Aus alten Preußen wurden Rekowagen oder Umbauwagen


Beide deutsche Bahnverwaltungen hatten nach 1949 das gleiche Problem, Altfahrzeuge ohne Ersatzteile oder aus zwei mach einen, Kriegsschäden, Länderbahnwagen, Beutefahrzeuge. Ein recht bunt zusammengewürfelter Fuhrpark, der dringend bereinigt werden mußte. Außerdem Fahrzeuge mit Gas- oder Petroleum Beleuchtung, Wagen ohne Sitze (nur Stehplätze oder Strohschütten). Genutzt wurde alles was einigermaßen Fahrfähig war. Somit besann man sich auf die Nutzung vorhandenen Rahmen- und Fahrwerkteile und konstruierte eine Leichtbau Karosse darüber, um einen vernünftigen Wagen für den Einsatz zu bekommen. Nachdem erste Fahrzeuge rollten, konnten vorhandene Altfahrzeuge ab Anfang der 60er Jahre verschrottet werden. So galt es vorerst auf Haupt- und Nebenbahnen ein tragfähiges Wagenkonzept zu entwickeln, was in der Zukunft Stand hielt. Beide Wagentypen waren bis 1992 im Einsatz. Ein weiterer Konzeptbaustein waren der Einsatz der vierachsigen Reko- bzw. Umbauwagen bei DR bzw. DB, so wurden bequemere Wagen entwickelt für mehr Transportaufkommen, höhere Geschwindigkeiten und bessere Fahreigenschaften gerade auf Nebenbahnen. Maßgeblich mußte etwas getan werden um neue Fahrzeuge zu erhalten, Material und Geld zu sparen. So entstanden in relativ sparsamer Bauweise recht robuste und langlebiege Fahrzeuge bei beiden Bahnverwaltungen.



Es war der gleiche Wagen als "Spender" in Ost und West


Der meistgebaute Wagen war der preußische Abteilwagen, der für den Umbau des Wagens bei DR bzw. DB herangenommen wurde. So konnten auf Grund der Menge zahlreiche Wagen (Stückzahlenmäßig) umgebaut werden. War der Abteilwagen gerade in Ballungszentren zu Unmengen beheimatet, hier war er das Rückrad im Berufs-, Stadtbahn-oder Vorortverkehr in der kleinen Ausführung 2- und 3- achsig sowie auch in der 4- achsigen Ausführung. Sachstand in den 20er Jahren als der Grundtyp der "Tausendtürenwagen" oder richtiger Weiße der Preußische Abteilwagen durch Deutschland rollte, waren Polster, Gasbeleuchtung und die ersten Dampfheizungen mit von der Party. Im Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen gab es kaum andere Möglichkeiten als den alten Rahmen mit neuem Wagenkasten und Laufwerk zu versehen. Der Abteilwagen war in Altbeständen noch bis zur anfänglichen Epoche IV vorhanden und die letzten Exemplare verkehrten noch mit V 100 / V 180 bei der DR und E-Lok`s, Umläufe zwischen Magdeburg und Dessau oder Köthen und Halle. 



Der Grundwagentyp Preußischer Abteilwagen nach 1945 zahlreiche Wagen mit Kriegsschäden an Wagenkästen und Laufwereken. Gerettet wurde das Fahrwerk, der Rahmen, alles andere erfolgte in Neukonstruktion. Gasbehälter, nachgerüstete durchgehende Hauptluftleitungen mit Knorr bzw. Westinghouse Bremsen. Neben den 2 und 3 achsigen Ausführungen waren diese Wagen noch in vierachsiger Ausführung gebaut worden für den Einsatz in Eil- und Schnellzügen. Einer der meistgebauten Wagentypen in Deutschland. (Fleischmann HO Wagen)

 

 ...daraus entstand der DR Rekowagen

 


- Erste Baumuster 1956 auf den Gleisen

- Ablösung alter Länderbahnwagen vornehmlich Sachsen und Preußen

  sowie Beutewagenbeständen des Krieges auf Grund schwieriger

  Ersatzteilbeschaffung

- Nutzung des Fahrwerkes und des Rahmens

- Einbau einer Transmissionsbetriebenen Generatorladung für Beleuchtung

- E-Heizung, Dampfheizung

- durchgehende Hauptluftleitung

- einlösige Bremsen ( Westinghouse und Knorr) später mehrlösiger Umbau

- zum Teil ausgerüstet mit Kunststoffbremssohlen

- Leichtbauweise ca. 17 Tonnen Eigengewicht

- V/ max. 90 Km/h

- Nicht Wendezugfähig

- zwei seitlich versetzte Schiebetüren

- eine Toilette

- Umbau zum Traglastenwagen Ausbau zweier Sitzgruppen zur zusätzlichen

  Platzgewinnung als Abstellplatz für Kinderwagen und Fahrräder

- Umbau zum Nachlösewagen, Ausbau einer Sitzgruppe, Einbau eines

  verschließbaren Schreibpultes, Mobiler Verkauf von Fahrscheinen bei

  Strecken mit zahlreichen unbesetzten Stationen, hiermit wurde dem

  Fahrgast angezeigt, wo er seine Fahrscheine erwerben konnte

- Umbau von Gepäck- und Postwagen passend zu den

   Personenwagentypen

- Einsatz auf Haupt- und Nebenbahnen

- bis in die 70er Jahre waren die Umläufe zum großen Teil gemischt,

  Rekowagen, Preußische Abteilwagen und Bühnenwagen, Ablösung der

  alten Länderbahnwagen nach 1975 durch den verstärkten Einsatz der

  vierachsigen Rekowagen, die anfänglich in Schnell- und Eilzügen

  eingesetzt wurden um hier erst die Altbestände an Wagen zu erneuern,

  zusätzlich zu Y- und Modwagen der DR

- Einsatz nur auf DR Gebiet und Wagen nur mit 2.Klasse


Einsatz im Wagenpark rund um Saalfeld


Der Saalfelder Wagenpark gliederte sich in drei Hauteinsatzgebiete, Saalfeld selbst, der Wagenaußenstellen in Gera und Naumburg (Saale) Hbf

Vorerst wurden ab den 70er Jahren verstärkt die Umläufe in Gera und Naumburg für die zu bedienenden Strecken von Altbau- und Länderbahnwagen auf Rekowagen umgestellt. Hier waren vornehmlich Nebenstrecken zu bedienen.


Was Gera - Wagenausbesserungsstelle (Haupteinsatzgebiete)


- Gera - Zeitz - Leipzig

- Gera - Saalfeld

- Eisenberg - Crossen (Elster)

- Gera - Wünschendorf - Greiz - Plauen

- Gera - Weida - Mehltheuer

- Gera - Werdau

- Gera - Göschwitz - Weimar

- Gera - Gößnitz - Glauchau


Was Naumburg (Haupteinsatzgebiete)


- Naumburg - Teuchern - Zeitz

- Naumburg - Artern - Sangerhausen

- Großheringen - Straußfurt - Sömmerda

- Naumburg - Göschwitz


Bww Saalfeld


Der Einsatz der Rekowagen beschränkte sich in Saalfeld auf Umläufe aus Zeitz, Leipzig und Gera, in erster Linie wurden die Bestände in Gera und Naumburg erneuert. Saalfeld selber unterhielt in erster Linie nur den Reko Packwagen, der ab 1974 / 1975 gemeinsam mit den vierachsigen Rekowagen eingesetzt wurde. Der vierachsige Rekowagen war vornehmlich des Einsatzes geschuldet, da hier erheblicher Platzbedarf bestand (64 Plätze p.Wg.) durch den umfangreichen Urlauber- und Touristenverkehr. Weiterhin bewährten sich die Vierachser besser auf den kurvenreichen Strecken. Der Wagenpark wurde entsprechend den Leistungen , Umläufen und des Bedarfes konzentriert. Außerdem war Saalfeld Hauptdienststelle was keiner weiteren Erklärungen bedarf. Ein geringer Fahrzeugbestand von Rekowagen war in Sonneberg als Verstärkerwagen stationiert auf Grund der Lasten über den Berg. Hauptverkehre über Jena bestückte das Bww Leipzig bzw. Halle mit Rekowagen, Halle später auch mit vierachsigen und Doppelstockwagen. Der stilreine Umlauf war der P 4005 / P 4006 des Bww Leipzig täglich. Auf der Geraer Strecke waren vornehmlich Zeitzer und Geraer Wagen in den Umläufen, die mehrmals täglich nach Saalfeld kamen.

- P 8011 / P 3034 Zeitz - Saalfeld - Leipzig Leutzsch

- P 8015 / P 3036 / P 3037 / P 8020 Gera - Saalfeld - Leipzig Leutzsch - Saalfeld - Gera


Tatsächliche Zugbildungen vom Original


Zugbildungen in der frühen Epoche IV

 

Von jedem etwas lautet hier die Zugbildung. Eine sehr realistische Zugbildung Anfang der 70er Jahre mit alten und neuen Fahrzeugen im Zugverband. Gerade die Altbaufahrzeuge verschwanden ab 1972 zunehmendst und es verkehrten fast nur noch artreine Züge mit Rekowagen der DR.


Durchaus nicht unüblich, das Anfang der 70er Jahre noch eine V 100 mit Epoche III Beschriftung unterwegs war. Bei kleineren Dienststellen vollzog sich die Umzeichnung der Lokomotiven bis 1973 / 1974. Roco TT Modell
In dieser Zeit oft im Reisezug mit vorhanden, Expressgutwagen aus älteren Güterwagenbeständen, die dann Ende der 70er Jahre durch den Gbs Güterwagen ausgetauscht wurden. (Tillig)
Reko Postwagen an der Zugspitze.wenn es vorgesehen war. (Roco)
Planmäßig an der Zugspitze der Packwagen, der später ab den 80er Jahren in der Zugmitte zum großen Teil eingereiht war. (Roco)
Zweiachsiger Rekowagen (Roco)
Dreiachsiger Rekowagen (Roco)
Teilweise noch im Einsatz Bi Wagen mit Endbühne. (Tillig)
Mit im Einsatz wärend des Überganges von Epoche III auf IV, preußische Abteilwagen in ihren letzten Einsatztagen. (Schirmer TT)
Bei der DR beschaffte Behelfspersonenwagen waren bis ca. 1974 in den Personenzügen der Nebenstrecken noch anzutreffen. In Ergänzung eines Zuges um das Jahr 1971 können durchaus diese Wagen mitgeführt werden. (Busch TT Modell)
Zugschluß ein moderner Rekowagen, auf Grund der elektrischen Zugschlußbeleuchtung die damals als Errungenschaft gegenüber den Oberwagenlampen galt. (Roco)

 

 

P 8015 Gera - Saalfeld eine authentische Zugbildung in Spur TT


Oftmals auch als "Lumpenzug" bezeichnet der P 8015 von Gera nach Saalfeld mit dem planmäßig Schad-, Post-und Expressgutwagen befördert wurden. Gerade in der Vorweihnachtszeit war der Zug mit Post-und Expressgutwagen "gut bestückt". Planmäßiger Postverkehr von Gera, Leipzig und aus dem Raum Zwickau mit Zulauf aus dem sächsichen Raum sorgten für starke Auslastung diesbezüglich. Entladen wurden in Saalfeld der Binnenverkehr mit Post und der Übergang an die Zollpost in Saalfeld mit Weiterleitung des Gutes nach Lichtenfels und Nürnberg. Auch die Überführung von Schadwagen der Was Gera zu Reparaturzwecken in das Bww Saalfeld, da in Gera nur kleinere Reparaturen ausgeführt werden konnten lastete den 8015 mehrfach wöchentlich aus. Planmäßig bis Anfang der 80er war eine Altbau 01 des Bw Saalfeld in diesem Umlauf. Oft kam es vor auf Grund der Eingleisigkeit der Strecke, das ab Gera bis Weida, Niederpöllnitz oder Triptis eine "Wumme" BR 120 des Bw Gera am Zugschluß mitbefördert wurde, die auf den jeweiligen Bahnhöfen abgekuppelt wurde und hier eine Güterzugleistung übernahm.

 

Zuglok BR 01 / Altbau Bw Saalfeld Gera - Saalfeld (Tillig)
Schadwagenüberführung Was Gera - Bww Saalfeld, Zugspitze und verschloßen (Roco)
Schadwagenüberführung Was Gera - Bww Saalfeld, Zugspitze und verschloßen (Roco)
Postcontainerwagen Gera - Saalfeld (Tillig)
Expressgutwagen Gera - Saalfeld (Tillig)
Expressgutwagen Zwickau - Saalfeld (Tillig)
Planmäßiger Postwagen Gera - Saalfeld (Roco)
Traglastenwagen Gera - Saalfeld (Roco)
Rekowagen Gera - Saalfeld (Roco)
Rekowagen Gera - Saalfeld (Roco)
Rekopackwagen Gera - Saalfeld (Roco)
Rekowagen Gera - Saalfeld (Roco)
Traglastenwagen Gera - Saalfeld (Roco)
Rekowagen Gera - Saalfeld (Roco)
Schlußlok Gera - Niederpöllnitz, in Niederpöllnitz abkuppeln, Lz zum Tanklager nach Großebersdorf, 51602 Großebersdorf - Großkorbetha bespannen, leerer Kesselzug, Dg 64409 Großkorbetha - Gera bespannen. (Roco Modell) So könnte der planmäßige Dienstauftrag in den 80er Jahren für den Lokführer ausgesehen haben.

 

Eine kleine Besonderheit vom Original


Die kurze Steilstrecke im sächsischen Eibenstock vom unteren zum oberen Bahnhof ist im Prinzip eine durchaus empfehlenswerte Strecke, die im Modell nachgestaltet werden kann .

Grundsätzlich galt für die Strecke die Lok hatte sich immer auf der Talseite zu befinden, ebenso der Loktender und die Feuerbüchse. Von der Talseite wurde geschoben, damit die Züge nicht reisen konnten auf der Steilstrecke. Ebenso die Feuerbüchse mußte talwärts zeigen, damit sie bei den Bergfahrten ständig mit Wasser umspühlt war um ein ausglühen zu verhindern. Die Zugspitze der Reise-und Güterzüge wurde mit dem Zugführer besetzt, der im Notfall den Zug anhalten konnte. Die Länge der Strecke betrug 3,1 km, der untere Bahnhof liegt an der Strecke Chemnitz - Adorf, die Stadt Eibenstock befindet sich auf der Berghöhe, die Strecke stieg von 513 m unterer Bahnhof auf 614 m oberer Bahnhof. Was einer Steigung von maximal 50 Promille entspricht. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke betrug in beide Richtungen 20 km/h.


Der Einsatz der Fünfkuppler auf dieser Strecke, die sächsische 94 von Hartmann in Chemnitz gebaut war für den Einsatz hier vorgesehen. Modell der Firma Beckmann TT Berlin.
Der Zugverband bestand planmäßig aus drei Rekowagen. Wenn Güterwagen im Zug mit befördert wurden, so war nur ein Wagen im Einsatz. (Roco)
An der Spitze Richtung oberer Bahnhof befand sich immer der Packwagen, der mit dem Zugführer besetzt sein mußte zur Streckenbeobachtung.

 

 Das Original aus dem Jahre 1975


Mein Herzlichen Dank an Gerd Böhmer - Berliner Eisenbahnarchiv für die Bereitstellung des Bildmateriales.

 

Stammlok in Eibenstock, die 2105 des Bw Aue im Oberen Bahnhof, 1975 Abfahrtbereit zum unteren Bahnhof. Einige kleine Bahnanlagen Ladegleise, ein Bahnsteig genügten für den bescheidenen Betrieb der Strecke. Im Hintergrund die ersten Stadthäuser in Eibenstock, somit würde sich diese Strecke als Modellbahnstrecke bei beengten Platzverhältnissen durchaus anbieten.
Die 94 2105 in Eibenstock 1975, Loktender immer talwärts zeigend. 1975 auf dem Oberen Bahnhof in Eibenstock kurz vor der Abfahrt.
1975 "quält" sich die 2105 mit einem PmG die Strecke nach Eibenstock hinauf. Immerhin hatte der Wagenzug ca. 75 Tonnen Gewicht.
Auszug aus dem Winterfahrplan 1943 / 1944 für die Strecke in Eibenstock.. Immerhin ein beachtlicher Zugverkehr in jener Zeit, ab 05:00 Uhr bis ca. 23:00 Uhr was auch auf einen bedeutenden Personenverkehr der Strecke schließen läßt. Vermutlich durch zahlreiche Textilfabriken der Umgebung, die Rund um die Uhr arbeiteten.

 

 Der DB Umbauwagen


Gleiches Problem in den Jahren nach dem Krieg, erheblicher Mangel an Fahrzeugen, Reparaturbedarf sowie Bedarf an neuen Fahrzeugen. Gleiche Ausgangssituation wie bei der DR. Hier machte man sich ebenfalls den Urtyp zu nutze, in dem aus Preußenwagen in den 50er Jahren der DB Umbauwagen entstand. Fast ähnlich wie der DR Rekowagen, gewisse parallele Entwicklungen lassen sich erkennen, ob es gewisse "Austauschergebnisse" gab will ich nicht unbedingt bezweifeln, ähnliche Vergleiche gibt es mit ersten Baumustern der V 200 DB und V 180 DR. Maßgebend war der Einsatz neuer Fahrzeuge auf Haupt- und Nebenbahnen. Hier gab es auch unterschiedliche Wagengattungen für den Einsatz auf Hauptbahnen sogar die 1.Klasse. Zum Teil verkehrten ganze Umläufe in den Ballungszentren als Pendlereilzüge mit bis zu 15!!! Wagen. Offiziell durften diese Wagen nur auf DB Gleisen fahren. Machen wir im Modell eine Ausnahme mit "Sonderreglung". Auf Grund der interessanten Strecke sowie des Schmalspuranschlußes könnte der "kleine Grenzverkehr" zweimal täglich am Vor- und am Nachmittag von Northeim nach Ellrich und zurück gewesen sein. Die Reiseerleichterungen der 70er Jahre machen es möglich. So fährt die Ottbergener 50er zweimal täglich mit einem Nahverkehrszug nach Ellrich, hier besteht Anschluß nach Nordhausen mit Wagendurchlauf bis Halle.

 

DB Umbauwagen 2.Klasse Ausführung. (Roco)
Schon etwas Luxus ab den 50er Jahren der DB Umbauwagen mit 1. und 2. Klasse. (Roco)
Der Halbgepäckwagen für den Gepäck-, Expressgut-und Posttransport sowie Dienstabteil und einem 2.Klasse Abteil.(Roco)

 

Der "kleine Grenzverkehr" nach Ellrich im Modell


Relativ bescheidener Verkehr herrschte zwischen Northeim und Nordhausen nach der Grenzziehung, bis Kriegsende eine stark befahrene Strecke mit Anschluß zur Südharz Eisenbahn, danach durften die Bewohner und Besucher der Region kaum noch einen Fuß in den Südharz setzen. Für DDR Bürger war es Grenzgebiet, was nicht betreten werden durfte und die Bundesbürger nutzten vermehrt den PKW um in die noch verbleibenden Gebiete des Südharzes zu gelangen. So reduzierte sich der Verkehr auf einige Güterzüge und Grenzzüge auf der Strecke. Der offizielle DB Verkehr ging bis Northeim, teilweise bis Braunschweig bzw. Ottbergen. Große Teile des Nahverkehres übernahm bereits der DB Bahnbus. Das Rückrad der Strecke war der starke Güterverkehr, sonst wäre es vermutlich zu einer teilweisen Streckenschließung auf DB Gebiet gekommen. Nach dem Einsatz der DB Umbauwagen rollen dann ab 1972 "Silbervögel" von Ottbergen nach Ellrich und zurück, bespannt mit einer Lok der BR 216 der DB.


Von Ottbergen nach Ellrich übernimmt die DB Dampflok BR 50 vom Bw Ottbergen die Nahverkehrsleistung auf der ca. 115 km langen Strecke. (Roco)
Es war durchaus auch üblich die Umläufe bis in die 60er Jahre mit Behelfspersonenwagen zu ergänzen bzw. zu verstärken. Einsatz dieses Wagentypes mit DB Umbauwagen eine durchaus realistische Zugbildung in der Epoche III (Roco).

 

In erster Linie galt es eine Vereinheitlichung des Wagenparkes herzustellen, in vielen Wagenwerken waren bis zu 30 verschiedene Reisezugwagentypen beheimatet. Was natürlich neben dem Aufwand auch eine große Bevorratung an Ersatzteilen und Material mit sich brachte. So waren ab den 60er Jahren bereits große Teile der alten Wagen entweder umgebaut oder verschrottet, der Wagenpark wurde zunehmenst vereinheitlicht.


So gab es bei der DR vornehmlich im Personenzugdienst eingesetzt

- Rekowagen zwei-, drei- und vierachsig

- Doppelstock Züge zwei- und vierteilig

- Doppelstockeinzelwagen

- Lowa Wagen mit Mitteleinstieg


Bei der DB

- Umbauwagen drei- und vierachsig

- "Silbervögel" (Bn-Wagen)


Selbst auch bei Schnellzügen dezimierte sich das Fahrzeugvolumen auf wenige Wagenbauarten beider Bahnverwaltung ab den 60er Jahren. Hier gab es lediglich noch viele "bunte Mischungen" durch den Einsatz zahlreicher internationaler Wagen in den Zügen.


Wir wünschen weiterhin gute Fahrt mit Ihrer Modellbahn.