Streckenskizzen und Bahnprojekte


Bezüglich der Reise mit der Eisenbahn in die Vergangenheit oder auf der Spurensuche habe ich mich zusätzlich bemüht einige geographische Skizzen bildlich festzuhalten. Ich bin kein "großer Maler", eventuelle künstlerische Freiheiten die eventuell abweichen sollten bitte ich zu entschuldigen, es geht um die reine Skizzenhafte Darstellung der umliegenden und abzweigenden Eisenbahnstrecken sowie der geplanten Eisenbahnprojekte rund um Saalfeld. 


P 10 Hochburg Saalfeld. Zur Erinnerung an den Einsatz der preußischen Schnellzuglok, ließ die Rbd Erfurt diese Grußkarte mit Mittelgebirgsmotiv und einer P 10 herausgeben. Was auch dem Einsatz dieser BR im Bw Saalfeld geschuldet war, weit vor dem Einsatz der BR 01. So dominierte die P 10 auf allen Hauptstrecken rund um Saalfeld. (Karte von 1934)

Grußkarte einer P 10 vor einem abfahrtbereiten Schnellzug 1935. - 39 010.

Das Deutsche Eisenbahn Netz um 1850, das System beginnt allmählich zu wachsen und entwickelte sich nach 1870 bis 1910 sehr rasant.

 

Folgende Eisenbahnprojekte gab es im Raum Saalfeld, die offen in den Zeitungen und Bürgerversammlungen sowie in den Eisenbahn Commitees ab 1850 diskutiert wurden


1850 Bau des Bahnhofes Saalfeld im Oberen Stadtbereich heute Oberes Tor / Grüne Mitte


Bau einer Zahnradbahn vom Bahnhof  Saalfeld (Oberes Tor) zum geplanten Industriegebiet an der Saale heutiges Gebiet der Saalfelder Schokoladenfabrik


Eine weitere Zahnradbahn zum Schlachthof heute Breitscheidstrasse weiter über die Saale in Richtung des heutigen Bahnhofes


Strecke vom Oberen Tor nach Wöhlsdorf, weiter nach Schwarza der Saale entlang nach Jena


Im Anschluß von Rudolstadt über Kranichfeld nach Erfurt und über die Heide nach Pößneck


Von Wöhlsdorf abzweigend zu einem Bahnhof an der Saale gelegen weiter nach Eichicht über Leutenberg, Gahma, Gleima, Lobenstein nach Hof


Von Eichicht über Gräfenthal, Buchbach, Tettau nach Kronach

Von Rudolstadt durch das Schwarzatal nach Sonneberg und Coburg


Gedanken einer Linie von Saalfeld über Pößneck in das Sächsische Vogtland, vorzugsweise nach Zwickau.


Planung eines Gleisdreieckes in Wöhlsdorf nach Osten abzweigend zum Neuen Bahnhof an der Saale und nach Pößneck


Ab Wöhlsdorf nordwestlich zur Saale und Verbindung der Saalestrecke mit der Linie nach Pößneck bzw. zum geplanten Neuen Saalebahnhof


Linie Saalfeld - Könitz - Schmorda - Ziegenrück - Schleiz - Schönberg (Vogtl.)


Zahnhradbahn Schmorda - Ranis - Pößneck Stadtgebiet


Schmalspurbahn Bad Blankenburg - Schwarzburg durch das Schwarzatal


Saalfeld - Rottenbach - Königsee - Ilmenau


Flughafenbahn 

Rudolstadt Schwarza - Flughafen - Remschütz - Saalfeld


Abzweig Remschütz - Abzweig Gorndorf Verbindung der Saalbahn und der Geraer Strecke ohne den Saalfelder Bahnhof zu berühren, damit entfiel das "Kopf machen" der Züge zwischen den Strecken


Weiterer Abzweig vor Schwarza von Saalfeld kommend nach Schwarza West und Bad Blankenburg


Mit Inbetriebnahme das Abzweiges 2 in Schwarza und der Inbetriebnahme das Abzweiges Remschütz - Gorndorf könnten Güterzüge von Arnstadt kommend nach Unterwellenborn durchfahren ohne in Saalfeld zu wenden


Planung von dreigleisigen Abschnitten zwischen

 Unterwellenborn - Saalfeld, 

Schwarza - Saalfeld und Gorndorf - Remschütz. 

Wegen der Streckenentlastung wegen der Güterzüge und leerfahrender Lokomotiven vom Groß Bw Saalfeld zu den entsprechenden Bahnhöfen und zur Lokbehandlung.


Gedanken eines Schnelltriebwagenkonzeptes (S-Bahn) Saalfeld - Rudolstadt, nach Bad Blankenburg und über Schwarza West im sogenannten Dreieck mit Anbindung Flughafen Schwarza.


Aufnahme des Gedanken von 1850 den Saalfelder Bahnhof mit dem Oberen Stadtgebiet über den geplanten Standort Oberes Tor bis nach Garnsdorf (Feen Grotten) zu verbinden wegen hohen Tourismusaufkommen der 30er Jahre


Pläne einer Zahnradbahn oder Seilbahn vom Bahnhof Saalfeld zum Aussichtsturm auf dem Kulm, hier diskutierte man auch über eine Bahn von Pößneck über Trannroda, Friedebach durch die Heide zum Kulm oder eine Variante ab Zeutzsch nach Friedebach zum Kulm stand im Raum 


Ein großer Teil der Pläne entstammte den Ideen aus der Zeit des "großen Eisenbahnfiebers" und war finanziell nicht durchzuführen. 

Auch die geologischen Verhältnisse liesen diese Streckenführungen nicht zu, so scheiterte es oft an der Durchfürbarkeit und am Geld.

Es gab keine Erfahrungen mit dem Bau von Bergbahnen oder Steilstrecken in Deutschland, wenig erfahrene Arbeitskräfte.

Die ersten Fahrzeuge waren noch nicht in der Lage die oft phantasievollen Streckenführungen und Steilstrecken zu bezwingen, auch die Bremstechnik der Fahrzeuge war noch nicht so weit. 

Luftgebremste Systeme gab es ab 1870 aber eine richtige Festlegung für luftgebremste Zugfahrten wurde erst 1923 ins Leben gerufen.

Auch Zughaken und Zughakenlasten waren noch nicht so richtig entwickelt das sie den Zugstärken und Lasten standhielten so kam es oft zu gefährlichen Zugtrennungen und Wagen rollten Rückwärts besonders bei schwerer Beladung.


Auch die Anbindung mittlerer und kleinerer Ortschaften an Zahnrad- oder Schmalspurstrecken wurde diskutiert. Gründe waren Touristische Interessen, Bergbau, Holztransporte oder der geplante Bau von Industrieanlagen.