Saalfeld - Probstzella - Ludwigsstadt - Hochstadt Marktzeuln - Lichtenfels

Loquitz- und Frankenwaldbahn


Eröffnung am 01.Oktober 1885 als gesamte Linie, bestehend vorher aus zwei Stichstrecken Saalfeld - Eichicht und Hochstadt am Main - Gundelsdorf-später Stockheim


Streckenlänge: 88 km

Saalfeld - Landesgrenze = 27 km

Landesgrenze - Lichtenfels = 61 km


Von 1871 bis 1885 war Eichicht Endpunkt der Geraer Linie, danach erfolgte der Lückenschluß ab Eichicht mit der Bayerischen Pachtbahn Hochstadt - Stockheim mit der Loquitz- und Frankenwaldbahn. Damit konnte eine durchgehende Verbindung für Züge von Berlin nach München und zurück geschaffen worden die dann später in Kurswagen bis Rom, Zürich und Stuttgart verlängert wurde. Auch als Konkurenz zur Sächsischen Linie Leipzig - Hof - Regensburg - München. Bis Ende der 40er Jahre war dies eine der Hauptabfuhrstrecken für Thüringer Produkte, ebenso wurden zahlreiche Produkte aus Franken, Bayern und Süddeutschland transportiert. Wichtig war die Verbindung der beiden deutschen Handelsplätze Nürnberg und Leipzig. Es begann ein Boom auf alle Städte und Ortschaften, man war "hungrig" nach dem Neuen und viele kleine Ortschaften erlebten mit der Bahneröffnung einen totalen Aufschwung durch Zuzug von Arbeitskräften und Bau von neuen Industrieanlagen. Auch die Land- und Forstwirtschaft profitierte vom Bahnbau. Kleine Ansiedlungen oder Dörfer wuchsen mit der Bahn und der Industrie. Auch politische und wirtschaftliche Veränderungen wirkten sich besonders stark auf den Betrieb, die Struktur und das Verkehrsaufkommen der Strecke aus.


Coursbuchauszug von 1887, über das Zugangebot in der Richtung Leipzig - Gera - Saalfeld - Eichicht.
Sammlung: Karsten Claus - Saalfelder Lokschuppen

Wenige hundert Meter hinter dem Saalfelder Bahnhof auf der Höhe der heutigen Südstadtbrücke in Saalfeld der Blick in Richtung Obernitz entlang der Saale und der Bahnstrecke nach Bamberg aus dem Jahre 1912 eines kranken jungen Mannes aus München, der sich in Saalfeld zur Genesung nach einer schweren Operation befand.

Der Blick vom "Bohlen" auf Obernitz in der Anfang der 30er Jahre mit der alten Brücke und dem Strassenverlauf vor dem Umbau und Elektrifizierung der Loquitzbahn. Neben dem Gleis befinden sich noch die Telegraphenmasten.

Der berühmte "Saalfelder Bohlenblick" Frühjahr 1982 BR 119 Bw Probstzella, Est.Sonneberg mit dem P 18005 Saalfeld-Sonneberg.

Der Streckenabschnitt Saalfeld - Hockeroda wurde von den Zügen von vier Strecken gemeinsam benutzt. Saalfeld - Lobenstein - Marxgrün - Hof, Saalfeld - Eichicht - Hohenwarthe, Saalfeld - Lichtenfels - Bamberg und Saalfeld - Sonneberg. Im Sommer 1927 dampfte die Saalfelder 57 3484 am "Saalfelder Bohlen" mit einem Güterzug nach Lobenstein. Bis zum Brechpunkt Heinersdorf bei Lobenstein geht es ca. 30 km Bergauf. Im Spitzkehrenbahnhof Wurzbach wurde die Lok gedreht, Vorräte ergänzt und weiter ging es nach Lobenstein. Eisenbahn Alltag vor über 90 Jahren. Nach Ankunft des Zuges in Lobenstein wurde der Zug "zerlegt". Güterwagengruppen für den Lobensteiner Bereich, Anschlüße, GA; Bw, Ladestraße. Weiter für Unterlemnitz, Ebersdorf und Richtung Ziegenrück. Und nach Blankenstein, Marxgrün, Naila, Hof.

Fernverbindungsplan Thüringen nach Nürnberg, München, Regensburg, Passau, Wien von 1937. Thüringen beginnt Eisenbahntechnisch in Weißenfels, da sich hinter Weißenfels die Direktionsgrenze zu Halle befindet. Politisch gehört Weißenfels zu Sachsen-Anhalt.
Am "Saalfelder Bohlen", Ausfahrt eines Schnellzuges nach München im Jahre 1928. Mit Vorspann P 8 und Zuglok S 3/6 in Probstzella kam noch eine BR 96 vom Bw Pressig oder eine 95er vom Bw Probstzella als Schublokomotive dra.

Blick vom Saalfelder Bohlen in südliche Richtung zur Saale und dem Verlauf der Loquitzbahn Richtung Obernitz um 1895.

Ca. 800 Meter lang und 100 Meter hoch der Saalfelder Bohlen, der sich wie künstlich an der Bahnlinien entlangzieht. So stellte der Bau keine große Herausforderung dar, als am Feldweg von Saalfeld nach Obernitz das Gleis in der Ebene am Saaleufer verlegt werden konnte. Ein gewaltiger Buckel der sich unmittelbar hinter dem Saalfelder Ortsteil Köditz in die Höhe erhebt. Am 21.02.2015 konnte eine EB auf der Fahrt von Saalfeld nach Blankenstein am Bohlen abgelichtet werden.
Regionaler Kult, die Saalfelder Bohlen-Ziegen. Mutter und Tochter grasen hoch oben über der Loquitztalbahn am Bohlen. Sie sorgten für einen vegetarischen Grünschnitt rund um das Felsmassiv. Jeder der es wußte erfreute sich daran wenn er die Vierbeiner am Felsen entdeckte. Am 23.05.2017 konnte ich die Vierbeiner bei der Landschaftspflege am Felsen ablichten. Die Mutter ist leider 2021 verstorben. Mutter schwarz / weiß und Tochter braun / weiß.
"Wenige Meter" vor Obernitz kam am 27.01.2021 die Gravitta 261 011 DB Cargo mit dem Übergabezug von Saalfeld nach Ebersdorf-Friesau auf der Strecke entgegen. Einersonst recht unzugänglichen Stelle für den Fotografen.

Die Weischwitzer Brücke 1916 nach dem zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Saalfeld und Probstzella.

Auf der Weischwitzer Brücke VT 642 475 am 30.04.2005. Ersatzzug für die E-Lokleistung BR 143 Lichtenfels-Naumburg.


Im Sommer hatten zahlreiche Tanklager und Raffinerien der Bundesrepublik Wartung, Sommerflaute und Revisionen. So blieb es nicht aus, daß gerade in der Sommerferienzeit "Ölbomber" Richtung Probstzella rollten. Am 20.08.1980 rollte ein Ganzzug mit Kesselwagen über die Saalebrücke bei Breternitz. 44 0663 Bw Saalfeld beförderte den Sonderzug auf dem 91 km langen Streckenabschnitt Camburg-Probstzella. Der von Großkorbetha bis Camburg mit einer E 94 bespannt war und den ab Probstzella zwei weitere E 94 bis Nürnberg Rbf bzw. Schublok bis Pressig übernahmen. Klassischer Fahrzeugeinsatz, mehr ist hier nicht anzumerken.

Eisenbahnbau Ingenieure an der Weischwitzer Brücke stellten sich dem Direktionsfotografen 1909.
Eisenbahnromantik der 2000er Jahre auf der Weischwitzer Brücke überfahrt ein VT 650 der Erfurter Bahn das Bauwerk auf seinem Weg von Leipzig über Gera-Saalfeld nach Blankenstein.
Sommer 1942 E 18 045 durchfährt mit dem E 170 Leipzig-Nürnberg den Streckenabschnitt in der Nähe der Weischwitzer Brücke Richtung Breternitz. Planmäßig wurde diese E-Lokleistung nach Überlieferungen von Lokführern des Bw Bamberg gefahren.
Auch die Lokomotiven der BR 101 der DB Fernverkehrs AG sind bereits Geschichte im planmäßigen Einsatz auf der Strecke. Werbelok der Stadtwerke 101 100 rollt am 19.März 2013 mit dem 2208 München Hbf - Berlin Gesundbrunnen über die Weischwitzer Brücke Richtung Saalfeld.
Buchfahrplanauszug FD 80 Berlin - München mit Kurswagen nach Rom vom Sommer 1937 für den Abschnitt Saalfeld bis Lichtenfels.
Weiterführender Fahrplan von Steinbach am Wald bis Nürnberg Hbf des Jahres 1937.


Blockstelle mit Haltepunkt Breternitz


Errichtung einer Blockstelle mit Fahrkartenverkauf und Reisezughalt für die südlich von Saalfeld liegenden Ortschaften Breternitz, Fischersdorf, Weischwitz. Pendlerverkehr von und nach Saalfeld sowie Ausflugsverkehr an Wochenenden, von denen die umliegenden Gasthäuser und Pensionen auf Grund der landschaftlich schönen Lage mit profitierten.

 

Fischersdorf bei Saalfeld mit der dargestellten Bahnlinie zum Haltepunkt Breternitz um 1902.

Das Dienstgebäude der BK Bretermitz von der Gleisseite. An der Rückwand des Anbaues befand sich unter dem Dachgiebel eine Tür mit einer Brücke die zum Gleis führte, hier mußte sich der Blockwärter zur Zugbeobachtung aufhalten. Im Anbau befanden sich die Diensträume mit Stellwerkseinrichtung für die Blocksignale. Weiterhin der Fahrkartenschalter mit Warteraum und eine Dienstwohnung. Zustand der Gebäude und Anlagen November 2015.

Urlaubskarte aus Breternitz und Kaulsdorf aus dem Jahre 1974, Bild und Heimat Reichenbach

Am 01.08.2013 verläßt die Nürnberger 111 183 mit der RB Saalfeld - Bamberg den Haltepunkt Breternitz.

Feiertage, Heilig Abend, Silvester sind Tage mit eigenen Fahrplangesetzen besonders im Güterverkehr. So fiel am 24.12.1979 der planmäßige Nahgüter von Saalfeld nach Probstzella für das Lokpersonal der 95 0032 aus. Was bedeutete eher Feierabend und etwas Zeit für die Familie an diesem Tag. Was auch bedeutet man denkt an die Kolleginnen und Kollegen die an solchen Tagen leider Dienst verrichten müßen das der Verkehr rollt. Die Probstzellaer 95 0032 im Haltepunkt Breternitz am Heilig Abend 1979 lang ist es her.

V 100 der DR in Nachwendefarbgebung im Februar 2001 mit dem Übergabezug Saalfeld - Unterloquitz / Schiefergruben bei der Durchfahrt in Breternitz.
Sommer 1977, der P 18007 Saalfeld - Sonneberg verläßt nach planmäßigen Halt den HP Breternitz. Kurz nach 17:00 Uhr verlassen einige Pendler den Zug und freuen sich auf ihren Feierabend. Wärend vor der BR 95 und ihrem Personal noch über zwei Stunden Fahrt liegen bis in die Spielzeugstadt Sonneberg.
Vorbeifahrt der 95 009 am Gebäude der Blockstelle Breternitz im Sommer 1977. Der Blockwärter schaut im ersten OG aus seinem Dienstraum und erfüllt die Aufgaben der Zugbeobachtung.Im Anschluß ersichtlich die Brücke vom Dienstgebäude zum Gleis. Lang ist es her...
Eisenbahnromantik in Breternitz. Nicht nur die T 20 und ihre Reko Wagen erwecken Nostalgie. Auch das gesamte Umfeld am Bahndamm. Eine wunderschöne Bildvorlage um auch im Modell solche Szenen nachgestalten zu können. Ausfahrt P 18007 mit 95 009 im Sommer 1977 in Breternitz.
45 Jahre sind seit 1977 vergangen, es hat sich viel geändert. Züge von Saalfeld nach Sonneberg gibt es schon seit 1997 nicht mehr. Die Privatisierung der Eisenbahn trieb manche Stilblüten und brachte einige Stirnrunzelnde Ereignisse ans Tageslicht. Der Güterverkehr von Saalfeld nach Blankenstein und Ebersdorf-Friesau hat überlebt. Mehrfach täglich "brummen" die Gravitta`s an der Ortschaft Breternitz und seinem Haltepunkt vorbai. Am 17.03.2022 fuhr 261 012 DB Cargo mit ihrerer Übergabe von Saalfeld nach Blankenstein vorbei an Breternitz und brachte Holz in den Wald.
Vom Bahnsteig 1 geht der Blick zum ehemaligen Gebäude der Blockstelle Breternitz in Richtung Kaulsdorf zum gegenüberliegenden Bahnsteig 2 für Züge in Richtung Saalfeld. Das schöne Backstein Dienstgebäude wurde in einen schmucken Zustand versetzt und dient als Wohngebäude. (17.03.2022)
Manchmal läßt sich die Vergangenheit an Dienstgebäuden der Eisenbahn nicht einfach weg retuschieren. So wird das "F"-Zeichen an der Gebäudewand der BK Breternitz dem interessierten "Eisenbahn Archiologen" noch einige Jahre erhalten bleiben. Signalisierte es den Standort des Streckenfernsprechers am Gebäude für Lok- und Zugpersonal. Von hier konnten mittels Rufzeichentabelle Verbindung zu den Saalfelder Stellwerken B 1 (Fdl), W 3 (Wärter) und Kaulsdorf Fdl sowie Wärter aufgenommen werden. (17.03.2022)


Eichicht (Saale) später Caulsdorf und Kaulsdorf (Saale)


Abzweigbahnhof der Strecke Eichicht - Hohenwarthe und

Eichicht - Kamsdorf (900 mm) Erzbahn


Ab 1871 bis 1885 Endpunkt der Geraer Linie. Bau der Hohenwarthebahn ab 1934 vorwiegend für den Material- und Arbeitskräftetransport zur Hohenwarthe Staumauer. Schon wärend der Bauarbeiten verkehrten Sonderzüge mit Besuchern auf der Strecke. Später organisierte man an den Wochenenden Ausflugsfahrten bis Hohenwarthe mit der Bahn und weiter mit den Fahrgastschiffen des Stausee`s. Kaulsdorf erhielt einen Lokschuppen mit Behandlungsanlagen sowie Güterschuppen mit Ladegleis. Ab den 60er Jahren wurde der Raiffeisen Anschluß weiter ausgebaut und ein Mischfutterwerk errichtet. Stationierung von Werkbahnlok V 23, und "Kaluga". Weiterhin existierte eine ca. 5 km lange Schmalspurbahn vom Tagebau Kamsdorf nach Eichicht Bahnhof zur Erzverladung. Ein weitere Zweig der Strecke verlief direkt von Kamsdorf zum Erzbunker der Maxhütte Unterwellenborn.


Kaulsdorf selbst zählte mit zu den kleinen Handelsorten an verschiedenen Handelswegen. So kamen Handelsleute aus Hof, Lobenstein, Gräfenthal, Probstzella die weiter zogen Richtung Jena, Kahla, Gera, Leipzig, Halle. Auch die Schiffbare Saale selbst ermöglichte den Transport von Bau- und Brennholz Flußabwärts, nicht nur vom Oberland auch aus den Saaledörfern hinter Kaulsdorf und Preßwitz. Auch Umschlag von Steingut bzw. Schiefer wurde hier gehandelt neben den anderen Waren. Auch sonst gab es hier geschäftiges Treiben, eine blühende Landwirtschaft, die mit zur Versorgung der Saalfelder Stadtbevölkerung beitrug. Um 1850 spielte sich diese Szene in der Höhe der heutigen Gastwirtschaft "Zur Eiche" ab, im Hintergrund die Straßenbrücke, an deren Stelle in den 30er Jahren die Bahn von Eichicht nach Hohenwarte verkehrte, damals der Hauptweg Richtung Saalfeld.

Blick auf das Wärterstellwerk die nördliche Ausfahrt in Richtung Saalfeld des Eichichter Bahnhofes mit dahinterliegender Tankstelle. Dem heutigen VW Autohaus und Verlauf der B 85 unmittelbar hinter der Saale.

Bahnhof Eichicht, mit Ortsbild von Caulsdorf um 1895.

Einst als Prachtbau konzipiert das EG in Eichicht, schließlich war ja der Bahnhof um 1871 mal Endpunkt der Gera-Eichichter Bahn. Schnell war klar das aus dem Endpunkt ein Durchgangsbahnhof zwischen München und Berlin wird. Denoch Halt für die RE,RB und EB Züge sogar mit Umstieg zwischen der Frankenwaldbahn und der Sormitztalbahn. Das Gebäude im April 2013 mit einer EB von Saalfeld nach Blankenstein.

Aus dem Gleisanschluß zum Mischfutterwerk sowie zur Ladestrasse und Güterabfertigung heraus fotografiert. Die Ausfahrt eines VT 642 Saalfeld-Blankenstein im Mai 2001.

Kurz vor dem Abriß das Fahrdienstleiterstellwerk im November 1997.

Ende des Güterverkehres die Werklokomotiven des Mischfutterwerkes in Kaulsdorf abgestellt und teilweise schon verschrottet, September 2001.

Bis Ende der 60er Jahre noch erhältlich, die Bahnsteigkarte für 0,20 Pfennige vom Bahnhof Kaulsdorf (Saale).

Zwei Ansichten des Eichichter Bahnhofes von 1900.

Blick auf Ort und Bahnhof Eichicht 1924 aus westlicher Richtung zum Bahnhof Strassenseite.
Bildmitte der Bahnhof Eichicht mit der Streckenführung der Loquitzbahn Richtung Hockeroda 1906.















 Hockeroda - Hammer


Abzweigbahnhof der Strecke Hockeroda - Wurzbach - Unterlemnitz - Lobenstein (Sormitztalbahn)


Umliegende Hammerwerke sorgten für die Belebung des Ladegleises das in Hockeroda um 1885 errichtet wurde. Kohle, Erze, Eisentransporte sowie ein starker Urlauberverkehr sorgten für Bahnbetrieb. Die weit bekannte Hockerodaer "Sommerfrische" war bis Leipzig, Halle, Nürnberg bekannt  sehr geschätzt und beliebt. Ab 1907 kam der Anschluß der Sormitztalbahn hinzu so das der Betrieb am Bahnhof lebhafter wurde. Auch ab 1910 war Hockeroda ein durchaus beliebter Ausflugs- und Touristenort, als "Drehkreuz" für den Tourismus in Richtung Sormitz-, Loquitz- und Saaletal.


Aus der Vogelperspektive um 1895, der Streckenverlauf der Loquitzbahn aus Richtung Eichicht in Richtung Hockeroda.

Eines der beliebtesten Ausflugsziele für Sommerfrischler und Wochenendausflügler war die "Sommerfrische" in Hockeroda. Schon das parkähnliche Umfeld war um 1925 Luxus pur. Unmittelbar rechts daneben verläuft die Bahnlinie.

Blick auf die Hockerodaer "Sommerfrische" mit dem Streckenverlauf Richtung Eichicht um 1912.

EG Hockeroda im November 2002 mit Blickrichtung aus Probstzella. Das Gebäude ist noch bewohnt aber das Stellwerk sowie die Dienst- und Warteräume geschlossen.

Einfahrtsignal Bahnhof Hockeroda im März 1989, Ausfahrender Sonderzug mit 95 1027 Sonneberg-Saalfeld anläßlich der Dreharbeiten zum EK-Film 95 027.

Im Frühjahr 1994 entgleiste die Saalfelder 232 028 auf der Einfahrtweiche des Bahnhofes Hockeroda mit dem EC 11 "Miamara" Berlin-Zagreb.

Fotohalt am 01.10.2010 zum 125-jährigen Jubiläum Eichicht-Probstzella-Stockheim. Nicht von offizieller Seite, nur das Gedenken einiger Eisenbahnfreunde. "Jubiläumslok" 143 941 mit einer RB von Großheringen nach Lichtenfels.

Erinnerrungsschild vom 01.10.2010.

Zugverkehr nach Blankenstein, am 09.10.2010 VT 641 035 DB Regio Erfurt in Hockeroda mit einer RB von Saalfeld.

Zugbegegnung in Hockeroda. Am 13.Mai 2005 war 612 105 DB Regio Hof als RE von Saalfeld nach Hof mit einem Zugteil nach Bayreuth hier unterwegs.

95 004 kam 1978 mit einem Güterzug an der Einfahrt Hockeroda zum Halten. Der Meister mußte schon den Regler aufmachen um seinen Güterzug in der Steigung vor dem Bahnhof wieder in Bewegung zu bringen.

Blick vom Hockerodaer Sorbenstein im Jahre 1908 in Richtung Unterloquitz mit dem Verlauf der Loquitzbahn, bereits zweigleisig. Links die heutige B 85 Saalfeld - Kronach und zwischen Bahn und Straße die Loquitz.

Der Streckenabschnitt zwischen Hockeroda und Unterloquitz. Am 15.August 2018 befuhr der ICE 1 (ICE 906) München-Berlin den Abschnitt und wurde unterhalb des Bahnhofes Unterloqitz Richtung Hockeroda abgelichtet.

 

Arnsbach später Unterloquitz


Kreuzungs- und Durchgangsbahnhof mit Ladegleisen zu den Schieferwerken, Güterabfertigung und Ladegleis. Späterer Ausbau eines Werkanschlußes zu den Unterloquitzer Schiefergruben mit eigenen Werklokomotiven. Der örtliche Güterverkehr beschränkte sich auf etwas Land-, Forstwirtschaft und Kleingewerbe. 


Gemächlich rollt 01 147 mit ihrem Schnellzug dem Bahnhof Unterloquitz entgegen. Die große Kunst des Lokführers war es sparsam und möglichst schonend im Umgang mit Roh- Betriebsstoffen und der Gesundheit der Menschen umzugehen und dabei noch pünktlich zu fahren. Die Vermutung liegt nahe, das von Saalfeld bis Pressig ein zweiter Heizer mit auf dem Führerstand war und so die Maschine mit ihrem Zug "spielend" den Bahnhof Probstzella erreichte, bevor dort eine 95 oder 96 als Schiebelok den Zug über den Berg schob. Auch dann teilten sich zwei Maschinen und drei Heizer die Schwerstarbeit. Galt es doch ab Unterloquitz und später nach dem Halt in Probstzella den Zug über den Rennsteig zu befördern. Eisenbahnalltag im Jahre 1932.

Bahnhof Arnsbach im Jahre 1888, 3 Jahre nach Eröffnung der Linie Eichicht - Stockheim. Neben dem Bahnhof entstehen entlang der heutigen Hauptstrasse die ersten Wohngebäude.

Ort und Bahnhof Unterloquitz um 1910, Gasthaus zum Bergmann gegenüber dem Bahnhofsgebäude zu finden.

Museumslok BR 95 im Jahre 1983 in Unterloquitz mit einem Sonderzug vor der Kulisse der Schiefergruben.

Preußischer Personenzug mit einer BR 94 im Sommer 1942 bei Unterloquitz.

In Richtung Saalfeld an der Ausfahrt auf der rechten Seite befand sich das einstige Wärterstellwerk des Bahnhofes Unterloquitz.

Der Gleisanschluß der Schiefergruben in Unterloquitz am 21.10.2004, der noch aus Richtung Probstzella bedient werden kann.

Kleinlokschuppen und Werkstatt der Werkanschlußbahn in Unterloquitz, ein Zweckbau aus den 60er Jahren. Nicht mehr genutzt im Herbst 2004.

Unterloquitz hatte mit verschiedenen Panoramaansichten immer wieder einen besonderen Reiz auch für Postkartenfotografen ausgeübt. So findet man nach einer gezielten Suche immer wieder mal ein "Postkarten-Schmuckstück" wie hier mit Panoramablick auf die Bahnlinie an den Schiefergruben unten rechts im Jahre 1957.

Am 21.04.2004 war der Stern der Werklokomotiven der Unterloquitzer Schiefergruben bereits gesunken. Warten die zwei V 15 auf weitere "Verwendung".

Beförderungstelegramm zweier Ucv Kohlestaubwagen von Frankleben nach Unterloquitz von 1975 als eiliges Sondergut.

Sommergruß aus dem Loquitztal 1941, mit Streckenaufnahme nach der Elektrifizierung. .
Sommer 1961 in Unterloquitz, in wenigen Tagen am 13.August 61 ist der Weg nach Ludwigsstadt für fast Alle geschlossen. Die Aufnahme entstand im Juli 1961 und man ahnte noch nicht so richtig was die SED-Führung vor hatte. Das Anschlußgleis zum Sägewerk und zum Lagerhaus existieren noch und wurden bedient.
Blick auf die Bahnanlagen und EG in Unterloquitz am 17.11.2017.
Bei Nacht mit 143 935 die am 25.August 2006 eine RB von Lichtenfels nach Naumburg beförderte und in Unterloquitz einen Halt einlegte.
Unterloquitz im Sommer 1969 mit Bahnanlagen und Schiefergruben. In Gleis 3 ein abgestellter Kohlezug mit Braunkohle für deren Existenz es zwei Erklärungen gibt, die sogenannte Winterbevorratung für den Bedarf der Schiefergruben oder ein Zug der mit DDR Braunkohle beladen Richtung Pressig und von dort weiter gefahren wurde. Ungestempelte Industrie Brikett bei Bevölkerungsversorgung wurde auch auf die DDR Kohle "Union" gestempelt wie bei DDR Kohle "Rekord" Stempel aufgebracht wurden.

 

Kleine Spurensuche am 05.September 2018

 

EG des ehemaligen Bahnhof Unterloquitz von der Gleisseite. In den 70er Jahren erhielt der Bahnhof einen Anbau für das Mechanische Stellwerk des Fahrdienstleiters in Personalunion als Aufsicht des Bahnhofes. In der Zeit nach 16:00 Uhr bis Morgens 05:00 Uhr oblag ihm auch die Funktion des Fahrkarten Verkaufes. Das Gebäude stammt aus den Anfangsjahren des Streckenbaues.

Unterloquitz aus südwestlicher Ansicht der Strassenseite, hier ist der Anbau des Güterschuppens und Reste der alten Laderampe noch erkennbar. Neben den Schiefergruben kam es hier zur Verladung von bescheidenen Stückgutverkehr, Landwirtschaftsgütern und Holz, so das der örtliche Güterverkehr in den 70er Jahren eingestellt wurde.

Schon frühzeitig wurden in Unterloquitz Verladeanlagen für Schiefer errichtet. Heute erinnern Gleisreste am Bahnhof an den umfangreichen Anschlußbahnverkehr der Schiefergruben. Nach dem Jahr 2000 wird der Anschluß nicht mehr bedient.

In den 20er Jahren wurde dieses Beamtenwohnhaus mit Kleinviehställen und Nebengebäuden von der DRG errichtet. Einige hundert Quadratmeter Gartenland sorgten für die Ernährung seiner Bewohner, daß Haus wird heute noch bewohnt wird aber vom Gelände der Schieferwerke umschloßen, so das es durchaus auch mal ganz schnell zur Verbreiterung von LKW Abstellflächen verschwinden kann. Selbst bei dem Umbau zur Elektrifizierung wurden Reste des Lademaßes an der alten Ladestraße nicht entfernt.

Neben dem Bahnhof Unterloquitz befinden sich noch intakte typische Nebengebäude aus der DRG Zeit. Dahinter der Garten für die Bewohner des Bahnhofes. Interessant ist die Größe der Garageneinfahrt, im Verhältnis mit heutigen PKW`s die sich im Laufe von ca. 100 Jahren mächtig geändert hat. Ein interessantes Vorbildfoto für die Nachgestaltung im Modell, da man solche Nebengebäude immer weniger an Bahnhöfen sieht.

Wer suchet der findet, Originalschild aus den Anfängen der Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Saalfeld im Teil der Loquitzbahn.

44 003 Bw Pressig-Rothenkirchen mit einem Güterzug von Saalfeld nach Bamberg unterwegs bei Unterloquitz im Sommer 1936.

Gemütlich rollt die 03 im Sommer 1938 im leichten Gefälle ab Probstzella nach Saalfeld. Am Haken einen Schnellzug über Leipzig nach Berlin. Nach der anstrengenden Bergfahrt ab Pressig über den Frankenwald, etwas Erholung für Heizer und Maschine, hier bei Oberloquitz ca. 1 km hinter dem Bahnhof Marktgölitz.

Eine der Standardleistungen für die Probstzellaer 95er war der "Kleine Grenzverkehr" N 6708 / E 2002 / E 2007 Lichtenfels- Ludwigsstadt-Saalfeld-Lichtenfels. BR 95 im Sommer 1980 mit E 2002 Ludwigsstadt- Saalfeld.

Ziehmlich an gleicher Stelle nur Seitenverkehrt rollt 33 Jahre später am 14.Mai 2013 ein fünfteiliger ET 442 als Regionalbahn von Saalfeld nach Bamberg unmittelbar parallel an der Ortschaft Oberloquitz vorbei. Der nächste Halt Probstzella.

Zwischen Unterloquitz und Marktgölitz befand sich einst der Schrankenposten 57 (reichenbach b. Unterloquitz). Bis 1945 auch Blockstelle. In den 70er Jahren wurde hier eine Halbschranke eingebaut und der Posten eingespart. Bis zum Umbau 1992 stand noch das Gebäude. Blick aus dem Führerstand der 95 0005 am 02.Mai 1980 auf Posten 57. Sie war an diesem Tag Zuglok des Nachmittagspersonenzuges P 18005 Saalfeld-Sonneberg.

 

Gabe Gottes später Marktgölitz


Errichtung einer Durchgangs- und Kreuzungsstation mit Güterabfertigung und Ladegleisen. Verladung von Schiefer- und Schieferprodukten aus den umliegenden Schieferbrüchen. Auch die ortsansässige Brauerei in Gabe Gottes sorgte für Güterverkehr. Die sich hinter Gabe Gottes befindlichen Ortschaften Marktgölitz, Limbach, Königsthal, Pippelsdorf zogen ebenfalls zahlreiche Touristen und Wanderer an, so das gerade im Sommer und an den Wochenenden mit den Zügen aus Bamberg bzw. Saalfeld ein starker Reisendenandrang herrschte. Pensionen sowie Gasthäuser durch die Bahn in dieser Zeit bis 1961 mit profitierten. Nach 1961 wurde die Einreise in den Ort der unmittelbar zum Grenzgebiet lag erschwert.


Loquitztalbahn mit Bahnhof sowie Ort Gabe Gottes 1912.
Ein Blick auf die Ortschaft und Bahnhof Gabe Gottes bei Marktgölitz 1907.

Postkarte von 1905 mit dem Gasthaus "Rosenkranz" direkt an der Hauptstrasse. Der Bahnhof befindet sich im Hintergrund, leider nicht sichtbar.

Blick auf Marktgölitz 1938. Mit der Errichtung der Grenze, wurde der Ortsteil am Bahnhof von Gabe Gottes in Marktgölitz "sozialistisch umgetauft". Konnte es doch nicht sein, daß der letzte frei zugängliche Ort zum Grenzgebiet Gabe Gottes hieß, was aber auf die reichen Schiefervorkommen der Bergbauanfänge im Ort zurückzuführen ist.

Ein Briefkopf der Firma Gebrüder Grosser mit Bahnhofsanlagen und allen Produktionsstätten im Ort aus den 30er Jahren.

Marktgölitz im Sommer 1959, zwei Jahre später war die Grenze richtig "dicht".

Blick auf Marktgölitz im Sommer 1959.
Bereits um 1900 erschien diese Postkarte von Pippelsdorf, mit dem Hinweis zur Station Marktgölitz. So wurde bereits nach 1885 der kleine Ort im Seitental durch Gäste erschloßen. Mit der Herausgabe dieser Karten sicherte sich der Wirt und den Ortsbewohnern die Existenz. Neben der Forellenzucht konnten konnten auch Ortsbewohner vom Verkauf ihrer Produkte leben.

Blick auf die Gemeinde Pippelsdorf im Jahre 1930. Oben rechts im ortsansässigen Gasthaus logierten zu damaliger Zeit zahlreiche Feriengäste die im Bahnhof Gabe Gottes aus nördlicher und südlicher Richtung mit dem Zug ankamen und mittels Kutschwagen nach Pippelsdorf, Königsthal oder Limbach gebracht wurden, wo sie Ruhe und Erholung fanden.

Ehemaliges Kontrollposten Gebäude der Volkspolizei wenige Meter hinter Marktgölitz Richtung Probstzella für die Einreisekontrolle in das Grenzgebiet zur BRD !!! - Kurz vor seinem Abriß zum Bau der B 85 am 22.02.2010.

Abendstimmung in Marktgölitz am 18.09.2005, 120 144 mit Sonntags IC Berlin-Karlsruhe bei der Durchfahrt am Bahnsteig.

Das EG Marktgölitz von der Gleisseite im Winter 2002. Noch halten hier Regionalbahnzüge von Lichtenfels nach Naumburg bzw. Großheringen.

Teilansicht von der Strassenseite, erste bauliche Mängel am Anbau der Güterabfertigung.

Was hier vielleicht als "übertrieben" erscheint die Ablichtung der Grünanlage am Bahnhof Marktgölitz im Winter 2002 hat lange Eisenbahntradition, so setzte die Bahn schon seit Anbeginn auf die Pflege und Sauberkeit ihrer Anlagen. Grünanlagen, Wiesen, Gartenflächen wurden durch Mitarbeiter und Bewohner gepflegt. Die einstigen Bediensteten des Bahnhofes Marktgölitz die auch hier wohnten zogen vor Winterbeginn aus dem Gebäude aus. Sie richteten nochmals alles her als wenn sie im Frühjahr wieder kommen würden. Leider kamen sie nicht wieder an diesen Ort.

Aus und Ende mit einem kurzen Satz.

Im Jahr 1982 P 18003 Saalfeld-Sonneberg wärend des Haltes in Marktgölitz. Marktgölitz zu diesem Zeitpunkt schon Haltepunkt mit Fahrkartenverkauf, die Ausfahrtsignale beider Richtungen sind "durchgestellt" (rechts Mitte), Gleis 1 kann nicht mehr für Zugkreuzungen genutzt werden, diese wurden nach Unterloquitz verschoben.Ersichtlich die Laderampe, Güterhalle, sowie der Gebäudeanbau zum Eingang des Dienstraumes.

Blick auf den HP Marktgölitz 1985 mit durchfahrenden E 2002 Ludwigsstadt - Saalfeld. Zum Zeitpunkt sind alle Gleise abgebaut, nur die Formsignale sind noch erhalten.

Links die Brauerei Marktgölitz mit dem dazugehörigen Wohnhaus am 14.03.2010. Einst Arbeitgeber am Ort neben den Schiefergruben, der Bahn, sowie Land- und Forstwirtschaft.
Bohrungsarbeiten für Pfeilerfundamente der Neuen Straßenbrücke der B 85 Saalfeld - Kronach bei Marktgölitz 14.03.2010.
Bohrarbeiten unmittelbar an der Loquitzbahn bei Marktgölitz am 14.03.2010.
Trotz Bauarbeiten Zugverkehr am 14.03.2010 ICE München-Hamburg an der Brückenbaustelle Marktgölitz.
In den Anfangsjahren des "Schrottpendels" Könitz - Eger führte die Fahrtstrecke des Zuges über den Frankenwald. Am 31.August 2006 befur 223 007 ER 20 des Stahlwerkes Unterwellenborn die Steigung vor Marktgölitz in Richtung Probstzella / Landesgrenze, bevor sie über Hochstadt-Marktzeuln, Bayreuth, Kirchenlaibach, Marktredwitz nach Eger rollte.















Kesselwagenzug mit vier Lokomotiven rollte am 27.Mai 2017 talwärts Richtung Saalfeld durch Marktgölitz. Vier RBH Maschinen der BR 143 befanden sich im Zug. 143 908 (Zuglok), 143 028, 143 941, 143 056 waren mit dabei.
Marktgölitz am 06.April 2011 völlig unbeeindruckt von der Schließung rollt der 802 von München nach Hamburg durch den Haltepunkt Richtung Saalfeld.








Der "306" DB Regio Nürnberg befährt am 22.01.2017 mit dem RE 4989 Jena-Nürnberg Marktgölitz.
Gemütlich rollt der "Dreiteiler" am 22.01.2017 an einem Sonntag als Regionalbahn von Saalfeld nach Bamberg durch Marktgölitz. Ein Sonntag an dem nicht viel los war.
Erinnerung an den ICE Verkehr auf der einstigen Hauptstrecke Nummer 1 zwischen Berlin und München. Der 1509 von Altona nach München durchfährt am 22.01.2017 Marktgölitz.
Begehrtes Fotoobjekt die 18 201 am 14.Mai 2018 in Marktgölitz mit einem Sonderzug von Wien nach Leipzig.
Herbststimmung auf dem Streckenabschnitt zwischen Marktgölitz und Probstzella. Der ICE 2 war am 14.11.2017 von Berlin nach München als ICE 705 unterwegs.
Winterstimmung in Marktgölitz 05.Januar 2017 schön mit "Schmackes" und Schneegestüber rollt der Kesselwagenzug mit der Railpool 187 313 durch "Geehls" (Marktgölitz)


Probstzella - Landesgrenze Bayern - Direktionsgrenze Nürnberg


Abzweigbahnhof Probstzella - Neuhaus / Lauscha - Sonneberg


Durchgangs-, Abzweig-, Kreuzungs- und Grenzbahnhof, sowie nördlicher Ausgangspunkt der Frankenwaldbahn. Anschluß und Bau der Linie nach Bock Wallendorf später weiter bis Lauscha und Sonneberg. Errichtung einer Lok- und Maschinenstation hauptsächlich für Schiebelokomotiven später für die Nebenbahn und weitere Zugleistungen bis Leipzig, Camburg, Erfurt. Sonneberg, Eisfeld . Verladung von Schiefer, Holz, Glas und Porzelan. Gleisanschluß Itting Elektrizitätswerke. Später auch Lokwechselbahnhof im DB / DR Verkehr und einziger Bahnhof der DR mit Oberleitung zur DB. Trennung der preußischen und bayerischen Lokanlagen und Diensträume im Bw und Bahnhof. Hauptversandgut war der Schiefer der Probstzellaer Schieferbrüche z.B. auf der "Ausdauer". Probstzella entwickelte sich nach dem Bahnbau zum Eisenbahner Ort mit dem Zuzug zahlreicher Mitarbeiter, später kamen noch Militär, Polizei, Zoll e.t.c. hinzu.


Probstzella 1899, gerade wenige Jahre nach der Eröffnung der Nebenbahn nach Bock Wallendorf zweigt diese rechts im Bild ab über die damals errichtete Fachwerkbrücke zur Überquerung der Loquitz. Auch die hier von der Frankenwaldbahn in die Loquitzbahn übergehende Hauptbahn rechts ist noch im eingleisigen Zustand also 14 Jahre nach Betriebseröffnung.
Ein Blick auf die Ausfahrt des Bahnhofes Probstzella in der Zeit des ersten Weltkrieges, nachdem die Strecke nach 1910 zweigleisig ausgebaut wurde und ihren Länderbahn Charakter verloren hatte. Auch eine Erweiterung der Gleisanlagen sind ersichtlich.
Probstzellaer Bahnanlagen 1919.
Ausfahrtgleis vorn Richtung Gräfenthal, dahinter die Hauptstrecke Richtung Saalfeld 1916.

20 Jahre nach Eröffnung der Loquitz- und Frankenwaldstrecke 1905 herrscht Hochbetrieb auf den Güterzuggleisen des Probstzellaer Güterbahnhofes. Umfangreiche Wagenladungen Richtung Ernsthal, Lauscha, Sonneberg, vornehmlich G-Wagen für Spielzeug, Griffel, Schiefertafeln und Christbaumschmuck. E-Wagen für Erz in Schmiedefeld, Stein- und Schieferbrüche.

Ausfahrt in Richtung Saalfeld und Ort Probstzella um 1910. Es war in Probstzella üblich das oft lange Reisezüge abgestellt waren, nicht nur zur Verkehrsbewältigung auf der Strecke Richtung Sonneberg, gerade im Winter. Auch der Haltepunkt Falkenstein war ein oft gebuchtes Reiseziel zahlreicher Sonderzüge aus Bayern, Preußen, Sachsen so das in Probstzella bis 1945 mehrfach wöchentlich lange Sonderzüge abgestellt wurden wie auf dieser Postkarte dargestellt.

Bahnhof Probstzella um 1920

Bahnhof Probstzella um 1905. Größeres Bild zeigt die Einfahrt eines Personenzuges aus Ludwigsstadt unmittelbar an der Landesgrenze.

Probstzella 1896 Ausfahrt eines Schnellzuges in damaliger Zeit mit einer Schlepptender Lok in Richtung Saalfeld.

Probstzella 1890 o.l. EG, o.r. Bahnhof mit Fahrzeugen der Eisenbahn Anfangszeit, l.u. Strecke bei Lauenstein, u.m. Strecke vor dem Bahnhof Probstzella heute Strassenbrücke der B 85 über den Bahnhof in südlicher Richtung.

Bahnhof Probstzella 1922 mit Blick auf das Wärterstellwerk "Pn", was für die Aus-und Einfahrten von und nach Marktgölitz sowie Gräfenthal zuständig war..

Ausfahrt des D 302 München - Berlin im Sommer 1982 aus dem Bahnhof Probstzella mit einer Saalfelder 132 als Zuglok.

Sommer 1982, Ausfahrt des "Kleinen Grenzverkehr" Ludwigsstadt - Saalfeld E 2002 mit BR 119 des Bw Probstzella. Im Hintergrund die "Probstzellaer Kurve" und die Ausfahrt nach Sonneberg aus dem Probstzellaer Bahnhof. Über dieses Gleisdreieck wurden auch Schlepptenderlokomotiven BR 01, 03, 41 und 44 gedreht, da sie sie nicht auf die Probstzellaer Drehscheibe passten. Im Hintergrund erkennbar der Streckenverlauf Richtung Gräfenthal / Sonneberg.

95 027 mit dem P 18002 Sonneberg-Saalfeld in Probstzella (Kurve). Im Hintergrund das Wärterstellwerk "Po".

Ab und zu gelang auch mal ein Schnappschuß im Grenzbahnhof Probstzella. So auch am 24.06.1980 als 95 0045 mit ihrem Eilgüterzug in den Grenzbahnhof dampfte.

Blick in das Bw Probstzella 1983, die Museumslok 95 1027 wurde für eine Sonderfahrt vorbereitet.

119 057 wurde im Sommer 1989 mit dem Akku Schlepp Fahrzeug des Bw Probstzella in den Schuppen zur Reparatur geschoben.

1982 hinter dem Einfahrtsignal Probstzella, der D 303 Berlin-München mit der 132 285 hinter dem Einfahrtsignal aus "getarnter Stellung" in Probstzella.

Mit versteckter Kamera 1984 P 18003 Saalfeld - Sonneberg 119 054 Bw Probstzella hinter dem Einfahrtsignal Probstzella abgelichtet.

Sammlung: Karsten Claus - Saalfelder Lokschuppen

Bahnhof Probstzella in den 30er Jahren. Im Bahnhof sind zwei lange Personenzüge mit "Preußenwagen" abgestellt, was vermuten läßt das im Hotel "Itting" oder am "Falkenstein" eine größere Veranstaltung war und Sonderzüge nach Probstzella gefahren wurden.

Bahnhof Probstzella in den 60er Jahren.

Ein Blick auf die Segmentdrehscheibe des Bw Probstzella die in ihrer Bauart als Besonderheit und einmalig gilt auf Grund der bescheidenen Platzverhältnisse. Eine weitere Bauform dieser Drehscheibe befindet sich in Neuenmarkt-Wirsberg.

Auf der Drehscheibe im Bw Probstzella 1985, im Hintergrund Grenzposten am Tor zur Grenzübergangsstelle Gleis 3 / 2, bewacht von 2 Grenzsoldaten. 119 014 hatte an diesem Tag folgende Zugleistung: D 1402 Probstzella-Leipzig, E 807 Leipzig-Saalfeld, P 5036 Saalfeld-Rudolstadt, P 5041 Rudolstadt-Probstzella.

Im August 1999 fiel die Güterabfertigung des Bahnhofes Probstzella den Flammen zum Opfer.

EG aus Richtung Ludwigsstadt mit dem auf der rechten Seite befindlichen kleinen Aufenthaltsgebäude für die Mitarbeiter der Deutschen Bundesbahn die im DB/DR Verkehr den Bahnhof Probstzella befuhren. 17.03.2000

Auf dem Gelände des Holzlade- und Postladegleises wurde in den 60er Jahren das GÜST- Gebäude Probstzella errichtet. GÜST stand für Grenzübergangsstelle. Rechter Eingang, Zugang zum Wartebereich Aus- und Einreise DDR. Nach links führte hinter der Glaswand ein Gang mit Zoll- und Paßabfertigungsbereichen. Paßabgabe, Kontrolle, Gepäckkontrolle, Räume zur Leibesvisitation, Schalter Paßempfang mit Ausreisestempel. Linke Tür Wartebereich für die Ausreise und Einreise DDR mit Intershop, Mitropa Kiosk, Postschalter, Fahrkartenausgabe Internationaler Verkehr besetzt waren alle Schalter in den Vormittags- und Nachtzeiten wärend des Zugverkehres DDR / BRD. Der Raum wurde bewacht, Ausgang war nur wenn Reisende zu den Zügen unter Begleitung gebracht wurden. Zugang war für DR Mitarbeiter zum Mitropa Kiosk und für DB Mitarbeiter zum Intershop gestattet. Der Ausgang zum Ort in die Bahnhofstrasse erfolgte über eine Schleuse die für Fahrgäste Tabu war. Eine Toilettenbenutzung war noch gestattet. Ganz links befand sich der Röntgenraum, in dem unter Zollbewachung das Reisegepäck kontrolliert wurde. Am 17.03.2000 war das Gebäude noch zu sehen und wurde im Herbst abgerissen. In den Oberen Etagen waren Zoll, Paßkontrolleinheit, und Grenztruppen untergebracht. Weitere Räume wie Waffenkammern und andere "Geheimnisvolle Räume" waren im Keller untergebracht. Von deren Existenz niemand wissen durfte.

Unmaßstäbliche Handskizze des Grundriss und der Raumaufteilung des GÜST Gebäudes in Probstzella in den 80er Jahren.
Am 18.Dezember 2012 waren die Abrißarbeiten für das ehemalige GÜST Gebäude in Probstzella in vollem Gange. Zum Jahreswechsel 2012 / 2013 war das Gebäude "Geschichte".
Eingeebnete Fläche des GÜST Gebäudes am 21.April 2009. Wenige Monate später entstand hier ein Parkplatz mit Einkaufsmarkt.
Das ehemalige Postamt in Probstzella mit Laderampe und Dienstwohnungen stand 2009 zum Verkauf. Wenig später wurde es in Zusammenhang mit dem Parkplatzbau am GÜST Gebäude mit abgerissen. Ein Foto erinnert nur noch an die Bedeutung der Post in Probstzella die bereits schon zu Postkutschenzeiten bedeutend war.

Blick auf Probstzella 1928, links am Bw eine BR 36 zu erkennen und eine BR 96 fährt gerade aus dem Bw und wird vermutlich ihren nächsten Zug bespannen oder bis Pressig nachschieben. Rechts am Bahnhof der Holzverladeplatz und das Postgleis.

Ein Zeitdokument der besonderen Art, Fahrplananordnung der DB für einen Leerzug der von Berlin nach Badgastein in Österreich verkehrte. Für einen sogenannten "Schwedenzug", Leereisezug und Sonderzug verkehrten in der Nacht, so das es die wenigsten mitbekamen. Der Zug verkehrte dann einige Tage später als Sonderzug auch Nachts von Badgastein nach Schweden und von dort als Leerzug zurück nach Berlin Rummelsburg.

Blick in die Probstzellaer Bahnhofsstrasse wärend der Zeit des ersten Weltkrieges ca.1916.

Blick in die Probstzellaer Bahnhofsstrasse 1917. Links die Zufahrt zur Güterabfertigung und Ladestraße, rechts das Gasthaus "Meininger Hof".

Im Ortszentrum von Probstzella die Marktstraße im Jahre 1919. Links befindet sich heute das Ärztehaus und rechts das Restaurant Heute Gasthaus "Stapel" existiert noch.

Probstzella, Falkenstein, Lauenstein mit verschiedenen Bahnmotiven 1897.

Orts- und Bahnhofsmotiv aus dem Jahre 1956 mit dem damaligen FDGB Ferienheim "Einheit" dem "Haus des Volkes", was auf eine Wiedervereinigung nach dem Krieg schließen läßt.

95 044 rollte 1958 über die Gleise des Bahnhofes Probstzella. Rauchkammer voran bespannte sie einen Zug nach Sonneberg oder Saalfeld.

Auch der geplante durchgängige Einsatz der E 18 von Halle bzw. Leipzig bis Nürnberg war geplant. So wurden zahlreiche Lokführer in den an der Strecke liegenden Bahnbetriebswerke auf dieser E-Lok Baureihe ausgebildet. So auch die Lokfüher in Probstzella.

Auch der Bw Vorstand des Bw Probstzella ließ sich auf der E 18 ausbilden und prüfen. So lernten auch Bw Vorstände von der Pike auf die Umstellung von Dampf auf E im Jahre 1937 unter dem kritischen Blick eines erfahrenen Ausbildungslokführers aus Nürnberg, die damals die Ausbildung vor Ort vornahmen, hier bei der Prüfungsfahrt.

Im Frühjahr 1941 wurden dann die Lokführer des Bw Probstzella von eigenem Ausbildungslokführern für die E 18 im Schnellzugdienst unterwiesen. So fand in Probstzella bei Personen-, Eil- und Schnellzügen oft ein Lokpersonalwechsel statt, so das die Probstzellaer Lokführer nach Bamberg / Nürnberg bzw. Saalfeld / Halle fuhren. E 18 29 wärend der Ausbildungsfahrt 1941 in Probstzella.

Fahrplan von 1937 der gesamten Strecke von Probstzella bis zur Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt.

Im Sommer 1985 anläßlich der Jubiläumsfeierlichkeiten 150 Jahre Deutsche Bahn, setzte die DB oft die Museumslok E 18 vor den Schnellzügen D 302 bzw. D 1402 von Nürnberg bis Probstzella ein. E 18 gerade beim Umsetzen in Richtung Ludwigsstadt August 1985.

Blick aus dem Nebengebäude des Bw Probstzella im Sommer 1988. Gerade wurde die 95 1027 für eine Sonderfahrt vorbereitet.

Als bauliche Besonderheit des Bahnhofes Probstzella galt auch der Bau und Betrieb der Verbindungskurve für Züge von Saalfeld Richtung Sonneberg und zurück. Um sich vor neugierigen Blicken zu schützen und um Grenzdurchbrüche zu verhindern. Als hochgradig gefährdend galt schon die Zugfahrt zwischen Probstzella, Zopten und Gräfenthal direkt am Signalzaun entlang. Hier wurde die Zugfahrt innen wie außen streng bewacht. 95 1027 fährt im Sommer 1988 als Lz von Probstzella nach Sonneberg.Im Hintergrund das EG der "Kurve" in Probstzella.

Im Januar 1990 verkehrte der P 18003 Saalfeld-Sonneberg mit Dampf. Hier beim Halt in Probstzella. Mit diesen Aktionen zog man zahlreiche Touristen und Eisenbahnfans in die sonst so leeren Züge der DR.

Für dieses Bild wäre der Bildautor 1989 noch "abgewandert". Blick auf das Bw Probstzella mit abgestellten Lokomotiven. Im Vordergrund der TEEM Saßnitz - Brennero mit abgedeckten Holztransportwagen mit Schwedenholz. Sämtliche Fluchtversuche scheiterten sich unter diesen Ladungen zu verstecken. "Spürnase" auf vier Pfoten fand sie alle egal ob unter oder oberhalb der Ladung.

151 032 aus dem Schuppen fotografiert, Herbst 1983. Kam mit dem D 1402 Nürnberg-Leipzig nach Probstzella. Im Hintergrund Gleis 1 noch erkennbar, Gleis 2 steht bereits der Güterzug nach Pressig, den die 151 zu bespannen hatte. Die Zuglok des D 302 war bereits am Zugschluß des Güterzuges.

Fahrscheinkontrolle im E 2007 Saalfeld-Lichtenfels am 28.08.1988 zwischen Saalfeld und Probstzella. Natürlich eine gestellte Aufnahme zur Erinnerung.

Am 15.April 2000 sah das Motiv so aus, Meßfahrt einer Dänischen E-Lok auf der Frankenwaldbahn zwischen Probstzella und Pressig.

Wärend der Bauarbeiten zu den Grenzanlagen in Probstzella im September 1961. Das Kraftpaket bespannte vorher einen Güterzug, nun geht es mit "Silbervögeln" nach Lichtenfels.

Blick auf die restlichen Bahnhofsanlagen des Bahnhofes Probstzella am 25.04.2010.

Normaler Betriebsalltag im Mai 2003 in Probstzella. 143 172 beförderte die RB von Nürnberg Hbf nach Saalfeld mit "Silbervögeln". Der Zug war Schülerzug zwischen Lichtenfels und Ludwigsstadt. In Probstzella war eine planmäßige ICE Überholung, so hatte der Meister Zeit eine Runde um die Lok zu machen um nach dem Rechten zu schauen. 150 172 wartet unterdessen bereits auf den nächsten Güterzug, den sie bis Steinbach am wald nachschieben wird und der sich bereits auf der Saalbahn zwischen Göschwitz und Saalfeld befand.

Museumslok 44 119 vom Bw Lichtenfels war im Sommer 1991 mit einem Sonderzug in Probstzella. Auf Grund fehlender Fahrleitung wurde der Sonderzug mit der DR Museumslok 95 1027 nach Sonneberg und zurück bespannt. Wärend dieser Zeit hieß es warten für Lok und Lokführer im Bahnhof Probstzella.

Blick auf Probstzella und Umgebung 1992. Bis 1989 erfolgten wöchentlich mehrfache Aufklärungsflüge der BGS Hubschrauber, was in Zeiten des Kalten Krieges normal war. Noch viel schärfere und detailliertere Aufnahmen gab es von Grenz-und Bahnanlagen. Doch erfreuen wir uns mit dieser Aufnahme von der reizvollen Landschaft um Probstzella, was den damaligen Bahnbau auch aus touristischer Sicht als Wirtschaftskraft wiederspiegelt.

Bedauerlicher Weise fiel eines der Schönsten Deutschen Eisenbahn Museumsfahrzeuge einem Unfall zum Opfer und wurde nicht wieder restauriert. Der Gläserne Zug ET 491 001 war bis 1989 oft auf der Frankenwaldbahn bis zur DDR Grenze anzutreffen. Nach 1990 bereiste das Fahrzeug zahlreiche Strecken der DR in vielen Bundesländern und war ein gern gesehener Gast. Am 10.August 1994 kam der ET auf einer Fahrt von München Hbf in den Bahnhof Probstzella und endete hier. Eine der letzten Erinnerungen vor seinem Unfall am 12.Dezember 1995.

Bis zum Ausbau und vollständigen Elektrifizierung der Strecke Probstzella-Camburg wendeten die Nürnberger 120er und Frankfurter 103er im Bahnhof Probstzella. Meist pendelten sie zweimal täglich zwischen Nürnberg und Probstzelle und hatten hier ca. 90 Minuten Aufenthalt bis es wieder zurück ging. 120 002 wendete am 09.06.1994 in Probstzella und wartete auf die Rückfahrt nach Nürnberg Hbf.

Gibt`s nicht gab es nicht. Folgende Anekdote am 01.08.1992. Die Zuglok des IC 701 "Saaletal" "verendete" an diesem Tag unterwegs auf der Strecke auf Grund eines technischen Schadens. Kurzerhand veranlaßte der Lokleiter im Bw Lichtenfels, daß 140 846 als IC Lok von Probstzella bis Nürnberg zum Einsatz kam. Der Zug erreichte Nürnberg mit einer unerheblichen Verspätung. Wenige Minuten vor der Abfahrt in Probstzella konnte der IC mit E 40 vor dem "Kontrollgebäude" noch abgelichtet werden. Links die Schutzwand der Grenzübergangsstelle gegen unerlaubtes Betreten, hinter der eine Postenstreife bis 1989 patrolierte.

Auch Güterzuglokomotiven der BR 150 kamen vor den Eilzügen, die zwischen Lichtenfels und Probstzella verkehrten zum Einsatz. Am 08.08.1992 beförderte 150 106 den E 3775 ab Probstzella. Größtes Problem beim Einsatz dieser Baureihe war das teilweise Nichtvorhandensein der benötigten 10 Bar Leitung zur automatischen Bedienung der Einstiegstüren mittels Druckluft.

Zur Freude des Lichtenfelser Lokführer`s, der eine seiner ersten Fahrten auf der BR 155 absolvierte, als die meist aus Weißenfels stammenden Lokomotiven auf Grund Leistungsverlustes im Güterverkehr im Westen eingesetzt wurden. 155 095 Bw Weißenfels beförderte am 05.05.1994 den E 3763 von Probstzella nach Lichtenfels und ab da weiter einen Güterzug nach Nürnberg Rbf. 231 015 brachte gerade einen Güterzug von Weißenfels nach Probstzella und hatte sich nach der 125 km langen Fahrt eine Pause verdient.

Wärend der Einsatzzeit im Direktionsbezirk Nürnberg wurden die Lokomotiven noch bis zur vollständigen Ausbildung des DB Werkstattpersonales in ihren Heimat Bw`s gewartet und repariert. So gelangten sie als Zug-oder Schlepplok in ihre Heimat. Am 08.08.1992 wurde 155 261 am Zugschluß eines Güterzuges in ihr Heimat Bw Weißenfels überführt. Wenige Monate später wurde Weißenfels vollständig liquidiert.

Umbau der südlichen Bahnanlagen in Richtung Landesgrenze in Probstzella Sommer 1994. Abriß des Kohle- und Verladebunkers der Itting Werke sowie Umbau der Gleisanlagen. Der ORT der Flm Bamberg rangierte gerade im Bahnhof zum Arbeitseinsatz.
Erinnerung nicht nur an die 95 0028 vom Bw Probstzella die sich seit den 80er Jahren im Auto- und Technik Museum Sinnsheim befindet, auch Erinnerung an die Zeit nach 1990 als großartige Eisenbahnfilme mit den DR und DB Museumsfilmen entstanden. Erst im EK Verlag später beim Rio Grande Verlag Eisenbahnfilme mit Herz, Verstand und Können. Der Aufkleber war ein "Muß" für viele Eisenbahnfans in der Nachwendezeit. Erinnerung an eine stürmische Zeit in der Eisenbahngeschichte. Man kann einfach sagen, man war dabei.
Frühjahr 1990 der Blick auf das EG in Probstzella von Gleis 2 in Richtung Saalfeld. Noch befindet sich der Bahnhof im Zustand der Zeit des Kalten Krieges. Auch die elektrischen Zugzielanzeiger aus den 70er Jahren mit den entsprechenden Zugzielen des DB / DR und Berlin Verkehres.

          

Betriebliche und Persönliche Besonderheiten im DB / DR und Berlin Verkehr


Nach Wiederelektrifizierung der Frankenwaldbahn zwischen dem Haltepunkt Falkenstein und Bahnhof Probstzella 1949 war Betriebsführende Bahn bis Probstzella die Deutsche Bundesbahn. Der Oberleitungsabschnitt Falkenstein-Probstzella unterstand der Fahrleitungsmeisterei Weißenfels, Signal- Bahnmeisterei war Saalfeld die Außenstellen Probstzella. Umsetzen der einfahrenden Züge "Feindwärts" wie es damals hieß maximal bis zur ersten Schutzweiche. Danach Rückfahrt "Freundwärts" zum Bw bzw. Bahnhof. Einfahrt der Züge aus Richtung Ludwigsstadt mit abgesenkten Stromabnehmer in die Grenzübergangsstelle. Kontrolle des Lok- und Personals durch das PKE (Paß Kontroll Einheit) Kontrolle der Reisepäße und Dienstlichen Grenzübergangsberechtigung im DB / DR Verkehr. Danach Abgabe der Wagenliste, Zähldokumente durch den Zugführer bei der Aufsicht Probstzella, kurzes dienstliches Gespräch Zugübergabe an das DR Personal. (Bahnhof Saalfeld, Berlin, Potsdam ab 1988 Erfurt). Der Mitarbeiterkreis des Lok-und Zugpersonales war begrenzt und "persönlich Bekannt". Die DR Mitarbeiter wurden bei der Einfahrt aus Richtung Saalfeld kontrolliert. Saalfelder Zugbegleiter verfügten über Passierscheine für den Zutritt in das Grenzgebiet, Potsdamer und Erfurter Zugbegleiter besaßen den Status Grenzübertitt, Berechtigungsausweis zum Grenzübertritt in die Bundesrepublik und Berlin (West), da die Züge von Ihnen durch Berlin begleitet wurden, bzw. es handelte sich bei den Berliner Zugbegleitern um Einwohner von Berlin (West), die bei der DR beschäftigt waren. Die Erfurter Kollegen fuhren nach Bebra über Gerstungen bzw. nach Berlin. Nach 1988 kam der zusätzliche Schnellzug Erfurt - Jena West - Nürnberg hinzu. Natürlich konnte sich das DR Zugpersonal "relativ frei" in Probstzella bewegen, so waren Besuch der Bahnhofsgaststätte und der tägliche Einkaufsbummel ein "Muß", da es im Grenzgebiet eine bessere Versorgung gab. Auch gab es einen Buchladen, wo es oft "begehrte Transpress Eisenbahn Bücher" offiziell und nicht unter der Ladentheke gab. Eine Fahrt nach Probstzella sicherte oft einiges an begehrten Konsumartikeln. Natürlich durfte der Ausgang nur in Uniform erfolgen, aber die Mitarbeiter waren ja unter Beobachtung und Bekannt. Zugang erfolgte durch die Eingangsschleuse im Kontrollgebäude, durch den alle Mitarbeiter zu gehen hatten. Mitarbeiter des Bahnhofes Probstzella mußten ihren Personalausweis gegen den "GÜST-Ausweis" tauschen. Der Zugang für Bw Mitarbeiter erfolgte über das Bw in einen gesonderten Zugang. Diese waren nicht berechtigt zum Betreten der Grenzübergangsstelle, nur zum Bespannen der Züge Richtung Saalfeld. Auch Berliner, Hallenser, Leipziger, Sonneberger und Saalfelder Lokführer mußten sich im Bw Bereich aufhalten und hier Aufenthaltsräume und Kantine des Bw Probstzella aufsuchen.

 

Preistafel für DR Personal im Verkehr DB / DR, ausgestellt wurden Rotdruck Fahrscheine, Berechnet wurde für Bundesbürger auf DR Gebiet der Fahrpreis in DM. Eine Fahrkarte Probstzella - Berlin in der 2.Klasse kostete 1986 - 65,00 DM pro Person für 320 km. Der Fahrpreis für DDR Bürger 28,60 Mark inkl. Schnellzugzuschlag.

 

Den Kollegen der Bundesbahn war es strikt untersagt, das Bahnhofsgelände zu betreten. Das Zugpersonal hatte ein Aufenthaltsraum, hier durfte der kürzeste Weg von der Lok oder vom Zug genutzt werden. Besonders bei der Untersuchung der Güterzüge nach Pressig wurde die Fahrleitung abgeschalten, was besonders im Winter unangenehm war. Essensbestellung erfolgte über den Mitropa Kiosk im Kontrollgebäude und durch eine Mitarbeiterin wurde das Essen persönlich gebracht, mit Devisenquittung und Abrechnung. So mußten Essen und Getränke 1:1 in DM gezahlt werden. Gern war es auch gesehen, wenn Bundesbahner den Intershop besuchten und hier Einkäufe tätigten. Verwunderlich war oft bei etwas "größeren Einkäufen" oder überdurchschnittlichen Mengen, zwei statt einer erlaubten Flasche Alkohol, wußte der Zoll in Bayern oftmals Bescheid und kontrollierte die betreffenden Kollegen "etwas genauer". Sonst sprach man vom "Feindbild"...

Hauptpersonal waren Lok-und Zugführer vom Bahnhof Pressig-Rothenkirchen, die bis 1997 den Hauptteil des DB / DR Verkehres auf der Frankenwaldbahn bewältigten. Mit Sonder-und Autoreisezügen kamen meist Nürnberger bzw. Bamberger Personale nach Probstzella. Tägliche Nachtleistung des Nürnberger Zugpersonales war der Nachtschnellzug D 300 / D 301 München-Berlin-München, der von Nürnberg nach Probstzella und zurück bis Nürnberg gefahren wurde. Nachts bestand das Zugpersonal aus Lokführer, Zugschaffner und Fahrladeschaffner. Bespannung erfolgte mit 2 x BR 111 in Doppeltraktion mit Bamberger Lokführern.


Beim Umsetzen von DR bzw. DB Lokomotiven wurde strengste Beobachtung angeordnet ob es zu Kontaktaufnahmen der Lokpersonale untereinander kam. Ein kurzes Grüßen wurde akzeptiert, Hand heben oder "Lichthupe". Persönlicher Kontakt kam nur zwischen den Zugpersonalen, der Aufsicht und den Güterzugabfertigungspersonal zu stande. (Zugabfertiger, Wagendienst, Wagenmeister)


DDR Transit Visum für Reisende des Grenzübergang Probstzella 1983.

Kopie des Original GÜST Stempels des Eisenbahngrenzüberganges Probstzella 1989.

Reservierung von Abteilen für den BGS, Bundeszoll und DDR Paß-und Zollorgane im D 1402 auf dem Streckenabschnitt Lichtenfels-Saalfeld im Wagen 277 am 23.06.1989. Damalige Klassenfeinde benutzten gleiche Abteile und Sitzplätze auf ihrem jeweiligen Kontrollabschnitt.


Auch hatten alle Mitarbeiter der DR bzw. und auch der DB "Ihre Stasi Akte", sämtliche Persönlichen und Dienstlichen Besonderheiten, Familiäres, Parteizugehörigkeit sämtliches Privates war bekannt, auch bei den DB Mitarbeitern. Alle Mitarbeiter der DB wurden mit entsprechenden Angaben erfaßt und verwaltet, auch waren die Dienstpläne bekannt. Man wußte immer wer gerade kam. Die tägliche Ausweiskontrolle diente nur zur Abschreckung. Auch konnten persönliche Sachen der Mitarbeiter z.B. Taschen, Mappen u.s.w. kontrolliert werden.


Ausweis zum Grenzübertritt in die DDR für das Pressiger Lokpersonal, was dem Bw Lichtenfels unterstand 1988 ausgestellt, gültig für 3 Jahre.

Entsprechende Kurzinstruktion und Verhaltensregeln auf der Rückseite.

Kenntnisnahme und jährliche Belehrungen über die DV 329 hatte durch den Betriebsbeamten des Bahnhofes bzw. Bahnbetriebswerkes zu erfolgen und der Mitarbeiter hatte zu unterschreiben. Verstöße wurden mit einem Fahrverbot, bzw. Einreiseverbot in die DDR geahndet.

Als Betriebliche Besonderheit galt der Anhang III zur Fahrdienstvorschrift, hier der Streckenauszug der Frankenwaldbahn mit Bahnhofsabkürzungen und Kilometertafel zur Errechnung der geleisteten Zugkilometer und zum Eintrag durch den Zugführer in den Lokdienstzettel. Ebenso wurden hier Tonnen, Achsen und Besonderheiten eingetragen. Eintrag hatte mit Bleistift und "Sonntagsschrift" zu erfolgen, mußte Nachvollziehbar und Lesbar sein.

194 541 fuhr im Herbst 1984 mit einem Güterzug in Probstzella aus Pressig ein.

Ebenso 194 573 mit einem Güterzug im Sommer 1985. Auf beiden Bildern ersichtlich "abgebügelt" einrollen in den Grenzbahnhof wie angeordnet.

 

Wichtigstes Ritual war die Begrüßung und Verabschiedung der Fahrgäste in den Schnellzügen von und nach München / Berlin auf dem ersten bzw. letzten Bahnhof in der Deutschen Demokratischen Republik. Darauf wurde besonderer Wert gelegt.


Einreise / Ankunft der entsprechende Ansagetext im Original Wortlaut


"Probstzella, Probstzella, wir begrüßen Sie im ersten Bahnhof der Deutschen Demokratischen Republik. Der eingefahrene Schnellzug fährt weiter nach Berlin. Achtung Reisende !!! Dieser Zug fährt ohne Halt bis Berlin, Reisende die nicht über Berlin fahren müßen, sowie Reisende in die Deutsche Demokratische Republik werden gebeten hier auszusteigen, und sich in das Kontrollgebäude zu begeben. Ich wiederhole..."



 Nachfolgende drei Kopie Dokumente zeugen vom Wahnsinn des Kalten Krieges, der auch auf dem Rücken der "Kleinen Leute" ausgetragen wurde.

 

Antrag auf das Überschreiten der US und Russischen Zonengrenze Ludwigsstadt / Probstzella 1951.

Fahrt von Ludwigsstadt nach Föritz bei Sonneberg wäre bis 1945 über Stockheim erfolgt. Danach über Probstzella-Lauscha-Sonneberg mit dem Zug und weiter bis Föritz mit dem Bus. Reisedauer ca. 7 Stunden 1951. Luftlinie ca. 25 km, Straßenentfernung heute über Pressig / Stockheim ca.35 km mit ca. 37 Minuten Fahrzeit laut Navi !!!

Abfertigungsstempel vom US-Zonen Grenzübergang Falkenstein.

Flyer der Deutschen Bundesbahn 1950 für den DB / DR und Berlin Verkehr. Wenige Züge am Tag bestimmten das Verkehrsgeschehen auf den Strecken.

Täglich jeweils eine Verbindung 1950 über den Grenzübergang Probstzella / Ludwigsstadt.

Flyer von 1953, hier verschärfte sich schon der Ton mit dem beginnenden Kalten Krieg, sogar auf harmlosen Fahrplänen wurde beidseitig Propaganda geschührt.

Ludwigsstadt als Interzonenzugbahnhof 1953, letzter Halt in der "Ami-Zone", bevor in die "Russische Zone" ging. Hier deckten sich die Fahrgäste die es konnten nochmals mit Reiseproviant ein, bevor es für die meisten Fahrgäste weiter nach Berlin-Zoo ging. Auch gab es hier schon Zoll- und Passkontrollen. Und es wurden auch Ausschau nach Verbrechern gehalten. So konnten Straffällige Personen meist aus Großstädten, die versuchten Unterzutauchen bei solchen Kontrollen gefaßt werden.

 

Eine kurze Bilderreise von Ludwigsstadt nach Probstzella im August 1983

 

Führerstandsblick zur Fischbachmühle mit dem dahinter befindlichen Bahnübergang ca. 1,5 km vor der Landesgrenze.

Ehemaliger Haltepunkt Falkenstein mit Bahnsteig, Schrankenwärterbude und Bahnübergang. Wenige Meter hinter dem Bahnübergang befand sich die Grenze zur DDR.

Überfahrt über die ehemalige Innerdeutsche Grenze am Falkenstein. Links der Verlauf der B 85 Kronach - Saalfeld. In dieser Sackgasse fanden Führungen und Besichtigungen der Grenzanlagen mit "Grenztouristen" statt. Da die Grenzanlagen sehr dicht zugewachsen waren, war der Blick von und nach Probstzella nicht möglich und somit auch keine Kontaktaufnahme. Lediglich ein-und ausfahrende Züge konnten hier in dem 10 Meter Loch am Zaun fotografisch festgehalten werden. Das Einfahrtvorsignal zeigt "Halt erwarten" und befand sich in einem Abstand von 700 Meter zum Hauptsignal auf DDR Gebiet. Damit kein Signaltechniker auf Gebiet der DDR mußte, so war schon unter Bewachung Flucht ausgeschloßen.

Blick vom Einfahrtsignal Probstzella in Richtung Bahnhof. Das Signal konnte nur "Halt erwarten" oder "Frei mit 40" signalisieren. Der Stromabnehmer wurde kurz vor dem Einfahrtsignal gesenkt, damit jeder Zug zum Halten kam.

Unmittelbar hinter der Grenze der weitere Grenzverlauf in westlicher Richtung nach Gräfenthal und Tettau sowie Richtung Sonneberg. In der Bildmitte der Stapel Betonplatten ist der heutige Verlauf der B 85. Damals Lagerplatz der Pionier Kompanie.

Neben zahlreichen Grenzstreifen, Erdbunkern befand sich auch zwischen dem Vor-und Einfahrtsignal ein Wachturm B 11 der Grenztruppen, der den Streckenverlauf sowie ein-und ausfahrende Züge zu beobachten hatte, auch Auffälligkeiten im Hinterland.

Unmittelbar hinter der Ortschaft Probstzella befand sich der Grenzsignalzaun, der hier von der Bahnstrecke in westliche Richtung (Gräfenthal, Tettau) führte. Auch eine Lichttrasse zwischen den Streckmetallzäunen. Waagerecht Bildmitte heute die B 85, Die Villa im Hintergrund ein Ferienheim des Ministerium für Staatssicherheit mit guter Erholung an der Grenze.

Blick von der Bahnlinie zu den Möbelwerken Probstzella. Lichttrasse, und 11 Meter Streifen hätten bei Unkenntnis der Örtlichkeiten für Verwirrung gesorgt, was auch beabsichtigt war um Republikflucht zu verhindern.Rechts der Schornstein der Itting Werke, dahinter der Bahnhof.

Einfahrt in den Bahnhof Probstzella. Links durften nur Lokomotiven der DR sowie Rangierabteilungen fahren. Rechts zwischen den Schutzweichen stand die DB Lok vor der Bespannung der Züge oder beim Lokwechsel vor Reisezügen.

Einfahrt nach Gleis 2 in die Grenzübergangsstelle. Gleis 1 wurde gerade der D 1403 Leipzig-Nürnberg bespannt. Die Lok unseres Fotofreundes bespannt dann den D 303 Berlin-München. Warten in Gleis 2 bedetete "Bügel ab", Bewachung durch PKE bis der D 1403 ausgefahren war, danach Bügel auf, Vorfahren bis an die Schutzweiche Richtung Falkenstein, Führerstandswechsel, Lokwechsel BR 132 / BR 151, D 303 bespannen, nach 20 Minuten Aufenthalt abfahren.

Blick aus einem fahrenden Güterzug 1989 aus Richtung Probstzella Richtung Grenze. Links oben mit Pfeil markiert der Grenzverlauf mit gut sichtbarer Grenztrasse.Rechts der B 11 unmittelbar am Falkenstein vor der Öffnung am Gleis.

Einfahrt Probstzella "Halt erwarten", das war ab 1990 durchaus realistisch. Einfahrt mit einem Güterzug am 20.08.1990 Pressig-Probstzella.

Verhinderung eines Fluchtversuches, diese Betonplatte hätte mechanisch einen Fluchtversuch Richtung Bundesrepublik verhindern können, auch das Eindringen feindlicher Schienenfahrzeuge auf das Territorium der DDR. Das ständige Signalbild der Einfahrt Probstzella. Einfahrt frei mit 40, Halt erwarten. Einfahrtsignale und Ausfahrtsignale von und nach Ludwigsstadt waren DR Lichtsignale um Wartungsarbeiten zu minimieren, gegenüber Formsignalen, und um das Aufsteigen mit Sichtkontakt "nach Drüben" durch DR Eisenbahner zu verhindern.

Neben der Trennwand Gleis 2 / 3 Zugang zur Grenzübergangsstelle wurde der Zugang aus Richtung Saalfeld ebenfalls bewacht. Postenturm gegenüber der GA Probstzella hatte die Bewandnis, Schutz der GÜST aus nördlicher Richtung vor Grenzverletzern, sowie Beobachtung ein-und ausfahrender Züge ob sich hier Grenzverletzer an Wagen oder auf Dächern e.t.c. befinden. Wachturm im September 1990 kurz vor seinem Abriß mit Spiegelverglasung.

1988 warb die DR mit preiswertem und schnellen internationalen Transitverbindungen durch Europa. Auf Grund des Preisvorteils der DR gegenüber der DB wurde der Transit durch die DDR oft von Ex-und Importfirmen in Westeuropa genutzt, auch über den Grenzübergang Ludwigsstadt / Probstzella.

Notgeldschein der Gemeinde Probstzella aus den 20er Jahren in Bezug auf die Bahnlinie Berlin - Probstzella - München.

Manchmal ging ohne Hilfe beim ICE über den Frankenwald nichts. Am 16.03.2010 benötigte der ICE-T Hamburg-München ab Probstzella über den Frankenwald bis Pressig Unterstützung durch 233 179 als Vorspannlok.
Etwas Winterromantik mit der DB Railion Lokomotiven 151 42 und der in Probstzella stationierten Fernverkehrslok 101 077 am 09.Februar 2012.
Motiv mit dem Viadukt in Probstzella an der Gräfenthaler Strasse. 612 057 DB Regio Hof mit einem RE von Lichtenfels nach Jena überfuhr das Bauwerk am 04.August 2012.
Bogenschnell durch den Franken- und Thüringer Wald. Einige Jahre verkehrte die Hofer VT 612 von Hof bzw. Bayreuth direkt bis Saalfeld. Mit einer abendlichen Verlängerung bis Gera über Triptis. Am 18.03.2010 rollte 612 115 "Kronach" von Hof kommend nach Saalfeld in den Bahnhof Probstzella ein. Wieder ein Kapitel abgeschlossener Verkehrsgeschichte.
Winterromantik auf der Rampe. Bereits am 29.Oktober 2012 fiel der erste Schnee. 151 088 DB Railion fuhr wenige Meter hinter der Landesgrenze in den Bahnhof Probstzella ein. Nochdem sie einen Zug von Probstzella die Rampe bis Steinbach am Wald geschoben hatte.
Tägliches Bild bis zum Jahr 2006, tägliche Vorspannleistung der BR 232 DB Cargo von Rudolstadt bis Pressig-Rothenkirchen. Bei entsprechender Last. Im Januar 1999 leistete 232 376 Vorspanndienste für die BR 155, wärend eine DB 150 ab Probstzella nachschob.So ging es mit der "POlen-Kohle" und ca. 1900 Tonnen über die Rampe. Hier bei der Ausfahrt in Probstzella.
Immer wieder schön die gute alte P 8. Die am 08.Dezember 2012 in den Morgenstunden hier im Bahnhof einen Betriebshalt auf dem Weg nach Nördlingen einlegte. Nach dem Motto Morgenstund...

 

Unmittelbar nach der Grenzöffnung veranstaltete das Verkehrsmuseum Nürnberg zahlreiche Fahrten mit Historischen Lokomotiven und Zuggarnituren von Franken nach Thüringen. Bis 1997 zählte die Rundreise über den Rennsteig zu den Favoriten. So ging es von Nürnberg - Lichtenfels - Probstzella - Lauscha - Sonneberg - Coburg - Lichtenfels nach Nürnberg. Gemeinsam mit DB und DR Maschinen. Auch die Fahrt nach Katzhütte mit Besuch der Oberweißbacher Bergbahn und der Strecke von Saalfeld über Triptis - Ziegenrück - Lobenstein - Wurzbach - Saalfeld erfreute zahlreiche Besucher und Eisenbahnfreunde. Ein Fund in der Dia Kiste vom März 1991 unmittelbar nach der Grenzöffnung im Bahnhof Probstzella zeugt von dieser Zeit.

Einfahrt des Sonderzuges aus Nürnberg mit der V 200 des Verkehrsmuseum. Erste Fotografen warten auf den Gast aus Nürnberg. Blick vom Stellwerk Pl in Richtung Falkenstein.
Noch sind alle Anlagen und Zäune des Grenzbahnhofes vorhanden. Lokwechsel von Diesel auf Dampf. Der Blick aus der Grenzübergangsstelle in Richtung Saalfeld.
Noch geht in Probstzella Alles seinen Gang, noch ist kaum etwas von der Änderung zu spüren. Wagenladungsverkehr, Güterzüge im DR / DB Verkehr. Zugbildung und Rangierdienst wie immer. Der Blick aus dem Stellwerk Pn auf den ausfahrenden Sonderzug mit 95 027 nach Sonneberg.
Blick aus einem Büro des Kontrollgebäudes in Probstzella auf das Stellwerk Pl. In Gleis 2 steht der zur Grenzabfertigung bereitgestellte Mittagsgüterzug nach Pressig, der Probstzella gegen 14:00 Uhr verlassen hatte, mit den beiden Lokomotiven der BR 151 die diesen Güterzug als Zug bzw. Schiebelok bespannten. Zuglok des D 302 wurde die Zuglok und die des 1402 die Schiebelok.
Zwischen Bahnhof und Landesgrenze befand sich das Probstzellaer E-Werk, das von einem Pionier seiner Zeit in den 30er Jahren erbaut und eröffnet wurde. Dem Unternehmer, Vordenker und Menschenfreund Franz Itting. Der nicht seinen Erfolg in den Vordergrund stellte sondern den der Technik und der auch fair zu seinen Angestellten und Mitmenschen war. So sorgte er nicht nur für Arbeit und Brot sondern auch für Zerstreuung und Erholung der kleinen Leute mit Errichtung von Werkswohnungen und dem Haus des Volkes in Probstzella. Dafür wurde er nicht nur von den Nazis gehaßt und inhaftiert auch die Kommunisten enteigneten ihn und behandelten ihn wie einen Kriegsverbrecher. Nachdem er in der DDR enteignet wurde baute er sein Lebenswerk nochmals in Ludwigsstadt auf mit den erfolgreichen Itting Werken später GmbH. Am 05.März 2010 wurde das "Itting Werk" abgerissen da man für dieses kleine E-Werk keine Verwendung hatte und alles neu und Überdimensional im Größenwahn der Nachwendezeit errichtet werden mußte. Die Itting Werke erhielten regelmäßig Braunkohle zur Stromerzeugung mit der Bahn und verfügten über eigene Verladeanlagen und einen Gleisanschluß der sich bis 1990 schon im Fluchtgebiet der Grenze befand und streng bewacht wurde.
Der DR Einheitsbau des Probstzellaer Fahrdienstleiter Stellwerkes "Ps" aus den 30er Jahren war bis Mitte der 90er Jahre in Betrieb. Es wurde im Zuge der Elektrifizierung der Strecke in den 30er Jahren errichtet. Ab den 60er Jahren standen die Mitarbeiter unter Beobachtung in optischer und akkustischer Hinsicht. Zumal es Feindwärts stand, man kalkulierte immer den Fluchtversuch ein bei ausfahrenden Zügen. Aufspringen bei der Ausfahrt von Zügen, da dies möglich gewesen wär wegen verdeckter Sichtlinie. Wegen direkter Sprechverbindung zum Fahrdienstleiter Ludwigsstadt. So ist es durchaus realistisch, daß auch der Dienstraum "verwanzt" war um die Standhaftigkeit der Fahrdienstleiter zu überwachen. Am 24.03.2022 konnte "Ps" noch mit einem Stück Grenzzaun abgelichtet werden und wartet ebenfalls auf seinen Abriß.
Die letzte Stunde des Stellwerkes "Ps" am 02.04.2022 um 13:20 Uhr wurde das Stellwerk das 1937 erbaut wurde abgerissen nach einer Lebensdauer von 75 Jahren. Gegen 15:00 Uhr waren die Abrißarbeiten beendet und das Probstzellaer Fahrdienstleiterstellwerk Geschichte.
Im Zuge des zweigleisigen Ausbaues der Strecke Nürnberg-Saalfeld der Schrittweise von 1895-1910 durchgeführt wurde, wurden auch damals moderne Stellwerke an der Strecke errichtet. Das erste Fahrdienstleiter Stellwerk des Bahnhofes Probstzella aus jener Zeit um 1897, das im Zuge der Elektrifizierung der Strecke ab Ende der 30er Jahre durch das DR Einheitsstellwerk in Backsteinbauweise abgelöst wurde. Aus der Epoche der Königlichen Eisenbahndirektion Erfurt stammende Gebäude konnte am Abend des 24.03.2022 vor seinem Abriss am 25.03.2022 nochmalig von der Gleisseite in seinem Ursprungszustand abgelichtet werden. Da das Stellwerk ab 1937 an Bedeutung verlor stand es leer und wurde als Lager genutzt. Bereits nach 1945 wurde es als Wachgebäude der Alliierten genutzt und von den Russen zur Bewachung des Interzonenverkehres genutzt. Später mit der Grenzziehung war es der Sitz des GÜST-Kommandanten. Von hier wurde alles geregelt was mit dem Grenzverkehr zu tun hatte. Erlaubniserteilung, Unregelmäßigkeiten, Grenzverletzung, Unberechtigte Einreise in die DDR durch Bundesbürger und Rückführung. Der Diensthabende Fahrdienstleiter des Bahnhofes unterstand auch dem GÜST-Kommandanten und war mit ihm direkt per Telefon verbunden. Seit 1990 stand das Gebäude leer.
Der Blick aus Richtung Ausfahrt Probstzella Richtung Landesgrenze auf das alte Stellwerk und das vom Verfall bedrohte Bw Probstzella am Abend des 24.03.2022.
Im ehemaligen Bereitschaftsraum in der GÜST Kommando Zentrale überlebten 30 Jahre lang noch drei Flaschen Nordhäuser Doppelkorn, die dem Abrißbagger am 25.03.2022 zum Opfer gefallen sind. Sie konnten am 24.03.2022 noch gesichtet werden.
Ein Relikt aus DR Zeiten. Da es nur dem Aufsichter des Bahnhofes Probstzella bei Ausfahrt von Zügen Richtung Ludwigsstadt den Bahnsteig unter Bewachung der Grenztruppen zu betreten, war ein Problem der Fluchtgefahr von Anfangan sofort gebannt. Vom Empfangsgebäude konnte auf Grund der Zuglänge die Fahrtstellung des Ausfahrtsignal durch die Aufsicht nicht eingesehen werden. So hätte dieser den abfahrtbereiten Zug betreten müßen und auf der anderen Seite die Fahrtstellung des Ausfahrtsignal optisch prüfen müßen. Um dies zu verhindern wurde dieses nach der DR Signalordnung vorgeschriebene Kennlicht auf der Bahnsteigseite am Kommandeurs Gebäude angebracht. Es signalisierte die Fahrtstellung des Ausfahrtsignales und somit konnte das Abfahrtsignal Richtung Ludwigsstadt vom Bahnsteig 1 erteilt werden. Am 24.03.2022 konnte dieses Relikt nochmal fotografiert werden.
Am Morgen des 26.03.2022 ist das alte Stellwerk der KED Erfurt im Bahnhof Probstzella bereits Geschichte. In der Nacht vom 25.zum 26.03.2022 wurde es abgerissen.


Spurensuche am 20.04.2019 einmal rund um den Falkenstein


Wer gut zu Fuß ist für den ist es kein Problem vom Parkplatz "Fischbachsmühle" in Oberfranken oder vom Bahnhof Probstzella in Thüringen eine rund 5 km lange interessante Excursion zu starten. Was an einem Nachmittag mit etwas Einkehr in der Fischbachmühle mit Kaffee, Kuchen und Lauensteiner Pralinen miteinander verbunden werden kann. Etwas Belohnung muß schon sein der Aufstieg zum Grenzturm "Sattel" ist nicht ganz ohne. Aber wir sind ja alle fit.


Los ging es vom Parkplatz "Fischbachmühle" in Richtung Villa "Falkenstein" ca. 500 Meter parallel zur Frankenwaldbahn, die am Falkenstein in die Loquitztalbahn einmündet. Neben dem heute privat genutzten Wohneigentum, daß einen gepflegten und seriösen Eindruck vermittelt führt der Wanderweg direkt durch das Grundstück, der benutzt werden darf in Richtung Osten parallel zur Landesgrenze in Richtung Steinbach an der Heide. Von der Loquitz die Richtung Hockeroda in die Sormitz fließt und von dort in Eichicht in die Saale "plätschert" der Steinbach aus Osten kommend, der vom Talbach und Enzbach gespeist wird in die Loquitz. Steinbach fließt von Ost nach West und Talbach mit vereinigtem Enzbach von Nord nach Süd vom "Sattel" herunter. In früheren Jahren wurde der Falkenstein von diesen Bächen versorgt. Auch kam das Wasser, daß zum Brauen verwendet wurde aus den drei sauberen Bergbächen. Sogar noch als die Grenze geschloßen war. Auch ein Teil des Wassers kam aus der Loquitz. Sauberes reines Gebirgswasser.


Ca. 1 Meter hinter dem Falkenstein verläuft die Landesgrenze, die Mitten durch Gebäude und Anlagen verlief, deren Bestand geduldet wurde. Im gleichen Atemzug wurde das Turbinenhaus und das Bahnwärterhaus bei km 166,4 abgerissen auf Befehl der Militärs. 

So konnte der Falkenstein erhalten bleiben.

Der Blick aus östlicher Richtung auf das Gelände des Hotel Falkenstein. Bis auf wenige Ausnahmen wurden fast alle Gebäude abgerissen. Hinter dem Gebäude befindet sich die Frankenwaldbahn und rechts am Bildrand verläuft heute die Landesgrenze parallel zur Ortsstrasse nach Steinbach an der Heide.
Kehrtwendung um 180 Grad Richtung Osten. Links verläuft der heutige Weg der Thüringer Forstverwaltung der parallel zur Landesgrenze liegt. Die Betonpfeiler waren die Grundstücksbegrenzug der Gärtnerei und dem dahinter liegenden Schwimmbades des Hotel Falkenstein. Links vom Weg befand sich der ca. 3,00 Meter hohe Grenzzaun. Der Weg wurde im Volksmund "Russenweg" genannt, da es nur denen gestattet war im Vorgelagerten Grenzgebiet zu patrolieren. Eine ca. 100 Meter weiter im Zaun befindliche Öffnung gestattete den Austausch von Spionen, Agenten u.s.w. Ein Abkommen zwischen Russen und Amerikanern regelte den Austausch durch diese Agentenschleuse.













Oberhalb des alten Schieferbergwerkes dem Ernst-Wilhelm-Stollen befand sich der Führungsturm der Grenztruppen. Hier oben verlief die Stille Grenze. Jeder der geglaubt hätte hier die DDR verlassen zu können und er hätte es geschafft die Grenzanlagen zu überwinden wurde ca. 300-400 Meter weiter überrascht. Denn im Tal im Grund des Steinbaches befand sich der 3,00 Meter hohe eigentliche Grenzzaun und der "Russenweg". Auch war dieser Bereich mitten durch den Wald mit Signalauslösern und Minen "gepflastert". So gab es hier kein entrinnen, da Landkarten ebenfalls ungenau und ohne komplette Einzeichnung von Wegen und Strassen im Grenzgebiet waren.
Heute dient die ehemalige B-Stelle der DDR Grenztruppen als Mahnung und Historisches Relikt aus Zeiten des Kalten Krieges. Im Oberen Bereich war der Führungsraum des Diensthabenden Offizieres des Grenzabschnittes Probstzella. Im Mittleren Bereich waren zusätzlich Alarmtrupp und Nebeltrupp stationiert, die im Ernstfall sofort an Ort und Stelle waren.
Der vom Grenzturm herunterführende Weg nach Probstzella führt unmittelbar oberhalb der Frankenwaldbahn und an einen Aussichtspunkt zum Bahnhof Probstzella vorbei.
Der vom Ort hinauf zum Grenzturm führende Weg zeigt noch den Ausbauzustand mittels Betonplatten am ehemaligen Hinterlandstor dem eigentlichen Todesstreifen der sich ab hier noch ca. 800 Meter bis zur eigentlichen Grenze erstreckte.Und von hier in die andere Richtung knapp 4 km zum Kontrollpunkt Marktgölitz führte.
Vom Ortsende Probstzella führt ein Weg parallel zur Bahnlinie am Sportplatz in Richtung Landesgrenze. Diese befindet sich im Hintergrund hinter den Bergen im Tal. Von hier waren es noch ca. 1200 Meter bis in die Freiheit vor 1989...Ein tödliches Unterfangen für jeden Versuch.

























Der direkte Blick vom Felsen des Falkenstein, der sich gegenüber des Hotel und Restaurantes befand. Die Größe der Anlagen läßt die Wirtschaftliche und Touristische Bedeutung des Ausflugszieles an der Landesgrenze erkennen. Höchstes Geschäftsprinzip war die Eigenversorgung in jeglicher Form um Lieferschwierigkeiten, Unabhängigkeiten abzuwenden. Das war das Oberste Geschäftsprinzip von Karl Schreiter was von Anfangan zum Erfolg führte. Erkennbar unten links das Gebäudedach der Blockstelle Falkenstein, die bis zur Elektrifizierung in Betrieb war.
Falkenstein 1952, links schon ein Zaunverlauf hinter dem Steinbach. Dahinter der "Russenweg" für Militär- und Grenzaufklärer. Durch das Gelände führt die Landstraße nach Steinbach an der Haide. Dahinter findet sich die Gärtnerei und das Schwimmbad zum Hotel.
Ca. 150 Meter hinter der Landesgrenze rollt ICE 1512 München - Hamburg am 15.07.2014 auf den Bahnhof Probstzella zu. Freie Fahrt bis zum nächsten Halt in Saalfeld.
Ein Blick zur Villa "Falkenstein", am 17.April 2015 "schlängelt" sich der "Gipszug" von Iphofen nach Spreewitz über die Bayerisch-Thüringische Landesgrenze.


Das Thema im Modell


Seit Ende der 90er Jahre existieren Pläne den Bahnhof Probstzella im Modell nachzubauen. Dank der Initiative einiger Modellbahnfreunde des Heimat und Trachtenvereins in Probstzella ist im Laufe der Jahre eine spektakuläre Modellbahnanlage im Maßstab 1:160 entstanden. Geplant war ursprünglich der Maßstab HO oder TT. Aber der größte Raum ist in etwa nur 10,00 Meter lang und im exakten Maßstab benötigt man in HO ca. 18 Meter Raumlänge in TT 12 Meter. Da man aber exakt bauen wollte entschied man sich für Spur N mit der Anlagenlänge von 8,00 Meter das der exakten Größe des Bahnhofes entspricht. Gefahren werden alle Epochen zur Begeisterung der Besucher. Die Anlagen und Gebäude sind exakt aus der Zeit der DR Epoche IV. So wurden Bahn-, Orts- und Grenzanlagen anhand von Unterlagen der 80er Jahre nachgebaut. (alles Eigenbau). Wer Lust auf einen Termin zum Besuch hat kann gern auf der Webseite des Heimat- und Trachtenvereins Probstzella Informationen einholen.

Haben Sie Interesse an dem Thema dann schauen Sie doch einfach mal zu den Ausstellungstagen vorbei. Viel Vergnügen.


Der Blick auf das Kontrollgebäude mit einer einfahrenden RB von Bamberg nach Saalfeld in authentischer Zuggarnitur der 90er Jahre.
Das Original war am 16.Juni 2012 von Saalfeld nach Bamberg als RB im Loquitzgrund unterwegs. An diesem Tag hieß es hier Fahren und Bauen unterhalb der Mantelburg Lauenstein.


Der Fall "E..." 1967


Erzählungen und Überlieferungen vom Bahnbau und Bahnbetrieb sind interessant auch die Politischen Geschehnisse zeigen den Kampf der Systeme und das System des "Kalten Krieges". Auch waren Frauen oft die "besseren Spione und Agentinen". Ab 1965 wurden die Grenzanlagen rund um Probstzella und am Falkenstein immer undurchlässiger. Manchmal sprachen Beschäftigte vom Falkenstein mit den Grenzsoldaten "über den Zaun". Und in einer Erzählung war klar dargestellt, daß bereits Alles und Jeder der hier Beschäftigten bei den DDR Sicherheitsorganen mit allen Personellen Angaben bis ins Detail bekannt war. Irgendwann in dieser Zeit wurde am Falkenstein eine Hilfskraft E. angestellt. Sie floh aus der "Ostzone" wie man sagte war aus Saalfeld und kam bei ihren Verwandten in Lauenstein unter. Nichts ungewöhnliches zu dieser Zeit. Waren doch tausende Heimatvertriebene aus Deutschen Ostgebieten und DDR Bürger das tägliche Bild in der Grenzregion. E.arbeitete als Küchenhilfe und war sehr fleißig und arbeitsam, kam schnell mit den Gleichaltrigen ins Gespräch. Man ging ins Kino auf den Tanz oder unternahm andere Freizeitvergnügungen in dieser Zeit. Auch bahnten sich Freundschaften, Vertrauen und Liebesbeziehungen mit E. an. So war E. mit einem Mitarbeiter leiert, von dem sie völlig zufällig alle Informationen und Auskünfte erhielt. In der Verliebtheit plauderte "er" einiges aus. Informationen wurden auf dem Weg von der Küche zur Gärtnerei entlang des "Russenweges" mit kleinen Zettelchen weitergeleitet. Es war die tägliche Aufgabe der Küchenkraft Kräuter, Obst, Gemüse, Gewürze aus der Gärtnerei zu holen und zuzubereiten. Wer kümmerte sich dann schon um die "kleine Küchenfee". Ende der 60er war E. plötzlich verschwunden auf dem Weg zur Gärtnerei. Systematisch wuchs das Misstrauen gegen Fremde, da nach diesem Fall jeder neue Mitarbeiter mit Skepsis betrachtet wurde. Was wiederum die Stasi nicht abschreckte ihre Spione unter die Gäste und Besucher des Falkenstein`s zu schleußen. Freundliche Damen und Herren, die im Bus aus München die DDR Grenze besuchten. So waren sämtliche Militär, Zoll und BGS Bewegungen unter Kontrolle der Staatssicherheit. Überliefert sind vermutliche ehemalige Bergbaugänge des Schieferbruches "Ausdauer", der Bruch wurde geschloßen und eine Nutzung alter Gänge zur Schleußung von Agenten und Spionen des Kalten Krieges wären nicht auszuschließen. Schließlich führten Gänge in Richtung Oberfranken die angeblich in den 60er Jahren verschüttet wurden. Auf Grund der zahlreichen Ganglabyrinthe im Untergrund wäre es durchaus möglich gewesen, daß ein Gang übersehen worden ist und nach 1990 einbrach so können derartige Aktivitäten nur als Spekulation abgearbeitet werden. An Gerüchten ist ja schließlich immer etwas Warheit. 


Der Ernstfall, was wäre wenn...


Das die Grenze nicht nur dazu diente imperialistische Angriffe und Eindringlinge abzuwehren, so die Lesart der SED Regierung. Es galt der Schutz des "Maroden Volkseigentum`s" oder Verhinderung von Fluchtversuchen der DDR Bevölkerung, die schon seit 1949 und dem Berliner Aufstand 1953 merkten, daß alles Private und andere Denkrichtungen verboten waren. Mit Milliardenaufwand wurde der Schutz der DDR verwirklicht und durchgesetzt. Dabei waren 28 Jahre "Mauerhaft" Errungenschaften des Sozialismus.


Zwei Szenarien wurden ständig geprobt und waren bis ins letzte Detail durchgespielt.


Verhinderung jeglicher Fluchtversuche

- Verkauf von Fahrkarten der DR in Grenznähe zur Bundesrepublik wurden nur mit Passierschein- bzw. Personalausweis Nummern Eintrag verkauft

- Verdächtige Personen wurden auf Bahngelände kontrolliert, Unerklärliche und nicht Nachvollziehbare Angaben bzw. Reiseziele und Verwandschaftsverhältnisse hatten Folgen

- Auch wurden Verdächtige Personen wurden im Zug kontrolliert, Vorgemeldet durch Zivile Mitarbeiter

- Kontrolle am Ausstiegs- oder Umsteigebahnhof

- Bewachung von Zufahrtsstraßen zum Grenzgebiet durch Präsenz von Volkspolizisten

- Kontrolle aller Züge zum Grenzgebiet durch Bahnpolizei

- Ausstiegskontrolle am Zielbahnhof und Zivilverfolgung

- Überprüfung der Verwandten und Bekannten die besucht wurden

- Kontrolle aller Aktivitäten, Fotoerstellung, Erkundungen, Kontaktaufnahme mit der Bevölkerung

- Falsche Richtungs-, Ortsangaben oder Wegfall derer führten zu Verwirrung, Ersichtliche Grenzanlagen dienten der Abschreckung und führten oft in falsche Zielrichtung

- Straßenpatrolien, Hinterlandstreifen und Polizei, Freiwillige Helfer der Volkspolizei und der Grenztruppen im Einsatz sowie Hinweise der Grenzbevölkerung

- Sichtbare Präsenzposten, Grenztürme, und Hundelaufanlagen

- Unterirdische Bunkeranlagen unmittelbar an der Grenze die nicht ersichtlich waren


Durchschnittlich waren bis zu 10 Präsenzposten zu überwinden, hinzu kam die Grenzanlage, so kann sich jeder ein Bild darüber machen, daß ein Fluchtversuch schon im Kaim erstickt wurden. Hinzu kamen "IM`s" im Familien und Kollegenbereich. Weiterhin wurde die Aufmerksamkeit der Eisenbahner getestet, so das "gespielte Grenzverletzungen" insziniert wurden. Mitarbeiter in Zivil bewegten sich aus dem Bahnhof in Richtung Grenze zu. So konnte die Zuverlässigkeit beurteilt werden. Wenn solche Fälle übersehen wurden mußte man sich unangenehme Fragen gefallen lassen, was bis zu persönlichen Konsequenzen führte.


Der Supergau waren eine Entgleisung oder die Zugtrennung an der Grenze oder eine Trennung so das ein Teil in der DDR der andere in der BRD stand. Hier waren die Schubladen voll mit unterschiedlichen Einsatzvarianten. Ausgegangen wurde immer von Fluchtversuchen und Antiimperialistischer Angriffe. Auch Sprengstoffanschläge und militärische Anschläge direkt an der Grenze waren ein Szenario das mit eingeplant wurde. Und das kam auch tatsächlich vor in den 70er Jahren mit dem Güterzug der gegen 14:00 Uhr in Probstzella nach Pressig fuhr. Dabei hatten Zugtrennungen unterschiedliche Ursachen, Materialbeanspruchung durch Zug- und Rangierbewegungen, Nichtersichtliche Materialrisse oder Schlechtgekuppelte Züge in denen bei Zug, Stoß und Bremsbewegungen Kupplungen reißen konnten.

Besagter Güterzug stand in zwei Hälften getrennt genau am Falkenstein, was eine Totalsperrung zur Folge hatte. Berechtigt waren im Bw Probstzella zwei Lokführer die vom Bahnhof zur Grenze fahren durften und Züge in den Bahnhof zu schleppen. Rangier- und Wagenmeisterpersonal nur in Begleitung der Grenztruppen.

Nach Abfahrt der Schnellzüge D 302 um 12:30 Uhr nach Berlin und des D 402 nach Leipzig um 13:10 Uhr war in Probstzella "Ruhe". so wurde in zwei Rangierfahrten der Güterzug in Richtung Falkenstein nach Gleis 2 "GÜST" rangiert. Zuglok war die E-Lok des D 302 an der Spitze, Schlußlok die des D 402. Nachdem gekuppelt war, wurde die Fahrleitung abgeschalten und geerdet. Es begannen Zolluntersuchungen. Durch die Zollvorführer der DR mußten Papiere, Plomben, Wagenladungen vorgeführt werden. Innenraumkontrolle mit Stangen, Außenkontrolle mit Hund und Personal, Zwischenzeitlich konnte durch den Wagenmeister die Bremsprobe durchgeführt werden. Nach erfolgter Zollkontrolle, Zugabfertigung und Fertigmeldung mußte der Bahnsteig von allen DR Beschäftigten verlassen werden. Vorher erfolgte nochmals eine Bremsprobe zwischen den Lokomotiven.

Unmittelbar am Falkenstein riß der Zug, er war in wenigen Sekunden umstellt um Fluchtversuche zu verhindern. Ca. 10 Postenpaare sicherten den Abschnitt. Hinzu kam der Alarmtrupp und Grenzstreifen die vom Bahnhof bis zur Grenze alles abriegelten. Sofortige Meldung bis Berlin in erster Linie wurde Flucht und Sabotage vermutet. In erster Linie Sachkenntnis des DR Personals. Es kam zu Kontaktaufnahme zwischen Berlin und Bonn dann über beide Verkehrsministerien und dann zwischen den Direktionen Erfurt und Nürnberg. Danach durften die Fahrdienstleiter Probstzella und Ludwigsstadt miteinander alles einleiten unter Überwachung beider Bahnhofs Vorstände die Meldung zu machen hatten. Der Zugteil der in der Bundesrepublik stand durfte mit seinem Zugteil nach Ludwigsstadt fahren und ihn dort abstellen. Der defekte hintere Zugteil in der DDR wurde mit der Rangierlok zurückgezogen. Nachdem der Zugteil in Probstzella ankam wurde er sofort umstellt und kontrolliert, Fluchtversuch. Nachdem alles in Ordnung war durften die Eisenbahner an den Zug. Es wurde der defekte Wagen ausgestellt. Die Zuglok aus Ludwigsstadt kam Lz zurück nach Probstzella und bespannte erneut den 2. Zugteil und mußte die Wagenlisten und Frachtbriefe wieder mitbringen. Der defekte Wagen mit Frachtbrief wurde zugeführt. Es erfolgte eine erneute Bremsprobe, eine zweite Zugvorbereitung, Zollkontrolle und alles weitere. Gegen 20:00 Uhr durfte der zweite Zugteil nach Pressig fahren. Der abgestellte Zugteil in Ludwigsstadt wurde später nach Pressig überführt. Der durchschnittliche Zeitaufwand wurde je nach Länge und Situation des Zuges mit 4 bis 8 Stunden beziffert. Jede Bewegung durfte nur mit Zustimmung der DDR Grenztruppen und Staatssicherheit erfolgen.


Ohne Schwierigkeiten, Grenzkontrollen und Beobachtungen überquerte am 17.04.2015 ICE 1207 Rostock-München die Grenze.
Ebenfalls ohne Schwierigkeiten der Schotterzug mit der SGL 232 am Falkenstein, der am 17.04.2015 zur Gleisbeschotterung von Ludwigsstadt nach Probstzella unterwegs war.


Falkenstein


Auf Initiative des Mühlenbesitzers Schreiter der mit dem Bau der Frankenwaldbahn das Gasthaus und Hotel am Falkenstein gründete, genau an der Landesgrenze Bayern / Thüringen wurde ein Haltepunkt mit Blocksignalen und Schrankenanlage errichtet. Arbeitsort des Wärters war Bayern, und ca. 20 Meter hinter der Landesgrenze befand sich ein preußisches Eisenbahnerwohnhaus das in den 60er Jahren abgerissen wurde. Haltepunkt Falkenstein wurde schnell zu einem der beliebtesten Ausflugsziele für Franken und Thüringer. Weithin bekannt das Falkensteiner Bier. Gasthaus mit Hotel, eigener Fischzucht, Schlachterei, Brauerei, Wasserkraftwerk. Auch ab den 20er Jahren kamen auch Busse von Nürnberg, München, Leipzig, Berlin zum Falkenstein. Mit Kriegsende war der Haltepunkt Falkenstein-Zonengrenze Endpunkt für Schnellzüge von und nach München sowie Personenzüge aus Bamberg und Lichtenfels. Mit Errichtung der Grenze zur DDR setzte auch ein starker Grenztourismus ein zur Besichtigung der DDR Grenzanlagen. Ab 1949 wurde der Zugbetrieb wieder bis Probstzella für Schnell- und Güterzüge freigegeben. Der Nahverkehr endete weiterhin am HP Falkenstein bis in die 80er Jahre und wurde aber zunehmendst bis Ludwigsstadt zurückgefahren. Züge aus Lichtenfels endeten am Falkenstein und fuhren geschoben wieder zurück nach Ludwigsstadt und von da wieder nach Lichtenfels bzw. Bamberg. Siehe Dienstplanauszug. 1993 wurde der HP abgerissen.


Fahrt ohne Grenzen am 26.02.2017 "donnert" 44 546 wie einst ihre Vorgängerlokomotiven über die Landesgrenze am Falkenstein.

Blickrichtung aus Thüringen zum Hotel Falkenstein, eine T 20 schiebt einen Güterzug von Probstzella in Richtung Pressig im Jahre 1930.

Gesamte Anlage des Hotel "Falkenstein" mit Gasthaus, Hotel, Brauerei, Metzgerei, Gärtnerei, Fischzuchtanlage und eigenem Haltepunkt hinter dem Bahnübergang um 1918.

Der "Falkenstein" mit Bahnsteig und Gaststätte in der Zeit um 1916.Im Vordergrund heute die B 85 Saalfeld - Kronach.

Gasthaus Falkenstein 1938 mit seiner gesamten Ausdehnung und dem dazugehörigen Gelände. Links im Bild das in den 70er Jahren abgerissene Eisenbahnerwohnhaus, was ca. 50 Meter von der Grenze entfernt stand und dessen Abriß im nachfolgenden Bild dokumentiert ist.

Eine Lok der BR 44 im Sommer 1935 am Falkenstein.

Sommer 1936 die Pressiger 44 001 beförderte einen Güterzug von Saalfeld bis Bamberg, hier bei Überfahrt der Landesgrenze am Falkenstein. Links am Bildrand die Reichsstraße 85 von Kronach nach Saalfeld.

Auf Postkartenmotiven oft erkennbar das Wohngebäude unmittelbar an der Grenze Thüringen / Bayern am Falkenstein. Das zum Bahnhof Probstzella gehörende preußische Bahnwärterhaus wurde Anfang der 70er Jahre abgerissen zur besseren Sicherung der Staatsgrenze der DDR. Gesamter Gebäudekomplex stand ca. 30 Meter vor der Grenze. Das Wohnhaus von drei Mietparteien und Angestellten des falkenstein bewohnt, rechts das Turbinenhaus für die Stromversorgung des Hotel.

Ein seltenes Bildmotiv vom Falkenstein 1917. Die Ansicht des Bahnüberganges hinter dem Falkenstein auf Thüringer Seite, dessen Weg durch den Grund am Steinbach entlang führte. Hier waren weitere Wegverbindungen nach Steinbach an der Heide und Lichtentanne angeschlossen. Später wurde der Bahnübergang geschlossen und der dahinterliegende Weg von den DDR Grenztruppen als Kolonenweg ausgebaut.
Blick zum Falkenstein mit dem Wohn- und Dienstgebäude unmittelbar an der Grenze 1903.
Im Vordergrund verläuft die Ortsverbindungsstrasse nach Steinbach Heide, links der Falkenstein und in nördlicher Richtung der Block Falkenstein an der Frankenwaldbahn im Jahre 1914. Ein ungewohnter Blick und eine Postkarten Rarität.

Bahnübergang am Falkenstein Sommer 1953,links befindet sich das alte Zollgebäude und im Hintergrund das Bahnwärterhaus der K.P.E.V., das in den 60er Jahren abgerissen wurde.

Bahnsteig Falkenstein HP Sommer 1953 mit Gasthaus, Zollgebäude. Endstation für die Züge von und nach Lichtenfels bzw.Bamberg.

Am Falkenstein, Sommer 1988, Sonderfahrt des Gläsernen Zuges aus Nürnberg zum HP Falkenstein.

Mit Sondergenehmigung und Schrittgeschwindigkeit durfte der Gläserne Zug dann vom HP Falkenstein bis zur Staatsgrenze der DDR fahren und fuhr dann wieder zurück.

Unter ganz anderen politischen Umständen rollte am 24.November 2012 ET 442 310 über die Landesgrenze am Falkenstein als RB von Saalfeld nach Bamberg.

Am 12.November 1989 wurde der Straßengrenzübergang am Falkenstein zur Wiedereröffnung geprüft. Hier kam es zum Treffen zwischen Angehörigen der Grenztruppen und des BGS genau an der Grenze. Wäre das Bild vor dem 09.November 1989 aufgenommen worden wäre anzunehmen es handelt sich um einen Fluchtversuch an der Grenze.

Noch ist die B 85 vom Falkenstein bis Probstzella geschloßen aber ab dem 20.11.1989 rollt der Verkehr.

Über Nacht wurde der provisorische Straßengrenzübergang am Falkenstein B 85 eröffnet. Erneuerung von ca. 150 Meter Fahrbandecke, Kontrollcontainer und los ging es. Eröffnung des Überganges am 20.November 1989.

Einer der wichtigsten Leute am Falkenstein, war der Braumeister. Der beste Freund der Gäste, Grenzpolizisten, Zöllner und Eisenbahner. Bis 1961 saßen immer mal wieder Franken und Thüringer im Hinterzimmer der Brauerei und verrichteten "dienstliche Geschäfte", man kannte sich ja aus früheren Jahren, spielte zusammen Fußball, war im Gesangsverein oder ging gemeinsam zur Schule. Brauerei Falkenstein Sommer 1950. Ein fast tödlicher Zwischenfall ereignete sich 1960, als der Braumeister immer wieder mal "verderbliche Ware", daß ist Bier ja, unterhalb des Zaunes durchschob. Wurde die "Kalschnikow" entsichert und durchgeladen. Hier wurde 1965 besonders tief im Boden eine Metallsperre versenkt um "Schaden vom Sozialismus" abzuwenden. Dies galt besonders für Soldaten der Grenztruppen in Bezug auf Alkohol.

Emailie Schild der Brauerei Falkenstein aus den 30er Jahren, eines der beliebtesten Biere in der Region.

Hotel und Gasthaus "Falkenstein" 1980 vom Bahnsteig aus im Bild festgehalten.

Beginn der Bauarbeiten direkt an der Landesgrenze zum Strassen- und Schienenausbau im November 1995.

Bauarbeiten im November 1995 an den Gleisen, der Stützmauer und an der B 85 zwischen der Landesgrenze und Lauenstein. Auf Grund der technischenSituation war die Schrankenanlage am Falkenstein noch einige Tage in Betrieb. Vorläufige Errichtung von Stützelementen an der Strasse gegen Abrutschen des Hanges an den bekannten Engstellen. Später wurde die Strasse verbreitert und eine Stützmauer zur Bahn errichtet.

Baubeginn der Stützmauer entlang der Frankenwaldbahn wenige Meter vor der Fischbachsmühle. Ersichtlich die Verbreiterung der B 85 und Vorbereitungen für den Ausbau des zweiten Streckengleises zwischen Probstzella und Ludwigsstadt im November 1995.

Unmittelbar am ehemaligen Schrankenposten "Fischbachsmühle" die Vorserielok 110 005 der DB mit dem E 2002 Lichtenfels-Saalfeld im Sommer 1974.

Auch der Bau der Verbindungsbrücke von der Zufahrt zur Fischbachsmühle, Falkenstein und der Ortschaft Steinbach an der Heide war ein Foto wert. Nach Wegfall der Bahnübergänge am Falkenstein und an der Fischbachsmühle wurde im Frühjahr 1995 mit dem Bau einer Brücke über die Frankenwaldbahn zur B 85 begonnen.

Dienstplanauszug Bw Pressig Sommer 1964 mit einer Sonntagsleistung von Lichtenfels zum Falkenstein und zurück nach Ludwigsstadt für das Personal der E 52.

Gedenkstein am Falkenstein Grenzöffnung 1989. 21.04.1991

Der Falkenstein, die Mitte zwischen Berlin und München, in beide Richtungen jeweils 300 km. Ein Hinweisschild, daß Jahrzehnte am Falkenstein vorhanden war. 13.03.1991

Kurz vor ihrem Abriß, die Schrankenwärterbude am Falkenstein Herbst 1993.

Gasthaus Falkenstein mit Bahnübergang, Hinweisschild am 24.05.1992.

Am Sonntag, den 17.Mai 1992 kam die Kölner 110 402 mit dem D 304 München - Berlin planmäßig nach Probstzella. Hier am Falkenstein kurz vor der Überfahrt der Landesgrenze. Zu damaliger Zeit liefen planmäßig Dortmunder, Kölner und Frankfurter Maschinen mit Schnellzügen von und nach Probstzella.

  

Lauenstein (Ofr.)


Ebenfalls auf Initiative der Gemeinde Lauenstein und des Herrn Schreiter erhielt Lauenstein eine Bahnstation. Gerade für Wandertouren und ab 1920 zur Besichtigung der Burg Lauenstein war der Bahnhof zum großen Teil Ausgangspunkt. Mit Grenzziehung zur DDR wurde in den 60er Jahren die "Thüringer Warte" errichtet, die einen Blick über die Grenze von diesem Aussichtspunkt ermöglichte der sich zwischen Probstzella und Gräfenthal befand. Die beengten Verhältnisse am Bahnhof liesen keinen Bau eines Ladegleises zu.Errichtung eines Empfangsgebäudes mit Blocksignalen, Warteraum und Fahrkartenverkauf zwei Bahnsteige in jeder Fahrtrichtung. Verkauf des EG in den 80er Jahren, Entfernung der alten Bahnsteige im Jahre 1993 mit dem Umbau. Die ortsansässige Burgbräu oberhalb des Bahnhofes verlud und empfing ihr Transportgut je nach Fahrtrichtung unter Ausnutzung der Gefällerichtung. Überliefert wurde, das nach dem Bahnbau abgehendes Gut, Bier, Maische u.s.w. bergein nach "Zalle" (Probstzella) transportiert wurde. Das ankommende gut wurde in Ludschd (Ludwigsstadt) entladen und vom Bahnhof talwärts nach "Laasd`n" (Lauenstein) gefahren. So wollte man Wagen und Pferde schonen wenn dies möglich war. Nach 1900 war Lauenstein ein sehr beliebter Urlaubs- und Ferienort bis ca. 1995. Das nach 1960 errichtete "Berliner Viertel" war zweite Heimat für viele erholungssuchende Berliner die entweder mit dem Zug oder über die A 9 Rudolphstein an verlängerten Wochenenden, Sommer oder Feiertagen hier ihre kleinen Ferienhäuser aufsuchten. 

 

Eingleisiger Streckenverlauf der Frankenwaldbahn um 1900 bei Lauenstein.

Im Loquitzgrund ET 442 RB 59350 Bamberg-Saalfeld am 15.07.2014 am Stauwehr der Loquitz zwischen Fischbachsmühle und Falkenstein.

1935 rollte die Bamberger 77er talwärts bei Lauenstein Richtung Probstzella mit ihrem Personenzug Bamberg-Saalfeld. In dieser Zeit war es für das Lok-und Zugpersonal eine Tagesreise mit ca. 11 Stunden Dienstzeit. In dieser Zeit rollte der Zug einmal täglich 240 km hin und zurück. In der heutigen Zeit fährt der 442 in 12 Stunden 3 x hin und her als RB und legt 720 km in der Zeit zurück. Im täglich Einsatz von 20 Stunden legt der 442 die Strecke 5 x täglich zurück mit 1200 km Laufleistung täglich !!! Sicherlich kein Vergleich aber ein interessantes Zahlenspiel zur Verdeutlichung.

Partie an der Loquitz mit Blick zur Burg Lauenstein. Hinter der Kurve der Bahnstrecke befand sich der Bahnhof Lauenstein (Ofr.). Postkarte aus dem Jahre 1929.

Gleiche Stelle, anderes Motiv am 26.05.1936 der FDt 551 München-Berlin bei Lauenstein/Ofr. 137 225 und 137 226 vereint im "Doppelpack".

Blick aus südlicher Richtung auf die Frankenwaldbahn 1934. Unten die Burgbräu Lauenstein. In der Bildmitte erkennbar der Bahnhof Lauenstein.

Gasthaus Kupferhammer am Ortseingang von Ludwigsstadt Ortsteil Unterneuhüttendorf 1905. Im Hintergrund die Brücke der Frankenwaldbahn. Auch der "Kupferhammer" hatte für den regionalen Tourismus in Oberfranken und Thüringen eine hohe Bedeutung. So galt doch das Lokal als Geheimtipp, da hier weniger Betrieb war.

Tourismus und Gastgewerbe profitierten bis in die 80er Jahre von der Eisenbahnanbindung in Lauenstein. Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und Ausflüge nach der Bahneröffnung waren alle Bahnhöfe rund um Probstzella und Ludwigsstadt. Eine wunderschöne Postkarte aus den 70er Jahren vom Ort und der Burg Lauenstein.

Postkarte aus den 80er Jahren mit Motiven rund um den Falkenstein und Lauenstein sowie des Turmes der "Thüringer Warte" als Mahnmal des Elektrizitätswerkbesitzers Franz Itting der in Saalfeld geboren wurde und nach 1945 nach Ludwigsstadt ging. Wie er gingen viele Thüringer in Richtung Ludwigsstadt und weiter. Um immer mal einen "Blick" in die Heimat zu werfen zur Erinnerung ließ Franz Itting diesen Aussichtsturm errichten.

Blick zum EG Lauenstein (Oberfranken) im Sommer 2005. Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz. VT 612 165 RE Jena - Lichtenfels.

Belingrodt-Karte 1920, eine Saalfelder P 8 mit einem Eilzug Saalfeld-Nürnberg unterhalb von Lauenstein. Eine T 20 des Bw Probstzella schiebt bis Pressig nach.

Blick auf den Bahnhof und den Ort Lauenstein in der Zeit des ersten Weltkrieges um 1917.

Heute nicht anders als damals, in den 80er Jahren wurden in den 300er Zügen Berlin-München ab Ludwigsstadt Flyer vom Burg-und Posthotel Lauenstein an die Fahrgäste verteilt. Somit war es dem Hotelier Wagner möglich seine an der Grenze zur DDR liegenden Hotels wirtschaftlich zu betreiben und Gäste aus Berlin, Nürnberg,München,Stuttgart in das "Zonenrandgebiet" zu locken.Die Hotels boten zur damaligen Zeit zahlreiche zeitgemäße Annehmlichkeiten, die durch die Gäste sehr geschätzt wurden.

Auch dieser Flyer wurde mit der Lockerung der Reisefreiheit für DDR Bürger ab 1986 in den Zügen ab Probstzella verteilt. In Zusammenarbeit der DB und dem Verkehrsministerium in Bonn wurden durch den damaligen Bundesverkehrsminister Dr.Warnke zahlreiche wichtige Info`s für die Besucher und Gäste verfasst.

Für Eisenbahnfreunde und Besucher aus der DDR warb das Verkehrsmuseum Nürnberg 1985 mit zahlreichen Aufklebern bekannter deutscher Lokomotivbaureihen. z.B. der e 94 dem Deutschen Krokodil, das Jahrzehnte ab 1941 bis 1991 auf der Frankenwaldbahn und bis Saalfeld / Weißenfels ab Nürnberg eingesetzt war.

Die Burg Lauenstein um 1897 zog schon in dieser Zeit zahlreiche Besucher aus Franken und Thüringen an. War es doch ein recht mühsamer Aufstieg vom Lauensteiner Bahnhof zur Burg, der sich denoch lohnte.

Blick zur Burg Lauenstein über die "Ewige Brücke1998. Hier verläuft unterhalb der Brücke die Frankenwaldbahn.

Mit über 2000 Tonnen und drei Lokomotiven rollte die "Polen-Kohle" am 12.Mai 2005 die Rampe von Probstzella Richtung Steinbach am Wald in Lauenstein unterhalb der Mantelburg entlang.
Am 11.05.2013 diente die "Ewige Brücke" in Lauenstein mit als Fotomotiv. Unterhalb der Mantelburg rollt ein ICE-T von Berlin nach München durch den Loquitzgrund auf der etwaigen Hälfte seiner Fahrstrecke zwischen den Großstädten.
Ein Blick hindurch ebenfalls am 11.05.2013 mit einem ICE in der Gegenrichtung der Talwärts ab Steinbach am Wald die 38 km Gefällestrecke bis Saalfeld seinem nächsten Haltbahnhof rollt. Heute kann dieses Motiv nicht mehr wiederholt werden, da Ufer, Wiese und Bahndamm vollkommen zugewachsen sind.

Der Blick zur Mantelburg Lauenstein am 11.05.2013. Rechts verdeckt der Lauensteiner Bahnhof.

Wenige Kilometer östlich von der Frankenwaldbahn gelegen, befindet sich der Ort Steinbach an der Haide, der mit seinen Flurstücken an die der Gemeinden Probstzella und Lichtentanne grenzt. War doch der Ort nebst gut geführtem Wirtshaus sowie seinem Dorfgarten für Thüringer, Franken und ihre Gäste immer wieder ein Ausflug wert. Rundwanderwege führten vom Falkenstein über den Ort nach Ludwigsstadt oder von hier aus Richtung Lichtentanne und von dort weiter in den Grund der Sormitztalbahn, der Station Richtung Saalfeld bzw. Lobenstein. So nutzte bereits seit dem Bahnbau die erholungssuchende Bevölkerung solche Ausflugsmöglichkeiten mit schönen Erinnerungen auch wenn es vor der Haustür war. Eine Ortsansicht des Dorfgartens in Steinbach an der Haide aus dem Jahre 1922. Im Hintergrund die Bergseite der Gemeinde Lichtentanne.

Im März 1994 waren die Umbauarbeiten der Frankenwaldbahn noch in Gang. Umbau des Streckenabschnittes bei Lauenstein. BR 155 mit Latz und ihrem Güterzug von Saalfeld zum Nürnberger Rbf.

Sommer 1935 Streckenblick in Richtung Lauenstein auf der Frankenwaldbahn im Ludwigsstädter Ortsteil Unterneuhüttendorf unmittelbar am Gasthaus "Kupferhammer",

    

Ludwigsstadt (Ofr.)


Abzweigbahnhof Strecke Ludwigsstadt - Lehesten


Der erste oder letzte Haltbahnhof vieler Züge in Bayern. Bahnhof mit Kreuzungs- und Überholungsmöglichkeit sowie abzweigender Nebenbahn nach Lehesten. Güterabfertigung, Ladestrasse, Gleisanschluß Wela sowie Gleisanschluß Ottendorf mit Hartsteinwerk. Zoll- und Grenzbahnhof bis 1990. Später Errichtung einer Schotterverladeanlage im Bahnhof. Verladebahnhof für Schiefer, Holz und Bier. Bis 1945 zog sich der wirtschaftliche Strom von Ludwigsstadt aus nach Thüringen, so fanden zahlreiche "Ludschder" in Thüringen Arbeit bzw. besuchten in Saalfeld die Berufsschule oder unterhielten sonstige Beziehungen zu Vereinen oder Privatpersonen. Hier bestand ein florierendes Leben zwischen Franken und Thüringern, das nach 1990 langsam wieder auflebte und was mittlerweile zum Alltag gehört. Unrühmlich ist das schwere Eisenbahnunglück vom 18.02.1924 bei dem ein Güterzug fast ungebremst vom Trogenbach Viadukt stürzte. Nicht unerwähnt soll der Gedankengang einer Aussetzung des Personenverkehres ab Kronach bis Ludwigsstadt in den 80er Jahren bleiben und Errichtung von Bahnbuslinien auf Grund geringer Auslastung. Zum Glück kam es nicht dazu. 


Ansagetext für Schnellzüge im Bahnhof Ludwigsstadt


"Ludwigsstadt, Hier Ludwigsstadt, Willkommen in der Bundesrepublik Deutschland. Eingefahrener Schnellzug fährt weiter nach München über Bamberg, Nürnberg, Augsburg."


"Ludwigsstadt, Hier Ludwigsstadt, letzter Bahnhof in der Bundesrepublik Deutschland. Eingefahrener Schnellzug aus München fährt weiter nach Berlin."


Zuglaufschild des D 302 "Mittagszug" von München Hbf nach Berlin aus den 80er Jahren.

Zuglaufschild des Züricher Kurswagens im D 303 / D 302 Berlin-München-Berlin, der als ersten Haltbahnhof der Bundesrepublik Ludwigsstadt eingezeichnet bekam. Im Bahnhof Augsburg wurde der Kurswagen dann in den Schnellzug Hamburg-Lindau mit Kurswagen nach Zürich umgestellt. Ab Lindau ging es weiter im Schnellzug München-Zürich. Im Service der Deutschen Bundesbahn nannte man das bequemes und umsteigefreies Reisen.

Der "Kleine Grenzverkehr" N 6704 / E 2002 Lichtenfels - Ludwigsstadt - Probstzella - Saalfeld (S) aus den 80er Jahren.
Zuglaufschilder für die Stuttgarter Kurswagen 271, 272, 273 des D 403 Leipzig - Nürnberg in den 80er Jahren.
Zuglaufschild der 50er Jahre mit einem für damalige Verhältnisse gigantischen Umlauf. Von München nach Berlin, Schilder drehen und dann von Berlin nach Köln und wieder zurück nach München über Berlin. Die Wagen waren in München beheimatet. Zu dieser Zeit hielten die Interzonenzüge noch in Saalfeld. Ab 1961 war es vorbei. Durchfahrt in der DDR auf allen Bahnhöfen. Sperrung der Züge für den DDR Binnenverkehr.

Streckenverlauf der Frankenwaldbahn unmittelbar am "Kupferhammer" zwischen Lauenstein und Ludwigsstadt mit der Steinbogenbrücke unter der die Ortsverbindungsstrasse nach Ebersdorf bei Ludwigsstadt hindurchführt in den 20er Jahren.

Richtiger Wintereinsatz der Lichtenfelser Schneefräse zu Silvester 2001. Richtiger Winter wie er im Bilderbuch stand.

Als Zuglok zur Schneefräse fungierte die in Saalfeld stationierte 232 665.

1992 im Bahnhof Saalfeld ausgestellt Fahrschein der Deutschen Reichsbahn nach Ludwigsstadt.

Der Blick auf die Frankenwaldbahn oberhalb der Ebersdorfer Brücke am Kupferhammer Zugbegegnung der FTX Züge am 25.06.2014.

Ludwigsstadt 1896 ein Personenzug mit einer Schlepptenderlok Richtung Saalfeld. Neben den Personenwagen führt der Zug 7 Bierwagen mit, was durchaus üblich war zu jener Zeit.

1901 verläßt gerade ein Dampfzug kommend von Saalfeld den Ludwigsstädter Bahnhof nach Bamberg. Geführt von einer damaligen Schlepptenderlok vermutlich des Bw Bamberg.

Neben dem Brückenmotiv 1905 ist dies eine der wenigen Postkarten auf der der erste Bahnhof in Ludwigsstadt mit 3 Hauptgleisen in seiner Ursprungsform nach dem Bahnbau 1885 abgebildet ist.

Ludwigsstadt 1909 mit Bahnhof, Gleisanlagen Richtung Steinbach am Wald und Gasthaus "Zur Eisenbahn".

Ungewohnt war sicher für den Stellwerksmeister das er fotografiert wurde. Ein Heimkehrer des ersten Weltkrieges der im Jahr 1921 damals noch in Uniform der Königlich Bayerischen Staatsbahn hier seinen Dienst versah und verbeamtet wurde, was ein Segen für die Familie war.
Die letzte Schicht auf dem Wärterstellwerk in Ludwigsstadt am 05.November 1968. Kurz darauf wurde das Stellwerk geräumt und als Ferienhaus vermietet.

Eine Fotomontage von 1927, ein B-Kuppler mit einem Personenzug über der "Ludschder Brücke". Interessant auch der Wagenzug jener Zeit, die Darstellung von Länderbahnfahrzeugen Epoche I.

Eine Saalfelder P 8, BR 38 mit einem Personenzug von Saalfeld nach Bamberg auf einer Karte des Jahres 1935.

Im Jahr 1937 warb die Ludwigsstädter Firma Weisse & Eschrich im DR Werkstättenbuch mit ihren Produkten. Drahtgewebe, dabei handelte es sich um die sogenannten "Weschelo" Metallbinden mit Isoliermaterial, die für die Dämmung von Dampfrohren an freistehenden Leitungen der Dampflokomotiven verwendet wurden. Die Metallbinde wurde mit nichtbrennbarem Dämm Material versehen und mit einer Teerähnlichen Masse stabilisiert und verdichtet. Ebenfalls wurde das Material für Dampfheizungsrohre der Gepäck-, Reise-, Schlaf-, Liege- und Speisewagen verwendet. Das Weben der "Weschelo" Binden erfolgte im Werk in Gräfenthal. Versendet wurde in Holz Transportkisten ab den Bahnhöfen Gräfenthal und Ludwigsstadt zu den einzelnen Lok-, Wagenbaufirmen sowie Ausbesserungswerken und Bahnbetriebswerken, die diese Arbeiten ausführten.

Ein völlig anderer Blick auf den Trogenbach Viadukt in Ludwigsstadt. 1937 befördert eine Bay.S 3/6 BR 18 einen Schnellzug Berlin-München mit Kurswagen nach Zürich und Rom darüber. Zu der Zeit bespannten die Nürnberger Maschinen planmäßig den Schnellzugverkehr zwischen Nürnberg und Halle und zurück mit der Baureihe. Vermutlich handelte es sich um den legändären D 81.

Heraustrennbare Postkarte des DRG Kalenders 1928. Darstellung eines Schnellzuges in Richtung Saalfeld auf der "Ludschder Brücke".

Luftbildaufnahme von Ludwigsstadt um das Jahr 1950 von amerikanischen Soldaten. Alle 5 Gleise des Bahnhofes Ludwigsstadt sind besetzt. Nach Überlieferung standen in der Mittagszeit der Güterzug nach Probstzella, Ausfahrender Schnellzug nach Berlin und ein Personenzug nach Lichtenfels. Die ehemalige "Lehestener Lok" rangierte im Bahnhof, bediente die Anschlüße und die "Quetsche" in Ottendorf (Steinbruch). Der Zugbetrieb nach Lehesten war eingestellt. Nicht nur der Ortsverkehr auch der Übergabeverkehr nach Probstzella wurde 1950 im Grenzbahnhof Ludwigsstadt gebildet. Später wurde der Güter- und Zollverkehr nach Pressig verlagert.

Blick auf Ludwigsstadt aus nordwestlicher Richtung im Jahre 1953. Im Bahnhof stehen neben zahlreichen Güterwagen auf Gleis 3 ein Nahverkehrszug mit E-Lok Richtung Lichtenfels und auf Gleis 1 eine Dampflok mit 5 Personenwagen.

Auch vom Eisenbahnunglück in Ludwigsstadt am 18.02.1924 existieren einige Postkartenmotive.

Die Helfer wärend der Aufräum- und Ermittlungsarbeiten zum Ludwigsstädter Unglück verewigt auf einer Postkarte.

Wenige Tage nach dem schrecklichen Unglück waren die Aufräumarbeiten noch in vollem Gange. Blick über den Friedhof in Richtung Viadukt auf dem ein Teil des Unfallausmaßes sichtbar sind.
Auch zahlreiche Schäden an baulicher Substanz unterhalb des Viaduktes in Ludwigsstadt verursachte der Unfall. So mußten Gebäude teilweise abgerissen und neu errichtet werden oder wie hier vorerst abgestützt um schlimmeres zu verhindern.
Jahrzehnte später nach dem Unglück 1924 war auf dem Trogenbachtal Viadukt am 12.September 2012 wieder eine Brückenbaustelle eingerichtet. Über 88 Jahre später und im Zeitfenster des damaligen Unfallzuges rollt 101 128 mit IC 2208 München-Berlin über die eingerichtete Langsamfahrstelle in Ludwigsstadt. Heute mit erheblich besseren Sicherheitsvorkehrungen im Bereich Bau- und Bahnbetrieb.
In den 50er Jahren wurde die Frankenwaldbahn Teilsaniert und auch 1953 die "Ludschder Brücke". Blick aus Richtung Steinbach am Wald mit Baubetrieb und Abzweigweiche zur Bedienung der Gleisanschlüße Wela und Hartsteinwerke Ottendorf.
Eine Arbeitszuglok vom Bw Pressig rangiert mit einem Oberleitungsarbeitswagen im Sommer 1953 in Ludwigsstadt, auf dem Rollen mit Fahrdraht befestigt wurden und in langsamer Fahrt dann abgerollt und montiert wurden.
Verladung alter Gleisjoche mit einem modernen Krupp Kran vom Gleisbauhof Nürnberg in Ludwigsstadt. Ingenieure und Bahnarbeiter sind bemüht die Arbeiten so schnell wie möglich mit Hilfe der Technik zu erledigen. Eine Lok der BR 57 ganz rechts diente als Arbeitszuglok beim Umbau 1953.

Privatfoto aus dem Jahre 1934, Sonderfahrt mit Halt des "Fliegenden Münchners" im Bahnhof Ludwigsstadt.

Zugbetrieb in Ludwigsstadt Sommer 1950 Kreuzung der Interzonenzüge. Eine E 19 bespannte den Schnellzug von Berlin nach München. Rechts ein abfahrtbereiter Zug in die Gegenrichtung sowie zahlreiche interessante Wagen in der Abstellung. An der Güterabfertigung rangierte die "Lehestener Lok", die hier als Rangierlok im Bahnhof sowie auf der Lehestener Strecke bis zur "Quetsche" Rangierfahrten zur Schotterverladung zu erledigen hatte.

Bahnhof Ludwigsstadt ohne Fahrleitung 1956. Gleis- und Fahrleitungserneuerung. Eine in Ludwigsstadt stationierte V 200 der DB pendelte mit weiteren Diesellokomotiven zwischen Pressig und Probstzella.Blick Richtung Steinbach am Wald.

Sommer 1950 mit Gleisanlagen in Ludwigsstadt und dem Fahrdienstleiterstellwerk Richtung Pressig.

Der Aufsichtsbeamte erteilt 1959 dem Nahverkehrszug von Ludwigsstadt nach Lichtenfels das Abfahrtsignal. Mit einem Signalstab aus DR Zeiten, einem 3.Klasse Ci Wagen. Auch im Hintergrund ein PwG und Altbaugüterwagen. Da schlägt das Modelleisenbahnerherz schon höher.

Inbetriebnahme des elektrischen Stellwerkes 1968 in Ludwigsstadt mit altem Wärterstellwerk und Schotterverladeanlage im Bahnhof sowie den neuen Bundesbahn Ls Signalen.

Empfangsgebäude Bahnhof Ludwigsstadt Sommer 1970 mit neu angebautem Fahrdienstleiter Stellwerk der neuen Bundesbahn Gleisbild Stellwerkstechnik.

Am Vormittag des 18.08.1987 landete dieses DDR Düngemittelflugzeug oberhalb vom Bahnhof Ludwigsstadt. Eine geglückte Flucht des Piloten mit seiner Familie.

Eisenbahnbrücke in Ludwigsstadt über die die Nebenbahn nach Lehesten führte. Kurz vor ihrer Sprengung am 02.04.1973 wurde sie nochmalig im Bild festgehalten.

Wenige Monate vor Einstellung der Schotterverladung im Bahnhof Ludwigsstadt. Ein LKW der Firma Rentsch kippt Schotter in den Verladebunker am Bahnhof. Links erkennbar, Schotterwagen zur Beladung und zum Abtransport stehen schon bereit. 25.10.2001, der Ludwigsstädter Schotter wurde nach Großschwabhausen gebracht zur Modernisierung der Strecke Weimar-Göschwitz.

365 628 Bw Hof rangierte am 25.10.2001 am Schotterverladesilo der Firma Rentsch in Ludwigsstadt. Die Lokomotive war in Kronach stationiert und wurde wöchentlich jeden Samstag über Lichtenfels mit einem Lokzug nach Hof getauscht. Bedienfahrten erfolgten von Kronach nach Weißenbrunn, zur Löwe Opta und dem Flügelbahnhof, nach Pressig, Steinbach a.W. und Ludwigsstadt.Im Hintergrund der ORT der Flm Bamberg, der an diesem Tag zu Wartungsarbeiten im Einsatz war.
Der Schotterverladebunker Firma Rentsch in Ludwigsstadt am 25.10.2001.
Fotomotiv Schotterverladeanlage in Ludwigsstadt. Am Abend des 04.Oktober 2005 rollt 143 117 DB Regio Erfurt mit einer RB von Lichtenfels nach Naumburg hier entlang. Erinnerung an einen einst florierenden Güterverkehr im Frankenwald.
Wartungsarbeiten an der Fahrleitung der Frankenwaldbahn im Bahnhof Ludwigsstadt am 25.10.2001. Für den Fahrdienstleiter eine umfangreiche Belastung, in Richtung Steinbach Wartungsarbeiten der Fahrleitung, Zugfahrten aus der Richtung, Rangierarbeiten im Anschluß der Schotterverladung und ein abfahrtbereiter Nahverkehrszug der zu seiner Zeit pünktlich den Bahnhof zu verlassen hatte.

Der offizielle Jubiläumsaufkleber der Deutschen Bundesbahn zum 150-jährigen Deutschen Eisenbahnjubiläum, der ab Ludwigsstadt immer mal im Zug an Reisende aus der DDR verteilt wurde.

Ab 1970 verdrängten die modernen DB Neubaulokomotiven die Altbau E-Lokomotiven immer mehr aus den Planleistungen. Gerade ab den 70er Jahren wurden die Schnellzüge von und nach Berlin oft mit 10 Wagen planmäßig gefahren. So lag das Wagenzuggewicht um die 550 Tonnen, was die 151 gerade in der Steigung im Frankenwald spielend meisterte. Im Sommer 1973 begrüßte der Fahrdienstleiter in Ludwigsstadt die Fahrgäste im ersten Bahnhof der Bundesrepublik Deutschland. 151 036 Bw Nürnberg 2 bespannte planmäßig den D 303 Berlin-München den Zug von Probstzella bis Nürnberg. Nach Fahrgastwechsel und Ladearbeiten am Packwagen ging es los. Achtungspfiff, Türen schließen, Abfahrtsignal, Zusatzbremse lösen und dann Fahrstufe für Fahrstufe hochschalten damit der Zug die Steigung bis Steinbach bewältigt. Normaler Eisenbahnalltag einer längst vergangenen Epoche.

Postkarten Bahnhof Ludwigsstadt im Sommer 1949 mit einem abgestellten Zug Gleis 5 und einer E 44.

Rangierbetrieb in Ludwigsstadt August 1990, die BR 333 vom Bw Lichtenfels die in Steinbach am Wald stationiert war, rangierte einmal täglich in "Ludschd". Dabei fuhr sie Lz von Steinbach nach Ludwigsstadt und zurück. Hier wurde der Anschluß "Wela" Werke, Hartsteinwerke, Ladestraße bedient. Hier fährt die Kleinlok gerade in den Anschluß "Wela" Werke.

Bei Wind und Wetter gehören Streckenunterhaltung und Wartung mit zu den Aufgaben der Kollegen aller technischen Dienststellen, ohne die kein Zug rollen würde. Unter laufendem Verkehr im März 2001 säubern die Kollegen der Bm Kronach mit ihrem SKL Entwässerungsgräben und Durchlässe oberhalb von Ludwigsstadt am ehemaligen Block Leinemühle. 155 095 rollt mit ihrem Güterzug vom Rangierbahnhof in Richtung Saalfeld die Rampe hinunter.

Durchfahrt im Bahnhof Ludwigsstadt im Sommer 1921. Zahlreiche abgestellte Güterwagen für die Ladestraße, die Güterabfertigung sowie Drehschemelwagen für den Holztransport vermutlich für die Beladung in Lehesten.

Nochmals ein Blick über die alten Bahnanlagen in Ludwigsstadt. Am 19.02.1992 fuhr SVT 137 von München kommend in das Gleis 3 ein, daß bereits für den Umbau gesperrt war. 141 013 wartet auf Ausfahrt für den N 6713 nach Lichtenfels. Schön auch die Silbervögel mit regionaler Werbung, die ungern im DR Verkehr E 2002 / E 2007 eingesetzt wurden.

Beginnende Umbauarbeiten im Bahnhof Ludwigsstadt am 28.03.1992. Noch der Streckenabschnitt nach Probstzella eingleisig. Zugkreuzung eines Güterzuges mit N 6723 Probstzella - Lichtenfels, Zuglok 141 041 im Schlepp 111 222.

Interessant waren auch die E-Lok Umläufe der DB bis in die 90er Jahre, so kamen meist Lokomotiven der Bahnbetriebswerke Seelze, Hagen, Köln, Franfurt Main planmäßig mit Nahverkehrszügen bis Ludwigsstadt bzw. mit dem "Kleinen Grenzverkehr" E 2002 / E 2007 bis Probstzella. Im September 1999 kam die Dortmunder 111 154 außerplanmäßig mit einer RB von Nürnberg nach Ludwigsstadt und konnte bei ihrer Ausfahrt noch im Bild festgehalten werden als einmaliges Ereignis und stellvertretend für die zahlreichen Lokomotiven "fremder Bw`s" auf der Frankenwaldbahn.

Es war Beeindruckend Herzlicher Empfang im Bahnhof Ludwigsstadt. Bereits ab 12.November 1989 rollten neben den Planzügen auch zahlreiche Zusatz- und Sonderzüge. Für Thüringer und Franken eine emotionale Zeit. Neuland für alle in jeder Art und Weise.

Erinnerungsfoto vom 12.November 1989 E 2003 Saalfeld - Lichtenfels. Bis Probstzella ging es mit einer 119, ab dort mit einem V 100 Pärchen des Bw Hof weiter nach Lichtenfels. In Stunden wurden bei beiden Bahnverwaltungen Lokomotiven, Wagen, Personale organisiert um den Verkehr durchführen zu können. Lokführer des Bw Lichtenfels, Zugführer des Bahnhof Saalfeld eine erstes Deutsch-Deutsches Treffen auf Beruflicher Ebene im Bahnhof Ludwigsstadt. Der Saalfelder Zugführer fuhr als zweiter Mann zur Sicherung der Zugfahrt mit auf Grund des hohen Fahrgastaufkommens.

Abfahrtsignal durch den Zugführer vom Bahnhof Lichtenfels Einsatzstelle Pressig Rothenkirchen für den ersten Sonderzug von Ost nach West, dem E 2003 Saalfeld-Lichtenfels in Ludwigsstadt.

Bis zur Auflösung des Bw Saalfeld und Stilllegung des Hilfszuges war die Frankenwaldbahn bis Lichtenfels das Einsatzgebiet. Am 11.Mai 1996 war 204 254 zu einem Einsatz im Bahnhof Ludwigsstadt gerufen worden, da ein Schotterwagen entgleist war.

Spektakulärer Hubschraubereinsatz am ICE im Bahnhof Ludwigsstadt 23.08.2004.

DR Wagenzug am schönsten Sonntag Nachmittag mit fast 6 Stunden Verspätung rollte 155 180 mit einem Ganzzug "Halberstädter Mitteleinstiegwagen" der DR damals DB Nahverkehr am 18.Juni 2006 durch Ludwigsstadt. Da nach Gründung lokbespannte Züge nicht mehr in das moderne DB Konzept passten und eine Wandlung in Triebwagen begann wurden die Wagen mit 80er Baujahr an diesem Tag als Leerzug mit DB Cargo von Leipzig mach Ungarn überführt und dort von der MAV und GYSEV weiterverwendet. Heute gibt es diese Wagen noch als HO Modelle von Tillig.

Im Mai 1989 beging die Deutsche Bundesbahn den Festakt 50 Jahre Elektrifizierung Frankenwaldbahn. Von dessen Feierlichkeiten ab km 167,2 Richtung Saalfeld nichts zu bemerken war. Lediglich alte Eisenbahner begingen dieses Historische Ereignis "im stillen Kämmerlein". Mit zahlreichen Sonderfahrten wurde dieses Historische Ereignis durch das Nürnberger Verkehrsmuseum und die Bundesbahndirektion Nürnberg gewürdigt. Im Mai 1989 konnte E 18 047 mit einem Sonderzug zu diesen Feierlichkeiten in Ludwigsstadt abgelichtet werden.

Nachwendezeit in Ludwigsstadt 120 120 am 2.Weihnachtsfeiertag 1996 mit einem IC in Richtung München.

Umbauarbeiten im Bahnhof Ludwigsstadt 120 003 schlängelt sich am 25.09.1992 zwischen Baumaschinen und Baumaterial durch den Bahnhof. mit IC 805 nach München.

Umbauarbeiten an Gleisanlagen und Bahnsteigen in Ludwigsstadt am 25.09.1992. Gerade fuhr 155 261 Bw Weißenfels mit N 6730 Lichtenfels-Probstzella ein.

Allmähliche Öffnung des "Eisernen Vorhanges" am 01.11.1987 verkehrte ein zusätzlicher Schnellzug von Erfurt über Weimar-Jena (West) - Saalfeld - Ludwigsstadt - Lichtenfels - Bamberg nach Nürnberg Hbf.Zur Erinnerung stellte sich das Lok-und Zugpersonal des Bahnhofes Pressig-Rothenkirchen mit Eisenbahnernachwuchs dem Fotografen in Ludwigsstadt.
Für wenige Augenblicke kehrte die DB Nostalgie am 27.Mai 2012 in den Bahnhof Ludwigsstadt zurück. Der einstige DB Stat Kultlok 103 235 war an diesem Tag mit einem Sonderzug und historischen DB IC Groß- sowie Abteilwagen von Salzburg nach Berlin unterwegs. Jahrzehntelang war die "Hundertdrei" mit Meßz-, Sonder- und sporadisch mit Planzügen auf der Frankenwaldbahn unterwegs. Nach 1990 planmäßig bis Probstzella und Leipzig. Bis 1990 war dem "Star der DB" der EC / IC Verkehr sowie hochwertiger Postverkehr mit 200 km/h schnellen Postzügen in der Bundesrepublik vorenthalten. So waren für die Lokführer des Bw 1 in Nürnberg, Dienste Richtung Frankenwald schöne "Spazierfahrten". Ging es doch etwas geruhsamer zu.
Auch ein nettes Lokal in Ludwigsstadt. Gasthaus "Zur Eisenbahn", als Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeit für Touristen, Fahrgäste im Grenzverkehr und Einheimische 1960.
Nachkriegszeit in Ludwigsstadt (Zonengrenze) Sommer 1950.
Nicht nur touristisch hatte die Region etwas zu bieten. Im Gegensatz zu heute gab es in Ludwigsstadt zahlreiche gut geführte Geschäfte für Waren aller Art. Unter anderem auch das Kaufhaus Scheidig hier in der Nachkriegszeit 1953 und alle anderen umliegenden Ladengeschäfte sorgten für wirtschaftliche Stabilität und Versorgung in der "Wirtschaftswunderzeit" und danach. Heute befindet sich an der Stelle des Kaufhauses die Sparkasse.
Schwimmbad für Jeden in Ludwigsstadt Sommer 1938. Blickrichtung nach Steinbach am Wald. Links der Verlauf der heutigen B 85 Saalfeld - Kronach und rechts die Frankenwaldrampe.
Für die Streckenunterhaltung rund um Ludwigsstadt gab es hier eine eigenständige Bahnmeisterei. Gleis- und Unterhaltungsarbeiten bis zum Falkenstein bis hinter die Leinemühle und bis 1945 nach Lehesten gehörten zum Arbeitspensum. Im Januar 1974 gab es noch das Bm Gebäude das kurz danach abgerissen wurde und die Kollegen zur Bm Kronach umgesetzt wurden. In der Regel begann für jeden Betriebseisenbahner die Karriere bei der Bm. Junge unverbrauchte Männer konnten sich hier mit Stopfhacke und Schottergabel am Gleis täglich 12 Stunden "austoben" von Montag bis Samstag. Nach 3-4 Jahren ging es weiter als Güterboden- oder Gepäckarbeiter, Rangierer und dann auf das Stellwerk oder in andere Richtungen sowie auch Verbeamtung in den einfachen und mittleren Dienst der DB.
Erstes Weihnachtsfest in der Bundesrepublik. Am 24.Dezember 1949 ein fotografischer Blick vom Ludwigsstädter Fahrdienstleiter Stellwerk Richtung Bahnhof, wo ein Formsignal Ausfahrt für den Abendzug nach Lichtenfels zeigt.
Ein Blick als Erinnerung in den Stellwerksraum des Fahrdienstleiterstellwerkes in Ludwigsstadt das sich an der Brücke befand im Sommer 1968. Wenige Monate später am 05.November 1968 wurde das Drucktastenstellwerk Spurplan 60 um 09:00 Uhr in Betrieb genommen. Kurz darauf erfolgte der Abriß des Gebäudes und der Abbau der Anlagen.
Überall in Deutschland war man in der Zeit nach 1945 über jede Neuerung im Eisenbahnwesen stolz. Egal ob bei DB oder DR überall gab es die gleiche Technik die aus der Zeit nach 1900 stammte gerade im Stellwerksdienst. Einiges hat noch bis in das 21. Jahrhundert überlebt. Es muß auch hier im Bahnhof Ludwigsstadt ein erhebender Augenblick gewesen sein in dem der Fahrdienstleiter das neue Gleisbildstellwerk am 05.November 1968 um 09:00 Uhr in Betrieb nahm. Auch die Herrn vom Betriebsamt Lichtenfels ,der Direktion Nürnberg und der Bahnhofsvorstand waren beeindruckt von der neuen Technik.
Gähnende Leere im Bahnhof Ludwigsstadt während der Gleisumbauarbeiten der Frankenwaldbahn im September 2021. Blick Richtung Steinbach am Wald am 17.09.2021 zur Eisenbahnbrücke. Wenige Stunden später traf der Bauzug mit Gleismaterial zum Weiterbau ein.
Am späten Nachmittag des 17.09.2021 trafen 212 261 und 213 339 mit dem Schwellentransportzug zum Weiterbau der Gleisanlagen des Bahnhofes Ludwigsstadt ein. Die Maschinen warteten mit ihrem Materialzug auf dem Ludwigsstädter Trogenbachbrücke auf ihren weiteren Einsatz spät dann bei Einbruch der Dunkelheit.
Wo einst schwere Dampflokomotiven die Frankenwaldrampe erklommen, mühte sich auch eine DB E-Lok BR 140 von DB Cargo mit einem Militärzug am 02.Dezember 2012 die Rampe hinauf.
Zugbegegnung zweier Regionalbahnen am ehemaligen Block Leinemühle der Frankenwaldbahn kurz vor Ludwigsstadt am 13.April 2005.
Über 84 Jahre später am 08.Dezember 2012 rollte ein ET 442 an gleicher Stelle in Richtung Ludwigsstadt. Der Triebwagen war an diesem Tag als RE von Nürnberg nach Jena unterwegs.
Vorweihnachtsstimmung auf der Frankenwaldrampe mit einem ICE der von Hamburg Altona nach München in der Steigung vor Steinbach am Wald am 08.Dezember 2012 unterwegs war.

Erinnerung an den "Kleinen Grenzverkehr E 2002 / E 2007 der an Wochenenden und Feiertagen zwischen Ludwigsstadt und Saalfeld verkehrte mit Wagendurchlauf von und nach Lichtenfels. Internationaler Fahrschein DB / DR von 1978.

Erinnerung an die Qualität alter Farbfilme. 151 039 Bw Nürnberg 2 umfährt in Bahnhof Ludwigsstadt den N 6710 zum N 6719. Der Zubringer von Lichtenfels nach Ludwigsstadt zum D 302 nach Berlin und D 402 nach Leipzig. Nach Ankunft des D 303 von Berlin und D 403 von Leipzig ging es wieder zurück nach Lichtenfels. Zwischendurch war etwas Pause und Brotzeit für das Zugpersonal und etwas "Plauderei" oder "Leerwaaf`n" mit den Kollegen am Bahnhof, den Zöllnern und Grenzpolizisten angesagt. Schließlich gab es auch gut gekühltes Jahnsbräu am Bahnhof und Brotzeit aus dem Bahnhofsrestaurant. Erinnerungen vergangener Tage aus dem Jahr 1978.
Tägliches Bild 1978 im Bahnhof Ludwigsstadt. Mehrfach verkehrten Lokleerfahrten von Pressig nach Probstzella und zurück, von und zu Güter- oder Schnellzügen. Auch viele Sonderzüge z.B. Kesselwagenzüge aus Leuna bzw. Schwedt rollten über den Grenzbahnhof. Da die Züge in der Regel um die 1200 Tonnen hatten waren auch zwei Lokomotiven auf der Rampe notwendig. Hierbei leistete die BR 151 sehr gute Dienste.
Güterwagen Hauptzettel eines DR Wagens mit Beladung über den Grenzübergang Ludwigsstadt / Probstzella 1985.
Der Ludwigsstädter Viadukt aus einer ungewohnten Perspektive. Eine Maxima von "Legios" überquerte an einem Sonntag Nachmittag das Bauwerk. (29.07.2012)
Auch ungewohnt, der Blick auf Höhe des ehemaligen Fahrdienstleiterstellwerkes am Viadukt auf den "Fünfhundertvier" der von München nach Hamburg am 05.August 2012 den Viadukt überquert. Jetzt ist der Fernverkehr im Frankenwald fast Geschichte mit wenigen Ausnahmen in Tagesrandlagen und der Nacht.
Ab und zu "streckte die 143 ihre Flügel". Ersatz war meist für eine Runde nach Lichtenfels oder Bamberg bzw. nach Naumburg gleich gefunden. Am 23.Januar 2001 sprang 232 195 kurzfristig für eine RB Leistung von Saalfeld nach Bamberg ein und konnte am späten Nachmittag noch auf dem Viadukt abgelichtet werden.
Nicht nur Großdiesellokomotiven kamen im Nahverkehr zum Einsatz. Auch der Desiro VT 642 kam gelegentlich zwischen Saalfeld und Lichtenfels zum Einsatz. 642 507 Regio Erfurt war am 02.April 2005 als RB 15876 von Lichtenfels nach Saalfeld unterwegs und verlies gerade den Bahnhof Ludwigsstadt auf Höhe des alten Wärterstellwerkes den Bahnhof.
Die "Edelhirsche" E 18 und E 19 waren bis in die 80er Jahre ein gewohntes Bild im Frankenwald. Heute schon etwas besonderes wenn eine Altbau E-Lok wie hier am 13.06.2012 plötzlich aus dem Nichts auftaucht. Museumslok E 18 047 war an diesem Tag von Halle nach Nürnberg unterwegs.
Wie auf zahlreichen anderen Strecken gab es auch auf der Frankenwaldbahn immer kleinere und größere Baustellen unterschiedlicher Art. Eine Vielzahl von Lokomotiven meist privater EVU`s waren hier im Einsatz. Am 21.03.2009 war die V 100 der Firma Uwe Adam aus Eisenach mit Lok "Holger" hier im nächtlichen Einsatz und war am Tage in Ludwigsstadt abgestellt.
















Da es sich in meiner Dokumentation auch zu Hauf um Lokomotiven dreht, gehört auch ein Fabrikschild mit dazu. In diesem Fall das der Lok "Holger" der Firma Uwe Adam.


Steinbach am Wald knapp 600 Meter über dem Meeresspiegel - Brechpunkt der Frankenwaldrampe


Mit knapp 600 Meter Höhe der Brechpunkt der Frankenwaldbahn. Errichtung eines Durchgangsbahnhofes mit Kreuzungs- und Überholungsmöglichkeiten. Bau eines Gleisanschlußes Ende zu den Wiegand Glas Werken. Inbetriebnahme des Gleisanschlußes der Rauschert Porzelanwerke mit Wagendrehscheibe. Stationierung einer Rangierlok für Steinbach und Ludwigsstadt. Errichtung von Wasserbunkern am Bahnhof für die Zug- und Schiebelokomotiven. Güteranlagen mit Ladestrasse und Abstellgleisen. Als Besonderheit gab es ab Anfang der 50er Jahre den Culemeyer Ersatzverkehr der Bundesbahn in Richtung Tettau nach Stilllegung der Linie Pressig - Tettau zur Bedienung der Glaswerke in Alexanderhütte und Kleintettau mit Quarzsand aus Königsluther bzw. Amberg.


Kartenausschnitt 1903 mit dem Empfangsgebäude in Steinbach am Wald.

Fast gleiche Motive 1927 mit der Postkarte aus Friedrichshöh des Ortsteiles wo sich der Bahnhof befindet. Im Bahnhof steht eine bayerische Schlepptenderlok die auf ihre Arbeit wartet.

Oberes Bild das Beamtenwohnhaus des Bahnhofes Steinbach am Wald 1913 im dahinterliegenden Einschnitt verläuft die Frankenwaldbahn.

Rechts das oben beschriebene Beamtenwohnhaus des Bahnhofes mit Blick zum Hotel "Pietz", daß sich parallel zum Bahnhof befand. Die Strecke verfügt bereits über Fahrleitungsmasten und datiert vom Sommer 1942.

Ein Blick auf die im Hintergrund angrenzenden Gebäude am Steinbacher Bahnhof 1963. Links der Aufenthaltsturm der Bahnmeisterei für Schneewache, Wohnhäuser, rechts das Hotel Pietz am Bahnhof. Das Wiegand Werk befindet sich links ist hier nicht sichtbar. Der LKW liefert gerade das "Burgbräu" der Brauerei Lauenstein in jener Zeit aus.

Steinbach am Wald 1908, Gasthof "Pietz", der Bahnmeisterturm dahinter das EG links das Stellwerk sowie ein Bayerisches Ruhehalt Signal. Blick von der Strassenbrücke aus nördlicher Richtung.

Trotz das der Ganzzug für Hackschnitzel leer war mühte sich 253 014 der Pressnitztalbahn am 05.Mai 2007 die Frankenwaldrampe von Probstzella herauf. Noch wenige hundert Meter bis zum Brechpunkt in Steinbach am Wald bis zur beginnen Talfahrt konnte der Zug von der Strassenbrücke B 85 abgelichtet werden.

Fast der gleiche Blick am 14.07.1994. Im Anschluß der Firma Rauschert ist noch ein SKL mit Bauwagen abgestellt, kurze Zeit später wurde der Bahnhof umgebaut.

Zwei Bundesbahn Culemeyer in "Doppeltraktion" des Bw Coburg 1955 auf der Frankenwaldhochstrasse Steinbach - Tettau mit einem offenen Güterwagen der mit Kohle beladen war.

Glasentladebühne für Güterwagen im Anschluß der Firma Wiegand. Gerade wurden Güterwagen vom Culemeyer sowie Schiebewandwagen mit Wiegand Glaserzeugnissen am 14.07.1994 rangiert und für den abendlichen Güterzug nach Nürnberg Rbf bereitgestellt.

Leider im Gegenlicht der Culemeyer der Spedition Söllner mit einem Ucv Wagen Quarzsand beladen zum Abtransport von Steinbach nach Kleintettau. Im November 1995 kurze Zeit später wurde der Culemeyerverkehr eingestellt.

Güterwagen Hauptzettel für einen mit 27 Tonnen Quarzsand beladenen Wagen von Hirschau nach Tettau 1991.

Das EG und die Bahnanlagen in Steinbach am Wald im März 2002 aus Richtung Förtschendorf.

27.05.1992 Blick aus dem Abteilfenster. Im Bahnhof Steinbach rangiert die Kleinlok, die für die Zustellung der Wagen zur Firma Wiegand, den Culemeyer und für die Bedienung der Anschlüße im Bahnhof Ludwigsstadt stationiert war. Links ein LKW Anhänger der DB für das neu eingeführte Gepäckfrachtsystem der DB.

Das Beamtenwohnhaus, daß 1884 für die Bediensteten des Bahnhofes errichtet wurde steht unmittelbar am Einschnitt Richtung Ludwigsstadt. Links führt die Brücke entlang zum Rennsteig, die Strasse rechts führt zum Bahnhof. Im Hintergrund die neu errichtete Porzelanfabrik Rauschert im Jahre 1900.

Der eigentliche Ort Steinbach am Wald liegt ca. 2 km vom Bahnhof entfernt. So verläuft doch die Frankenwaldbahn parallel im Hintergrund. Am Verlauf der Alleebäume erkennt man den heutigen Verlauf der B 85, daß in der Mitte rot dargestellte Gebäude ist das Gemeindeamt mit Schule, daß heutige Rathaus. Postkarte von 1900.

Unterwerk in Steinbach am Wald aus den 30er Jahren mit Gleisanschluß für die konstante Einspeisung der Fahrleitungsspannung der Frankenwaldbahn. (18.06.2004)

Die Firma Wiegand Glas setzt immer wieder auf den Schientransport gerade bei umfangreichen Mengen wie Altglas bzw. unterschiedliche Glasprodukte der Firma rentiert sich der Transport. Leider wurde immer wieder versucht den Kunden loszuwerden. Versuch des Glastransportes mit einem Ganzzug nach Baden-Württemberg bzw. Frankreich. Am 18.06.2004 rangiert V 100 Lok Nr.42 Unisped mit Schiebewandwagen im Anschluß.

Das Landleben war generell in jener Zeit karg und einfach egal wo man in Deutschland hinschaute. Gerade in der Rennsteigregion Frankens und Thüringens herrschte doch oft bittere Armut und karges Leben. Etwas Glasindustrie, Heimarbeit verbunden mit Fußmärschen nach Sonneberg, etwas Forst- und Landwirtschaft, einige Schiefergruben oder Steinbrüche gaben den Menschen Arbeit. Eine Bierwirtschaft um 1920 in der Ortschaft Windheim bei Steinbach am Wald mit seinen Bewohnern zeigt deutlich das spärliche Leben jener Zeit mit seinen einfachen Verdienstmöglichkeiten.

Am 27.Mai 1992 beförderte die Münchner 114 603 den D 402 Nürnberg - Leipzig mit Postwagen an der Spitze von Nürnberg bis Probstzella. Der abgelichtete D 402 hat mit dem klassischen D 402 nichts zu tun, der nach 1990 umbenannte D 402 lief in den Nachmittagsstunden und über Jena nicht über Gera.

Mit dem Bau der Frankenwaldbahn entstand nach Betriebsaufnahme ein eigener Ortsteil Steinbach am Wald Bahnhof. Rund um den Bahnhof siedelte sich die Wiegand Glashütte, Gaststätten, Pensionen und ein kleiner Colonialwarenladen mit Bäckerei an. Ebenso entstanden erste Wohnhäuser meist von Bahnbediensteten und den Arbeitern, die hier Lohn und Brot fanden. Rechts im Bild auch die Porzelanfabrik Rauschert am Bahnhof. Heute ist diese Straße die Hauptverkehrsstraße, die rund um bebaut wurde und immer noch zum Bahnhof führt sowie weiter nach Lehesten und Teuschnitz. Ein Bilddokument aus dem Jahre 1938 mit hohem historischen Stellenwert.

Gleisplan des Bahnhofes Steinbach am Wald 1935.
Am Abend des 14.07.1994 rollte EC "Miamara" Zagreb-Berlin durch den Bahnhof Steinbach am Wald, der sich zu diesem Zeitpunkt gerade im Umbau befand.
Steinbach am Wald Richtung Ludwigsstadt 14.07.1994 mit Dieseltankstelle für die Kleinlok.
Umbauarbeiten mit einer V 100 des Bw Hof in Steinbach am Wald sowie Blick Richtung Förtschendorf am 14.07.1994.
Im Hintergrund noch erkennbar der Lokschuppen für die Kleinlok im Bahnhof Steinbach am Wald 14.07.1994.
Güterverkehr für die Wiegand Glaswerke. 312 113 vom Erfurter Bahnservice rangierte für einen Ganzzug am 21.Juni 2012 in den Abendstunden Schiebewandwagen zur Beladestelle im Werksanschluß.
Wenige Wochen vorher am 15.Mai 2012 rangierte 346 502 vom Erfurter Bahnservice im Gleisanschluß der Firma Wiegand.
Von September bis Oktober 2021 wurde die Frankenwaldbahn zwischen Probstzella und Pressig komplett wegen Bauarbeiten gesperrt. So wurden Unter- und Oberbau von Ludwigsstadt bis kurz vor Förtschendorf auf ca. 15 km erneuert. Am 25.09.2021 sind die Arbeiten im Bahnhof Steinbach am Wald in vollem Gang. Tonnen von Altschotter, Erdreich, Altschwellen und Schienen werden hier komplett ausgetauscht.
Der Blick von der Brücke der Rennsteigstrasse in Steinbach am Wald zum Einschnitt in der Ausfahrt des Bahnhofes Richtung Ludwigsstadt am 25.09.2021. Bereits seit dem Bahnbau ab 1883 ist der künstliche Einschnitt immer wieder den Auswirkungen von Wasser, Frost und Erdbewegungen ausgesetzt. Auch wenn sich der Untergrund stabil durch Schiefer "anfühlt", so bringt das Wasser auf der Wasserscheide der Elbe zugewandten Richtung, das von hier nach Norden abfließt immer wieder Probleme und seit jeher sind solche Einschnitte für Bahnbauleute immer wieder herausfordernd. So kommt es hier wiederholt zu tiefgründigen Arbeiten und Sanierungen um den Untergrund wieder zu entfeuchten und zu stabilisieren. Da hilft nur eins, eine komplette Erneuerung des Bahnkörpers in jeglicher Hinsicht.
Auch Bahnbau Spezialfahrzeuge kamen bei der Streckensanierung 2021 zum Einsatz. Um das Alt- und Neumaterial in unwegsamen und steilen Gelände zu transportieren kamen an verschiedenen Baustellenabschnitten auch diese Ketten Dumper zum Einsatz. Altmaterial wurde hier kostengünstig an Ort und Stelle aufgearbeitet und wieder verwendet. Baustellenfahrzeug am 18.09.2021 hinter dem Bahnhof Steinbach am Wald Richtung Ludwigsstadt wärend des Streckenumbaues.
Dank der Weitsicht der Firma Wiegand Glas wurde das EG in Steinbach am Wald vor dem Verfall bzw. Abbruch gerettet. Am 18.09.2021 steht es Eingerüstet und zur Sanierung bereit. Sicherlich wird es kein Bahngebäude mit seinen Aufgaben mehr werden aber es wird ein Optischer Blickfang für Gäste und Reisende.
Oberhalb von Förtschendorf hinter dem Block Kohlmühle war 152 030 am 06.02.2019 mit dem LKW Walter Richtung Steinbach am Wald unterwegs.
Heute geht alles etwas schneller, denoch mußte sich 151 157 DB Cargo Nürnberg Rbf auch am 06.02.2019 von Pressig bis Steinbach "ins Zeug" legen um 152 038 mit ihrem LKW Walter-Zug tatkräftig hier kurz hinter der Kohlmühle zu unterstützen.
Unterhalb von Steinbach am Wald hinter dem ehemaligen Block Bastelsmühle rollte 120 111 mit IC 2355 Rostock - München am 03.05.2017 dem Bahnhof Förtschendorf entgegen.
ICE 1511 Hamburg - München an der "Bastelsmühle am 03.05.2017.
Am 03.05.2017 war diese Sonderfuhre auf der Frankenwaldbahn unterwegs. 111 078 DB Regio Stuttgart mit Triebwagen VT 628 DB Regio Ulm von Ulm nach Mukrahn zum DB Stillstand Managment.
Durcharbeitung des Streckengleises Förtschendorf - Steinbach am Wald wärend einer Baumaßnahme von DB Netz am 09.10.2021. Hier kam die Stopfmaschine der Firma Joseph Hubert aus Nürnberg zum Einsatz. Aufnahme Nähe der Bastelsmühle.
Am 18.09.2021 arbeitete sich der Schotterpflug auf dem linken Streckengleis der Steigung der Frankenwaldbahn von Förtschendorf bis Steinbach am Wald langsam hinauf. Die Maschine der Firma Hubert aus Nürnberg wurde kurz hinter dem alten Block Kohlmühle abgelichtet.

 

Förtschendorf


Durchgangsbahnhof in südlicher Richtung der Frankenwaldbahn. Umfangreicher Güterverkehr durch zwei umliegende Steinbrüche mit Feldbahnbetrieb, Holzverladung, ortsansässige Brauerei Leiner sowie zahlreiche Firmen in Teuschnitz sorgten für Güterverkehr. Ladegleis mit Güterabfertigung, Schotterverladung. Der Beiname der Gemeinde Förtschendorf - "Klein Berchdesgaden im Frankenwald" führte dazu das der Ort Förtschendorf sowie die nähere Umgebung mittels Eisenbahn und Wanderungen von zahlreichen Ausflugsgästen besucht wurde.


Bahnhofsgebäude in Förtschendorf mit Güterschuppen, Ladestrasse und Nebengebäude 1974.

Bahnhofsneubau in Förtschendorf im Jahre 1982. Rechts der Flachbau beherbergt örtliche Anlagen und einen Warteraum. Auf Grund des geringen Verkehres wurde nur ein Bahnsteig neu errichtet sowie zwei Überholgleise und ein Stumpfgleis. Gelegentlich wurden in Förtschendorf Kesselwagen durch die Firma Lang entladen.

Leiner Biere aus Förtschendorf waren in ganz Deutschland geschätzt und beliebt. Der Transport des Leiner Bieres erfolgte bis 1960 mit den Güterzügen.

Brauerei Gasthof der Leiner Bräu in Förtschendorf in den 70er Jahren.Ausflugsziel vieler Wanderer und Touristen bis in die 90er Jahre.

Vor der Einfahrt rechts von Steinbach kommend befand sich das Schotterwerk Raab. Foto von 1959.

Winter 1942 Stellwerk Förtschendorf, dahinter ersichtlich die Schotterverladeanlage im Bahnhof.

Sommer 1940 Blick über Förtschendorf in Richtung Rennsteig. Gut erkennbar der Verlauf der Frankenwaldbahn und in der Bildmitte das EG mit seinen weiteren Bahnhofsanlagen. Einige Güterwagen stehen zur Be- bzw. Entladung im Bahnhof.

In Förtschendorf heißt es für jeden Zug Richtung Rennsteig nocheinmal Schwung zu nehmen. Auf der leichte Steigung hieß es am 28.02.2004 für den Lokführer der 155 239 nocheinmal "Dampf" zu machen bevor es hinter der "Waldeslust über die Kohl- und Bastelsmühle" zum Rennsteig hinauf geht.

Wie fast jeder Güterzug muß ab Pressig nachgeschoben werden. Am 28.02.2004 unterstützt 232 068 von Pressig bis Steinbach und rollte dann gekuppelt am Zugschluß mit hinunter bis Saalfeld. Auch der Lokführer der 232 mußte "ganz schön aufmachen" bis zum Brechpunkt. Weithin war das Motorengeräusch der 232 zu hören. Einfach ein Sounderlebnis de Luxe und schon Geschichte.

Schneefall am 05.März 1994 in Förtschendorf. 140 700 beförderte an diesem Tag den N 6710 Lichtenfels - Probstzella.

Als es noch richtige Winter gab. Schneepflug des Bw Lichtenfels mit der Hofer 212 049 auf der Frnkenwaldbahn 1983 bei Förtschendorf unterwegs.

 

Pressig - Rothenkirchen


Abzweigbahnhof Strecke Pressig - Tettau

Bahnhof Rothenkirchen um 1903, mit einem damaligen Passagierzug nach Saalfeld, sowie der Gaststätte Scherbel und einem Eisenbahnerwohnhaus, die sich an der heutigen Hauptstraße in Pressig noch befinden.


Auf der südlichen Rampenseite der Frankenwaldbahn sollte eine ebenbürtige Maschinen- und Locomotivstation erschaffen werden durch die Bayerische Staatsbahn wie auf der nördlichen Seite durch Preußen in Probstzella. Die bayerische Locstation war für den Schiebedienst von und nach Probstzella sowie für die Bespannung von Reise- und Güterzügen nach Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Sonneberg, Coburg, Tettau, Nordhalben, Weißenbrunn und Lehesten vorgesehen. Die Bauern der Gemeinde Rothenkirchen weigerten sich ihren Grund an die Bahn vor Baubeginn zu verkaufen. So wurde auf dem Gemarkungsgrund Pressig ein Bahnhof mit "Locomotivstation" errichtet. Hier haben zum Zeitpunkt des Bahnbaues 1883 bis 1885 ca. 8 Häuser gestanden. Der Ort Pressig entstand erst nach der Inbetriebnahme der Bahnlinie im Laufe der Jahrzehnte. Daher die Bahnhofs- und Bw Bezeichnung anfänglich als Rothenkirchen. Später dann Pressig - Rothenkirchen. Ab 1949 war Pressig Güterzugbildungsbahnhof für den DB / DR Verkehr. Hier zweigte auch die Strecke nach Tettau ab, zur Versorgung der Glashütten im Oberen Frankenwald erbaut. Pressig war ebenfalls Heimatbahnhof für Lok- und Zugpersonale bis 1997. Später als Standort der Schiebelokomotiven DB Cargo, die noch bis in die heutige Zeit im Güterverkehr benötigt werden. Eine weitere Lok befindet sich in Probstzella. 

 

Südlicher Blick auf Pressig 1919-im Vordergrund das Streckengleis Richtung Stockheim.

Blick auf Pressig Bahnhof und Ort im Jahre 1922.

Pressig mit Bahnhof Rothenkirchen 1922.

Rund- und E-Lokschuppen in Pressig, Wohnhäuser am Bw im Jahre 1939.

E-Lokschuppen des Bahnbetriebswerkes Pressig-Rothenkirchen 1958 mit Drehscheibe, "Spinne" Dreiständigem Lokschuppen mit Anbau. Wenige Jahre später wurde das Gebäude abgerissen.

Pressig aus östlicher Richtung im Jahre 1942.

E 91 97 im Jahre 1956 in ihrem Heimat Bw Pressig-Rothenkirchen, der Meister hatte gerade Dienstbeginn und war mit dem Vorbereitungsdienst der E-Lok beschäftigt, so das er den Fotografen garnicht bemerkte. Anschließend ging es mit einem Nahgüterzug nach Bamberg.

Graphischer Dienstplanauszug Bw Pressig-Rothenkirchen gültig vom 31.Mai 1964 für den Sommerfahrplanabschnitt bis September für die Lokbaureihe E 52.

Empfangsgebäude und gegenüberliegendes Bahnhofshotel in Pressig Sommer 1958.

Warten auf den Güterzug in der Nacht vom 03. zum 04.Februar 2012. 194 158 in Pressig. Eine Aufnahme fast wie in Alten Zeiten.

194 580 eine "Alte Pressigerin", später im Rangierbahnhof beheimatet. Am 05.08.2005 nach erbrachter Schiebeleistung von Probstzella nach Pressig rüstet sich die Lok für die nächste Leistung über die Frankenwaldrampe.

Manchmal heißt es warten. 151 053 wartet am 02.Oktober 2012 in Pressig auf den nächsten Güterzug aus Richtung Nürnberg.

Ebenfalls eine gedruckte Karte, kein Echtfoto von 1920, das Wohnhaus am Bw in Pressig. Rechts die Gleise der Frankenwaldbahn. Unmittelbar links neben dem Wohnhaus führte die Strecke nach Tettau vorbei.

Pressig 1922 oben der ehemalige Colonialwarenladen am Bahnhof, in dem sich heute die Sparkasse befindet und der Blick auf die Rauschert Porzelanwerke mit Bahnhof.

Pressig 1959 die zur Bahnlinie parallel verlaufende Hauptstraße Richtung Kronach. Die rechts einmündende Strasse führt Richtung Bahnhof, Bw, Welitsch und Heinersdorf bei Sonneberg. Das Gebäude mit Turm, das Frankenwaldhotel Pressig das bis in die 90er Jahre zahlreiche Touristen, Ausflügler und auch DB Übernachtungspersonal beherbergte.

Interessante Beschriftung der Postkarte um 1908. Pressig mit Bahnhof Rothenkirchen. Ein C-Kuppler wird gerade auf der Drehscheibe des damaligen Bw Rothenkirchen gedreht.

Blick auf den Bahnhof Pressig Ende der 50er Jahre. Mittlerweile ist der Kalte Krieg auf beiden Seiten entfacht. Es beginnt links der Bau der Wohnhäuser Am Anger und der Gartenstraße nicht nur für die Bewohner auch für Zöllner und Grenzpolizisten, die hier im nördlichen Landkreis Kronach an der Grenze eingesetzt wurden. Zu ihren Aufgaben zählte nicht nur die Grenze, auch der Bahnverkehr, da Pressig als Grenzabfertigungsbahnhof im DR / DB Verkehr galt. Nicht nur im Güterverkehr wurden die Kollegen eingesetzt auch im Paß Kontroll Verkehr zwischen Lichtenfels und Ludwigsstadt. Weitere Grenzübergänge gab es im Landkreis Kronach nicht. Der Straßenübergang Tschirn - Brennersgrün der zum Transport der Schiefergrubenarbeiter von Oberfranken nach Thüringen noch geöffnet wurde war dann schon geschloßen.

Hochbetrieb im Bahnhof Pressig am 24.08.1990. Zahlreiche Güterwagen, Lokomotiven sorgen für einen umfangreichen Rangierverkehr im Bahnhof. Gerade fährt der E 2004 Lichtenfels - Saalfeld mit einer Lok der BR 141 ein.

Zusammenstellung eines Dg nach Nürnberg Rbf mit der Pressiger V 60. Die BR 151 wartet auf ihren nächsten Einsatz vor einem Güterzug nach Probstzella, den sie nach 15:00 Uhr beförderte und ab Probstzella den D 307 Berlin - München bis Nürnberg Hbf zog. Anschließend ging es Lz zum Rangierbahnhof wo die 151er getauscht wurden. Gegen 22:00 Uhr mit einem Dg ab Rangierbahnhof nach Pressig. Gegen 01:00 Uhr Dienstschluß für das Lokpersonal samt E-Lok. (24.08.1990)

1906 noch als Bahnhof Rothenkirchen bezeichnet. Oben rechts die 1884 errichteten Eisenbahnerwohnhäuser an der Hauptstraße. Unten der Blick zum Bahnhof und dem Bahnhofshotel.

Blick auf den Pressiger Bahnhof 1919. Im Hintergrund die Porzellanfabrik, rechts eine Schlepptenderlok, die ins Bw rollt, gedreht wird und den nächsten Güterzug bis Bamberg beförderte.

Erinnerungen an den Hochwertigen Schnellzugdienst ab den 30er Jahren auf der Frankenwaldrampe war der Einsatz der E 19, deren Einsatz von München bis Berlin geplant war, und die viele Jahre hier zu sehen war, auch im Bahnhof Pressig.

Sonniger Januar Tag 1983 in Pressig steht die spätere Museums E-Lok 44 119 mit ihrem abfahrtbereiten Dg nach Nürnberg Rbf mit zahlreichen Güterwagen der umliegenden Bahnhöfe und Wagen vom Grenzübergang Probstzella, die weiter befördert werden müßen. Nach erfolgter Bremsprobe und Zugabfertigung ging es für Lok und Personal knapp 140 km auf die Fahrt nach Nürnberg.

Im Mai 1989 feierte die Deutsche Bundesbahn das 50.Jubiläum der Elektrifizierung der Frankenwaldbahn mit einem großartigen Rahmenprogramm. Leider ein halbes Jahr zu früh, vor der Grenzöffnung. In der DDR wurde das Thema totgeschwiegen, da gab es zwischen dem "Feindesland" und dem Sozialistischen Arbeiter und Bauern Staat keine Gemeinsamkeiten und schon garnicht eine durchgängige erste elektrische Eisenbahnverbindung von München nach Mitteldeutschland, deren Weiterbau bis Berlin, Danzig, Königsberg geplant war.

Eine private Polaroid Aufnahme, die zu dieser Zeit hochmodern war. 151 001 beförderte am 01.Juni 1991 den D 302 München - Berlin von Nürnberg bis Probstzella. Ein denkwürdiger Tag, es war der letzte planmäßige Halt des D 302 in Pressig. Ab dem 02.06.1991 fuhren die Schnellzüge von Lichtenfels bis Probstzella auf dem 63 km langen Stück der Frankenwaldbahn durch.

Im Nachwendeanstrich präsentierte sich 155 083 vom Bw Weißenfels am 17.04.1994 im Bahnhof Pressig, hier war sie an diesem Tag als Schublok auf der Frankenwaldrampe eingesetzt.

Das Los der Schiebelokomotiven im Frankenwald war immer das Warten auf den nächsten Zug. Mitunter war der Dienst auf der Schiebelok "entspannend", wenn zwischen den Schiebeleistungen etwas Zeit war. Dafür gab es Tage und in der Nacht als die Güterzüge im Blockabständen gerollt sind, so das nach Überlieferungen Lokführer mit der BR 151 in der Nacht in einem 12 Stunden Dienst 13 Mal den Berg rauf und runter "georgelt" sind. Am 16.Juni 2005 wartet 151 021 in Pressig auf ihren nächsten Einsatz.

So waren doch im Bw Rothenkirchen, später Pressig-Rothenkirchen zum großen Teil nur "Kraftpakete" beheimatet. War doch das Hauptaufgabengebiet der Pressiger Maschinen Züge aller Art über den Frankenwald zu schieben. Eine der spektakulärsten Maschinen war die BR 96. Eine der kräftigsten Maschinen im Deutschen Lokomotivbau, Im juni 1932 wurde 96 022 in Pressig abgelichtet.

Das die Frankenwaldrampe eine der größten Versuchsstrecken für Lokomotiven, Material- und Bremsbeschaffenheiten war ist ohne Zweifel. Selbst die in Pressig beheimatete 44 001 wurde oft zu Versuchszwecken zwischen Pressig und Saalfeld meist vor Güterzügen als Vorspann-, Schub- oder Bremslok eingesetzt. Auch Lastprobefahrten, Wasser-, Kohle-, Dampfverbrauch wurde oft an den Maschinen getestet. So wurden auch neue Bauteile und Verfahren im Deutschen Dampflokbau an dem Prototyp 44 001 getest. Sommer 1933 im Bw Pressig von Carl Belingrodt.
Auch 44 008 vom Bw Saalfeld war im Güterzugeinsatz anzutreffen. Hier war der Einsatz vor Güterzügen eines ihrer Hauptgeschäfte. Aber auch Schiebedienste von schweren Schnellzügen ab Saalfeld bis Pressig, die auf dem 52 km langen Streckenstück alle Kraft die in ihr steckte auf die Schiene umsetzen mußte. So wurden schwere Schnellzüge mit 500 bis 600 Tonnen Wagenzuggewicht von den 44ern ab Saalfeld nach Pressig und zurück geschoben. Da in Saalfeld oft planmäßiger Lokwechsel stattfand wurde auch hier die Schiebelok angesetzt oder abgekuppelt. Erprobung mit kurzem Schlepptender speziell für Kurzstrecken im Güter- und Schnellzugdienst. So reduzierte sich auch das Gesamtlokgewicht der 44er um ca. 10 Tonnen, was sich in Geschwindigkeit, Kohleverbrauch und umgesetzter Leistung bemerkbar machte. Sommer 1933 in Pressig Carl Belingrodt.
Luftbild des Bahnhofes und des Ortes Pressig 1936.
Fliegeraufnahme 1942 des Bahnhof Pressig-Rothenkirchen.
Bahnanlagen in Pressig 1952.
Erneuerung der Fahrleitung im Bahnhof Pressig, Bauzustand am 18.09.2021. 212 261 rangiert mit Schwellentransportwagen im Bahnhof.
Nicht nur Gleissanierung und Gleisbauarbeiten gehören mit zu den Bautätigkeiten von DB Netz, auch muß die Fahrleitung regelmäßig unterhalten, gewartet und erneuert werden. Ein Arbeits SKL mit Arbeitsbühne der Fahrleitungsmeisterei Bamberg am 18.09.2021 im Einsatz im Bahnhof Pressig. Auch wurden Fahrleitungsmasten und Fundamente erneuert, rechts im Bild.

  

Der Blick vom Bahnsteig zum Bw in Pressig von dem nichts mehr zu erkennen war im September 1989. Der Arbeitsbereich der Fahrleitungsmeisterei Pressig mit abgestellten Fahrzeugen. Die alte E 44 fungierte viele Jahre im Bahnhof Ludwigsstadt als Trafo für die elektrische Weichenheizung und Zugvorheizanlage. Nach Modernisierung stand sie lange Zeit in Pressig und wurde 1990 ihrer Verschrottung zugeführt. Wenige Wochen später war es in Pressig mit der Ruhe vorbei, plötzlich öffnete sich am 09.November 1989 die Grenze.
Das Nürnberger Urgestein 141 369 war viele Jahre auf der Frankenwaldbahn im Einsatz. Mit der Eröffnung des Abschnittes von Probstzella bis Camburg mit Zweigleisigen und Elektrischen Betrieb kamen die "Knallfrösche" sogar nach Naumburg und Großheringen. Im Sommer 1995 rollte die Lok mit einem Eilzug von Naumburg nach Lichtenfels in den Bahnhof Pressig. Leider war auch schon das Ende der 141 in Sicht. Sollten doch die Lokomotiven der BR 143 und 155 der DR hier zum Einsatz kommen.
Bis zum von 1999 bis Dezember 2010 trugen VT 612 DB Regio Hof den Hauptteil des Nahverkehrs im Frankenwald. Ab dem Zeitpunkt wurde auf den Talent 2 ET 442 umgestellt. Die Fahrzeuge sind seit Jahren im täglichen Einsatz zwischen Nürnberg-Saalfeld-Jena und Leipzig sowie als RB zwischen Bamberg und Kronach. Umlaufbedingt wurde der VT 612 zwischen Saalfeld und Hof bzw. Bayreuth gefahren, da diese Fahrzeuge ihrer Heimatdienststelle und Werkstatt zugeführt werden mußten. 442 106 war auf einer Präsentationsfahrt unterwegs und wurde von 612 156 am 09.Oktober 2010 in Pressig überholt.
Warten auf Überholung hieß es am Nachmittag des 19.November 2005 für den Lokführer des leeren Schotterzuges. Nach ICE und RB Überholung konnte die Class 66 mit ihren leeren "Rail Pro" Schotterwagen weiterfahren. Der Zug war von der Gleisbaustelle der ICE Neubaustrecke Nürnberg-München nach Großebersdorf bei Niederpöllnitz unterwegs.Als Vorleistung brachte die Maschine Schotter aus Thüringen zur ICE Strecke.











Stockheim (Ofr.) - Direktionsgrenze Erfurt


Abzweigbahnhof Strecke Stockheim - Sonneberg - Coburg


Anschlußpunkt nach den Bauarbeiten des Lückenschlußes ab Eichicht im Jahre 1885. Stockheim einer der wichtigsten Orte für die Wirtschaft in Franken und Thüringen durch den Abbau qualitativ hochwertiger Steinkohle. Mit dem Lückenschluß sowie dem Bau weiterer Bahnlinien konnten viele Firmen auf kurzem Weg mit der erforderlichen Menge an Steinkohle versorgt werden. Errichtung einer abzweigenden Linie nach Sonneberg über Burggrub, Neuhaus Schierschnitz und Föritz. Mit dem Bau dieser Verbindung konnte ein großer Teil der Güter schneller Richtung Werrabahn, Würzburg und Bebra abgefahren werden. Eine schnellere Verbindung nach Coburg kam somit ebenfalls zu stande. Stockheim war in einen bayerischen und preußischen Bahnhofsteil untergliedert. Übergabefahrten von Stockheim nach Pressig bzw. Lokdrehfahrten nach Pressig wurden ebenfalls vereinbart und durchgeführt. Somit  kamen auch Pressiger Lokomotiven nach Sonneberg und Coburg über Burggrub. Hier siedelte sich nach dem Bahnbau 1885 eine sehr produktive und große Glas- und Spielwarenindustrie an. Auch zahlreiche Fabrikanten von Christbaumschmuck, die ihre Wurzeln aber im ca. 3 km entfernten Thüringer Land hatten oder hier das Handwerk, "gleich hinter der Grenze" erlernten. Stockheim selbst befand sich in einer sehr zentralen und verkehrsgünstigen Lage was der Wirtschaft nutzte. Somit siedelten sich nach dem Bahnbau auch hier in Stockheim viele Arbeitskräfte an, was die Gemeinde zum wachsen brachte. Auch die Nähe zu Sonneberg, das jetzt mit der Bahn erreicht werden konnte lies zahlreiche Menschen pendeln.