Rbd Erfurt - Bw Saalfeld
Historische Geschichte und Wiederbelebung
des Bahnbetriebswerkes Saalfeld
Motive vom "Affenfelsen"...
und
vom Wasserkran Gleis 7
Das waren oft die häufigsten und beliebtesten Motive in Saalfeld. Im Laufe der Jahre sammelten sich weitere Bilder an mit unterschiedlichen Motiven an.
Kein Mensch vermag zu sagen wieviel "Kilometer" Film hier belichtet wurden. Saalfeld einer der Pilgerorte der Eisenbahnfans aus ganz Europa.
Aber nicht nur in Saalfeld auch in vielen anderen DR Bahnbetriebswerken versammelten sich die Fans.
Hauptgrund war die Vielfalt der Lokomotiven, gute Fotostandpunkte für Fahrzeuge und das Bw.
So war der Blick vom "Affenfelsen" immer eine Reise wert, zumal viele Bahnbetriebswerke ohne Beziehungen und Erlaubnis nicht betreten werden durften. Hier ging es offiziell ohne Probleme und Ärger.
Auch wenn sich manche Motive wiederholen vom Standort oder dem Motiv der Anlagen und Lokomotiven, bleiben es schöne Erinnerungen an die Dampflokzeit in und um Saalfeld.
Danke nochmals an die vielen Fotografen und Eisenbahnfreunde die mir ihre schönen Aufnahmen für die Webseite zur Verfügung gestellt haben.
Und auch an Familien, die unwiderbringliche Bilder einer Sammlung von Erben und Verwandten nicht vernichtet haben.
Am Thema Lokomotiven im Bw Saalfeld führt kein Weg vorbei in keiner Dokumentation, deshalb ein kurzer Beitrag zum Thema. Es soll auch keine historische Abhandlung sein, lediglich ein geschichtlicher Abriß, der neben dem Bw auch Allgemeine Informationen enthält, die fast überall in Deutschland anwendbar sind und waren.
Das Bahnbetriebswerk Saalfeld bestand nicht nur aus Lokomotiven
der BR 01...
Selbstverständlich rufen die "Hochbeinigen" immer Begeisterungsstürme hervor, aber die Kleinen blieben oft im Verborgenen und wurden wenig gewürdigt.
Man möge auch die Motivwiederholung vom Saalfelder Wasserkran Gleis 7 verzeihen, aber es war zu Dampflokzeiten der günstigste Punkt in Saalfeld alle Maschinen meist von ihren Zügen zur Fahrt zum Bw abzulichten. So wurde gescherzt, das dies der "Meistfotografierteste Wasserkran" der DR war.
Bw Rudolstadt oder Bw Saalfeld
Mit Inbetriebnahme der Eichichter Bahn, Gera - Saalfeld - Eichicht wurde in Saalfeld und in Eichicht jeweils eine Lokremise mit Werkstatt errichtet, denoch sollten die Anlagen wenig später erweitert werden, da schon zu diesem Zeitpunkt der Bau der Saalbahn Großheringen - Jena - Rudolstadt - Saalfeld und der Verbindung Erfurt - Rudolstadt - Schönberg - Hof im Raum stand. Geplant war ein Eisenbahnkreuz der Privaten Saalbahngesellschaft und der Königlichen Eisenbahndirektion in Rudolstadt, in Höhe des heutigen Güterbahnhofes. Auch war die Errichtung eines Lokschuppens mit Werkstatt und kompletten Anlagen in der Planung. Gefahren sollte auf der Hofer Strecke mit Vorspann und Schiebelokomotiven. Für den Bahnhof Schönberg im Vogtland war eine Lokstation geplant, da hier Güterwagen Richtung Zwickau bzw. Hof / Regensburg / Nürnberg / Prag umgestellt wurden und die Weiterbeförderung der Sächsischen Staatsbahn oblag. Personenzüge sollten in Schleiz und Schönberg enden, Schnellzüge sollten von Erfurt bis Hof bzw. Eger durchgehend befördert werden. Ebenso von Erfurt bis Zwickau und Chemnitz sowie Erfurt nach Dresden und Breslau waren Zielbahnhöfe. Für das Kreuz Rudolstadt bedeutete das den Bau und die Inbetriebnahme eines Bw in der Form des Bw Saalfeld. Durch das Eisenbahnkreuz zweier wichtiger Hauptbahnen. Seine Durchlaucht Fürst Günther war entzückt über die moderne Verkehrsplanung jener Zeit und das "sein Rudolstadt" in der Mitte wichtiger Verkehrsstrassen lag, "...von Rolschd (Rudolstadt) sausen Dampfzüge nach Sachsen, Böhmen, Schlesien, Berlin, München, Italien, die Alpen, Erfurt und Frankfurt...". So schien der Fürst sehr glücklich über den Entscheid eines Rudolstädter Bahnknotens zu sein. Rudolstadt als Residenzstadt rückte in die Mitte sich kreuzender Verkehrswege, wer auf den Verkehrswegen unterwegs war konnte sich höchstpersönlich vom Vorzuge unserer Residenz überzeugen. Lange unbequeme Kutschfahrten entfielen und auch das Volk könne reisen.
Durch die Insolvenz der Baufirma wurde das Projekt der Strecke Erfurt - Schönberg beendet, so war die Errichtung einer Lokremise der Saalbahn in Saalfeld ein weiterer Baustein für ein Bw. Das Rudolstädter Bahnkreuz war leider in weite Ferne gerückt. Immer wieder "flammten Pläne" zur Inbetriebnahme auf wurden aber nie verwirklicht.
Bereits ab 1882 / 1883 begannen Pläne für eine große Lokremise für Preußische, Sächsische und Bayerische Maschinen die Runde zu machen. Man ahnte von zu Anbeginn der Bauarbeiten der Loquitz- und Frankenwaldbahn das es eine große Menge Güter- und Reisezüge geben wird die Saalfeld tangieren. Waren in Bayern, Preußen und Sachsen wichtige Lieferanten und Industrien für Thüringen und Saalfeld. Bis dahin bestand Teilung auch bei den Länderbahnen.
Mit dem Lückenschluß von Eichicht nach Stockheim wurden die Anlagen des Bw Saalfeld erweitert, da von nun an vermehrt Lokomotiven aus Halle, Leipzig, Bamberg, Probstzella in Saalfeld wendeten. Durch Inbetriebnahme aller weiteren Strecken nach Katzhütte / Königsee, Arnstadt und Lobenstein / Marxgrün wurde ab 1908 nicht nur der Saalfelder Bahnhof auch das Bw neu errichtet und 1910 dem Verkehr übergeben.
Nun bestand über Reuss (Lobenstein) und Hof auch eine direkte Verbindung nach Böhmen was sich positiv auf die Wirtschaft übertrug. So war Saalfeld Gott gesegnet in alle Himmelsrichtungen sehr gute Gleisverbindungen zu besitzen. Nicht nur die Wirtschaft auch die Region profitierte durch die Zugverbindungen im Tourismus und Pensionsgewerbe. Luftkuren, Badeanstalten, Kurgärten huldigten der Erbauung der Eisenbahnstrecken.
Um 1910 war Saalfeld eines der größten Bahnbetriebswerke das von sieben Strecken profitierte.
- Nürnberg / Bamberg / Frankenwald / Schieferstadt Lehesten
- Sonneberg / Coburg
- Eger / Hof / Lobenstein
- Leipzig / Zeitz / Gera sowie Anschluß aus Raum Zwickau und
Sachsen
- Berlin / Halle / Leipzig über Jena
- Hessen / Erfurt / Arnstadt
- Katzhütte / Königsee
So tangierten ca. 40-50 Lokomotiven täglich das Bw Saalfeld.
Bereits ab den 20er Jahren stand mit dem Bau größerer und leistungsstarker Lokomotiven fest, daß das Bw bereits wieder zu klein war. Auch beginnende Entwicklungen im Diesel- und E-Motorenbau brachten völlig neue Perspektiven mit dem Bau von Werkstätten und Anlagen. Revolutionärste Entwicklung war der Akku Triebwagen Bauart "Wittfeld" zwei und dreiteilig, der hier die Dampfkraft auf vielen Strecken hätte ersetzen können. Warum es nicht zur Stationierung der lägendären ET kam ist nicht überliefert. Vermutungen liegen nahe das man im Gebirge vor allem im Winter die Zuverlässigkeit von Dampflokomotiven schätzte und sich an das Neuland Akku Triebwagen nicht herantraute. Es gab keine Erfahrungen.
Der Plan des Groß Bw Saalfeld reifte bereits Ende der 20er Jahre als größtes "Mittel Bw" auf der Streckenhälfte zwischen Berlin und München.
Über 200 Lokomotiven für Saalfeld waren geplant
Ungewohnte Perspektive des Bahnhofes Saalfeld 1978. Ausfahrt der 95 0014 mit
P 18003 nach Sonneberg. Standort des Fotografen am Bahnsteigende Gleis 3/4,
Gleis 4a und "Vierer Lokstutzen" Richtung Süden.
Bis in die 70er Jahre war in Saalfeld ein Feuerlöschzug beheimatet. Der Einsatz erfolgte als Dringlicher Hilfszug zum Brandort. Durch den Einsatz von Dampflokomotiven war die Eisenbahn gesetzlich verpflichtet Feuerlöschzüge zentral vorzuhalten. Auch war der Ausbau der Straßen und Zufahrtswege zu den Gleisanlagen oft schwer zugänglich, so das der Einsatz oft nur auf den Gleisen möglich war. Auch fehlten den örtlichen Feuerwehren oft die entsprechenden Einsatzfahrzeuge. In den 70er Jahren änderten sich die Bestimmungen zum Feuerwehreinsatz. Auch durch den zunehmenden Einsatz von Diesel- und E-Lokomotiven konnte der Einsatz und die Beheimatung von Feuerlöschzügen relativiert werden. 1968 stand der Saalfelder Feuerlöschzug noch zu Einsatzzwecken zur Verfügung. Bw Personal, auch Lokführer, Heizer und Verwaltungspersonal wurden zu Eisenbahn Feuerwehrleuten ausgebildet und hatten im Spind ihre Feuerwehr Uniform und Utensilien zum schnellen Einsatz. Der Zug bestand aus zwei umgebauten 16,5 Kubikmeter Tendern der BR 55 bzw. 57 von ausgemusterten Lokomotiven oder Umbauten. Die Tender wurden vollkommen umgebaut und im Innenleben mit einem Tank zur Wasservorberatung ausgestattet. Im Einsatzwagen in der Mitte befanden sich alle gängigen Feuerwehr Gegenstände die im Feuerwehr Auto für den Einsatz ebenfalls mit vorgehalten wurden. Sowie ein umgebauter Personenwagen als Mannschaftswagen für die Einsatzkräfte. Das Bw hielt bis in die 60er Jahre in der Regel zwei Lokomotiven der BR 93 als Hilfszuglokomotiven unter Dampf für den Einsatz des Feuerlöschzuges und des Bw Hilfszuges. Bis in die 50er Jahre hielt das Bw Saalfeld noch einen Lazarettzug vor wo eine dritte 93er vorgehalten werden mußte. Bei größeren Ereignissen mußten drei Hilfszüge ausrücken, dafür war das Bw verantwortlich. Auch für den Einsatz, Materialversorgung und Ausbildung.
Bis in die 70er zum Teil bis in die 80er Jahre befanden sich nicht nur im Bw Saalfeld, auch in anderen umfangreiches Fahrzeugmaterial das in den 60er und 70er Jahren ausgemustert oder abgestellt wurde. Wenn die Fahrzeuge nicht gleich verschrottet wurden, dienten sie als Ersatzteilspender für noch im Einsatz befindliche Fahrzeuge oder als Lager-, Schulungsraum. Auch als Zusatzwagen für Werkstatt- und Testfahrten wurden solche Fahrzeuge verwendet. Alte Preußen und in der Mitte der ET 188 521 im Jahre 1974 in Saalfeld.
Der kleine Gepäcktriebwagen GT 2 der Schleizer Kleinbahn wurde ca. 1969 außer Dienst gestellt und zum Bw Saalfeld überführt. 1972 wartete der Gepäcktriebwagen auf seine Zukunft in Saalfeld. Der Beschluß lautete das das Fahrzeug der Nachwelt erhalten werden soll und dem Verkehrsmuseum Dresden als rollfähiges Fahrzeug zugeteilt werden soll nach der Restaurierung und den Erhaltungsmaßnahmen.
Hinzu kamen auch Lokbahnhöfe bzw. angegliederte Bahnbetriebswerke
- Rottenbach für den Schiebebetrieb nach Singen sowie die Strecken nach Katzhütte, Königsee, Saalfeld und Rudolstadt. Hier befanden sich jeweils ein Lokschuppen in Katzhütte und Königsee. Eingesetzt waren die BR 93 und BR 58, BR 65/10, BR 83/10.
- Eichicht war stillgelegt bis zur Eröffnung der Strecke nach Hohenwarthe, wo bis 1945 jeweils täglich ein bis zwei Lokomotiven auf der Werkbahn zum Pumpspeicherwerk und Papierfabrik Hohenwarthe im Einsatz waren. BR 93, 57, 58 bzw. gelegentlich BR 86.
- Triptis für die Strecken nach Gera, Saalfeld, Lobenstein über Saalfeld , Wurzbach , Marxgrün über Ziegenrück und Lobenstein sowie nach Münchenbernsdorf. Ein zweiständiger Lokschuppen in Münchenbernsdorf beherbergte zwei Maschinen für den Zugbetrieb bis Niederpöllnitz bzw. Triptis und gelegentlich bis Weida. BR 57, BR 58, BR 93, BR 65/10, BR 83 / 10
Der in Ziegenrück entstandene Lokschuppen aus den Anfangsjahren der Strecke wurde für Lobensteiner und Triptiser Maschinen benutzt und beherbergte nur eine Lok bis zur weiteren Eröffnung der Strecke nach Marxgrün. Lokschuppen Münchenbernsdorf wurde in den 60er Jahren stillgelegt und der Bahnhof mit der Triptiser V 60 bedient. Im Lokschuppen befand sich eine Werkstatt für DR Klein- und Rollcontainer bis 1990.
- Bw Lobenstein wurde später dem Bw Saalfeld zugeteilt Leistungen nach Marxgrün, Saalfeld über Wurzbach, Triptis, Rundfahrten von Lobenstein über Wurzbach - Saalfeld - Triptis nach Lobenstein oder umgekehrt. Gera Hbf sowie Güterzüge Saalfeld - Unterwellenborn bzw. Personenzüge Lobenstein-Wurzbach-Saalfeld-Pößneck ob.Bf. BR 93, BR 57, BR 58 gelegentlich BR 86, BR 65/10, BR 83/10
- Bw Göschwitz wurde mehrfach verschoben nach Weimar, Saalfeld und Gera zum Schluß nach Saalfeld mit dem Lokschuppen in Pößneck unt. Bf. Der Lokschuppen für den Schiebebetrieb in Jena - West unterstand ebenfalls dem Bw Göschwitz. Einsatz erfolgte zwischen Saalfeld - Göschwitz - Großheringen bzw. Naumburg / Weißenfels, Weimar - Göschwitz - Gera, Göschwitz - Porstendorf - Eisenberg - Crossen - Zeitz, Göschwitz - Gera - Zeitz - Teuchern - Naumburg - Göschwitz und Göschwitz - Orlamünde - Pößneck unt.Bf. - Oppurg, zeitweise Saalfeld - Unterwellenborn Übergabeverkehr. BR 41, BR 44, BR 57, BR 58, BR 65/10, BR 83/10, BR 93.
- Bad Blankenburg Lokschuppen der Saalbahngesellschaft, für den Zugverkehr Schwarza - Blankenburg ein einständiger Lokschuppen. Mit Eröffnung der Strecke Saalfeld - Arnstadt und Rottenbach Katzhütte / Königsee wurde der Schuppen nicht mehr benötigt.
Mit der Verdieselung ab den 70er Jahren gab es nur noch Lokomotiven der BR 110 später 115 dann 114 für den Zugverkehr auf diesen Strecken. Ab den 80er Jahren erhielten Triptis, Göschwitz Lokomotiven der BR 119.
Für den Rangierdienst waren in Saalfeld, Könitz, Triptis, Bad Blankenburg, Jena (Saalbf.) Göschwitz und Lobenstein jeweils eine
V 60, BR 106 zugeordnet.
Für den örtlichen Rangierverkehr waren Kleinlokomotiven Kö BR 100 vorgesehen, sie waren in Saalfeld, Pößneck ob. Bf., Neustadt (Orla), Münchenbernsdorf, Rudolstadt Gbf, Göschwitz, Uhlstädt, Kahla, Camburg stationiert. Bis in die 70er Jahre das Ausbesserungswerk Jena (Saalbf.)
Die in Stadtilm beheimatete Kleinlok gehörte zum Bw Arnstadt.
Im Bw Verschub sorgte eine BR 101 / 102 für den Rangierdienst.
Bewußt nicht nach Baureihen geordnet - Lokomotiven des Bw Saalfeld
Schnellzüge mit den ersten B-Kupplern
In folgenden Bahnhöfen waren Rangierdiesellokomotiven auf Anschlußbahnen eingesetzt, die technisch vom Bw Saalfeld betreut wurden
Die Rangierlokomotiven der einzelnen Firmen wurden nicht nur bei Reparaturen und Technischen Problemen unterstützt. Es mußten auch Schlepp- und Überführungsfahrten durchgeführt werden. Fahrten vom Anschluß zu den Bahnbetriebswerken bzw. Einsatzstellen mit V 60 oder V 100, da einige Lokomotiven den Zusatz hatten, "Nur auf gleisen des Bahnhofes ... zugelassen". Oder "Nicht auf Reichsbahngleisen zugelassen".
Saalfeld - Probstzella
- Eichicht (Kaulsdorf) Mischfutterwerk, Schiefergruben Unterloquitz
,Kalugga, V 23, V 15
- Unterloquitz 2 x V 15 (Bw Probstzella)
Hockeroda - Blankenstein
- Blankenstein Papierwerk Dampfspeicherlokomotiven, V 60
Saalfeld - Arnstadt / Katzhütte
- Bad Blankenburg Transportgummi V 15
- Wöhlsdorf Schrotthandel 2 x V 15
- Stadtilm Saline V 15 gehörte zur Technischen Betreuung Bw Arnstadt
- Bergbahn Oberweißbach V 23, V 15, BR 101 für Verschubarbeiten und
Güterverkehr auf der Flachstrecke Lichtenhain - Cursdorf
- Sägewerk Kernsthal bei Katzhütte Kalugga
Saalfeld - Gera Hbf
- Unterwellenborn Maxhütte V 15, V 23, V 60 (eigene Werkstätten)
- Könitz Tanklager V 15
- Krölpa Ranis Gipswerk V 15
- Triptis Landmaschinenhandel V 15
- Niederpöllnitz Mischfutterwerk V 15
- Großebersdorf / Lederhose Tanklager V 15
Saalfeld - Großheringen
- Schwarza Zellwolle V 15, V 23, T 334
- Rudolstadt Betonwerk V 15, später Kalugga
- Rudolstadt Mischfutterwerk BR 100 (Kö), V 15
- Kahla Porzelanwerk V 15
- Göschwitz Heizkraftwerk V 60
- Jena West Schottwerke BR 100 (Kö), V 15, E-Lok 700 V Gleichstrom
im Werkanschluß Fa. Schott
- Porstendorf Papierwerke BR 100 (Kö)
- Dornburg Zementwerke V 15
Auf weiteren Bahnhöfen waren Klein- und Rangierlokomotiven der DR eingesetzt
Die Saalfelder Kleinlok 100 734 war am 02.02.1984 vom Anschluß der Gasanstalt zum Bahnhof unterwegs, nachdem leere Propangaswagen der Direktionsbeschaffungsstellen der DR zum Befüllen mit Propangasflaschen zur Signalbeleuchtung bereitgestellt wurden.
Kleinlokomotiven sind unersetzlich...
Am 11.06.1983 musste die Leipziger 118 697 mit der Kleinlok 100 432 im Bw Saalfeld rangiert werden. Eine kleine kurzfristige Reparatur rief die Bw Schlosser auf den Plan. In der Standpause von 13:00 Uhr bis 16:30 Uhr mußte und wurde der Schaden behoben. So konnte die Maschine pünktlich den Nachtschnellzug E 806 / D 718 Saalfeld - Leipzig - Putbus bespannen. Es war schließlich Sommer Ferienzeit.
Kleinlokomotiven und Rangierlokomotiven im Bahnhof Saalfeld
Eine Lok BR 100 DR Kleinlok mit folgenden Rangieraufgaben:
- Rangierarbeiten Wagenwerk Saalfeld Stellwerksbezirk SR II
- Rangierfahrten Propangasanstalt Saalfeld
- Teilweise Bedienung Zollpost Saalfeld
- Unterstützung Personenbahnhof bei Rangierarbeiten mit Post-,
Expressgut und Schadwagen
Planmäßig waren vier Lokomotiven BR 106 V 60 DR im Einsatz
- Berglok / Rangierlok
- zwei Lokomotiven im Güterbahnhof / Einfahrt / Ausgang / Ladestrassen / Güterabfertigung / Containerbahnhof
- Lok Personenbahnhof Rangierarbeiten Personenbahnhof / Postgleise W 2 / teilweise Propangasanstalt + Zollpost / Wagenwerk
- BR 101 DR für Rangierarbeiten im Bw Saalfeld Materialwagen / Kohle- Dieselwagen / Lokverschub
- Bm Saalfeld BR 101 DR Rangier- und Arbeitszüge Freie Strecke und Bahnhof Saalfeld Gleisbauarbeiten, Wartung und Pflege von Entwässerung Durchlässen und Vegetationsarbeiten
Strecke Saalfeld - Gera
Bahnhof Könitz V 60 Rangierarbeiten Erzverladung, Tanklager, Baustoffhandel, Ladestrasse, Übergaben nach Krölpa-Ranis, Pößneck, Unterwellenborn, Saalfeld
Bahnhof Pößneck ob.Bf. Kleinlok V 100 DR Rangierarbeiten gesamter Bahnhof
Bahnhof Neustadt (Orla) Kleinlok V 100 DR Rangierarbeiten gesamter Bahnhof
Bahnhof Triptis V 60 DR Rangierarbeiten Güter- und Reisezüge in Triptis, Übergaben nach Auma, Niederpöllnitz, Weida und Münchenbernsdorf
Bahnhof Münchenbernsdorf Kleinlok V 100 DR Bahnhof, Containerwerkstatt, Militäranschluß (Strecke zweigt in Niederpöllnitz ab)
Strecke Saalfeld - Camburg
Bahnhof Rudolstadt Gbf Rangierarbeiten Personen- und Güterbahnhof bis in die 60er Jahre Anschlußbedienung Ankerwerke
Bahnhof Uhlstädt Kleinlok V 100 DR für Signalmeisterei
Bahnhof Kahla Kleinlok V 100 DR Bahnhof Kahle + Militäranschluß
(zu Göschwitz)
Betreuung Bw Saalfeld Est. Göschwitz
Bahnhof Göschwitz V 60 DR Bahnhof Göschwitz Personen- und Güterverkehr, Übergabe Anschluß Rothenstein, Neue Schenke, Jena West, zum Teil Jena Saalbahnhof
Bahnhof Stadtroda Kleinlok V 100 DR Rangierarbeiten Bahnhof
(Kleinlok Hermsdorf-Klosterlausnitz zum Bw Gera)
Bahnhof Jena Saalbahnhof V 60 DR Güter- und Personenverkehr, Militärverkehr, Übergabe Porstendorf Papierfabrik, Übergaben Göschwitz
Bahnhof Camburg Kleinlok V 100 DR Rangierarbeiten Bahnhof, Anschluß Mühlenwerke,
Strecke Saalfeld - Arnstadt
Bahnhof Bad Blankenburg V 60 DR Rangierarbeiten Bahnhof, Militärverkehr, Übergabe Saalfeld, Anschlußbedienung Schrotthandel Wöhlsdorf
Strecke Saalfeld - Blankenstein
Bahnhof Lobenstein V 60 DR Güter- und Personenverkehr, Übergabe Ebersdorf - Friesau Bedienung Kohlehandel und BHG
Die DR Maschine BR 118 war im Gebiet der DR komplett auf Haupt- und Nebenstrecken im gemischten Dienst neben anderen Baureihen im Einsatz. 118er gab es wie "Sand am Meer". War sie auch bei den Personalen beliebt und geschätzt. Der allgemeine Spruch war immer,..."mit einer Anlage kommt man immer heim"..., der Vorteil der zweimotorigen Maschine. So war der Rettungsanker immer der zweite Motor. Was nach 1990 den Betriebswirten ein rotes Tuch war und zur schnellstmöglichsten Ausmusterung führte. Zwei Motoren galten als Unwirtschaftlich, auch die Dampfheizung war nicht mehr zeitgemäß. So verschwanden die "Dicken aus Babelsberg" recht schnell.
Erinnerung an den Einsatz der 118er in Thüringen. 118 800 Bw Leipzig Süd erbrachte planmäßig folgende Leistung:
D 403 Leipzig - Nürnberg / Bespannung Leipzig - Probstzella
Lzv 403 Probstzella - Saalfeld
Pause und Betriebsstoffe ergänzen im Bw Saalfeld
E 806 / D 719 Saalfeld - Leipzig - Putbus / Bespannung Saalfeld - Leipzig
KM Laufleistung 330 km Dienstzeit des Lokführer`s 07:00 Uhr - 21:00 Uhr
Am 28.09.1984 wurde die Maschine in ihrer Pause im Bw Saalfeld abgelichtet.
Nach 1920 war das Bw schon zu klein...
Groß Bw Saalfeld ab den 30er Jahren
Mit dem Ausbau zahlreicher Strecken auf höhere Geschwindigkeiten und Achslasten dem Bau moderner großer und leistungsfähiger Lokomotiven stieg die Zahl der Güter- und Reisezüge stetig an. Große Städte waren leicht mit dem Zug zu erreichen. Durch die Erschließung der Touristischen Gebiete um Saalfeld, von denen es reichlich gab profitierten alle Strecken, was auch zur Mehrung des Lokomotivbestandes führte. Auch Lokomotiven zahlreicher anderer Dienststellen kamen nach Saalfeld. Saalfeld lag für den Lokwechsel sehr zentral, der gerade bei den Schnellzügen München - Berlin hier stattfand. Ebenso bei durchgehenden Güterzügen (Leuna / Buna) - Weißenfels - Nürnberg Rbf.
Nach der Verschrottung und Ausmusterung der altgedienten preußischen Länderbahnlokomotiven die auch auf Grund ihrer Naßdampregulierung nicht die entsprechenden Geschwindigkeiten und Zugleistungen erbrachten kamen folgende Lokomotiven im Bw Saalfeld bis 1958 zum Einsatz.
BR 01 Altbau Schnellzüge nach Leipzig, Halle, Nürnberg
BR 17 pr.S 10 im leichten Schnellzug-und Personenzugdienst
BR 36 Vorläufer der P 8, Einsatz im Schnell-, Eil- und Personenzugverkehr
BR 38 pr. P 8 Eilzug-, Personenzüge, Güterzüge Richtung Großheringen / Naumburg / Leipzig / Erfurt Hbf
BR 39 pr.P 10 Schnellzüge nach Leipzig, Halle über Zeitz / Weißenfels und Haupteinsatzgebiet bis Nürnberg über den Frankenwald, Erfurt Hbf
BR 41 Einheitslok für den Personen- und Güterverkehr nach Erfurt, Gera, Leipzig Einsätze auf der Frankenwaldbahn verliefen nicht zufriedenstellend
BR 43 zur Erprobung im Güterverkehr meist über die Frankenwaldrampe bis Bamberg und Nürnberg Rbf
BR 44 für den schweren Güterverkehr nach Gera / Zeitz / Profen / Zwickau / Göschwitz / Weißenfels / Arnstadt / Erfurt und Bamberg / Nürnberg Rbf sowie Zeitz / Meuselwitz / Altenburg / Regis-Breitingen bzw. Zeitz / Groitzsch / Neukieritzsch / Regis - Breitingen im Ganzzugverkehr Kohle
BR 55 für den Rangierdienst und Übergabeverkehr
BR 56 für den Mittelschweren Güterverkehr
BR 57 bildete das Rückrat im Saalfelder Güterverkehr bis zum Eintreffen der BR 43 und 44, Einsatz bis Bamberg, Weißenfels, Zeitz, Erfurt Gbf sowie auf allen Nebenstrecken
BR 58 meist im Güterverkehr nach Katzhütte, Arnstadt, Göschwitz, Gera Süd, Lobenstein, Probstzella eingesetzt mit entsprechenden Füll Leistungen im Personenverkehr
BR 78 im Personenverkehr nach Leipzig über Gera bzw. Großheringen / Naumburg und Arnstadt / Erfurt
BR 86 für den Personen-und Güterzugdienst auf den Nebenstrecken
BR 93 Einsatz im Personen- und Güterverkehr im Nahbereich sowie den Nebenstrecken um Saalfeld
BR 95 zeitweise Zuordnung zum Bw Saalfeld für den durchgehenden Vorspann- und schiebelokbetrieb ab Saalfeld bis Pressig - Rothenkirchen
Es ist überliefert, daß mehrfach verschiedene Sonderbauarten oder Lokomotiven mit neuen Teilen in Erprobung im Bw Saalfeld kurzzeitig stationiert waren, die meist auf der Frankenwaldbahn, der Rampe nach Unterwellenborn und am Singener Berg vor Güter-oder Personenzügen getestet wurden. Auch lag Saalfeld in der Mitte zwischen Leipzig / Halle und Nürnberg, so waren zahlreiche Meßfahrten für Lokomotiven mit Ziel Saalfeld. Da in Saalfeld über das Blankenburger Dreieck (Saalfeld-Blankenburg-Schwarza-Saalfeld) ganze gekuppelte Meßzüge mittels Meßfahrzeuge, SVT, oder Lokomotiven mit zusätzlichen Schwerwagen gedreht werden konnten. So das diese Versuchseinheiten nicht auseinandergekuppelt werden mußten und so die Lok wieder in Fahrtrichtung stand. Das gleiche wurde mit E-Lokomotiven im Meßzugbetrieb praktiziert, da die Meßlok immer mit Führerstand V (vorn) heute Führerstand 1 in Fahrtrichtung stehen mußte, so kamen schon frühzeitig E-Lokomotiven auch nach Bad Blankenburg. Der entsprechend lange Streckenverlauf und die optimale Möglichkeiten des Wendens solcher Einheiten, so war in den 30er Jahren Saalfeld ein technisches Eldorado in Bezug auf die Erprobung neuer Eisenbahntechnik. Somit ist es in keinster Weise auszuschließen, daß im Bw Saalfeld auch Sonderbauarten zur Behandlung bzw. dem Fahrtrichtungswechsel Station machten.
Rbd Nürnberg - Bw Saalfeld
Heute
DB Regio Bayern Nürnberg - Est. Saalfeld
Desweiteren oblag auch der Bau einer Bayerischen Lokremise in Saalfeld mit dem steigenden Verkehr auf dem ehemaligen "ABUS-Gelände" der Bayerischen Staatsbahn. Zugeordnet war das Bw der Rbd Nürnberg und Betriebliche Regelungen bildeten bayerische Vorschriften von der Bw Grenze bis zum Schuppen. Lokomotiven waren mit Bw Saalfeld, Rbd Nürnberg beschriftet. Durchschnittlich waren 6 Maschinen beheimatet, hinzu kamen Lokomotiven aus Nürnberg, Bamberg, Lichtenfels, Pressig - Rothenkirchen und Hof die hier wendeten.
Im Staatsvertrag Bayern / Preußen mit dem Bahnbau der Strecke Eichicht - Stockheim wurde der Einsatz reglementiert. Einsatz der preußischen Lokomotiven bis Bamberg und Nürnberg sowie der Bayerischen bis Saalfeld. Weitere Regelungen betraffen den Einsatz der Lokomotiven des Bw Probstzella, die die Strecken Probstzella - Pressig und Ludwigsstadt - Lehesten sowie Stockheim - Sonneberg befahren durften. Personale die im Bayerischen Betriebs- und Signalreglement ausgebildet waren. Ebenso waren Bayerische Personale in den Preußischen Reglements unterwiesen und geprüft. Das Befahren beidseitiger Strecken oblag den Hauptlokführern und Lok Inspektoren, sowie Hauptzugführern, Oberzugschaffner und Revisionsbeamten der jeweiligen Staatsbahnen z.B. Zugrevisoren. Ausführung von Bremsproben wurden ab Oberwagenmeister ausgeführt. Das Kuppeln oblag einem Rangierarbeiter der wärend des Kuppelvorganges von einem Oberrangierer begutachtet wurde. So versuchte man Fehlhandlungen aus, mit dem Einsatz von hochdotiertem und erfahrenen Personal. Neben zwei Bay. S 3/6 die in Saalfeld beheimatet waren gab es noch zwei Personenzug- und Güterlokomotiven. Der Langlauf der S 3/6 von Nürnberg bis Halle änderte nichts am Einsatz der Lokomotiven in Saalfeld die hier täglich ein Schnellzugpaar ab Saalfeld bis Nürnberg beförderten und eine zur Reserve blieb.Gleichermaßen war es im Personenzug- und Güterverkehr. Ein Frühzug nach Bamberg und ein Güterzug, eine Lok Reserve. Lokpersonale unterstanden der Rbd Nürnberg. Zugpersonale wechselten in Probstzella. Verbrieft ist auch der sporadische Einsatz der Bayerischen Güterzuglok BR 96, die Gelegentlich für den Einsatz bei schweren Sonder Schnellzügen bis Saalfeld kam und bis Pressig schob. Zum Teil mit 6-achsigen Schnellzugwagen, deren Eigengewicht bis 100 Tonnen pro Wagen betrug. Auch der Sonderzug Adolf Hitlers oblag bestimmten Regelungen auf der Fahrt von Berlin nach Bad Reichenhall zum Obersalzberg und sollte möglichst ohne längere Unterwegshalte fahren.
Schon bereits ab Kaiserzeiten bis 1989 liefen Staats- und Regierungszüge über Saalfeld. Gefahren wurde ab den 30er Jahren ein Vor-, Haupt-, Nachzug. Keiner wußte in welchem Zug und welchem Wagen die betreffende Person saß.
Von Berlin Anhalter bis Halle waren pro Zug zwei Lokomotiven BR 03 Bw Anhalter Bahnhof, von Halle bis Nürnberg je zwei Lokomotiven BR 01 Bw Saalfeld mit Lokwechsel in Saalfeld, von Nürnberg bis München je zwei Lokomotiven BR 18 Bw Nürnberg Hbf von München bis Freilassing je zwei E-Lokomotiven Bw München Hbf bzw. Bw Freilassing im Einsatz. Den "Löwenanteil" an Lokomotiven mußte das Bw Saalfeld vorhalten, da je Zug zwei 01er benötigt wurden und in Saalfeld Lokwechsel war. Somit wurden 6 Lokomotiven hierfür benötigt, Vor-, Haupt-, Nachzug.
Ab den 40er Jahren mit der Elektrifizierung erfolgte die Bespannung mit Dampf-und E-Lokomotiven, so galt die Dampflok als Garant im Stromausfall bzw. Luftangriffen und Schäden der Fahrleitung um den Zug weiter bis zum nächsten Bahnhof zu Befördern. Lokwechsel fand in Saalfeld statt.
Regierungszüge ab den 50er Jahren endeten in Saalfeld, meist mit zwei Maschinen BR 03, später BR 118. Die Wagen wurden in Saalfeld unter Bewachung abgestellt und es erfolgte ein Weitertransport mit PKW und Bussen meist zum Schloß in Leutenberg wo Staatsjagden rund um Leutenberg in den Wäldern stattfanden. Ab 1979 / 980, wurden in Berlin an dem jeweiligen Schnellzug nach Saalfeld meist Abends ein bis drei Regierungszugwagen beigestellt, zur Fahrt nach Leutenberg. Zu- und Ausstieg erfolgte abgeschirmt. Es erfolgte auch eine Bewachung der Stellwerks- und Bahnanlagen ab den 30er Jahren bis 1989, sowie eine überwachte Zugfahrt mit präziser Meldung der Durchfahrtszeiten des Bahnhofes und der jeweiligen Blockstellen und Schrankenposten. Die dem Bw Berlin-Lichtenberg zugeteilten V 180 waren oft im Bw Saalfeld zu Gast. Oft kam es auch vor das der Sonderzug bis Leutenberg fuhr. Es kam auf die Wichtigkeit und den Status der Person an.
Groß Bw Saalfeld ab den 30er Jahren
Bereits wurden schon in den 20er Jahren die Bw Anlagen an der Pößnecker Brücke zu klein. Auch die Gleisanlagen des Güter- und Personenbahnhofes waren mittlerweile dem ansteigenden Verkehr nicht gewachsen. In erster Linie sollte das Bw vergrößert werden und danach ein Umbau von Nord bis Süd des Bahnhofes mit Gleiserweiterungen und Verbreiterungen für Güter- und Reisezüge.
Ortsanlagen sollten weiter östlich in Richtung des heutigen Wohngebietes Gorndorf entstehen mit Geländabtragungen und Gleiserweiterungen.
Eine Wohnsiedlung war geplant östlich der Pößnecker Brücke Richtung Gorndorf auf dem heutigen Gelände der Wohnungsbau Gesellschaft Maxhütte Unterwellenborn die den Plan in den 50er und 60er Jahren umsetzten und hier Wohnungen für ihre Beschäftigten erbauten.
Der Bebauungsplan sah eine Reichsbahn Wohnsiedlung für ca. 1000 Bewohner vor, das Stück für Stück erweitert werden sollte.
Hier waren auch Spiel- und Sportplatz, Gärten, Läden, Gasthof, Kino, Festsaal und Arztpraxen geplant.
Hier waren Wohnungen für den gesamten DR Dienstort Saalfeld geplant inklusive aller Dienststellen am Bahnhof.
Die Anzahl der Wohnungen richtete sich nach der Anzahl der Beschäftigten.
Das Groß Bw Saalfeld sah die Bebauung des Geländes nördlich vom Bahnhof vor zwischen der Saalbahn und der Geraer Strecke Richtung Kulm und Ortsteil Remschütz.
In der Erstplanung war die Zufahrt vom Bahnhof über den Posten 8 an der Gasstation vorbei, parallel zur Saalebahn Richtung Schwarza und dann in die Anlage.
Im nördlichen Teil des Bw war eine Verbindungsstrecke vom Abzweig Remschütz Richtung neu geplanten Abzweig Gorndorf Richtung Unterwellenborn geplant. Für Beschäftigte aus Richtung Triptis und Jena war ein nördlicher Haltepunkt geplanz zum Aus- und Zustieg zum Bw. Hier sollten Züge von Triptis / Pößneck nach Rudolstadt und zurück verkehren. Auch für Beschäftigte der Maxhütte Unterwellenborn und der Zellwolle Schwarza für die dann auch das Umsteigen im Bahnhof Saalfeld entfiel.
Über diese Verbindungsstrecke war eine zweite Zufahrt zum Bw geplant die als Reserve oder Zweitausfahrt genutzt werden konnte. Mit Weichenverbindungen zum Bw so konnten Lokomotiven aus und in Richtung Rudolstedt bzw. Unterwellenborn die nördliche Ausfahrt nutzen ohne den Bahnhof Saalfeld zu tangieren.
Vom Personenbahnhof Saalfeld war ein Triebwagen Einsatz geplant der mehrfach täglich zum Bw pendelte.
Geplant waren zwei Vollrundschuppen, je ein E-Lok und ein Triebwagen Schuppen, eine Werkstatthalle für Großreparaturen Achswechsel, Kesselwechsel etc.
Weiter zwei Gebäude für Büro-, Übernachtungen und Kantine.
Zwei Hilfszughäuser mit Pachtgärten für die Beschäftigten des Saalfelder Hilfszuges, die heute in der Kulmbacher Strasse stehen am Ortsende der Stadt Saalfeld B 85.
Beheimatung von ca. 200 Dampflokomtiven, weiter waren E-Lokomotiven und Triebwagen geplant. Hier gab es keine Zahlen, da dies vorerst nur Unterlagen für Gebäude gab und die Elektrifizierung nicht abgeschlossen war und der Krieg kam.
Stationierung eines Hilfszuges mit Sanitätswagen sowie ein größerer Kran für Entgleisungen.
Sowie Fahrzeuge und Gebäude einer Fahrleitungsmeisterei, die sich mit der Bahnmeisterei südlich des Personenbahnhofes befand aber über eine Verlagerung in das Bw Gelände forciert wurde.
Neben den Saalfelder Lokomotiven waren noch ca. 60 Gastlokomotiven täglich einzuplanen, was einen hohen Bedarf auch an Lokkohle erforderte. Neben dem Bw mußten auch noch umliegende Lokbahnhöfe, Bw und Einsatzstellen versorgt werden.
In der Grundstruktur sprach man von ca. 1000 Beschäftigten im Bw Saalfeld.
Alleine ca. 580 Lokführer und Heizer
ca. 250 Bw Mitarbeiter, Schlosser, Büro Bedienstete
ca. 80 sonstige Bedienstete
(Stellwerker, Rangierer, Hausmeister, Handwerker für Wohnung, Übernachtung, Kantine)
ca. 60 Mitarbeiter Elektrifizierung
ca. 150 Mitarbeiter des Gleisbau
ca. 30 Mitarbeiter Signalmeisterei
Leider sind die Zahlen nur geschätzt, und aus mündlichen Überlieferungen älterer Beschäftigten verlässliche Aussagen und Auskünfte gab es nicht.
Gastlokomotiven in Saalfeld
BR 01 / Altbau Bw Leipzig West
BR 03 / Altbau Bw Leipzig West, Bw Halle P
BR 17 S 10 Bw Halle und Leipzig
BR 18 S 3/6 Bw Nürnberg Hbf
BR 38 Preußische Bauart Bw Zeitz, Bw Gera Hbf preuß., Bw Erfurt P, Bw Weimar, Bw Naumburg
BR 38 Sächs. Bauart Bw Leipzig Süd, Bw Zeitz, Bw Gera Hbf sächs.
BR 39 Bw Erfurt P
BR 44 Bw Weißenfels, Bw Erfurt G, Bw Pressig - Rothenkirchen, Bw Arnstadt, Bw Bamberg
BR 57 Bw Zeitz, Bw Gera Hbf preuß.,
BR 71 Bw Bamberg
BR 78 Bw Probstzella
BR 86 Bw Hof
BR 93 Bw Lobenstein
1942 veröffentlichter Personalbestand des Maschinenamt Jena mit den dazugehörigen Dienststellen, den stationierten Geräte-, Arzt-und Fahrleitungswagen
Bereits um 1900 Hilfswagen und Hilfsfahrzeuge
Nach Eröffnung vieler Strecken um Saalfeld wurde im Bw Saalfeld einige Hilfsfahrzeuge stationiert um im Katastrophenfall zu helfen.
Stationiert waren:
- ein Hilfszug der KED Erfurt bis 1995 DR Hilfszug Bw Saalfeld
- Ölhaveriewagen Kesselwagen bis ca. 1974
- Feuerlöschwagen für Bahnfeuerwehr 1970
- Ärztewagen bis 1969
- Schneepflug und Schneefräse
- Hilfskräne für Eingleisungen von Wagen und Kleinfahrzeugen
- Großkräne wurden vom Bw Erfurt angefordert
- Material- und Arbeitswagen der Fahrleitungsmeisterei
- Zusatz- und Materialwagen für Hilfsstoffe, Verbandsmaterialien besonders in den Kriegsjahren, Zusatzwagen für Bahnfeuerwehr
- Neben Feuerwehr, Erste Hilfe und Technischer Ausbildung gab es Eisenbahner die mit der Bergung von Munition auf Bahngelände vertraut waren
Hier war das Rangier-, Bw- und Personal der Fahrleitungs-, Bahn- und Signalmeisterei im Einsatz.
Es wurden ständig bis 1993 ein bis zwei Lokomotiven für Hilfs- und Einsatzzwecke vorgehalten. BR 38, BR 78, BR 93 sowie BR 110 oder BR 119 des Bw Saalfeld.
Im Bw waren Bereitschaftspersonale vor Ort, andere Dienststellen Einsatz im Dienst und außerhalb als Rufbereitschaft mit Boten.
In Erzählungen von Ärzten, Sanitätern und Schwestern der Bahnhofsmissionen wurde ein Thema beleuchtet über das Thema Medizin am Gleis was bei genaueren Hinhören recht interessant erscheint. Ein Thema das nie so richtig beleuchtet wurde.
Versetzt man sich in das Allgemeine Leben aus der Frühzeit der Eisenbahn bis zur Motorisierung mit Rettungsfahrzeugen ab den 30er Jahren stellt man folgendes fest.
Was war vorher und wie war es bei Unfällen, Themen die kaum beleuchtet wurden.
In Zeiten vor 1930 wie wurde bei Unfällen gehandelt.
Unfälle mit Menschen, Tieren waren in den Zeiten katastrophal. Herbeirufen von Ärzten, Feuerwehr, Hilfskräften war keine Minutensache. Oft waren diese weit weg vom Unfallort, zum Teil unzugängliche Unfallstellen. Hilfe durch Feuerwehren, Ärzte kamen mit Droschken oder Ritten selbst bzw. zu Fuß. Benachrichtigung mit Boten zu Fuß oder zu Pferd. Es vergingen oft Stunden, so das Unfallopfer meist ihren Verletzungen erlagen. Meist spielte der Alkoholgenuss eine Rolle und das leichtfertige Begehen von Gleisanlagen. Auch bei Arbeiten am Gleis oder beim Rangieren ereigneten sich Unfälle mit abgetrennten Gliedmaßen und starken Blutungen. Auf Grund diesen Zustandes wurden Lok- und Zugpersonale schon frühzeitig als Sanitäter ausgebildet und herangezogen. Oft waren es schwerste Unfälle und Verletzungen, auch die Medizin war noch nicht immer so wie wir das heute kennen. Wichtig war das Abbinden von Gliedmaßen, Blut stillen, Verbinden und Stabilisieren bzw. Beistand bei Verletzten und Sterbenden. Aber es wurden auch oft Tiere angefahren besonders im ländlichen Bereich. Hier wurde oft bei Unfällen Notschlachtungen gemacht, Tiere erschlagen oft unter grausamen Bedingungen bis Besitzer, Metzger oder Tierärzte kamen. Der Anteil der Tiere war früher sehr hoch auf Grund der Eigenverwertung. Oft erschracken Tiere durch Lok- und Zuggeräusche so das es hier zu Unfällen kam. Auch mit Pferdefuhrwerken an Bahnübergängen ereigneten sich durch Unachtsamkeit der Kutscher und durch Erschrecken der Tiere Unfälle.
Schwere Unfälle gab es auch durch Verbrennungen sowie Quetschungen gerade an Lokomotiven, Technik oder Wagen sowie im Rangierverkehr. Größtes Problem war der Genuß von Alkohol, Unachtsamkeit, Schlechte Beleuchtung, Unwegsames Gelände sowie Unkenntnis.
Einiges zum Thema Schnellverkehr
Mit Einführung der SVT Verbindungen München-Berlin-München verkehrten ab 1934 Züge der BR VT 137 auch über Saalfeld. Planmäßig wurden die SVT Züge zwischen Nürnberg und Halle von Nürnberger Lokpersonalen gefahren. Mit der Planung und dem Bau des Groß Bw Saalfeld rückten auch Saalfelder Lokpersonale in den Fokus, so wurden doch Triebwagen Großschuppen für SVT`s geplant. Ausschlaggebend wäre der Bau und die Errichtung des Passagierflugplatzes in Schwarza gewesen, hier war neben der Planung eines Haltes am Flughafen auch eine schnelle Verbindung für Fluggäste Richtung München und Berlin vorgesehen. Sollte doch Schwarza was ziehmlich in der Mitte Deutschlands lag ein Drehkreuz im Flugverkehr werden. Was in diesem Zusammenhang auch den Anschluß an SVT Züge in Schwarza-Flughafen zur Folge gehabt hätte. Hierbei hätte die Chance für Saalfelder Lokpersonale bestanden auch auf SVT Zügen ausgebildet zu werden, was aber denoch 5 Lokführer besaßen im Falle von Krankheit oder Havarien und Kriegsereignissen das Fahrzeug zu bewegen. Geplant waren Einsätze der Münchner Lokführer von München bis Saalfeld und Berliner Kollegen weiter von Saalfeld nach Berlin und im Tageseinsatz aus der Mitte die Besetzung mit Saalfelder Lokführern bis München bzw. Nürnberg und Berlin. Zahlreiche Sonder-und Meßfahrten erreichten denoch den Saalfelder Bahnhof und das Bw aus beiden Richtungen. Weiterhin bestand die Vertaktung der Nebenstrecken mit Kurswagen von und nach Berlin, München, Nürnberg, Leipzig. Auch die Planung direkter Eilzüge und Sommersaisonzügen wurde in Betracht gezogen, deren Hauptleistungen das Bw Saalfeld zu übernehmen hatte auch in Bezug auf E-Lokomotiven und weitere Schnelltriebwagen, die in Saalfeld beheimatet worden wären. Auch für E-Lok Leistungen waren bereits Lokführer des Bw Saalfeld ausgebildet.
Werdegang und Soziales
Bevor man Lokomotivführer werden durfte oder konnte...
Im 21.Jahrhundert vollzieht sich die Lokführerausbildung in der Regel in der Zeit von 9 Monaten. Aber hier sprechen wir aus der Zeit um 1930 wo nach persönlichen Aufzeichnungen der Werdegang eines Lokführers kurz beschrieben werden soll.
Die Beendigung der Schule erfolgte mit der Konfirmation bzw. Kommunion. Die alten sagten, "dann kommst Du aus der Schule...", daß war meist im Mai eines jeden Schuljahres. Je nach Ausbildung begann der "Ernst des Lebens" oft schon im Juni / Juli wo "Stifte" bereits zur körperlich schweren Arbeit mit Stundenlohn von 1,2 Pfennig herangezogen wurden. Steine Schleppen, Holz hacken, Hilfsarbeiten aller Art.
Eine Bewerbung bei der Eisenbahn erfolgte ab der 7.Klasse. Mit dem Zeugnis, dem Leumund der Eltern, zum Teil auch mit Fürsprechern. Z.B. Oheim, Vettern, Schwippschwager e.t.c. beim Vorstand. Es erfolgte eine persönliche Vorstellung in der besonders auf das Erscheinungsbild, Saubere Finger / Fingernägel / Haarschnitt geachtet wurde. Mit Allgemeinbildenden Schulischen und Gesellschaftlichen Fragen wurde der Bildungs- und Wissensstand getestet. Fragen wie sie Lehrer stellten. Auch wurde auf körperliche Fitness geachtet. Nach Abschluß des Gespräches wurde dem Vater oder Mutter mitgeteilt, daß eine Bewerbung erfolgen darf.
Bewerbung erfolgte dann schriftlich mit Lebenslauf, Bewerbung, Polizeilichem Führungszeugnis.
Nach Abschluß der Schule 8.Klasse damals erfolgte nochmals die Prüfung der Abschlußbeurteilung und Abschlußzensuren. Wichtig waren Fleiß, Disziplin, Ordnung, Deutsch, Mathematik als Hauptbewertungskriterien.
Vorab erfolgte eine Bahnärztliche Untersuchung Sehen, Hören, Farbtauglichkeit, Allgemeine Untersuchungen. Danach der Psychologische Test, hiermit konnte ein allgemeines Bild der Belastung, der Sinne und des Reaktionszustandes, die Denk- und Erfüllungsweise beurteilt werden.
Meist zum September erfolgte die ordentliche Aufnahme in den Dienst der Eisenbahn mit einem Festakt. Anschließend wurden die Dienststellen und die Berufsschulen der Eisenbahn bekannt gegeben und Klassen gebildet. In den ersten Tagen erfolgten Verrichtungen Allgemeiner Dinge. Klassenbildung, Spindzuweisung, Ausgabe von Betriebsausweisen, Fahrkarten, Schloßeranzügen, Arbeitsschuhen bzw. im Bahnhof Uniform mit Lehrlingsschulterstücken zur Kenntlichmachung. Ebenso wichtig Arbeitsschutz, Verhalten in Gleisen, gegenüber Fahrzeugen, Feuergefährliche Materialien auch Strom u.s.w.
Anschließend erfolgte ein Lerngang am Bahnhof und in der Dienststelle, somit wurden die Lehrlinge bekannt gemacht und ihnen wurden alle wichtigen Einrichtungen und Gebäude sowie Verhaltensregeln gezeigt.
Nach ca. 5-10 Tagen begann die Ausbildung im Wechsel mit Theorie und Praxis im Bahnhof / Bw oder der Berufsschule.
Zur praktischen Ausbildung zählte auch die Erfüllung von Hilfstätigkeiten.
- Bier und Frühstück holen
- Kehr- und Reinigungsarbeiten
- Transport von Material und Versorgungsgut
- Kohlen schaufeln für Heizungskeller
- Bänke, Zaun streichen, Grünanlagen pflegen
- Laufburschentätigkeit für die Gattin des Bw Vorstandes, die meist am
Bw oder am Bahnhof wohnten sowie dortige Hilfs-, Reinigungs-und
Gartenarbeiten oder Beaufsichtigung der Kinder des Vorstandes
Somit wurde Arbeitswille, Gehorsam, Fleiß in seinen Grundprinzipien getestet. Um es kurz zu sagen, man hat sich "hochgedient".
Neben den Hilfsarbeiten war die praktische Arbeit wichtigster Bestandteil der Ausbildung. Zuerst wurde gefeilt bis die Hände bluteten, Feilen mit jeder Art (Dreieck, Flach, Rund). Metallkunde von A-Z, dazu gehörte das Wissen vom Erz bis zum Fertigprodukt, seine Eigenschaften, Beschaffenheit, Physik, Chemie, Berechnungen, Belastungen. Weiter ging es mit Eisensägen, Bohren mit Hand und Maschine, Gewinde bohren, auch Behandlung mit Laugen, Säuren, Farben, Dichtmitteln waren von Belang. Wichtig waren thermisches Verhalten bei Wärme, Druck, Ausdehnung, Ablagerung von Kalk und Rückständen. Biegen von Rohren, Aufbringen von Gewinden, Muffen.
Danach ging es zum Schmied, Normaler Schmied für das Anfertigen von Metallteilen, Kesselschmied, Schloßer, Dreher, Fräser, Maler und Schreiner. Weiter zur Aufarbeitung von Lampen, Radsatzdreher, Glaser.
So erhielt der Lehrling eine umfassende Ausbildung im gesamten Bw. Er erlernte den kompletten Aufbau und die Wirkungsweise der Lok in allen Einzelheiten. Ab dem dritten Lehrjahr erfolgte die zielgerichtete Ausbildung als Lokschlosser. Nach erfolgter Ausbildung und Abschluß wurde der Geselle 2-3 Jahre im Lokschuppen als Schlosser in Verbindung mit anderen Tätigkeiten beschäftigt. Danach erfolgte der Einsatz beim Militär, viele waren als Soldaten in allen zwei Weltkriegen eingesetzt und erlebten die Hölle an der Front. Ihr Einsatz erfolgte oft als Schloßer oder Bahnbaupionier bzw. bei Militärbahnen unterschiedlicher Art. Wer die Hölle überlebte bei dem verblieben wenn keine körperlichen Schäden zu beklagen waren oft Seelische und Psychische Krankheiten. Hier wurde mittels bahnärztlicher Untersuchung eine weitere Verwendung festgestellt. Bei auftretenden Krankheiten erfolgte eine Weiterbeschäftigung als Schloßer, Schmied, Werkstattarbeiter, Schuppenfeuermann oder Umsetzung zum Bahnhof als Schrankenwärter, Schaffner, Gepäckschaffner, Bahnhofsarbeiter e.t.c.
Bei weiterer Eignung erfolgte die Grundausbildung zum Lokheizer, nach entsprechender Bewerbung und Befürwortung. Wobei es neben dem fachlichen Wissen und Feingefühl für den Dampfverbrauch und das Fahrverhalten der Lok auf körperliche Fitness ankam. Das Arbeitspensum eines Lokheizers war das Bestücken des Lokkessels mit mindestens 5-10 Tonnen Kohle pro Arbeitstag. Rechnet man 7 Tonnen Kohle im Durchschnitt pro Tag und Schicht mit einer üblichen 6-Tage Woche und damals durchschnittlich 280 Arbeitstagen pro Jahr bewältigte ein Lokheizer ca. 1960 Tonnen Kohle, ohne weitere Zusatzarbeiten. Was rechnerisch bedeutet ein Heizer brauchte ca. einen kompletten schweren Güterzug Kohle für seine Lok im Jahr. Grundlage des Kohleverbrauches ist die durchschnittliche Laufleistung einer Lok von 200 km täglich. Hinzu kamen das ziehen von Lösche, Schlacke, Ascherückstanden mit knapp einer Tonne, Schleppen von Ölkannen, Schmierstoffen, Lokreinigung, Ergänzung von Vorräten Wasser, Öl, Kohle hier oft Beladung der Tender mit Hand um einen möglichst effektiven Vorrat zu haben. Und somit "herzliche Grüße an Gelenke und Bandscheiben".
Der Heizer blieb arbeitete am Anfang auf Güterzuglokomotiven, da hier die Tonagebewältigung am höchsten war und später auf Schnell- und Personenzuglokomotiven. Ab 50 kamen Alte Herren Pläne, was bedeutete Nebenbahn, Tenderlokomotiven und Rangierlokomotiven mit körperlich geringen Arbeitsaufwand.
Der Aufstieg fand statt nach der Ausbildung zum Heizer als Reserveheizer also heute die Lok, Morgen die Lok unter Besonderer Berücksichtigung der Duldung des Meister`s bei Fleißigkeit und Disziplin. Somit legte man den Grundstein für die Befürwortung der Hauptlokführer zur späteren Lokführerausbildung. Bei einer Bewerbung wurde der Werkmeister bzw. Oberschloßer zur Befürwortung zur Heizerausbildung befragt und später Hauptlokführer bei denen man dienen mußte ob die Eignung zum weiteren Aufstieg besteht. Bei "Ungnade" war es meist mit der Karriere vorbei, Schloßer blieben Schloßer und Heizer - Heizer. So hatte jeder die Möglichkeit sich durch Fleiß und Disziplin hochzudienen. "Arschkriecher" waren verpöhnt und ihre Karriere war meist schnell beendet. Was zählte waren Taten und Arbeitswille. Nach 2-3 Jahren erlangte man den Aufstieg vom Reserve- zum Lokheizer, durchschnittliches Alter Ende 20. Hier ging es auf einer festen Planlok zuerst im Güterverkehr wieder einen Schritt weiter und bei besonderer Eignung durfte es eine Personenzuglok sein. Gut geeignet war die P 8 hierzu, sie war geduldig und ertrug manchen Anfängerfehler.
Nach 2-3 jähriger Tätigkeit bekam man die Möglichkeit zur Ausbildung als Lokführer, bei guter Ausbildung und Disziplin wurde der Lokheizer in der Regel mit 30 Jahren verbeamtet. Mit ca. 32 / 33 Jahren stand der frischgebackene Reservelokführer selbst am Regler. Wenn man bedenkt, mit 14 Jahren angefangen, dauerte es 18 Jahre bis "Er" selbst fahren durfte.
Reservelokführer wurden zuerst im Rangierdienst im Bahnhof oder Bw eingesetzt, danach erfolgte das Bespannen von kleinen Rangierzügen, Übergabefahrten. Ebenso der Einsatz auf Nebenstrecken bzw. in Groß Bw`s Lokomotiven vom Zug zum Bw und zum Zug fahren oder Spitzen auszufahren. Oft bekamen sie "Wilde Zicken" oder Abgedroschene, Störanfällige Maschinen wo sie ihr ganzes Können unter Beweis stellen mußten. Kein altgedienter gab seine Planlok aus der Hand. Das war seine Lok, und aus.
So mußten Reservelokführer vom Bw Halle P Schnellzüge vom Anhalter Bahnhof die über Halle nach Leipzig und weiter liefen. In Halle am Bahnsteig ablösen, "Er" stieg ab und ging in die Reservestube. Der Reservelokführer übernahm die Lok meist eine 03 oder S 10 - BR 17 vom Anhalter Bw und fuhr die Spitze Halle-Leipzig 39 km aus. In Leipzig mußte er ins Bw fahren die Lok drehen, Bevorraten, Kontrollieren, Abölen und wieder an den Gegenzug fahren. Den Zug in Leipzig bespannen und wieder bis Halle bringen. Hier wurde er wieder vom Meister abgelöst. Der Alt Meister stand am Bahnsteig an einem speziellen Punkt an dem er nur geraden Schrittes zur Lok und Aufsteigen mußte. Hatte der Reservelokführer den Punkt verfehlt also verbremst, "war es aus mit Lustig". Somit erlernten Reserve- und Junglokführer ihren Beruf und das zum Fahren auch Feingefühl gehört. Schließlich sitzen Menschen im Zug, als Oberster Grundsatz und Regel. Hinzugefügt werden muß, daß die Eisenbahn zu dieser Zeit wie das Militär mit Weisungs-, Befugnis- und Befehlserteilung geführt wurde. Alles war militärisch im Sinne der Eisenbahn geregelt, daß war das Erste was man lernte.
Ebenfalls nach ca. 2-3 jähriger Reservelokführer Tätigkeit wurde "Er" Lokführer war verbeamtet und bekam "seine eigene Lok" zugewiesen. Also eine Planlok hier ging es zuerst wieder auf Güterzugpläne, später auf Personenzugpläne die teilweise auch gemischt waren. Inzwischen wurde "Er" Oberlokführer mit Anfang 40 und diente in hochwertigen Plänen, Schnellgüterzüge, Eil-und Schnellzüge, Post-Expressgutzüge, also alles was Schnell war und nicht oft hielt.
Mit 50 wurde man Hauptlokführer und in der Regel beförderte man nur noch Schnellzüge, Sonderfahrten, Lokzüge zum Ausbesserungswerk, Züge von Regierung, Militär.
Bei weiterer Eignung und Gesunderhaltung konnte der Lokführer bis 65 Jahre arbeiten. Aber oft kam es ab Ende 50 zu altersbedingten Erkrankungen, hervorgerufen durch Jahrzehntelangen Wechseldienst. Oft gab es "Alte Herren Pläne" nur Tagschichten oder Nebenbahnleistungen, wenn es nicht mehr ging Lokleitungsbüro, Diensteinteiler, Lokumlaufplaner, Erstellen von Dienstschichten alles im Tagesdienst wo auch eigene Erfahrungen und Kenntnisse mit einfließen konnten. Bei extremen Erkrankungen erfolgte eine vorzeitige Pensionierung ohne Abschlag in Würdigung seiner erbrachten Arbeitsleistung.
"Die Götter mit Stehkragen",
..."hat er..."
Neben der schweren körperlichen Arbeit auf und an der Lok waren Standesdünkel oberstes Gebot.
- Lokheizer waren Arbeiter - Lokführer Lokomotivbeamte
- In der Regel erfolgte die Trennung des Führerstandes in Heizer und Lokführerseite mit einem weißen dicken Kreidestrich der vom Heizer nicht übertreten werden durfte und über den keine Kohle, Dreck, Öl hinüberzugelangen hatte
- Gespräche wurden vom Lokführer zum Heizer nur in der Dritten Person geführt, "...hat er die Stangenlager geölt...", "...hat er Wasser genommen...", der Heizer mußten den Lokführer mit Sie und Herr Ober- oder Hauptlokführer ansprechen.
- Vor dem Betreten der Lok, als wenn der Meister nahte hatte er alle Arbeiten zu verrichten, sich an der Lok aufzustellen und einen mündlichen Bericht zu erstatten. Vor dem Aufsteigen auf die Lok wurden die Handstangen nochmals gereinigt, damit er der Meister seine Hände nicht beschmutzt.
- War alles zur besten Zufriedenheit des Meister`s war die Fahrt entspannt für den Heizer. Gab es Beanstandungen wurde er gerügt und gemaßregelt. Oft mußte auch der Heizer die Lok verlassen sich in der Lokleitung melden und darum bitten einen Reserveheizer zu stellen. Der sich dann unverzüglich zu melden hatte. Bei Beanstandungen oder Persönlichen Differenzen lehnte der Lokführer den Heizer ab. Dabei mußten über persönliche Unterschiede Buch geführt werden "Schwarze Listen" wer mit wem fahren durfte. Der Anspruch des Meisters war hoch.
- Weiterhin oblag dem Heizer das Öffnen und Schließen der Tür Abnahme oder Herunterreichen der Tasche oder sonstige Niederwertige Tätigkeiten, die den Meister zufrieden stimmen sollten
- "Er" führte nur Kontrollgänge an der Lok durch und überprüfte das alles in Ordnung sei, der Heizer hatte dies vorzuweisen oder vorzuführen, "Er" fuhr nur...
- Aufgabe des Heizers war die Feuerung, Wasser, Öl und die Beobachtung des Rangier- und Fahrweges sowie der Signale.
- Persönliche Gespräche gab es kaum auch auf Grund des Lärm`s auf der Lok, der Heizer hatte nur zu sprechen wenn "Er" gefragt war und Signalbegriffe, Aufträge und Sonstiges zu artikulieren.
Lokführer - " Einfahrtvorsignal frei, Einfahrtsignal mit 40 erwarten" , der Heizer wiederholte die Signalbeobachtung und Bestätigte somit die Richtigkeit der zu erwartenden Signalstellung
Rangiert wurd von der Bw Grenze zum Bahnhof mit einem Rangierer, der die Lok übernahm und Rangiersignale von der Spitze der Lok gab, den Auftrag bekam er nach vorheriger Anfrage vom Stellwerk. Der Lokführer wurde über den Weg, Zweck und Ziel der Rangierfahrt unterrichtet, die z.B. lautete "Lok von der Bw Grenze über Gleis 20 nach Gleis 3 zum P 73 zur Bespannung". So wußten alle beteiligten über diese Rangierfahrt Bescheid. Der Rangierer begleitete die Lok bis zum Zug und er oder ein Hilfsrangierer mußten die Lok kuppeln, was bedeutete Zughaken, Druckluftleitung und Dampfheizungspintsche miteinander verbinden.
Das Erscheinungsbild der Lokführer waren eine tadellose Uniform, gebügelte Hosen, täglich geputzte Schuhe, weißer Stehkragen und Handmanschetten. An Feiertagen und bei Besonderen Anläßen trug "Er" seine Galauniform.
Ein weiterer Standesdünkel war das Lokführer sich im Wirtshaus an den Tisch setzen durften an dem Bürgemeister, Pfarrer, Lehrer sonstige Beamte saßen. In Aufenthaltsräumen, Reservestuben und Kantinen gab es feste Regelsitzplätze unterteilt in Haupt-, Oberlokführer / Lokführer- und Reservelokführer sowie Oberlokheizer / Lokheizer seperat Reservelokheizer. Nur mit Erlaubnis des jeweils Dienstranghöheren durfte sich ein Niederer Dienstrang hinzusetzen, daß war meist erlaubt, wenn dieser gut Karten spielen konnte. Ebenso ging es den anderen Dienstbereichen, die ihre festgelegten Sitzordnungen und Standesdünkel vertraten.
Der "glorreiche Rest" 25.03.2019
Totgesagte Leben länger ein erfolgreicher Tag
am 06.Mai 2022
Wiederbelebung des Bahnbetriebswerkes Saalfeld
Nach langen Bürokratischen und Genehmigungspflichtigen Hürden und einer Wohlwollenden Entscheidung des Saalfelder Stadtrates gab es "grünes Licht" im November für die "Wiederbelebung" des Bw Saalfeld, daß nach 1990 so langsam und klanglos in der Bedeutungslosigkeit verschwinden sollte. Da es aber baulich gesehen ein recht "neues Bw" ist, daß erst nach 1970 neu erbaut wurde auf Grund der bestehenden Bombenschäden vom April 1945. So ist eine noch gute Bausubstanz und Erhaltungszustand im Rahmen der Finanzierungsmöglichkeiten noch ein sehr gut erhaltener Gebäudekomplex gegenüber Alt Gebäuden aus der Zeit um 1900.
Im Herbst 2019 wurde mit einem sehr guten Nutzungskonzept der Weg für die "Reanimation" geebnet. Nicht die Nutzung der Gebäudestruktur mit Privat und Gewerbeflächen, auch die Lokstände werden durch Reparaturen und Abstellflächen wieder zum Leben geweckt. Sicher wäre es sehr blauäugig zu glauben, daß alles ohne Hindernisse abläuft. Bereits zwei Jahre Corona Pandemie haben von 2020 bis 2022 finanzielle, wirtschaftliche und bauliche Herausforderungen gebracht. Auch Unwetter gingen nicht spurlos an Gebäuden und Dachflächen vorrüber. So kamen noch einige Herausforderungen dazu. Nichts dest trotz jetzt wird in die Hände gespuckt. Damit sich etwas bewegt und auch dreht wurde im April 2022 die Drehscheibe wieder mit Zulassungs in Betrieb genommen. Und mit einem kleinen "Bw Fest" befuhr 232 238 am Nachmittag des 06.Mai 2022 gegen 17:00 Uhr die Bw Drehscheibe nach langer Pause. Und so wurde auch nicht nur die TÜV Zertifizierung bestätigt, auch eine Lastprobe mit der 120 Tonnen schweren Diesellok der WFL brachte eine nochmalige Bestätigung und Zertifizierung. So können die Drehscheibe und die Lokständen ab sofort wieder befahren werden. Mit den Reparaturarbeiten von Lokomotiven und den Vermietungen sollen die Strukturen finanziert und weiter ausgebaut werden. Sicher werden noch weitere Meilensteine nach der Wiedereröffnung des Bw Saalfeld folgen. Drücken wir die Daumen für einen guten Start und Erfolg des neuen Bw Saalfeld auf dem Weg in die Zukunft.
Die erste Frist der 155 237 im Bw Saalfeld am 28.03.2023
Ein Historischer Tag...
Im BW Saalfeld fand an diesem Tag die erste Revision der "250 137" (155 237) im DR Look statt. Im Laufe des Vormittags wurde die Lok des EVU Budamer-West mit der 261 065 von DB Cargo in den Reparaturstand über die Drehscheibe des Bw Saalfeld überstellt. Herzlichen Dank für die Bilder an die Kollegen von DB Cargo Saalfeld und die freundliche Überlassung.
Das Bw Saalfeld und seine Lokomotiven ab 1974 bis in die Neuzeit
Neben der Ausmusterung von Klein- und Rangierlokomotiven im Bw Saalfeld traf es nach 1994 auch die "U-Boot Flotte" des Bahnbetriebswerkes. Neben der BR 119 wurde auch die BR 118 mit abgestellt. Mehrere Faktoren passten nicht mehr in das Wirtschaftsbild der DB AG Zwei Motoren, Störanfälligkeit der BR 119, Dampfheizung der BR 118. Die so errechneten Kosten liesen den Lokpark schnell schrumpfen. Im Herbst 1996 stand 119 147 hinter dem Bw und war ausgemustert. Ende Ihres Lebens neben zahlreichen anderen Maschinen.
346 758 hat es in den 90er Jahren auch mit der Abstellung in Saalfeld mit erwischt. Kaum noch Rangierleistungen.
Wenn wir schon von Ausmusterung sprechen. Im Jahre 1980 schmolz der Lokbestand der Reko 01 im Bw Saalfeld erheblich. Nicht nur die Ölkrise schlug zu buche auch die BR 119 und BR 132 waren auf dem Vormarsch. So konnten die Lokomotiven zumindest auf dem Papier bei der BR 119 wirtschaftlich und effektiv eingesetzt werden. Wenn sie denn liefen....
01 0522 war 1980 im Bw Saalfeld am Ende ihres Lebens angekommen und wartet nur noch auf den Schneidbrenner.
Imposant die Reko 01 0522, wie sie majestätisch im Herbst 1970 von der Pößnecker Brücke nach Gleis 4 rollt und um 11:00 Uhr den P 3004 Saalfeld - Halle bespannt, der um 11:34 Uhr aus dem Bahnhof rollte.
01 0514 wartet 1979 auf die Zustimmung vom B 1 um von Gleis 7 unter die Pößnecker Brücke zum SK und dann in das Bw einzurücken zur Ergänzung ihrer Vorräte und zum Feierabend des Lokpersonals. Sie brachte um 18:23 Uhr den P 3025 von Leipzig über Gera.
Saalfelder Dampflokromantik 1980. 44 0567 vom Bw Saalfeld keucht schwer mit ihrem Nahgüter nach Gera Süd gegen 18:45 Uhr aus dem Saalfelder Bahnhof heraus. Ausfahrt aus Gleis 17 mit 40 km/h, über 1000 Tonnen am Zughaken und dann die beginnende 6 km lange Steigung nach Unterwellenborn verlangten schon einiges von der Maschine und ihrem Personal. Rangieraufenthalt in Pößneck, Neustadt, Triptis, Weida. In Gera Süd Wasser nehmen und mit einem Dg zurück nach Saalfeld.
Ankunft gegen 02:30 Uhr in Saalfeld, noch lange nicht Feierabend.
Ins Bw, dann zum P 8008 nach Pößneck Abfahrt 04:36 Uhr und den P 8003 zurück um 06:32 Uhr in Saalfeld. Um 07:30 Uhr Feierabend für das Personal. Dienstbeginn war 17:30 Uhr. 128 km Fahrleistung - 14 Stunden Dienst....
01 2114 rollte entspannt mit dem E 805 Leipzig-Sonneberg in Saalfeld ein. Sie beförderte an diesem Tag den E 802 nach Leipzig und den E 805 zurück.
280 km legte sie zurück, Dienstbeginn um 08:30 Uhr / Dienstende 20:00 Uhr....
Lange ist es her...
1925 rollte eine preußische S 10 BR 17 257 mit einem Schnellzug in den Saalfelder Bahnhof aus Nürnberg kommend ein, vorbei an dem Ortsteil Köditz.
Von einer T 20 BR 95 wurde sie über den Frankenwald geschoben.
War die P 10 für das Bw Saalfeld, die Maschine schlechthin, bei Erzählungen über die P 10, kam Leuchten in ihre Augen. War sie doch Zugkräftig und Zuverlässig. Im Mittelgebirge kaum zu toppen.
Das Ende der Ähra der preußischen P 10, mit der Beheimatung der Reko 01, sowie der Reko P 10 BR 22 und den ersten V 180 verloren die altgedienten P 10 ihre Daseinsberechtigung in Saalfeld. 39 1049 stand 1971 im Bw zur Ausmusterung.
39 1059 war ebenfalls 1971 am Kohlebansen im Bw Saalfeld zur Ausmusterung abgestellt.
Im November 1979 ging es mit dem P 5026 Saalfeld-Großheringen und der Göschwitzer 44 0698 mal Tender voran. Die BR 119 war ausgefallen, da mußte die 44er kurzfristig einspringen. So blieb nur kurze Zeit um Wasser zu nehmen als sie um 14:45 Uhr mit dem 66473 von Göschwitz einrollte, umsetzte nach Gleis 2, den der 5026 sollte um 15:09 Uhr planmäßig abfahren. Und ab ging die Post mit einer Minute Verspätung...
Wer arbeitet darf auch essen...
44 0851 gönnte sich und ihrem Personal 1979 in Saalfeld eine Pause.
Öl bunkern, Triebwerk untersuchen, abschmieren, Sand und Wasser nehmen. Schnell in die Kantine, Kaffee, Bockwurschd.... und dann über die Scheibe unter die Pößnecker Brücke zum 66 476 nach Göschwitz Abfahrt 17:09 Uhr.
44 0851 am Zugschluß der Lz Fahrt von Unterwellenborn nach Saalfeld, vor dem Einfahrtvorsignal mit einer Schwestermaschine 1979. So haben beide Maschinen den Erzzug von Saalfeld nach Unterwellenborn mit über 2000 Tonnen Zuggewicht die Rampe herauf gewuchtet.
Die Maschine an der Zugspitze beförderte den Erzzug ab Camburg, machte in Saalfeld Kopf und schob bis Unterwellenborn und die "851" zog von Saalfeld nach U`born...
95 004 rollte 1980 mit ihrer Übergabe in Saalfeld ein. 118 297 Bw L-Süd bereitete sich auf ihre 140 km lange Heimfahrt mit dem E 806 Saalfeld - Putbus vor.
95 0028 aus Sonneberg beförderte am Wochenende 1980 einen Eilgüter von Saalfeld nach Probstzella. "Zwiebelwagen" der DR waren oft DDR Exportgut.
Besonders zur Freude des Zollpersonals in Probstzella, da die Deckel geöffnet werden mußten und mit langen Stangen bei abgeschaltener Oberleitung ins Innere der Wagen gestochen werden mußte um Flüchtlinge und Grenzverletzer aufzuspüren.
Nach einem Vorfall in dem sich eine Person im Wagen befunden hat wurden die Maßnahmen verstärkt.
Doch alte Fluchtgeschichten berühern den Genuß der T 20 am Saalfelder Bohlen kaum.
Am 21.04.1988 erhielt die Saalfelder Museumslok 01 1531 in Meiningen ihre Revision laut Anschrift. Im Sommer 1988 stand sie im Bw und wurde für eine Planleistung mit Museumslok vorbereitet.
01 0513 bespannte am 3.Advent 1978 den P 4004 in Saalfeld bis nach Camburg um von dort den Zug an eine E 44 des Bw L-West abzugeben. Links auf Gleis 3 steht der D 703 aus Leipzig über Jena der um 12:45 Uhr in Saalfeld einfuhr und bis 16:58 Uhr auf Gleis 3 abgestellt blieb, am Sonntag entfiel der P 5024 / P 5025 Saalfeld-Kahla-Saalfeld.
So das der Zug bis zur Abfahrt des P 3008 nach Halle "Pause" hatte.
So war es "ungeschriebenes Gesetz" das der 703 bis zum Ausfahrsignal fuhr damit der Überweg für die Aufsicht frei war zur Gleisfreimeldung Gleis 4-6 an den Fahrdienstleiter, da es sonst ein beschwerlicher Weg wäre immer durch den Zug zu "krabbeln".
Vorbereitung auf den nächsten Einsatz nach 09:00 Uhr wurde 01 0505 für die Bespannung des E 802 nach Leipzig vorbereitet. Pünktlicher Lokwechsel um 09:45 Uhr nach Ankunft des E 802 von Sonneberg mit einer 95er. Pünktliche Abfahrt dann um 10:01 Uhr in das 140 km entfernte Leipzig. Also Lok noch drehen, Rangierfahrt unter die Pößnecker Brücke und warten bis der Rangierauftrag zur Fahrt an den 802 vom Stellwerk B 1 kommt.
Knapp 12 Stunden Dienst lagen hinter dem Lokpersonal der "519" im Jahre 1981. Am Morgen um 05:20 Uhr ging es mit dem P 3020 nach Leipzig und mit dem P 3023 zurück- 280 km Fahrt lagen hinter der Maschine und ihrem Personal. Um 15:45 Uhr nimmt die Maschine nach Ankunft in Gleis 7 Wasser, danach geht es zum Bw, Öl Bunkern und Abschlußdienst und um 16:30 Uhr Feierabend.
Auch bei der "520" ging es 1981 in Richtung Feierabend, hatte sie doch zum Feierabend den P 4005 Leipzig - Saalfeld ab Camburg noch für den Rest der Strecke mit 66 km befördert.
Faszinierend das Fahrwerk, das in einer patinierten, öligen Farbgebung der "520" hervorsticht. Sie rollte 1980 mit dem P 3023 aus Leipzig gerade in Richtung Pößnecker Brücke in den Bahnhof Saalfeld.
Faszination 01 im Bw Saalfeld 1980. die "521" auch mit top Fahrwerk abgestellt zur Reparatur.
Am späten Nachmittag nach 17 Uhr rollte die "522" im Sommer 1980 aus dem Bw Saalfeld unter die Pößnecker Brücke. Es muß ein Samstag oder Sonntag gewesen sein, denn sie bespannte um 17:50 Uhr den P 4006 Saalfeld-Leipzig bis nach Camburg
Auch hier wieder ein Top Pflegezustand der Maschine.
Auch die P 10 hat ihre Fangemeinde. Ein Zugtier erster Klasse, so beförderte sie doch ihre Schnellzüge ohne Mühe im Thüringer und Fränkischen Bergland mit bravur.
Gerade schwere Schnellzüge nach Nürnberg, Leipzig über Gera und nach Halle über Zeitz, Teuchern, Weißenfels forderten die P 10 und ihre Personale.
Saalfeld war das Auslauf Bw für die P 10, leider gab es keinen würdigen Abschied für die Lokbaureihe. Sie wurden Anfang der 70er einfach abgestellt und verschrottet. Als Fan der Baureihe schaut man schon mit etwas Wehmut auf dieses Bild.
39 038 war 1972 im Bw Saalfeld abgestellt und wartete auf den Schneidbrenner.
39 1034 war 1971 auch nicht mehr das ewige Leben im Bw Saalfeld beschert. Auf dem "Friedhof" abgestellt zwischen einer BR 86 links und BR 65 rechts schien auch hier das Ende der Lok besiegelt zu sein.
1970 dampfte 39 1034 noch mit dem D 127 München - Berlin durch Saalfeld, sogenannter "Interzonenzug" um 16:00 Uhr durch Saalfeld. Im Hintergrund eine Lobensteiner G 12 BR 58, die den späteren P 8020 um 16:00 Uhr von Saalfeld nach Triptis als Berufszug für die "Tagesschichtler" befördert. Zuvor kam sie um 15:00 Uhr mit einem Ng aus Lobenstein in Saalfeld an. In Triptis beförderte sie dann den letzten Abendzug über Ziegenrück nach Lobenstein. Eine schöne Rundreise für Lok und Personal.
41 1054 wartete 1978 auf die ihre Ausmusterung im Bw Saalfeld.
Auf der Drehscheibe 41 1273 die zur Bespannung des Ng 66474 Abfahrt 11:05 Uhr Gleis 16 nach Göschwitz rollte. Das Personal der Bm Saalfeld mit Sicherungsposten arbeitete gerade an den Gleisanlagen.
Besonderes Augenmerk gilt dem "grauen Esel" im Hintergrund, 110 023 eine "Wilde", die kein planmäßiges Lokpersonal hatte und einfach benutzt wurde wenn Bedarf bestand. Ihre Zug- und Fahreigenschaften waren dafür hervorragend, sie war besser als manche Top gepflegte V 100 des Bw Saalfeld, kann ich aus eigener Erfahrung sagen.
Sie war nicht chic aber zuverlässig.
Das Ende nahte 1980, im Bw Saalfeld, schöne Erinnerungen an den Dienst auf der ölgefeuerten 44 0231. Bald trennen sich die Wege zwischen Lokfpersonalen und ihrer Maschine. So wurden zur Erinnerung an schöne Zeiten vom Lokpersonal noch ein paar Bilder zur Erinnerung geschossen.
Ein Kind des Sozialismus, 1954 wurde 25 001 auf der Leipziger Messe ausgestellt. Eine Neubaulok, die die Lokomotiven der BR 38 und andere Preußenlokomotiven. Hauptsächlich im Personenzugdienst.
Es wurde versucht mit damaliger Technik eine moderne Allzwecklok ins Leben zu rufen. Es stand zur Debatte Reko- oder Neubaulok und Ablösung älterer Lokbaureihen um Kosten zu sparen. Auch ging es um leichtere Arbeit für die Heizer. Die gesamte Technik steckte in den Kinderschuhen und ging nicht über den Bau von zwei Maschinen hinaus. Denoch wagten sich Ingenieure und Konstrukteure an ein großes Projekt um den DR Lokpark zu verjüngen.
Es hätte auch ein großartiger Erfolg werden können.
Auch der Ersatz als Universallok war angedacht, es genügte nicht an das Leistungsparameter der BR 38,39,41 anzuknüpfen. Auch erträumte Ablösung der 44er war nicht möglich. Sicher hätte es noch Jahre gedauert um die Lok in dem Zustand zu versetzenn wie man sie wollte, aber Zeit und Möglichkeiten bremsten das Lokprojekt aus.
So standen Rekoprogramm und der Bau der V 100 und V 180 der weiteren Entwicklung im Wege und in den Startlöchern der Lokentwicklung bei der DR.
Die Maschine kam planmäßig vom Bw Arnstadt nach Saalfeld und galt als Exot. Sie war geliebt und gefürchtet wegen der Kohlestaubfeuerung und ihres Stokers.
1969 war dann die BR 25 ausgemustert. Leider war ihr der Erfolg nicht vergönnt den andere Lokbaureihen hatten. Sie blieb ein Einzelgänger im DR Lokbau nach 1945. Hier wartete 25 1001 in Nordhausen auf den Schneidbrenner.
1976 stand 44 0233 noch voll in der Büte ihrer Jahre.
Sie kam an diesem Tag so vermerkte es der Fotograf Lz aus Unterwellenborn im Saalfelder Personenbahnhof Gleis 5 an, wendete über die Weiche 104 am Stellwerk W 2 nach Gleis 7 und rollte dann zum Bw. Sie beförderte an diesem Tag einen Kohlezug von Profen nach Unterwellenborn zur Maxhütte. Immerhin bestimmt 1200 Tonnen das waren die Standardgewichte für diese Züge, also erfolgreich gearbeitet.
44 0233 im Jahr 1980, deutliche Betriebsspuren zeugen vom unermüdlichen Einsatz der Saalfelder Güterzuglokomotiven, die rund um die Uhr eingesetzt werden mußten um umliegende Firmen mit Gütern aller Art zu versorgen oder ihre Produkte abzufahren.
Täglich wurde die Maxhütte mit durchschnittlich 15 Güterzügen versorgt, was einem Gütervolumen von ca. 10 000 Tonnen entspricht, da ja auch Waren abtransportiert wurden. Auch die Zellwolle in Schwarza erhielt durchschnittlich täglich acht Güterzüge für ihren Transport. Hier lag man auch Schätzungsweise bei ca. 4000 Tonnen am Tag für die Güter im Eingang und Versand.
Die Saalfelder 44 wendete vom Bw kommend, kurz hinter der Pößnecker Brücke um wieder eine Übergabe mit über 1000 Tonnen nach Unterwellenborn zu befördern.
Erfürchtig schaut der Lokführer der 44 0270 auf die zur Ausmusterung in den "ABUS" Gleisen abgestellte 39 1060 im Jahr 1977 . Sicherlich hatte er Erinnerungen an die Zeiten mit der stattlichen P 10. Die Lok der BR 39 stand auf dem Gleis das zur Zufahrt zum ehemaligen Bayerischen Bw in Saalfeld führte.
Die 44er strampelte sich mit leeren "Dreckzugwagen" ab, die sie un das 9 km entfernte Könitz brachte, um dort mit dem Kamsdorfer Eisenerz am Verladebunker beladen zu werden.
Oft waren die Fahrten der Güterzugmaschinen garnicht so lang. In der Regel bis Camburg 66 km, bis Gera 67 km oder nach Arnstadt 48 km. Abgesehen von Übergaben nach Unterwellenborn und Könitz 6 und 9 km.
Aber es gab auch Fahrten nach Zeitz, Profen, Deuben bei Zeitz und Neukieritzsch.
Zu den Langläufen zählte oft Weißenfels - Probstzella mit 125 km.
Aufwendiger waren die Vorbereitungs- und Abschlußarbeiten, Fahrzeugkontrollen, Abölen, Vorräte ergänzen und oft langwierige Rangierfahrten in den Bahnhöfen zu den Bahnbetriebswerken auf Grund häufiger Ein- und Ausfahrten oder anderer Rangierfahrten. Dann hieß es oft für das Personal Geduld aufbringen.
Nachdem 44 0234 im Frühjahr 1971 drei Übergaben von Saalfeld nach Unterwellenborn in knapp 9 Stunden beförderte hatte sie nur 36 km zurückgelegt aber ein paar Tausend Tonnen Güter bewegt. Zum Feierabend hieß es Öl bunkern, Sand auffüllen, Wasser nehmen und die Lok in einen ordentlichen Zustand dem Ablösepersonal zu übergeben.
Gib uns unser täglich Brot...
1974 stand 44 0234 in Gleis 16 des Saalfelder Güterbahnhofes und wartete auf den Rangierauftrag an den Geraer Nahgüterzug zu fahren. Der Zug wurde vom Süden her langsam nach Gleis 16 gedrückt, gekuppelt und nach dem Auftrag konnte die 44er den Zug bespannen. Der Zug mußte aufgeschrieben werden, bis ca. 120 Achsen gebremst werden, Lok- und Bremszettel erstellt, Zugschluß angebracht, Kontrolle der Kupplungen und Bremsschläuche sowie Kontrolle der Ladung, Radreifen oder anderer Besonderheiten. So konnte der Vorbereitungsdienst mitunter 30-60 Minuten in Anspruch nehmen.
Oft war es auch so nach der Fertigmeldung war die Strecke belegt oder überlastet dann hieß es warten. So konnte eine Fahrt in das 67 km entfernte Gera mit dem Nahgüter locker zwischen drei und fünf Stunden dauern.
Schließlich mußte in Pößneck, Neustadt, Triptis, Weida und Gera Süd rangiert werden.
44 0663 kam 1977 als Schlußlok beim P 8015 aus Gera mit bis nach Saalfeld. Sie beförderte an diesem Tag einen leeren Getreidewagenzug nach Niederpöllnitz zur Beladung und wurde dann von dort am Zugschluß bis Saalfeld am Zugschluß mitgenommen auf Anordnung des Dispatchers. So konnte die eingleisige Strecke von zusätzlichen Zugfahrten entlastet werden.
Jetzt um 13:40 Uhr wartet sie auf den ausfahrenden D 402 Nürnberg - Leipzig in Gleis 6 und dann konnte die 44er zum Bw fahren.
44 0757 rollte 1974 aus Arnstadt kommend in Saalfeld mit einem Dg ein. (Durchgangsgüterzug ohne Unterwegsbehandlung)
Nur Wagen die direkt von Arnstadt nach Saalfeld befördert werden mußten.
Zwei Details sind hier von Interesse zum ersten der Ikarus 55, der als Linienbus von Saalfeld nach Gera unterwegs war und die Brückenbleche unterhalb der Pößnecker Brücke die an die Zeiten des elektrischen Zugbetriebes in Saalfeld erinnerten.
Ein junger Heizer auf der 44 1378 unterhält sich mit gleichaltrigen Eisenbahnfotografen an der Heizlok des Bw Saalfeld. Schließlich mußte der Heizer ja seine acht oder zwölf Stunden Schicht auf der Heizlok rumbekommen. Das Zeitalter von Waths App oder Instergram war 1985 noch in weiter Ferne.
Majestät des Dampfes in Saalfeld 58 1854 im Jahre 1969.
In den 60er Jahren gab es noch zahlreiche Leistungen die rund um Saalfeld mit der G 12 gefahren wurden. Auch hier verdrängten die ölgefeuerten 44er die G 12 auf Grund der leichteren Arbeit für den Heizer und höherer Zuglasten. Auch die V 100 war auf den Nebenbahnen langsam im Anmarsch.
Die 58er teilten sich mit den 93er die Leistungen nach Katzhütte, Lobenstein und über Triptis und Ziegenrück nach Lobenstein bzw. Blankenstein.
1977 war das Personal der 65 1010 mit Quetschesse gerade am "Lügentisch" in der Saalfelder Bw Kantine. Nachdem die Maschine hier wieder mit Vorräten ergänzt wurde gönnten sich Lok und Personal eine Pause, schließlich gab es am "Lügentisch" immer hochinteressante Gespräche, die oft durch den Lokleiter unterbrochen wurden, mit dem Satz, "...wollt ihr nicht mal raus, ihr seid schon über der Zeit...". Dann ging es aber hurtig über die Drehscheibe zun Bahnhof...
Betriebsalltag 1977 in Saalfeld, Uhrzeit ca. 11:00 Uhr.
95 004 Est. Sonneberg dampft mit ihrer Übergabe nach Unterwellenborn, kehrte dann zurück und bespannte um 14:00 Uhr den P 18005 Abfahrt 14:24 Uhr nach Sonneberg.
118 124 Bw Zeitz (118 B'B') kam um 07:38 Uhr mit dem P 8011 aus Zeitz. Dann war etwas Pause und gegen 11:00 Uhr rangierte die Maschine vom Bw zu Gleis 6 um den
P 3034 Saalfeld - Leipzig Leutzsch Abfahrt 11:40 Uhr / Ankunft 16:51 Uhr zu bespannen. Der Lokführer hatte um 16:00 Uhr in Zeitz Feierabend, Dienstbeginn 04:00 Uhr.
Noch kann man von der Dampflok Hochburg Saalfeld sprechen.
im Sommer 1979 wartete 95 0004 in Saalfeld auf ihre Rückfahrt vor P 18007 um 16:55 Uhr nach Sonneberg Ankunft 19:23 Uhr.
Zuvor brachte die Lok den E 802 aus Sonneberg um 09:45 Uhr nach Saalfeld und bespannte eine Übergabe nach Rudolstadt Gbf oder bei Bedarf einen Güterzug nach Göschwitz. Auch das Sonneberger Lokpersonal hatte Streckenkenntnis auf der Saalbahn.
Winter 1981 / 1982 in Saalfeld Gleis 2/3.
119 075 Bw Saalfeld bespannte den P 4004 Saalfeld-Leipzig bis Camburg Abfahrt ca. 13:15 Uhr. Rückleistung war der P 4009 ab Camburg, der um 19:40 in Saalfeld eintraf.
118 773 Bw Leipzig Süd bespannte den ankommenden D 703 aus Leipzig Ankunft ca. 12:45 Uhr. Diesen Wagenzug beförderte sie dann um 14:24 Uhr als P 5024 / P 5025 nach Kahla und zurück, Ankunft um 16:40 Uhr.
Um 17:40 Uhr beförderte sie dann den E 806 / D 718 Saalfeld - Leipzig - Binz bis Leipzig Hbf. Vorher fuhr sie den D 403 Leipzig-Nürnberg bis Probstzella und Lz zurück bis Saalfeld.
So das die Leipziger Lokpersonale sich den Gang in die Saalfelder Kantine durchaus verdient haben bei einer 14 Stunden Schicht.
Der P 18005 in Saalfeld nach Sonneberg im Sommer 1991.
119 005 Bw Probstzella Est. Sonneberg bespannte den DR Doppelstockzug auf der Strecke Saalfeld - Sonneberg.
336 Sitzplätze und viel Luft, so brachen ab dieser Zeit die Fahrgastzahlen erheblich ein.
Auch die "Fünf" setzte schon ordentlich Patina an, war es doch vorbei mit der persönlichen Lokpflege.
1990 wurde 119 078 Bw Probstzella mit moderner Farbgebung versehen.
Im Frühjahr 1991 konnte sie in Saalfeld Gleis 1 mit dem P 8040 Abfahrt 12:23 Uhr nach Erfurt Hbf mit Lokwechsel in Arnstadt abgelichtet werden.
Der Dienstplan 351 sah einen 20 Stündigen Einsatz vor, bevor die Maschine wiedr nach Probstzella kam.
Ng von Probstzella um 21:00 Uhr nach Saalfeld, Üg Unterwellenborn und zurück,
Lokbereitschaft Saalfeld Gleis 1, Bespannung und Vorheizen P 8032 Abfahrt 05:20 Uhr, um 5:00 Uhr Personalwechsel.
Planleistung P 8032 nach Arnstadt, P 8035 / P 8036 Arnstadt-Stadtilm-Arnstadt /
P 8039 Arnstadt - Saalfeld / P 8040 Saalfeld - Arnstadt / P 8045 Arnstadt - Saalfeld / Eilgüterzug Saalfeld-Probstzella.
Täglich mehrere hunderte Kilometer waren die U-Boote nach 1990 im Einsatz.
Nach Umbau und Lackänderung wurden sie bis zum eintreffen des VT 642 Desiro "richtig ran genommen".
Mehrfach täglich Saalfeld - Gera - Leipzig / Saalfeld - Erfurt / und nicht zu vergessen die Verbindung Jena - Katzhütte über Schwarza West die kurzfristig gecanselt wurde. Auch Langläufe Leipzig-Saalfeld-Blankenstein waren angesagt.
219 136 steht im Sommer 2001 im Bw Saalfeld zur Wochenendruhe abgestellt.
Auf Grund der zahlreichen Umbauten der BR 119 zur BR 219 und BR 229 hatte der "Bockwurstkessel" im Bw Saalfeld 1995 nochmal Hochkonjunktur.
So bespannten die alten Erfurter und Arnstädter 118er hier zahlreiche Nahverkehrszüge. Oft auch im Sandwich oder Einzelwagenzügen, oft warme Luft rund um Saalfeld mit zwei Motoren.
228 791 rangierte 1995 in Saalfeld zum Zug.
Pünktlich um 11:42 Uhr fuhr der P 3034 Saalfeld - Leipzig Leutzsch aus dem Saalfelder Bahnhof. An einem Sonntag im Jahr 1993 ging es um die Mittagszeit etwas beschaulich zu. Waren doch die meisten Beschäftigten um diese Zeit auf dem Weg in die Kantine um für 0,55 Pfennige ihr Mittagessen einzunehmen.
Voll zu tun hatte dagegen 118 139 vom Bw Zeitz, die mit ihrem 200 Tonnenzug die Rampe nach Unterwellenborn anfährt.
Dampfzug 1985 am Wochenende, einige Zivilisten standen an der Drehscheibe.
Von der Pößnecker Brücke erhebt sich die damalige Vielzahl an Maschinen die im Bw Saalfeld beheimatet waren.
1999 im Frühjahr waren schon einige 232er zusammengezogen für verschiedene Verwendungen. Mit Bildung der Geschäftsbereiche und Bildung von großen zentralen Einsatzstellen wurden die Maschinen versetzt bzw. kamen auch zum Umbau oder zur Umlackierung. Bis ins Ruhrgebiet zog es die Maschinen in jener Zeit. 232 052 mit ihren Schwestermaschinen warteten auf eine weitere Verwendung im Bw Saalfeld.
1975 war die Dampflokwelt in Saalfeld noch in Ordnung.
01 0525 fährt gegen 11:00 Uhr mit dem D 504 Saalfeld - Berlin in Richtung Saalbahn. Sie wird den D 504 bis Halle befördern einen Personenzug nach Leipzig übernehmen und den E 807 Leipzig-Gera-Saalfeld zurück befördern und gegen 21:00 Uhr wieder in Saalfeld eintreffen. Vor der Lok lagen ca. 310 km Laufleistung. Gemütlicher ging es auf der 44 0663 zu, sie kam mit dem Ng 66471 aus Göschwitz um 10:30 Uhr in Saalfeld an und wendete nun zur Einfahrt in das Bw im Abus Stutzen.
1984 an einem Sonntag im Bahnhof Saalfeld gegen 09:45 Uhr.
110 153 umfährt gerade ihren Zug im Bahnhof. Sie kam um 09:15 Uhr mit P 18034 aus Katzhütte und bespannte P 18041 um 10:40 Uhr zurück nach Katzhütte. Die Saalfelder BR 119 Gleis 5 heizte die Wagen des E 802 nach Leipzig vor . Später bespannte sie den E 802 Sonneberg-Leipzig, die Wagengruppe wurde nach 09:45 Uhr zur Verstärkung des E 802 von der Rangierlok angesetzt. In Gleis 7 steht an der Gleissperre eine Meininger 132 die den P 8043 von Arnstadt brachte und 11:10 Uhr mit den P 8038 nach Arnstadt zurück fuhr.
Gleis 10 der Hilfszug mit einer V 100 vom Einsatz Rangierunfall.
BR 132 in Gleis 11 ging als Dg über die Saalbahn Richtung Weißenfels mit Lokwechsel in Camburg . Gleis 6 stand ein Gbs zur Beladung mit Expressgut für den P 3034 um 11:40 Uhr nach Leipzig Leutzsch. Alles ging seinen Gang 1984.
Eines der größten Events in Saalfeld war 1971 das 100-jährige Bestehen der Strecke Gera - Saalfeld - Eichicht. Und 1974 das Jubiläum der 100-jährigen Saalbahn Großheringen - Saalfeld.
1974 veranstaltete die Rbd Erfurt in Saalfeld eine große Lokausstellung, zahlreiche Sonderfahrten. Auch mit dem Saalfelder Modellbahnclub wurde eine riesige Modellbahnausstellung ausgerichtet.
02 0201 war 1974 zu einer Sonderfahrt in Saalfeld und zog die Objektive der Eisenbahnfans auf sich als sie am Bw vorbei dampfte.
Auch der zweit "grüne Renner" der DR 18 314 war 1974 im Saalfelder Ausstellungsgelände an der Ladestrasse mit zu sehen. Der alte Bockkran im Hintergrund diente dem Auhagen Modell des Verladekranes zum Vorbild, er wurde Anfang der 90er abgerissen.
Auch wenn der "Sachsenstolz" definitiv mit Saalfeld nichts zu tun hat, wurde 19 017 zur Ausstellung 1974 stolz präsentiert. So wurden zahlreiche Exponate des Verkehrsmuseum Dresden stolz präsentiert. Eine ausgefallene einzigartige Lok im DR Museumsbestand.
Nicht ganz so abwägig war das Ausstellungsobjekt der "Kreuzspinne" BR 98 001 in Saalfeld 1974. Eine Lok dieser Baureihe soll 1953 kurzzeitig im Bw Saalfeld gewesen sein, es ging um die Erprobung der Lok auf Kurven- und Steigungsreichen Strecken nach Lobenstein.
Diese Aussage wurde mehrfach durch ältere Kollegen bestätigt.
Denoch konnte die Lok nicht ganz überzeugen zur eingesetzten BR 93 im Bw Saalfeld. So hielt man von Umbeheimtungen Abstand.
Der Sonderzug aus Großheringen fuhr 1974 mit 89 6009 in den Saalfelder Bahnhof ein, unter reger Anteilnahme der Bevölkerung.
Die damilige große Errungenschaft war die BR 118 mit ihren GFK Führerständen, die zu umfangreichen auch in das Bw Saalfeld kamen. Sicherlich ihrer Zeit weit voraus, waren die GFK Lokomotiven auch mit zahlreichen Kinderkrankheiten behaftet. Schließlich setzte sich der Weiterbau der Lokexoten nicht weiter durch.
Im Modell von Gützold in HO war die Lok ein absoluter Renner.
Im Frühjahr 1974 war die VESM Lok 118 204 in Saalfeld mit einer Schnellzugleistung und wendete hier.
1976 wendete 44 0698 im Abus Gleis, sie wartete auf einen schweren Kesselzug aus Großkorbetha, den sie mit einer weiteren Saalfelder 44 nach Probstzella geschoben hatte. Der Kesselzug wurde mit einer Saalfelder 44er von Weißenfels nach Probstzella 125 km gezogen.
Auch die Einsätze der BR 143 sind rund um Saalfeld bereits Geschichte.
Eine RB von Saalfeld nach Bamberg rollte im Sommer 2010 aus dem Saalfelder Bahnhof auf die Strecke Richtung Probstzella ihrem nächsten Halt Breternitz entgegen. 143 152 war an diesem Tag nur mit einem Durchgangs- und Steuerwagen unterwegs, der zweite Durchgangswagen mußte in die Werkstatt.
Auch die Einsätze bei Cargo der BR 155 sind Geschichte. Planmäßig wurde die Übergabe am Vormittag bzw. Nachmittag nach Nürnberg Rbf mit 155er Maschinen bespannt. Allmählich begann dann die Ablösung durch "Drehstromer" BR 152 und BR 185. Im Sommer 2017 bespannte 155 083 die Übergabe um 15:15 Uhr nach Nürnberg Rbf, mit Wagengruppen der Maxhütte, der Holzwerke in Ebersdorf und Blankenstein, sowie der Jass Papierfabriken. Immerhin 1600 Tonnen Zuggewicht an diesem Tag.
Auch dieser Exot lief mehrfach durch den Knoten Saalfeld. 182 004 DB Cargo Nürnberg "Porsche Taurus" in den 90er / 2000er Jahren.
Im Winter 2000 war sie mit einem VT 614 im Schlepp nach Nürnberg unterwegs.
Für den uneingeweihten etwas unerklärlich.
Betriebsalltag im Saalfelder Bahnhof zwei Rangierabteilungen und eine Zugfahrt. Mit der ESTW Stellwerkstechnik kein Problem.
Zwei VT 642 warten am Ls auf den einfahrenden Stahlzug mit der 185 540 "Husky Lok" TX Logistik. Nach Einfahrt des Güterzuges hinter der Signalzugschlußstelle, ging es 2017 weiter mit den Rangierfahrten im Bahnhof.
Technik macht es möglich.
Im Winter 2014 wurde 204 805 im Bw Saalfeld für den Einsatz nach Blankenstein gestartet.
Nach 1994 tangierten zahlreiche private EVU`s die Strecken der Deutschen Bahn.
Auch in Saalfeld rollen täglich zahlreiche "Private" durch den Bahnhof bzw. wenden im Bw Saalfeld. 2013 war die Locon DB V 100 mit Bauwagen nach Saalfeld unterwegs und fuhr gerade aus Richtung Rudolstadt in den Bahnhof ein.
Ab und zu muß auch mal eine Schlepplok ausrücken.
Durch die unheimlichen Langläufe der ICE Züge bis 2000 km !!! täglich kann es immer mal zu Störungen der Technik an den Zügen kommen. Oft betraf es die Antriebstechnik so das die ICE Züge ab Saalfeld bzw. Probstzella "über den Rennsteig" geschleppt werden. Im Frühjahr 2009 war 218 863 in Saalfeld um einen ICE ab Saalfeld bis nach Nürnberg Hbf zu schleppen. Sonst sind 218er in Saalfeld nicht so häufig anzutreffen.
Keine Herbststimmung , sondern am 06.08.2010 war 219 084 DB Regio Erfurt mit einem Sonderzug von Erfurt nach Lobenstein unterwegs, gerade bei der Einfahrt in Saalfeld. Zu dieser Zeit fuhr DB Regio Thüringen noch Sonderzüge für das Event "Sonne Mond und Sterne" im Lobensteiner Oberland.
285 102 der HVLE war oft in Saalfeld anzutreffen. Ein Ganzzug mit aus Könitz nach Brandenburg rollte 2017 in Saalfeld ein.
Viele Jahre waren die DB V 90 in Saalfeld im Einsatz.
Mittlerweile wurden sie durch die Gravitta verdrängt. Im Winter 2017 / 2018 war 290 512 im Saalfelder Gbf mit Rangiersarbeiten für den Mittagsgüterzug nach Blankenstein beschäftigt. Nicht nur im Rangierdienst wurden die Lokomotiven eingesetzt, sie bespannten auch die Übergabezüge nach Könitz, Blankenstein und Ebersdorf- Friesau im Nahbereich.
Tausende Tonnen gingen täglich über den Saalfelder Ablaufberg.
2025 waren die V 90 und der Ablaufberg Geschichte. Der Berg wurde abgetragen und die Lok verschwand. Im Sommer 2008 war 290 564 mit Rangierarbeiten am Ablaufberg betraut.
1973 rangierte 01 0501 vom Stellwerk SK (Saalfeld Kohlebansen) hinter der Bekohlung in Richtung Bw zur Ölbunkeranlage.
1971 rangierte 01 0534 im Saalfelder Bahnhof. Zu dieser Zeit beheimatete das Bw Saalfeld auch einige Lokomotiven der BR 118. Eine Saalfelder 118 schaut gerade links zum Schuppen raus. Später kamen noch einige 01er nach Saalfeld die 118er wurden nach Arnstadt zum Ersatz der BR 94 und nach Gera umbeheimatet. Geplant war der einsatz im Schnellzugverkehr, aber durch die Länge der Züge schaffte der Heizkessel die Heizleistung bis 15 Wagen nicht.
Für ihren nächsten Einstz zum P 3004 Saalfeld-Halle wurde 01 0534 auf der Drehscheibe im Bw auf ihre nächste Fahrt vorbereitet. Uhrzeit war ca. 10:45 Uhr , Abfahrt des Zuges planmäßig um 11:34 Uhr.
Nicht die ausfahrende 01 0534 ist das Highlight des Bildes, 1971 wurde gerade bei Ausfahrt des Personenzuges die Rangierabteilung der "Zollpost" mit abgelichtet. Die Rangierabteilung rangiert südlich über Gleis 7 zum Nahbezirk 2 und stellt für den nächsten Personenzug nach Erfurt die Zollpostwagen bereit.
Die Wagen der Zollpost wurden vorher mit der Post aus Lichtenfels "kontrolliert", "durchleuchtet" und "beschlagnahmd". Danach wurde die Post auf dem DDR Binnenweg über Erfurt Hauptpostamt weiter verteilt. So hatte die Rangierlok Personenbahnhof V 60 auch die Aufgabe täglich mindestens zweimal die Zollpost zu bedienen. Die Post von Lichtenfels nach Saalfeld wurde mit dem Güterzug befördert, in Probstzella umgesttellt und vom Dg auf den Ng umrangiert.
41 1260 gehörte viele Jahre zum Bestand des Bw Saalfeld und ist auf zahlreichen Aufnahmen zu sehen. Sie lief fest in den Eil- und Personenzugplänen zwischen Saalfeld und Leipzig und wurde 1974 durch die Lokomotiven der BR 01/5 abgelöst, die in den Planumläufen eingesetzt wurden. 1974 war sie am Kohlebansen abgestellt und wartete auf ihre Umbeheimatung.
Bis auf den SKL der Bm Saalfeld war 1975 in Saalfeld kein Dieselfahrzeug in Sicht. Gl.1 eine Arnstädter 65/10, in der Mitte 41er, 01er, 95er und 58er im Einsatz bzw. in der Abstellung auf dem "Friedhof".
1970 wurde diese preußische G 7 im Bw Saalfeld abgelichtet. Nach Bau dieser Gattung war diese Baureihe vom Anfang an nach 1910 in Saalfeld das Rückrat des Güterverkehres. Ab den 30er Jahren begann der Einzug der BR 41 und BR 44 in Saalfeld. Trotzdem lief die Maschine noch in Güterzugplänen und wurde im Rangierdienst eingesetzt. So fand sich noch ein Einsatzgebiet für die Maschinen. Anfänglich dampften die Maschinen auf den Hauptbahnen rund um Saalfeld.
Überlieferungen erzählen von täglichen Einsätzen nach Gera / Zeitz / Erfurt Gbf / Bamberg / Weißenfels. Gelegentlich auch Werdau und Zwickau. Auch bis Lobenstein und Marxgrün gab es Einsätze im Güterverkehr. Sowie Schiebedienste auf der Steigung nach Wurzbach bzw. zum Brechpunkt Heinersdorf.
Auf Grund ihrer robusten und einfachen Ausführung war die Lok sehr zuverlässig und technisch gut in ihrer Handhabung. Merkmal die einfache Heusinger Steuerung.
44 0207 wurde 1971 im Saalfelder Bw auf ihre Leistung mit einem Dg nach Weißenfels gedreht und für die Zugleistung vorbereitet. Langwierige Dienste für das Güterzugpersonal, auf Grund der noch eingleisigen Streckenführung der Saalbahn bis Saaleck. So hieß es oft für Güterzüge in die Überholung zum Kreuzen oder Überholen mit anderen Zügen. Auf der Strecke Saalfeld-Gera-Zeitz-Weißenfels auf denen ebenfalls Güterzüge verkehrten war die Situation die Gleiche, auch hier nur ein Streckengleis.
An einem Sonntag 1973 im Bw Saalfeld. Erkennbar auch das Heck des Bw Busses, eine "Balkan Ziege".
1975 mischten sich bereits schon zahlreiche Diesellokomotiven in den Saalfelder Lokbestand. Denoch regiert König Dampf und die Einsätze der Dampflokomotiven sind ungefähr noch 50% auf beiden Seiten. Es fehlen noch Diesellokomotiven das sich ab 1978 / 1979 mit dem "U-Boot" Einsatz BR 119 änderte.