Streckenskizzen und Bahnprojekte
Bezüglich der Reise mit der Eisenbahn in die Vergangenheit oder auf der Spurensuche habe ich mich zusätzlich bemüht einige geographische Skizzen bildlich festzuhalten. Ich bin kein "großer Maler", eventuelle künstlerische Freiheiten die eventuell abweichen sollten bitte ich zu entschuldigen, es geht um die reine Skizzenhafte Darstellung der umliegenden und abzweigenden Eisenbahnstrecken sowie der geplanten Eisenbahnprojekte rund um Saalfeld.
Folgende Eisenbahnprojekte gab es im Raum Saalfeld, die offen in den Zeitungen und Bürgerversammlungen sowie in den Eisenbahn Commitees ab 1850 diskutiert wurden
1850 Bau des Bahnhofes Saalfeld im Oberen Stadtbereich heute Oberes Tor / Grüne Mitte
Bau einer Zahnradbahn vom Bahnhof Saalfeld (Oberes Tor) zum geplanten Industriegebiet an der Saale heutiges Gebiet der Saalfelder Schokoladenfabrik
Eine weitere Zahnradbahn zum Schlachthof heute Breitscheidstrasse weiter über die Saale in Richtung des heutigen Bahnhofes
Strecke vom Oberen Tor nach Wöhlsdorf, weiter nach Schwarza der Saale entlang nach Jena
Im Anschluß von Rudolstadt über Kranichfeld nach Erfurt und über die Heide nach Pößneck
Von Wöhlsdorf abzweigend zu einem Bahnhof an der Saale gelegen weiter nach Eichicht über Leutenberg, Gahma, Gleima, Lobenstein nach Hof
Von Eichicht über Gräfenthal, Buchbach, Tettau nach Kronach
Von Rudolstadt durch das Schwarzatal nach Sonneberg und Coburg
Gedanken einer Linie von Saalfeld über Pößneck in das Sächsische Vogtland, vorzugsweise nach Zwickau.
Planung eines Gleisdreieckes in Wöhlsdorf nach Osten abzweigend zum Neuen Bahnhof an der Saale und nach Pößneck
Ab Wöhlsdorf nordwestlich zur Saale und Verbindung der Saalestrecke mit der Linie nach Pößneck bzw. zum geplanten Neuen Saalebahnhof
Linie Saalfeld - Könitz - Schmorda - Ziegenrück - Schleiz - Schönberg (Vogtl.)
Zahnhradbahn Schmorda - Ranis - Pößneck Stadtgebiet
Schmalspurbahn Bad Blankenburg - Schwarzburg durch das Schwarzatal
Saalfeld - Rottenbach - Königsee - Ilmenau
Flughafenbahn
Rudolstadt Schwarza - Flughafen - Remschütz - Saalfeld
Abzweig Remschütz - Abzweig Gorndorf Verbindung der Saalbahn und der Geraer Strecke ohne den Saalfelder Bahnhof zu berühren, damit entfiel das "Kopf machen" der Züge zwischen den Strecken
Weiterer Abzweig vor Schwarza von Saalfeld kommend nach Schwarza West und Bad Blankenburg
Mit Inbetriebnahme das Abzweiges 2 in Schwarza und der Inbetriebnahme das Abzweiges Remschütz - Gorndorf könnten Güterzüge von Arnstadt kommend nach Unterwellenborn durchfahren ohne in Saalfeld zu wenden
Planung von dreigleisigen Abschnitten zwischen
Unterwellenborn - Saalfeld,
Schwarza - Saalfeld und Gorndorf - Remschütz.
Wegen der Streckenentlastung wegen der Güterzüge und leerfahrender Lokomotiven vom Groß Bw Saalfeld zu den entsprechenden Bahnhöfen und zur Lokbehandlung.
Gedanken eines Schnelltriebwagenkonzeptes (S-Bahn) Saalfeld - Rudolstadt, nach Bad Blankenburg und über Schwarza West im sogenannten Dreieck mit Anbindung Flughafen Schwarza.
Aufnahme des Gedanken von 1850 den Saalfelder Bahnhof mit dem Oberen Stadtgebiet über den geplanten Standort Oberes Tor bis nach Garnsdorf (Feen Grotten) zu verbinden wegen hohen Tourismusaufkommen der 30er Jahre
Pläne einer Zahnradbahn oder Seilbahn vom Bahnhof Saalfeld zum Aussichtsturm auf dem Kulm, hier diskutierte man auch über eine Bahn von Pößneck über Trannroda, Friedebach durch die Heide zum Kulm oder eine Variante ab Zeutzsch nach Friedebach zum Kulm stand im Raum
Ein großer Teil der Pläne entstammte den Ideen aus der Zeit des "großen Eisenbahnfiebers" und war finanziell nicht durchzuführen.
Auch die geologischen Verhältnisse liesen diese Streckenführungen nicht zu, so scheiterte es oft an der Durchfürbarkeit und am Geld.
Es gab keine Erfahrungen mit dem Bau von Bergbahnen oder Steilstrecken in Deutschland, wenig erfahrene Arbeitskräfte.
Die ersten Fahrzeuge waren noch nicht in der Lage die oft phantasievollen Streckenführungen und Steilstrecken zu bezwingen, auch die Bremstechnik der Fahrzeuge war noch nicht so weit.
Luftgebremste Systeme gab es ab 1870 aber eine richtige Festlegung für luftgebremste Zugfahrten wurde erst 1923 ins Leben gerufen.
Auch Zughaken und Zughakenlasten waren noch nicht so richtig entwickelt das sie den Zugstärken und Lasten standhielten so kam es oft zu gefährlichen Zugtrennungen und Wagen rollten Rückwärts besonders bei schwerer Beladung.
Auch die Anbindung mittlerer und kleinerer Ortschaften an Zahnrad- oder Schmalspurstrecken wurde diskutiert. Gründe waren Touristische Interessen, Bergbau, Holztransporte oder der geplante Bau von Industrieanlagen.