Faller Neuheiten Großprojekt 2026


Nicht "kleckern" sondern "klotzen" sagt sich die Geschäftsleitung der Firma Faller und sie haben recht auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Eine gute und richtige Entscheidung ein Neuheiten Projekt auf den Weg zu bringen in Zeiten wo alle jammern, aber wann wird mal nicht gejammert....


Es gilt ein unvergleichliches Projekt zu schaffen, ein Modell mit dem man auf einige Monate und Jahre beschäftigt ist als Modellbahner. Ein Projekt mit Herz.


Alles andere war schon da oder kommt wieder oder ist "abgelutscht" wie ein Drops, manches kann man nicht mehr sehen auch auf der Modellbahn.

Etwas Neues, daß sich außerhalb vom Tellerrand befindet, was den Modelleisenbahner, Bastler herausfordert. Ein Projekt das nie fertig wird, ein Projekt an dem es immer etwas zu tun gibt, packen wir es an...


Faller Modell Großprojekt HO Stahlwerk Neuheit 2026


Großprojekt Stahlwerk HO von Faller


Zum ersten ein Diorama Gelände mit Projekten, Elektrik und eigenen Ideen.

Zum Zweiten die Anlage mit Stahlwerk. Es liegt vor der Haustür das "Projekt Maxhütte" in Spur HO. Stahlwerke funktionieren nach gleichen Grundprinzipien.

Hier kann man sich austoben, gestalten, fummeln und manchen Abend verbringen bevor sich der gediegene Modelleisenbahner vom "Deutschen Wiederholungsfernsehen"  den Abend "verschönert". Schließlich hat ja Fernsehen einen Bildungsauftrag.


Ein reizvolles Thema das inspiriert und fordert.

Um eins klarzustellen, das Thema Preis ist tabu, das Projekt ist ein einmaliges Unikat, deren Formen nicht für andere Bausätze verwendet werden können. Entweder Top oder Hopp heißt es hier.

Wer hat schon so ein Projekt, so einen Hingucker, etwas besonderes.

Einfach mal überlegen was bekomme ich hier für mein Geld.

So ein Projekt spornt an und macht stolz wenn man es fertig hat.


Region Saalfeld / Unterwellenborn seit hunderten von Jahren eine Region der Metallgewinnung und des Bergbaues


Faller Stahlwerk im fertigen Zustand ein absoluter Blickfang


Glück Auf,

Seit hunderten von Jahren graben Bergmänner in den Bergen und Tälern rund um Saalfeld nach verschiedenen Bodenschätzen, auch Erzen und Zuschlagstoffen für die Metallgewinnung und Herstellung.

Kleine Hammer- und Pochwerke, kleine Schmelzhütten stellten Metallgegenstände aller Art her für Industrie, Landwirtschaft, Handwerk, Persönlichen Bedarf etc.


Schwerste körperliche Arbeit die heute keiner mehr erledigen möchte, Witterung, Kälte, Hitze, magere Löhne und schwerste Bedingungen im Berg und in der Hütte.


Ein Dreiklang Stahl, Bergbau und Eisenbahn


Gottes Segen so rief man 1871 als der erste Dampfzug von Gera über Unterwellenborn (damals Röblitz) - Saalfeld nach Eichicht rollte.

Wenige Jahre später sprengte die Gründerzeit einen gewaltigen unvorstellbaren Rahmen. Industrien, Handel, Bergbau explodierten regelrecht. Alle denkbaren Industriezweige schoßen wie Pilze aus dem Boden. Die Eisenbahn, konnte, wollte und mußte alles transportieren.

Bergbauschätze wurden jetzt überall hin transportiert, schnell und kostengünstig. Die eröffnete Maxhütte konnte jetzt schneller an Bodenschätze, Zuschlagstoffe und begehrte Kohle kommen. Produktion schneller, billiger, qualitativer.

Der Transport mittels Bahn funktionierte tadellos. 


Mit den Gründerjahren siedelten viele Arbeiter und ihre Familien in die Region, sie fanden Lohn, Brot und Arbeit. Ortschaften wuchsen und wurden erweitert, verarbeitendes Handwerk schloß sich an. Die Landwirtschaft wuchs, schließlich mußten die Ortschaften auch versorgt werden. Auch der Konsum des begehrten Gerstensaftes überstieg alle Vorstellungen des vorherigen Verbrauches.


Die Maxhütte stellte Schienen her, diese fanden riesigen Absatz für den Bau und die Erweiterung von Bahnstrecken. Nicht nur das Strecken neu erbaut und eröffnet wurden, auch waren die vorhandenen Strecken bereits zu gering in der Aufnahmekapazität. Es entstanden erste Zwei- und Mehrgleisige Strecken. Bahnhöfe wurden erweitert um dem steigenden Güter- und Personenverkehr gerecht zu werden. Auch der Bau von Anschluß- und Werkbahnen aller Art boomte. Aber auch Stahl für andere Zwecke wurde dringend benötigt. Der Bau mit Holz gehörte der Vergangenheit an. Industrie Stahl für alle Zwecke, Brücken, Gebäude, Maschinen, Militär und die Eisenbahn waren hoch im Kurs.

So hatte Stahl auch den Vorteil der Langlebigkeit und Wiederverwertbarkeit (Schrott zum Einschmelzen). Holz war zwar billiger aber auch im Brand- und Überflutungsfall was damals oft passierte wertlos. Auchb war die  Stabilität gegenüber Stahlprojekten geringer. Denoch hat Holz auch seine Daseinsberechtigung.

Auch wurden Stahlwerke oft in die Nähe von Bergwerken gebaut, kurze Transportwege. 

Ort Röblitz mit Maxhütte um 1920. 

Sammlung: Karsten Claus - Saalfelder Lokschuppen

Das Herz der Maxhütte in den 30er Jahren für die Stahlproduktion.

Sammlung: Karsten Claus - Saalfelder Lokschuppen

Stahlwerke standen immer hoch im Kurs, Stahlarbeiter waren geachtete Zeitgenossen. Zu jeder Zeit und politischen Ära wurde Stahl benötigt. Im Jahre 1950 wurde Stahl mehr denn je benötigt durch die Zerstörung von Industrieanlagen, Ortschaften, Brücken, Eisenbahnstrecken etc. Im gleichen Atemzug müssen hier auch die Anstrengungen der Bergleute und Eisenbahner gewürdigt werden.

Sammlung: Karsten Claus - Saalfelder Lokschuppen



Doch nun zum Projekt 


Planung eines Bahnhofes Unterwellenborn


Es muß kein Bau 1:1 sein, der Bahnhof verfügte vorerst über 7 Bahnhofsgleise, davon zwei mit Mittelbahnsteig für den Reiseverkehr.

Ein EG, zwei Stellwerke (Wärter, Fahrdienstleiter) oder ein Gleisbildstellwerk. Auf örtliche Gleisanlagen wie GA und Ladestrasse oder weitere Gleisanschlüße könnte verzichtet werden. 

Für den Werkbahnverkehr gibt es entsprechende Anschlußgleise und Zufahrten die von Lokomotiven der Werkbahn und der DB / DR zum Teil mitbedient wurden. Ein Gleisplan ergibt sich nach der groben Fertigstellung des Modell Stahlwerkes mit Einbezug weiterer Gebäude und Anlagen. Überlegungen zur Bebauung der Ortschaft oder einer Bahnhofsstrasse hängen von den Platzverhältnissen ab.


Planungsvorschläge zum Projekt


Die Gestaltung des Themas ist so umfangreich, das die Anzahl der Ideen bald unbegrenzt ist, es kommt auch auf die Platzsituation und eigenen Vorstellungen an. Hier möchte ich nur Stichpunktartig einige Ideen anreißen ohne sie näher auszuführen. 


- Stahlwerk mit je nach Platzverhältnissen anzuordnenten weiteren 

  Anlagen und Gebäuden


- Zulieferprojekte Stahllagerplatz, Zementwerk, Schrottplatz, Bunkeranlagen für Kohle, Erze, Zuschlagstoffe, Lagerplätze

- Verwaltungs- und Sozialgebäude mit Arztpraxis, Kulturpalast oder Kino, Schwimmhalle


- Lokschuppen mit Werkstatt für Werklokomotiven, auch die Integration von Feldbahnen HOf 6mm Busch oder Roco HOe Schmalspur 9mm sind attraktive Ergänzungen


- verschiedene Kran- und Verladeanlagen, evtl. Hafenanschluß


- Zahlreiche Figuren Arbeiter, Angestellte, Schulklasse auf Besuch, Strassenfahrzeuge und Schichtbusse


- Empfangsgebäude, Bahnhofsgaststätte, angrenzende Wohngebäude der Eisenbahn, Gemeinde, Stahlwerk, Geschäfte am Werk und Bahnhof, Fußballplatz für die Werkself, Schule, Gemeindeamt


- Werksfeuerwehr, Wachshutz


- Fußgängerbrücken vom Werk zum Bahnhof


- Signalbrücken


- Moderner Werkbahnhof und Bahnhof mit Gleisbildstellwerken ab der Epoche IV und Lichtsignale


- umfangreiche Elektronik, LED Leuchten, Strassenleuchten, Flutlichter, Brandflackern, Schweißlichter 


- eine Seilbahn für Erztransporte zur nächsten Grube


- zum Thema Vegetation sollten durchaus Bäume im absterbenden Zustand aufgestellt werden, grün ist eher selten, Blätter und Gräser sind mit grauen und roten Flugstaub überzogen auch Gebäude und Anlagen,

es war einfach vieles grau , hier sollte generell ein Hauch Patina überall aufgetragen werden


- der Einsatz von Schienenfahrzeugen ist so vielfältig und interessant, reicht er doch vom Triebwageneinsatz in schwachen Verkehrszeiten bis zum 2000 Tonnen Ganzzug verschiedener Kategorien


- auch Lokomotiven können hier in großem Umfang zum Einsatz kommen, ziehmlich alles was die Sammlung hergibt, eswdomminiert natürlich der Güterverkehr


- auch das Carsystem verleiht diesem Großprojekt Leben so macht es doch etwas her wenn sich im Gelände noch einiges bewegt


Sicherlich gibt es noch umfangreiche weitere Ergänzungen zum Thema. Der Bau dieses Projektes kann durchaus eine Lebensaufgabe werden. Hierzu wünsche ich viel Kraft, Ausdauer und Spass.