkohle aus der Lausitz oder Mitteldeutschen Revieren wurde im E-Wagen transportiert. In Größe eines Fußballes kamen Brocken meist noch Feucht an ihren Bestimmungsort. Hier wurde in Bunkern die Kohle noch etwas getrocknet bevor sie verbrannt werden konnte. Ihr Heizwert war sehr gering. So das die Anlagen ständig befeuert werden mußten. Somit gingen große Mengen nutzlos durch den Schornstein oder "verpufften" im Nirgendwo.Passend zur Ausgestaltung der E-Wagen und des Heizhauses Juweela Braunkohle grob in HO.
Herz der Fabrikanlage ist die Weberei, mit Produktionsanlagen. Hierfür eignet sich das Gebäude der "Siux Schuhfabrik" in jeder Beziehung. "Modellbahnfüchse" teilen das Gebäude in zwei Halbreliefbauten und ziehen zwischen die Gebäude eine Verbindungsbrücke. So entsteht eine riesige Produktionsstätte für hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wie sie in diesen Zeiten absolut nicht unüblich war.
Wirkungsvolle Ergänzungsteile am Fabrik-, Lagergebäude. Kräne, Flaschenzug und Kessel.
Dieses Verwaltungsgebäude der Zechenwerke bietet den optimalen Verwendungszweck. Nicht nur die Verwaltung, auch Sozialräume, die Kantine und die Werkstatt für die Reparatur der Textilmaschinen befindet sich hier.
Das als "Rockfabrik" im Sortiment befindliche Gebäude kann durchaus als weitere Produktionsstätte im Werkbereich Verwendung finden. Hier werden Sonderaufträge, Kleinserien, Nachbesserungen und Näharbeiten ausgeführt.
Für Produkte und Rohstoffe muß natürlich eine größere Lagerhalle vorhanden sein. Um die Größe der Firma auch im Modell zu untermauern, kann hier aus dem Gebäude eine in zwei Teilen eigens hergestellte Lagerhalle im Halbrelief entstehen. Rampengleise führen direkt vor das Gebäude.
Achtung Brandgefahr !!! Im Werk werden leichtentzündliche Stoffe verarbeitet. Somit entschloß man sich bei Gründung der Firma eine eigene Werksfeuerwehr zu beheimaten. Speziell ausgebildete Mitarbeiter bilden den Feuerwehr Trupp bis zum Eintreffen der Berufsfeuerwehren.
Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt man mit der Integration dieses Bauwerkes auf dem Firmengelände. Zumal der Gleisanschluß die Werklok beheimatet und das zweite Tor als Reparaturstand für den Werkseigenen KFZ Park genutzt werden kann. Schweißlichter, Torautomatik und Preiser Schlosser sorgen für die Belebung der Anlage.
Für den Werkstattbereich Monteure und Schloßer. (Preiser)
Zwar etwas Modern der Schweißer von Viessmann, aber erläßt sich ohne Probleme im Werkstattbereich oder etwas "abgetarnt" integrieren. Auch diese zwei Maschinen finden Verwendung bei der Ausstattung.
Dampflokomotiven dürfen das Werkbahngelände nicht befahren aus Brandschutzgründen. Deshalb eine Diesellok für den Werkverkehr. Auch tankt hier die LKW Flotte des Wekes mit.
Zur Ausgestaltung von Industrieanschlüssen mit Straßenbenutzung bieten sich diese vorgefertigten Platten zur Darstellung an, wie es im Original auch tatsächlich angewendet wurde.


Die Werkstatt lebt...,mit Preiser


Belebung und Details sind von Bedeutung, so lebt unsere Fabrik mit Ihnen. Im HO Bereich finden Sie alles zur Ausgestaltung solcher Projekte.


Werkstatt HO
Werkzeug HO
Werkstattergänzung HO
Für das Heizhaus, Werkstatt und Sonstiges in HO.
Werkstatt und Meisterbüro HO
Für Werkstatt, Werksfeuerwehr und Sozialräume Spinde in HO.


Weitere Details von Viessmann


Einfach aber Wirkungsvoll, die einfach bedruckten HO Figuren, die im Bereich der Produktionsstätten, am Lager oder Mitten im Werk Arbeit finden.
Transportgut, Gabelstapler und Paletten für den Transport- und Produktonsprozess.
Richtige Lagerarbeit mit Hubwagen und Paletten.
Um das Bürogebäude zu beleben eignet sich dieses Deko Set mit Büroeinrichtung und Büromöbel.
Bestens geeignet für unsere Wollfabrik, Stoffballen in HO. Als schweres Transportgut im G-Wagen, für den Ladekran oder für die Lagerhalle.


Der Fahrzeugpark von Busch


Fangen wir beim KFZ Park mal an...


Das Fahrzeug der Werksfeuerwehr der 80er Jahre. Mit der Modernisierung von Berufsfeuerwehren in dieser Zeit erhielten kleinere Freiwillige- und Werksfeuerwehren ältere Fahrzeuge zugeteilt. Der S 4000 tat zu dieser Zeit noch seinen Zweck und wird durch das Werkstatt Personal gehegt und gepflegt.
Zur Ergänzung der Werksfeuerwehr dieser STA. Somit eine authentische Nachbildung.
Dienstwagen des Werkleiters der Lada 1500 mit Fahrer. Ständig im Einsatz. Mal ging es nach Berlin, mal nach Karl-Marx-Stadt oder auch mal zur Geliebten...
"Alarmstufe Rot", beim aufkreuzen des Mercedes W 123. Keine Kontaktaufnahme, kein Winken, Betreten des Werkgeländes verboten. War doch der Chef persönlich einer Westdeutschen Handelskette mit seinem Gefolge im Werk. Großauftrag für NSW Export äußerste Priorität. Sensibilisierung der Nichtgenossen durch Genossen der Abteilung für Agitation und Propaganda. Genossen selbst blieben Standhft und nahmen keinen Kontakt mit dem Klassenfeind auf.
Für jeden Anlaß das Richtige, Geschäftsleute und Firmenleitung von Preiser.
Begleitung erfolgte durch die Volkspolizei.
Volkspolizei im Einsatz.
Ein "unauffälliges Fahrzeug" der Post mit 6 Mitarbeitern führte gerade im Werksgelände eine Schallwellenmessung durch...
6 "Unauffällige Mitarbeiter" der Post...
Der Straßenverkehr auf der Straße vollzog sich mit den normalen LKW des DDR Straßenverkehr. Transporte auf der Straße waren Genehmigungs- und Begründungspflichtig. So mußte alles was möglich war auf dem Schienenweg transportiert werden. So klingt es Abstrukt, wenn eine Kiste von einem zum anderen Bahnhof im Stückgutwagen transportiert werden mußte und dafür 1-2 Tage benötigte.
Ein wenig Luxus im VEB Betrieb, ein werkseigener Robur Bus für Transport der Arbeitskräfte ohne Bahnverkehr über Land, Betriebsausflüge der BGL oder für das Kinderferienlager.
Geliebt und Gehaßt der "Garant" LKW der in den 80er Jahren mehr in der Werkstatt stand, als er unterwegs war. Böse Zungen behaupten, daß wenn er die Kirchturmspitze nicht mehr sieht bleibt er stehen. So mußten Alt Resourcen genutzt werden bis zum "Umfallen", da war nix von wegen neuer LKW von heute auf morgen.
Der Gütertransport per LKW erfolgte dann über die DDR Spedition "Deutrans". Möglichst nur in die RGW Staaten. In das NSW System nur "zuverlässige Genossen", oder möglichst Speditionen der Bundesrepublik. Brekina Skoda Hängerzug "Deutrans".



Der Zugverkehr auf diesen Strecken


Der Zugverkehr beschränkte sich oft auf das Gleiche Lok- und Wagenmaterial. In der Regel nicht Besonderes zu dieser Zeit. Oft wurden zugkräftige Baureihen für den Güterzugdienst benötigt und Personenwagen für den Massentransport. So waren Sitzplatzforderungen bis 500 oder 1000 Sitzplätze keine Seltenheit pro Zug. Denkt man nur an die Wismutzüge oder Leuna Züge, wo Besetzungen von bis zu 1000 Reisenden keine Seltenheit waren.


Im Sommer ohne Heizung...


Piko Zugbildung HO


Domminierend auf der Strecke die "Taigatrommel", die auf Grund ihrer Zugkraft und ihrer Zuverlässigkeit vor Güterzügen aller Art eingesetzt wurde. Im Sommer bespannte sie sogar Reisezüge, da sie nicht heizen konnte.
Im Winterhalbjahr kam dann die BR 118 der DR zum Einsatz. Sie war wie die BR 120 im Wechsel vor Reise- und Güterzügen eingesetzt gewesen.
Für den Einsatz im Berufs- und Pendlerverkehr der "Senftopf" DR Doppelstockwagen mit 110 Sitzplätzen. So gehörten mindestens 4-5 Wagen dieser Bauart zu einem Berufszug. Hier kam kein Steuerwagen zum Einsatz, da die Wendezeiten auf den Endbahnhöfen genügten.
Für Personenzüge außerhalb des Berufsverkehres verkehrten auf diesen Strecken oft solche Zuggarnituren mit 220 Sitzplätzen immerhin.
Das Modernste was die DR ab Ende der 70er Jahre auf die Gleise stellen mußte waren die "U-Boote". Egal was für Episoden und Erlebnisse man mit der Baureihe hatte, darf sie ebenfalls im Thema DR Ep.IV nicht fehlen. Wir gehen davon aus, daß das Original genau so zuverlässig ist wie das Modell von Piko.
Ebenfalls für den Personenzugdienst auf diesen Strecken der DR Reko Wagen in verschiedenen Ausführungen.
Oft mit Rekowagen im Einsatz der PwG der DR, gerade auf solchen Strecken verdiente sich der Zweiachser oft noch sein Gnadenbrot im Personenzugdienst.
Wie oben erwähnt, soll auf der Strecke ein Eil- oder Schnellzug verkehren. Der mit 10 bzw. 12 Wagen bis zu einer Talstation verkehrt. Der vordere Zugteil wird mit der Zuglok abgekuppelt, so das von dort mit einer Planlok BR 118, die letzten 5 Wagen des Zuges bis zu dem Endbahnhof der Strecke befördert werden. Hier waren oft die DR "Mod-Wagen" im Einsatz, die auf Grund ihrer Länge mit durchschnittlich 22 Metern und mit Abteilen zum Einsatz kamen. Piko Mod Wagen Schürzenausführung der DR.


Werkbahnlok V 23


Das Original aus der Schachtel...


Wie bereits beschrieben verfügt der Anschluß über eine Werkseigene Lok. Hier wird auf Grund der Steigungsverhältnisse alles von der V 23 abverlangt. Grundidee ist das Modell von Piko "V 23 - Kreisel Lok". Des Modell in der Originalausführung wird mit einem Decal Schild versehen und Beschriftet. Der Original Schriftzug wird überzogen. An der Front entsprechend der RAL Farbnummer die Piko Beschriftung weiß überstrichen. So entsteht mit wenig Aufwand eine schön beschriftete Werkbahnlok. Alle anderen Beschriftungen der Lok können Problemlos übernommen werden.


Für das Foto Wegretuschierte Anschrift, die an diesen Stellen gegen Decals und Ralfarben ersetzt werden kann. Beschriftung der Decals z.B. VEB Wollwerke Reichenberg.
Haupttransportgut Garne, Textilien, Stoffe natürlich in G-Wagen der DR die zum Be- und Entladen der Rohstoffe und Produkte im Werk benötigt werden.
Im- und Export von Rohstoffen oder von Produkten. Zum Teil wurden auch in solchen Anschlüßen Wagen unterschiedlicher Europäischer Bahnverwaltungen hier in dem Anschluß bereitgestellt. Wagen des Nicht Sozialistischen Währungssystemes waren willkommene Gäste gerade im Export. Aber auch zahlreiche Wagen des RGW wie z.B. dieser PKP Wagen.
Im kombinierten Einsatz mit Doppelstock und 2 bzw. 3 achsigen Rekowagen, der 4-achsige DR Rekowagen bzw. auch der Kombinierte Packwagen der bei diesem Thema in der Zugbildung nicht fehlen sollte. (Tillig)
Auch die DR V 100 später BR 110, 112, 114 ist mit von der Partie ist sie doch bei diesen Themen nicht wegzudenken. Bei dem Top Preis von Roco läßt sich auch ein "Ponny - Gespann" in Doppeltraktion vor einem schweren Güterzug einer Mittelgebirgsstrecke bespannen.
Zum Ende der DDR gab es nicht einmal mehr rote Farbe. So wurden oft Rahmen, Drehgestelle und Fahrwerke der Dampflokomotiven ab 1983 braun gehalten. Nicht nur das braune Fahrwerk auch mancher Zustand der Lok selbst ließ das Ende der Dampftraktion in der DDR erahnen. Zum Teil waren die Maschinen wie aus dem Ei gepellt und auch zum Teil das Gegenteil. So verdient sich noch "ne Fuffzschor" (BR 50) auf unserer Anlage ihr Gnadenbrot im Güterzugverkehr. Ihre Tage waren bereits in dieser Zeit gezählt. Dankbare Erinnerungen an den Dampflokeinsatz auf solchen Strecken, wo Lokpersonale oftmals den Fotografen manchen "Rauchpilz" in die Luft schoßen oder die Maschine nochmal richtig strampeln liesen, daß es die Stangen bald herunterfallen lies. Da staunte man nicht schlecht, was in der "Alten" noch so alles drin steckte. Roco HO Modell


Vielleicht ist eine Grundkonzeption oder eine Idee für Sie dabei. Wir wünschen Ihnen viel Spaß.